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Hohe Heizkostennachzahlung bei Einrohrsystem
Verfasser:
Ralph Kreiling
Zeit: 10.06.2008 23:08:11
0
883316
Wir haben in unserer Wohnung eine Heizung mit Einrohrsystem. In der Heizperiode 2006/07 haben wir festgestellt , daß die Heizung nicht einwandfrei arbeitet. Die Heizung im Wohnzimmer konnte man an den Thermostatventilen nicht richtig regulieren, entweder war der Heizkörper eiskalt oder glühheiß. Der Heizkörper wurde warm, obwohl das Ventil komplett zugedreht war. Nachdem ich das Ventil abgeschraubt habe, habe ich festgestellt, daß im Ventilunterteil der Stift fest ist. Nach einigem hin und her mit unserem Vermieter wurde das defekte Ventilunterteil schließlich ausgetauscht (Bei zwei Heizkörpern im Wohnzimmer im Mai 2007). Wie kann es eigentlich sein, daß trotz geschlossenem Ventil der Heizkörper warm wierd ? Danach ließen sich die Heizkörper wieder regulieren. Jezt haben wir von unserem Vermieter die Nebenkostenabrechnung über 1750 Euro bekommen (für 2007) Nachzahlung nur für Heizkosten !! Der Verbrauch ist nach der Abrechnung um gut das dreifache Höher als in 2006 ! Und das trotz unveränderten Heizverhaltens. Zwei Heizkörper im Wohnzimmer nur auf Maximal 2 , Schlafzimmer ganz aus, Büro und Bad (innen) selten an. Beim Ablesen der Hezkostenverterteiler (elektronisch) ist uns auch aufgefallen, daß diese für das laufende Jahr schon wieder einen relativ hohen Verbrauch anzeigt
673im Vergleich zu 942 Einheiten für 2007, und daß bei sehr moderatem Heizen (maximal auf 2 ) Hängt das vielleicht alles mit dem Einrohrsystem zusammen ? Habe schon des öfteren gelesen, daß dabei trotz geschlossenen Ventilen das warme Wasser über den Rücklauf von unten in den Heizkörper strömt und somit dann auch der Heizkostenverteiler anspricht. Wer kann mir da einen Rat geben ? Oder sind da vielleicht die Heizkostenverteiler falsch eingestellt ?
Verfasser:
Zuviel Zeit
Zeit: 11.06.2008 08:06:43
0
883368
Zunächst mal sollte man die Abrechnung auf Plausibilität prüfen.

Zu viel mehr kann man leider nicht raten, denn die bisher gelieferten informationen sagen so gut wie gar nichts aus!

Die Höhe einer Nachzahlung sagt alleine gar nichts aus, habe ich eine geringe Vorauszahlung geleistet ist gegen eine hohe Nachzahlung kaum was einzuwenden, interessant ist immer nur die Gesamtsumme an Heizkosten.
Dann benötigt man natürlich auch wieviel Wohnfläche in welchem Zustand damit beheizt worden ist.

Wenn ich ein ganzes Schloss beheizt habe und habe bisher nur 10 monatlich an heizkostenvorauszahlung geleistet dann wäre bei 1750€ Nachzahlung mehr als glücklich.
Habe ich jedoch nur ein Einzimmerappartment beheizt und monatlich schon 50€ vorausgezahlt würde ich den Vermiter wohl foltern wenn er mit einer Nachzahlung von 1750€ ankommt.

Daher einfach ein paar mehr Informationen geben, vor allem ob in den Heizkosten auch Warmwasserbereitung mit drin ist.

Gruß
Verfasser:
OliverSo
Zeit: 11.06.2008 09:13:34
0
883410
Heizen ist teuer, und wird immer teurer. Aber 1750 Euro Nachzahlung für eine Wohnung klingt schon viel. Wie hoch sind denn die gesamten Heizkosten für eure Wohnung?

Ansonsten bleibt nur, die Zahlen auf Plausibilität zu prüfen. Wie hoch sind die Heizkosten für das ganze Haus, wie groß ist euer Anteil daran, im Vergleich zu anderen, usw.

