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Seite 1 von 2 [Beitrag 1 bis 25 von 30]erste <12>letzte 
Proxon Lüftungsheizung anders steuern?
Verfasser:
nokasch
Zeit: 15.12.2008 21:08:58
0
1005108
Seit 1 Monat sind wir Besitzer eines neuen Fertighauses (Passivhaus) mit einer Luft-Luft-WP von Zimmermann.

Nachdem ich (leider erst) jetzt einige Beiträge dazu gefunden habe, bin ich mir nicht mehr sicher, ob das so eine gute Entscheidung war, aber das ist ein anderes Thema.

Jetzt versuchen wir, das Beste aus der Situation zu machen. Wir haben festgestellt, dass wir im Dez. vom 1. - 12. 18o kWh verbraucht haben,was in einer Hochrechnung 450 kWh für den ganzen Monat entsprechen würde. Allerdings verwenden wir auch täglich den Kaminofen.

Nun überlege ich, ob es Sinn macht, die Regelung neu zu programmieren. Das Haus hat 135 qm, wir sind nur 2 Personen, die gesamte obere Etage wird tagsüber nicht benutzt, die Heizung ist in diesen Räumen auf 15 °C eingestellt und nur nachts läuft die E-Heizung im Bad.

Mein Gedanke ist, die Anlage zw. 0 und 5 h auf Lüftung = 0 zu schalten, dann 3 Stunden auf 2, danach auf 1. Nach 2 Tagen einer solchen Benutzung kann ich in der Wohnqualität keinen Unterschied feststellen.

Aber möglicherweise sind meine Gedanken falsch und das führt sogar zu einem Mehrverbrauch?

Wäre auch schön, wenn jemand meine Frage nach dem Kohlefilter
http://www.haustechnikdialog.de/Forum/Default.aspx?t=96691&highlight=Proxon
beantworten könnte.

Viele Grüße
Norbert
Verfasser:
alorenzen
Zeit: 16.12.2008 10:34:52
0
1005447
Hallo und Willkommen,

also so schlecht sind die Werte nicht... AUSSER man nimmt den Begriff Passivhaus wörtlich und es ist deine Intention, dies auch wirklich zu erreichen.
Der Dezember ist dieses Jahr bis jetzt relativ kalt und 1° K kälter, als im Vorjahr. Ich komme auf ca. 330 kWh diesen Monat bei 110 m². Mein Haus liegt eher bei KFW 40.
Frage ist, welche Verbrauchswerte zugesichert und was vertraglich vereinbart wurde.
Natürlich kannst du mit Reduzierung der Lüftung versuchen Energie zu sparen. Umso weniger kalte Außenluft du ansaugst, umso weniger mußt erwärmen.
Bitte schau aber mal nach der Einstellung für die grundsätzlichen Luftmengen und nicht nur die Lüfterstufen. Ich hoffe, dass es bei der Proxon sowas gibt.
Ich fahre normalerweise eine Luftwechselrate von 0,5 jetzt im Winter eher 0,3.
Verfasser:
kenni
Zeit: 16.12.2008 16:34:19
0
1005717
Sind die 450KWh nur für die Proxon Lüftungsanlage oder inkl. Trinkwasserwärmepumpe oder ist sogar der Haushaltsstrom mit dabei?
Sind die Thermoelemente in dem Ventilen an (erkennt man am Raumthermostat)? Wenn ja sind die bei den 450Kwh auch mit dabei?
Lass dich von dem einen schlechten Beispiel nicht abschrecken!
Verfasser:
nokasch
Zeit: 16.12.2008 18:24:08
0
1005838
Hallo alorenzen,

naja, ich vermute mal, das Haus ist kein echtes Passivhaus. Man kann allerdings sagen, dass die im voraus berechnete Wärmemenge bei 14,6 kWh/qm/a liegen soll, und das wäre Passivhausstandard.
Solche Verbrauchswerte werden natürlich nur unter bestimmten Voraussetzungen zugesichert. Es steht natürlich nirgends so ausdrücklich, aber da ist dann die Rede von 19 °C Raumtemperatur. Also das wäre uns echt zu kalt.
Berechnet wurde für das ganze Jahr ca. 2.500 kWh, ich bin mal gespannt, ob es denn weniger als 3.000 bleiben werden.
Die Belüftung mit den jeweiligen Mengen ist durch die Fa. Zimmermann eingestellt worden und basiert auf der grundsätzlichen Einstellung von Lüfterstufe 2. Dabei soll die Luft alle 2 Stunden komplett ausgetauscht sein. Das entspricht wohl der von Dir genannten Luftwechselrate 0,5.
Erschien mir etwas überhöht.

