| | Verfasser: me. S. Hohwiller, DÜW | Zeit:
26.08.2004 10:42:21 |
Hallo Kollegen, wir haben ein LV bekommen über eine "Temperierungsanlage" in einem alten Sandsteinhaus. Gas- Brennwertheizzentrale inkl. WW-Bereitung soll installiert werden. Als Raumheizung dienen 15-CU-Rohre welche blank und auf Putz in ca. 12 bis 20cm an der Wand verlegt werden. Diese Leitungen sollen anhand ihrer Strahlung die Räume beheizen. Wo eventl. die Leistung nicht ausreicht sollen 10-ner Heizplatten montiert werden, vornehmlich in jedem Raum unterm Fenster. Haus hat KG unbeheizt/ungedämmt, EG ca. 65m², DG ca. 65m². Außenwände aus Sandstein, verputzt, ca. 50cm stark. LV vom Architektur- und Ing.- Büro Konrad Fischer, Hochstadt/Main weitere Info`s zu diesem System unter www.konrad-fischer-info.de Würde mich brennend interessieren, was die Kollegen dazu meinen. Kann man mit einer 15-ner Leitung (Vl/RL) ein Haus beheizen? Wärmestrahlung der Rohrleitung und der Wände sollen ausgenutzt werden? Man will auf jeden Fall eine Konvektion verhindern. Mfg. me. S. Hohwiller, DÜW |
| 55 ältere Beiträge bis zum 01.01.2006 finden sie hier |
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02.08.2006 11:51:47 |
Das Thema fand in Forum noch seine Fortsetzung: "Die Luftschlösser des K.F." |
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22.01.2009 20:30:26 |
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22.01.2009 21:05:13 |
ich hab zwar kein Wort verstanden,aber geht es um eine Temperierung oder um eine Heizung,da machen wir HBs immer noch Unterscheidungen.
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23.01.2009 09:43:27 |
Übrigens geht es bongo's Link um ein Haus, dass mit Ytong-Steinen gebaut worden ist, dass selbst relativ gute Dämmwerte aufweist! Fenster werden auch wohl nach dem damals gängigen Standard eingebaut worden sein. Für die, die planen, mit massiven Ziegelsteinen zu bauen: Bei massiven Ziegelsteinen, die eine Rohdichte von 1400 kg/cbm haben, ist der Wärmeleitwert wesentlich höher, sodass auch wesentlich höhere Energieverbräuche zu verschmerzen sein würden. Gerry
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12.07.2013 11:29:51 |
Unversöhnlich stehen sich hier zwei verschiedene Auffassungen gegenüber. Da ich nächstes Jahr ein Haus bauen möchte, muss ich mich mit dem Thema Heizung beschäftigen. Herr Ebel weist ja selbst auf das weit verbreitete Überdimensionierungsverhalten der Heizungsbauer hin. Wir haben folgenden "Versuch" gemacht: Kauf eines Lüfters VORNADO. Wohnzimmer an kaltem Märzabend (ca. -8 Grad) im Sitzbereich auf 22 Grad temperiert. Lüfter 20 Min. vor Heizkörper in Richtung Sitzbereich "lüften" gelassen. Ergebnis: Die Temperatur ist im Sitzbereich auf 25 Grad gestiegen. Als erstaunlich angenehm haben wir die Wärme (erinnert an Kaminofen) empfunden. Noch nach 2 Stunden war im Sitzbereich die Temperatur bei 24,8 Grad. Wir haben dann den Versuch abgebrochen und erstmal gelüftet. Während der 2 Stunden war der Heizkörper selbstredend kalt. Also, der nächste kalte Winter kann kommen. Für die 20 Min. verbraucht der Lüfter 20 Watt Strom. Wir glauben durch diesen Versuch die These stützen zu können, dass die Strahlungswärme sehr wohl einen enormen Effekt hat. Dies bestärkt uns in Richtung Heizleisten zu gehen. Zudem wollen wir einen Kaminofen einbauen lassen. Der Lüfter wird bei der Verteilung der Wärme gute Dienste im Haus leisten. Grüße an alle
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12.07.2013 14:05:00 |
Dir ist aber schon klar, dass Du durch den Lüfter nicht die Strahlung "erhöht" hast sondern die Konvektion (Wärmemitführung) optimiert hast? Zu den DREI Arten der Wärmeübertragunghier mehr.
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13.07.2013 17:54:47 |
Nein.
"Die Vorgänge bei der Raumheizung sind außerordentlich komplex, denn Wärmeleitung, Konvektion und Wärmestrahlung überlagern sich und ver- laufen in der Regel instationär."
Wir glauben dass während der Lüfter lief (20 Min.) die Konvektion optimiert - wie du es nennst - wurde und in den folgenden 2 Stunden eben die Wärmestrahlung dominierte.
Grüße
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14.07.2013 12:50:27 |
Nun, dann bleib am besten bei Deinem Glauben.