Oliver
Verfasser:
Herbert Götz
Zeit: 15.06.2008 12:46:23
0
885682
Ihr Problem ist typisch für die Verbrauchsmessung in Einrohrsystemen. Es wird korrekt der Wärmeverbrauch am Heizkörper gemessen. Ein Verteilerschlüssel - Grundkosten / verbrauchsabhängige Kosten (30%/70% bis 50%/50%) - regelt, wie die Kosten für die in das Objekt eingebrachte Gesamtenergie auf die einzelnen Abnehmer aufgeteilt werden. Dabei wird einmal die feststehende Grundkostenquote (nach m² oder umbauten Volumen) aufgeteilt und der verbleibende Anteil relativ nach den abgelesenen Werten, wobei der verbleibende Kostenanteil durch die im Objekt ermittelten Gesamteinheiten dividiert wird. Das Ergebnis ist der Preis für eine dimensionslose Einheit, die keine physikalische Größe ist. Multipliziert wird das mit den von Ihnen gemessenen Einheiten. Aber damit habe ich Ihnen bestimmt nichts Neues erzählt. Das Problem bei der Abrechnung sind die Rohrwärmeverluste, die ja als solche keine Verluste sind, sondern als nicht unwillkommene Wärme in die zu heizende Objekte eingetragen werden, nur gemessen wird sie nicht, sondern steigert relativ die Kosten, die durch die gemessenen Einheiten geteilt werden und dadurch den Preis pro Einheit in die Höhe treibt. Dies umso gravierender, je weniger Gesamteinheiten abgelesen werden. Wenn dann noch so eine Störung wie bei Ihnen auftritt, lässt das Ihre Heizkosten explodieren.
Eine weitere Störquelle wäre, wenn Sie z.B. relativ am Ende eines Einrohrstranges eingebunden wären. Dann könnte folgendes passieren: Die im Strang davor liegenden Nutzer drehen ihre Heizkörperventile zu, d.h. das Heißwasser strömt über den Bypass an ihren Heizkörpern vorbei ohne den Heizkörper zu erwärmen. Dadurch steigt die bei Ihnen ankommende Vorlauftemperatur und der Heizkostenverteiler rast bei aufgedrehter Heizung, da ja die Heizkörpergröße und -Form vom Heizkostenverteiler berücksichtigt werden und die Heizkörpergröße nach der zu erwartenden Vorlauftemperatur dimensioniert werden. Die vor Ihnen liegenden Abnehmer profitieren unbeabsichtigt davon, weil durch die höhere Vorlauftemperatur die Wärmeabstrahlung durch die vermutlich unisolierten Rohre zunimmt, ohne dass sich deren Heizkostenverteiler auch nur zuckt.
Wie nun reagieren? Man müsste erst einmal erkunden, wie denn das Verhältnis der eingebrachten Energiemenge zu den in den Heizkostenverteilern erfassten ist. Man muss dabei berücksichtigen, dass Gemeinschaftsräume (Trockenräume, Treppenhäuser o.ä.) nicht gemessen werden, was rein rechnerisch auch noch als Verlust zu betrachten wäre. Die elektronischen Heizkostenverteiler messen zwar dimensionslose Einheiten, jedoch ist das in etwa an 1 kWh angenähert. Wenn das Verhältnis unter 20% ist, könnte man dagegen gerichtlich vorgehen, ist auch schon gemacht und obsiegt worden (z.B. LG Meinigen, Urteil vom 23.9.2002 AZ 6 S 169/00).
Ich kenne das Urteil nicht, doch im Ergebnis musste danach nach m² oder Volumen aufgeteilt werden.