Hallo kenni,

die Angaben beziehen sich auf die gesamte Heizung + Warmwasserbereitung. Dabei sind auch Konvektoren in Bad und WC. Man bedenkt bei der Bestellung ja nicht, dass diese beiden Räume später die kältesten sein werden, denn die ziehen ja immer die Kaltluft aus dem Flur an, und wie effektiv letztlich die Konvektoren sind, bleibt etwas zweifelhaft. Tröstend ist, dass die von denen erzeugte Wärme nicht gleich verloren geht, sondern z.T. wieder ins Haus eingespeist wird.
Die Thermoelemente in den einzelnen Räumen waren bisher selten in Betrieb, da wir Schlafzimmer und Sportraum nur auf 15 °C fahren, das Büro wird am Abend mal für 1-2 Std. auf 18-19 °C gebracht.

Was wirklich erfreulich ist, ist die gute Luft, abgesehen von den unangenehmen Erlebnissen mit dem Rauch aus der Nachbarschaft, und dass man ueberhaupt keine Probleme mehr mit Feuchtigkeit hat.

Viele Gruesse
Norbert
Verfasser:
alorenzen
Zeit: 17.12.2008 10:23:54
0
1006236
Das Einzige, was du dann mal überprüfen kannst, ist, ob die 19 °C mit BGB/VOB übereinstimmen. Ich meine die dort genannten Temperaturen als Voraussetzung wären höher. Bin mir aber nicht sicher. Das könnte man dann als arglistige Täuschung werten, da einen Haushersteller/Heizungsbauer die BGB/VOB als bekannt vorauszusetzen sind.
Nochmal zum Lüftung. Zunächst ist die generelle Luftmenge an der Anlage einzustellen. Über die Tellerventile sollte nur die Verteilung einstellt werden, aber keinesfalls die Gesamtmenge. Schau die mal selbst die Bedienungsanleitung an und kontrollier die Einstellungen.
Verfasser:
nokasch
Zeit: 17.12.2008 20:51:11
0
1006655
Hallo alorenzen,

ich habe gerade gesehen, dass die hier wichtigen Passagen der VOB im Teil C sind und die muss man erst mal erwerben, sind nicht im Internet frei zugänglich.

An den Tellerventilen würde ich nichts einstellen. Man kann sicher an einigen Stellen etwas einstellen, etwa Bypass für das Schlafzimmer, aber sonst geht eigentlich nur die Programmierung der Anlage.

Und neben der Bedienungsanleitung habe ich jetzt auch mal die "Nutzungsanleitung" gelesen und siehe da, es gibt da Hinweise, die besagen, dass der sog. 0,5 fache Luftwechsel eingestellt ist, wenn die Anlage auf Lüfterstufe 2 läuft.

Während der Heizperiode wird empfohlen, nachts auf LS II und tagsüber auf LS 1 (wenn weniger Personen im Haus sind) einzustellen. Das würde auch die Raumfeuchtigkeit erhöhen. Die Luft ist ja mit 33 % recht trocken, aber wegen des geringeren Staubgehaltes der Luft wäre das nicht unangenehm.

Nach den wenigen Tagen, die ich jetzt mit der oben beschriebenen Umstellung sehe, scheint die Änderung zu einer Verminderung des Strombedarfs um ca. 1/3 zu führen. Das werde ich weiter beobachten und ich denke, dass auch dann, wenn die Luft nur alle 3 Stunden vollständig ausgetauscht ist, das doch wesentlich mehr ist, als man in einem Haus sonst machen würde.

Es spricht also vermutlich nichts dagegen, das so zu lassen.