Kein Heizkörper dieser Welt ist in der Lage, ausschließlich nur Wärmestrahlung abzugeben.
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14.07.2013 15:49:40 |
Zitat von rethor  Herr Ebel weist ja selbst auf das weit verbreitete Überdimensionierungsverhalten der Heizungsbauer hin. Oh oh ... was willst Du uns mit Deinem vorurteilsgewchängertem Beitrag denn sagen? Naja, zumindest solltest Du Dich mal mit dem Begriff " Operative Temperatur" beschäftigen ...
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14.07.2013 16:18:10 |
Zitat von rethor  Als erstaunlich angenehm haben wir die Wärme (erinnert an Kaminofen) empfunden. Noch nach 2 Stunden war im Sitzbereich die Temperatur bei 24,8 Grad. Die Temperatur wovon? Die Lufttemperatur sagt nichts über die Intensität einer herrrschenden Wärmestrahlung aus. Strahlungswärme geht durch die Luft durch ohne sie zu erwärmen, erwärmt jedoch die Gegenstände auf die sie trifft direkt, je nachdem wie gut der Gegenstand die Wärmestrahlung absorbiert bzw. reflektiert. Wenn die Strahlung weg ist, wird es dem "Gegenstand" Mensch (Haut) augenblicklich kälter, wenn die Luft kalt ist. Kalte Luft spürt er in der Bewegung und auch daran, dass es ihm nicht überall gleichmäßig warm ist (Lagerfeuer: Vorne heiß, hinten kalt). Beides ist, wie wir alle aus Erfahrung wissen, unagenehm. Die Wärmestrahlung nimmt im Quadrat zur Entfernung ab und steigt mit der Temparatur um hoch4 => Eine geringe Temperatur strahlt sehr viel weniger, als eine ein wenig höhere Temperatur: Vergleich Radiator und Kamin gegenüber Fußbodenheizung. Im Allgemeinen empfindet der Mensch eine bestimmte Mischung aus Strahlungswärme und "Luftwärme" am angenehmsten.
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14.07.2013 17:06:39 |
Zitat von majustin  Im Allgemeinen empfindet der Mensch eine bestimmte Mischung aus Strahlungswärme und " Luftwärme" am angenehmsten Eben die von mir erwähnte oT.
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15.07.2013 10:55:27 |
Das ein Heizkörper ausschließlich Wärmestrahlen abgibt behauptet wer? Texlahoma, mein Zitat vom 13.07. habe ich Deinem Link Drei Arten der Wärmeübertragung entnommen. Es erklärt schön, warum hier im Forum zwei Auffassungen unversöhnlich aufeinandertreffen.... nämlich in der Komplexität des Gegenstandes. Mit den Ausführungen von majustin kann ich gut leben. Den Versuch werde ich also mit unterschiedlichen Anfangstemperaturen (16 Grad, 18 Grad ..) wiederholen. Hat jemand eine Idee, warum die Temperatur von 22 auf 25 Grad gestiegen ist? Danke im voraus und Gruesse an alle
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15.07.2013 11:34:31 |
Du hast durch den Ventilator die Strömungsgeschwindigkeit der Luftkonvektion und damit die Leistung des Heizkörpers erhöht. Dadurch hat sich die RT erhöht.
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15.07.2013 11:35:51 |
Hallo rethor, Zitat von rethor  ...Wir haben dann den Versuch abgebrochen und erstmal gelüftet. Während der 2 Stunden war der Heizkörper selbstredend kalt. ... was soll das bedeuten? - War der Heizkörper bereits zu Beginn des "Versuches" kalt? oder - Wurde am warmen Heizkörper zu Beginn des "Versuches" das Heizkörperventil zugedreht? oder - hat sich der Heizkörper am Ende des "Versuches" nur kalt/kühl angefühlt? Gruß Ratzeful
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15.07.2013 12:34:50 |
Ja, die Strömungsgeschwindigkeit hat sich erhöht.
Am Beginn war der Heizkörper warm (nicht heiß). Der Heizkörper wurde nicht zugedreht. Der Heizkörper hat sich am Ende des "Versuches" kalt/kühl angefühlt.
Grüße
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15.07.2013 13:54:01 |
Hallo rethor, also genau das, was ich schon vermutet habe und Dir andere schon zu erklären versucht haben. Was wundert Dich eigentlich? Durch die aktive Luftbewegung wurde der Konvektionsanteil am Heizkörper deutlich erhöht. Du hast nichts anderes als einen Gebläsekonvektor gebaut. Durch die Luftbewegung wurde der Heizkörper gekühlt und die Luft erwärmt. Sprich, die Luft- und die Heizkörpertemperatur haben sich angenähert. Und die für die Lufterwärmung erforderliche Leistung, und zwar jedes Picowatt, wurde vom Heizkörper zur Verfügung gestellt. Mit einem Wärmemengenzähler hättest Du diesen Effekt direkt ablesen können. Und wie Du jetzt auf die Idee kommst, deswegen Heizleisten einzusetzen ist mir komplett schleierhaft. Willst Du die dann auch mittels Gebläse zu nennenswerten Leistungen ermuntern? Gruß Ratzeful
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15.07.2013 14:37:40 |
Zitat von rethor  Ergebnis: Die Temperatur ist im Sitzbereich auf 25 Grad gestiegen. Als erstaunlich angenehm haben wir die Wärme (erinnert an Kaminofen) empfunden. Aha. Konvektionswärme = Strahlungswärme oder wie?