Warum ich Ihnen so ausführlich schreibe? Ich bin ebenfalls ein Betroffener, jedoch auf der anderen Seite der Waage, ich zahle relativ zu wenig. Ein Mehrheitseigentümer unserer WEG ist in Widerspruch gegangen und stellt das ganze Abrechnungssystem in Frage. Wir müssen nun eine Lösung finden (verändertes Messsystem, das Rohrwärme miterfasst, oder Umbau auf Zweirohrsystem, oder Isolierung der Verteilerleitungen, oder elektronische Zirkulationsbremsen. . .), jedenfalls alles, was richtig Geld kostet. Ich möchte ja bezahlen, was ich nutze, ich hätte jedoch ein Problem damit, dass z.B. unvernünftige Raucher bei aufgedrehter Heizung den ganzen Tag lüften und bei m²-bezogener Aufteilung ich ein Teil seiner Heizkosten bezahlen sollte.
Mit freundlichem Gruß. Herby.
Verfasser:
Herbert Götz
Zeit: 17.06.2008 05:58:05
0
886604
Ihr Problem ist typisch für die Verbrauchsmessung in Einrohrsystemen. Es wird korrekt der Wärmeverbrauch am Heizkörper gemessen. Ein Verteilerschlüssel - Grundkosten / verbrauchsabhängige Kosten (30%/70% bis 50%/50%) - regelt, wie die Kosten für die in das Objekt eingebrachte Gesamtenergie auf die einzelnen Abnehmer aufgeteilt werden. Dabei wird einmal die feststehende Grundkostenquote (nach m² oder umbauten Volumen) aufgeteilt und der verbleibende Anteil relativ nach den abgelesenen Werten, wobei der verbleibende Kostenanteil durch die im Objekt ermittelten Gesamteinheiten dividiert wird. Das Ergebnis ist der Preis für eine dimensionslose Einheit, die keine physikalische Größe ist. Multipliziert wird das mit den von Ihnen gemessenen Einheiten. Aber damit habe ich Ihnen bestimmt nichts Neues erzählt. Das Problem bei der Abrechnung sind die Rohrwärmeverluste, die ja als solche keine Verluste sind, sondern als nicht unwillkommene Wärme in die zu heizende Objekte eingetragen werden, nur gemessen wird sie nicht, sondern steigert relativ die Kosten, die durch die gemessenen Einheiten geteilt werden und dadurch den Preis pro Einheit in die Höhe treibt. Dies umso gravierender, je weniger Gesamteinheiten abgelesen werden. Wenn dann noch so eine Störung wie bei Ihnen auftritt, lässt das Ihre Heizkosten explodieren.
Eine weitere Störquelle wäre, wenn Sie z.B. relativ am Ende eines Einrohrstranges eingebunden wären. Dann könnte folgendes passieren: Die im Strang davor liegenden Nutzer drehen ihre Heizkörperventile zu, d.h. das Heißwasser strömt über den Bypass an ihren Heizkörpern vorbei ohne den Heizkörper zu erwärmen. Dadurch steigt die bei Ihnen ankommende Vorlauftemperatur und der Heizkostenverteiler rast bei aufgedrehter Heizung, da ja die Heizkörpergröße und -Form vom Heizkostenverteiler berücksichtigt werden und die Heizkörpergröße nach der zu erwartenden Vorlauftemperatur dimensioniert werden. Die vor Ihnen liegenden Abnehmer profitieren unbeabsichtigt davon, weil durch die höhere Vorlauftemperatur die Wärmeabstrahlung durch die vermutlich unisolierten Rohre zunimmt, ohne dass sich deren Heizkostenverteiler auch nur zuckt.
Wie nun reagieren? Man müsste erst einmal erkunden, wie denn das Verhältnis der eingebrachten Energiemenge zu den in den Heizkostenverteilern erfassten ist. Man muss dabei berücksichtigen, dass Gemeinschaftsräume (Trockenräume, Treppenhäuser o.ä.) nicht gemessen werden, was rein rechnerisch auch noch als Verlust zu betrachten wäre. Die elektronischen Heizkostenverteiler messen zwar dimensionslose Einheiten, jedoch ist das in etwa an 1 kWh angenähert. Wenn das Verhältnis unter 20% ist, könnte man dagegen gerichtlich vorgehen, ist auch schon gemacht und obsiegt worden (z.B. LG Meinigen, Urteil vom 23.9.2002 AZ 6 S 169/00).