Viele Grüße
Norbert
Verfasser:
alorenzen
Zeit: 18.12.2008 08:57:52
0
1006882
Was in deiner Nutzungsanleitung geschrieben steht ist UNSINN.
Gebäude sind unterschiedlich groß, also kann die Luftwechselrate nicht von einer festen Lüfterstufe abhängen.
Beispiel: Innenvolumen des Gebäudes 300m³, bei einer Luftwechselrate von 0,5 muss dann die Lüftung eine Luftmenge von 150m³/h bewegen. Bei einem etwas größeren Gebäude mit 400 m³ Innenvolumen sind das 200 m³/h. Dies hat auch nicht nur ansatzweise etwas mit einer Lüfterstufe zu tun.
Suche nach einer Einstellmöglichkeit für die LUFTMENGE. Wenn es keine gibt, was schon ziemlich bescheiden wäre, dann suche nach einer Angabe WELCHE Menge bei Stufe 2 bewegt wird. Dann kannst du ermitteln, wie die Luftwechselrate für dein Gebäude ist.
Verfasser:
nokasch
Zeit: 18.12.2008 19:05:18
0
1007305
Hallo alorenzen,

>>Was in deiner Nutzungsanleitung geschrieben steht ist UNSINN.<<

Das ist doch vielleicht ein wenig heftig. Denn diese Anlage ist exakt ausgelegt für Häuser mit ca. 130 qm Wohnfläche. Wir haben 135, das unterscheidet sich wenig.

Und die gesuchten Angaben fand ich halt nicht in der Betriebsanleitung, sondern in einer technischen Beschreibung, und nun weiß ich:
Stufe 1: 150 m³/h
Stufe 2: 220 m³/h
Stufe 3: 290 m³/h

>>Dies hat auch nicht nur ansatzweise etwas mit einer Lüfterstufe zu tun.<<

Und natürlich hat die Lüfterstufe etwas mit der bewegten Luftmenge zu tun. Ist doch einfach: Je stärker der Lüfter eingestellt ist, um so mehr Luft wird bewegt. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass man die Luftmenge noch irgendwie anders einstellen könnte.

Da wir Dachschrägen haben, dürfte bei 135 qm Wohnfläche das gesamte Luftvolumen im Gebäude bei ca. 320 m³ liegen. Das ergibt allerdings, dass es auch bei der Stufe 1 bereits einen vollständigen Luftaustausch nach etwas mehr als 2 Std. gäbe.

Scheinbar wird auch etwas eingestellt im Bereich der Rohre bzw. in den Luftaustritten. Davon soll man aber auf jeden Fall die Finger lassen, ist zu lesen.

P.S.: Irgend etwas muss ich falsch eingestellt haben hier, denn ich bekomme nie eine Mail, dass ein neuer Beitrag da ist?

Viele Grüße
Norbert
Verfasser:
alorenzen
Zeit: 19.12.2008 09:16:05
0
1007633
Es ist zwar sehr deutlich ausgedrückt, aber ich bleibe dabei.
Wie gibt man den ein Volumen an, in m² oder m³? Wie hoch sind deine Räume? Gerade im OG die Dachschrägen.
Die Lüfterstufe ist viel zu grob und deswegen nichts mit der Abstimmung der Anlage auf dein Gebäude zu tun. Sondern sie dient dazu deine kurzfristigen/Anforderung zu erfüllen, um z.B. für eine Party über L3 die Luftmenge erheblich zu erhöhen.
Wie ich schon gesagt habe, dienen die Luftauslässen(es sollten einstellbare Tellerventile sein) ebenfalls nicht der grundsätzlichen Abstimmung der Gesamtluftmenge sondern nur der Verteilung der Gesamtluftmenge entsprechend deinen unterschiedlichen Raumgrößen.
Das du von der Einstellung der Tellerventile die Finger lassen sollst ist halbwegs richtig. Du hast zum einen nicht die Unterlagen der Auslegung, heißt welche Luftmenge über welches Tellerventil strömem soll, zum Anderen fehlt dir das Meßgerät.
Du hast den Beitrag nicht falsch eingestellt. Aber die Leute merken, dass du wenig gesucht hast und dich noch wenig mit dem Thema auseinandergesetzt hast.
Dies ist an deinen Beiträgen klar erkennbar.
Ein Forum dient dem Austausch und die Teilnehmer erwarten das man sich Dinge selbst erarbeitet. Der Aufwand ist für die erfahrenen Nutzer nicht unerheblich und es wird meistens verdrängt, dass man damit kein Geld verdient.
Grundlagen kompakt aber fachlich korret dargestellt findest du auf OldBo's Seite. Viel Spaß.
Verfasser:
Martin Havenith
Zeit: 19.12.2008 10:07:05
0
1007679
Nur mal so....

0,5 Facher Luftwechsel für jeden einzelnen Raum bedeutet etwa 0,25 fachen Luftwechsel fürs Gebäude.....

Will sagen: Normalbetrieb in Stufe 1 dürfte reichen....