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15.07.2013 14:45:16 |
Fragen über Fragen... Ratzebul, wenn ich Deine Antwort richtig interpretiere, würden Gebläse ja zur Steigerung der Heizung beitragen. Sehe ich auch so... Die Antworten überzeugen mich nicht, da ja der thermostatgesteuerte Heizkörper am Ende der Aufheizphase war (warm, nicht heiß am Beginn des Lüftereinsatzes). Überzeugt bin ich auch noch nicht, weil wir ja die Wärme als erstaunlich angenehm (erinnert an Kaminofen) empfunden haben. Eine Konvektionsheizung hat dieses Empfinden bei uns bisher noch nicht hervorgerufen. Wie auch immer, durch die Darstellungen hier ist mir klar geworden, wie ich Versuche im nächsten Winter wiederhole und vielleicht weitergehende Einsichten bekomme. Also vielen Dank an alle Beteiligten.
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15.07.2013 14:54:53 |
Angenehmes Wärmeempfinden hat auch etwas mit der thermischen Behaglichkeit zu tun. Es ist ein Trugschluss, wenn Du annimmst, dass Du durch den Ventilatorbetrieb quasi den konvektiven Wärmeanteil des HKs zumindest temporär "weggelüftet" hast und der Heizkörper danach ausschließlich nur noch über Wärmestrahlung funktioniert hat. Das das Thermostatventil irgendwann mal "schließt" ist schon richtig, ein Heizkörper hat aber regelungstechnisch eine erhebliche Zeitkonstante, da der HK eben nicht nach Schließen des TVs schlagartig kalt wird, sondern nach einer e-Funktion langsam abkühlt.
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15.07.2013 15:10:39 |
Hallo rethor, Zitat von rethor  ...Überzeugt bin ich auch noch nicht, weil wir ja die Wärme als erstaunlich angenehm (erinnert an Kaminofen) empfunden haben. Eine Konvektionsheizung hat dieses Empfinden bei uns bisher noch nicht hervorgerufen... Aua, Ich mag ja Kaminöfen auch sehr, und auch die bullernde Wärme wenn man davorsitzt. Aber was die an Konvektion raushauen ist nicht von Pappe. Wer immer von der tollen Strahlungswärme solcher Kaminöfen spricht, übersieht schlicht und ergreifend den sehr hohen Konvektionsanteil dabei. Oberhalb solcher Kisten könnte man schon ein kleines Windrad betreiben. Bei Kachelöfen die nur so warm sind, daß man sich anlehnen bzw draufsetzen kann ist der Strahlungsanteil um Klassen höher. Und durch deren sehr große Oberfläche wärmen die den Raum ebenfalls sehr gut auf. Viel Erfolg beim Experimentieren... Ratzeful
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15.07.2013 15:17:50 |
Kleiner Nachtrag: Die Wärmestrahlung resultiert zwischen zwei Körpern unterschiedlicher Temperatur. In diesem Fall z. B. zwischen der Person (Temperatur der Haut 32° C) und dem Radiator (40° C?). Die Richtung ist daher vom Radiator zur Person mit einer (nur) 8° C entsprechenden Strahlungsintensität. Wobei die Intensität im Quadrat zum Abstand abnimmt. Wenn die Radiator-Temperatur unter 32° C sinkt, kehrt sich die Richtung der Wärmestrahlung um. => Ein Radiator kann nicht kalt sein, wenn er auf eine Entfernung von mehreren Metern irgendetwas durch Wärmestrahlung erwärmen soll. Ein heißer Kamin ist dagegen bestens dazu in der Lage.
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15.07.2013 16:15:24 |
Texlahoma, der Link thermische Behaglichkeit ist gut. Wir glauben, dass die relative Feuchtigkeit auch die Höhe der Heizenergie beeinflußt. Daher werden wir uns ein Hygrometer beschaffen. Das Lüfterexperiment führt nach unserer Meinung zu vergleichbaren Oberflächentemperaturen (oben, Mitte, unten) = bessere Behaglichkeit. Ratzeful, ja die Kaminöfen sind für eine Feinsteuerung nicht gut zu haben, aber neben bullern sind auch andere Zustände darstellbar. Mich würde interessieren, ab welcher Temperatur dieses angenehme Gefühl einsetzt. Von Interesse wäre für mich, um wieviel Grad verändert sich die Raum- temperatur, wenn der Heizkörper ausgeschaltet wird; oder sind die 0,2 Grad innerhalb von 2 Stunden normal? Grüße an alle
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