Ich kenne das Urteil nicht, doch im Ergebnis musste danach nach m² oder Volumen aufgeteilt werden.
Warum ich Ihnen so ausführlich schreibe? Ich bin ebenfalls ein Betroffener, jedoch auf der anderen Seite der Waage, ich zahle relativ zu wenig. Ein Mehrheitseigentümer unserer WEG ist in Widerspruch gegangen und stellt das ganze Abrechnungssystem in Frage. Wir müssen nun eine Lösung finden (verändertes Messsystem, das Rohrwärme miterfasst, oder Umbau auf Zweirohrsystem, oder Isolierung der Verteilerleitungen, oder elektronische Zirkulationsbremsen. . .), jedenfalls alles, was richtig Geld kostet. Ich möchte ja bezahlen, was ich nutze, ich hätte jedoch ein Problem damit, dass z.B. unvernünftige Raucher bei aufgedrehter Heizung den ganzen Tag lüften und bei m²-bezogener Aufteilung ich ein Teil seiner Heizkosten bezahlen sollte.
Mit freundlichem Gruß. Herby.
Verfasser:
egal1
Zeit: 17.06.2008 11:32:53
0
886782
Eine gerechte verbrauchsabhängige Aufteilung der Heizkosten funktioniert beim Einrohrsystem nur in den seltensten Fällen.
Fall 1: Wärmemengenzähler
Hier bezahlen die Bewohner am Anfang des Strangs für Heizenergie, die sie gar nicht wollen. Hier sind die Heizkörper meist ganz abgedreht, durch die unisolierten Rohre wird die Wohnung trotzdem überheizt und die überschüssige Wärme wird über das Fenster abgelüftet. Die Bewohner bezahlen natürlich auch für die Zeit, wo sie gar nicht anwesend sind (Urlaub). Die letzten im Strang profitieren von dieser Lösung.
Fall 2: Verdunstungsröhrchen
Hier profitieren die ersten im Strang. Die Wohnung wird über die Rohre erwärmt, der Heizkörper bleibt abgedreht, es verdunstet entsprechend wenig. Die letzten im Strang müssen die Heizkörper voll aufdrehen um die gleiche Wärmemenge zu erhalten, die Verdunstung ist entsprechend hoch.
Fall 3: Heizkostenverteiler mit 2 Fühlern
Hier profitieren wieder die ersten im Strang. Die Differenztemperatur Vor/Rücklauf ist praktisch Null, da die Heizkörper nicht benötigt werden. Die letzten im Strang haben eine hohe Spreizung und entsprechende verbrauchsabhängige Kosten.
Hier kann die Ungerechtigkeit noch größer sein als bei Verdunstungsröhrchen.
Man muss halt bei Kauf/Miete darauf achten, daß Warm- und Kaltwasser für jede Wohnung separat erfasst wird und eben keine Einrohranlage vorhanden ist. Ist die Wohnung am Anfang des Stranges sind Heizkostenverteiler in der Regel von Vorteil, am Ende des Stranges Wärmemengenzähler.
Verfasser:
graywolf
Zeit: 17.06.2008 12:44:26
0
886830
Da hilft vermutlich keine lange Lamentiererei!
Deine Heizkosten werden nicht sinken sondern steigen!
Die einzige Alternative ist: umziehen!
Leider keine einfache Lösung.
Suche Dir eine gut gedämmte Wohnung oder ein günstiges Häuschen, wo Du für die Heizung selber verantworlich bist.
Achte auf einen zusätzlichen Kamin um einen Ofen anzuschließen.
Deine Probleme habe ich schon letztes Jahr abgestellt:
Ölheizung abgeschafft, Kachelofen renoviert,Holz gesammelt.
Ich denke die Probleme werden bundesweit erst nächstes Jahr zur Abrechnung 2007/8 kommen. (+30%)
Auch als Vermieter muß man sich darauf einstellen, das Mieter ihre Abrechnungen einfach nicht mehr zahlen können!
Nur was dann?
Wer zahlt dann die nächste Gasrechnung oder Öltankfüllung?

Graywolf
Verfasser:
Doreen
Zeit: 25.06.2009 17:15:09
0
1149769
Hallo,

ich habe folgendes Problem mit meinen Nebenkosten. Ich soll mit der Nachzahlung meiner Nebenkosten 2008 insgesamt ca. 3,45 € / qm an Nebenkosten zahlen.

Dies liegt hauptsächlich an den hohen Heizkosten. Ich weis, dass ich nicht so viel geheizt habe und kann mir den hohen Verbrauch nicht erklären. Ich habe eine 36 qm kleine Wohnung, habe in 2008 maximal 5 Monate mit einem Heizkörper (Stube) meiner 2 Zimmer Wohnung an durchschnittlich 4 Tagen die Woche geheizt.

Nach Rücksprache mit der Hausverwaltung wurde mir bestätigt, dass ich von allen Wohnungen im Haus den höchsten Verbrauch habe.

Es besteht in unserer Wohnanlage ein Einrohrsystem, Verbrauchsverlust von ca. 30% im Vergleich zu Einzelverbräuchen, den Haupthahn in meiner Wohnung hatte ich unwissentlich nie zugedreht (im Sommer) - dadurch sind wahrscheinlich weitere Verbräuche/Kosten entstanden (alle anderen hatten wahrscheinlich zugedreht - zumindest erklärt dies die ständige Entlüftungsnotwendigkeit meiner Heizungen und die warmen Zuflussrohre unten an den Heizungen..).

Kann mir jemand sagen, ob es für mich als Mieter eine Möglichkeit gibt, den Verbrauch anzuzweifeln?

Ganz lieben Gruß
Doreen

P.S. Nun ist der Haupthahn abgedreht und die Kündigung schon geschrieben, allerdings steht die Nachzahlung noch aus, die ich umgehen will..
Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 25.06.2009 21:01:41
0
1149877
@egal1
Du schreibst doch sonst sehr sinn- u. gehaltsvolle Beiträge. Ich bin deshalb überrascht mit Deinem Beitrag über die ausreichende Beheizung von Wohnungen durch die Verteilrohre. Offen gesagt, so eine Unsinn liest man hier im Forum zwar öfter, dadurch wird er aber nicht richtiger.
Wenn Einrohrsystemrohre schon ausreichend die Wohnung beheizen, dann tun es Zweirohrsysteme doppelt, denn dann wird die Wärme ja im Rücklauf wieder zur Beheizung genutzt. Weswegen die HB überhaupt HK einbauen sollte man unbedingt nach Deiner Erkenntnis mal grundsätzlich diskutieren.
Wenn Du gesagt hättest, dass die Wärmeabgabe von HK zu HK immer geringer wird, da hättest Du recht. Dafür zeigen aber auch die HK-Messgeräte weniger Verbrauch an oder die HK sind grösser und deshalb auch mit anderer Leistung bewertet beim Abrechnungsdienst.

Bei moderner Heizungsanlage, die mit 40 bis 60 Grd Vorlauf arbeitet und isolierter Rohrleitung (was man eigentlich voraussetzen kann) ist der Rohreverlust nicht so gigantisch wie Du und andere es darstellen.

Die meisten übersehen, dass im Jahr 2008 das Heizöl von 0,45 €/ltr (2007) auf 0,87 €, mancherorts sogar auf 0,98 € bei 5000 ltr Abnahme gestiegen ist, Gas, Fernwärme u.a. ebenso hochgingen und das muss jetzt und kommendes Jahr bezahlt werden - Leider.
Wenn ich die Tanks Herbst 2008 teuer befüllt habe, reichen die über den Winter 2009 auch noch und das schlägt auch in der Abr. für 2009 sich nieder, die nächstes Jahr kommt
Verfasser:
egal1
Zeit: 26.06.2009 09:26:27
0
1150064
um das ganze richtigzustellen: es geht um nicht gedämmte Einrohrheizungen, bei denen unabhängig von der Stellung des Thermostaten immer heißes Wasser unter dem Fussboden läuft und den Raum erwärmt.
Im 2-Rohrsystem ist doch Vor- und Rücklauf des entsprechenden Hizkörpers kalt, wenn ich die Thermostaten abdrehe oder anders gesagt: dann zirkuliert kein heißes Wasser. Es gibt Wohnungen, wo 70% der Raumwärme über die nicht gedämmten Rohre des Einrohrsystems im Estrich kommen und damit kaum über HKV erfasst werden.
Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 26.06.2009 16:58:42
0
1150327
Wenn Du im Zweirohrsystem den Heizkörper GANZ abstellst, hast Du natürlich recht.