Weiterhin solltet Ihr Euch nicht alleine auf die Schalterstellung verlassen, sondern die Volumenstöme messen... und in einer Zu bzw- Abluftbilanz aufstellen...

Martin
Verfasser:
nokasch
Zeit: 19.12.2008 19:47:19
0
1008072
Hallo alorenzen,

>>Aber die Leute merken, dass du wenig gesucht hast und dich noch wenig mit dem Thema auseinandergesetzt hast.
Dies ist an deinen Beiträgen klar erkennbar.<<


Na wunderbar. Jetzt wird erst mal der Frust am Beitragsscheiber abreagiert.

Was habe ich gemacht? Ich habe hier im Forum nach Beiträgen über Proxon und Zimmermann gesucht und sie alle gelesen. Ich habe auch meine Bedienungsanleitungen gelesen. Leider war es mir nicht möglich, jetzt noch eine Lehre als Heizungsbauer zu beginnen. Ich ging auch davon aus, dass sich hier Leute austauschen.

Ich fand auch Beiträge über die Geruchsbelästigung, die einige wie ich durch Rauch erleben, und war deswegen der Ansicht, dass der eine oder andere weiß, wo man Kohlefilter günstiger kaufen kann. Denn den Hinweis auf andere Filter gab es ja durchaus.

Dass die Anlage vermutlich nicht besonders energieeffizient ist, habe ich hier auch gelesen und mich gefragt, was man tun kann in dieser Situation. Einen Gedanken dazu hatte ich oben zur Diskussion gestellt.

>>Grundlagen kompakt aber fachlich korret dargestellt findest du auf OldBo's Seite. Viel Spaß.<<

Ich hab die Seite sogar gefunden. Ich melde mich dann in 2 Jahren wieder, wenn ich alles gelesen habe.

Hallo Martin

>>Will sagen: Normalbetrieb in Stufe 1 dürfte reichen....<<

Danke! Das war eigentlich alles, was ich wissen wollte.

>>Weiterhin solltet Ihr Euch nicht alleine auf die Schalterstellung verlassen, sondern die Volumenstöme messen... und in einer Zu bzw- Abluftbilanz aufstellen...<<

Hm, ich vermute mal, dazu braucht man Geräte, denn wir sollte man so etwas sonst messen? Das läuft letztlich darauf hinaus, dass man besser einen Service-partner vor Ort hat. Mir gefällt es auch gar nicht, wenn ich eine Wartung durch die Fa. Zimmermann, die ja von mir immerhin ca. 400 km entfernt ist, machen lassen sollte, und ich versuche deshalb, herauszubekommen, ob so etwas auch jemand in der Nähe machen kann.

Viele Grüße, schöne Weihnachten
Norbert
Verfasser:
Ralf Kremer
Zeit: 20.12.2008 07:45:51
0
1008241
Hallo Norbert,
ein gutes Produkt kann man optimieren. Einen Fehlkauf bleibt auch nach vielen Optimierungsversuchen ein Fehlkauf.
Dir kann man keinen Vorwurf machen. Beim Passivhaus wird das Thema Heizung komplett ausgeblendet und nur so ist es möglich, dass man vollkommen unsinnige Produkte gegen alle Vernunft weiter verkauft.
1. auch ein Passivhaus kann man mit einer normalen Heizung nicht über die Lüftung beheizen. Die Luftmenge ist bei einer normalen Heizungsvorlauftemperatur schlichtweg viel zu gering.
2. Lüftungsheizung und Wärmepumpe passen nicht zusammen. Deswegen werden Wärmepumpen normalerweise immer und aus gutem Grund mit Flächenheizungen kombiniert. Wärmepumpen sind Niedrigtemperaturheizungen. Lüftungsheizungen sind auch im Passivhaus Hochtemperaturheizungen (60Grad aufwärts).
Du wirst auch nach langem Suchen keinen finden, der mit deinem Heizsystem die versprochenen Verbrauchswerte erreicht.
Aus meiner Sicht hast du zwei Alternativen:
1. verbann die Taschenrechner aus deinem Haus, heiz soviel wie möglich mit dem Ofen und find dich mit der Situation ab.
2. Schaff Öffentlichkeit, nimm dir einen guten Anwalt - sofern du eine gute Rechtsschutzversicherung hast - und verklag den Hersteller bzw. den Verkäufer deines Hauses.

Mit freundlichem Gruß

Ralf Kremer

PS. wir haben ein Passivhaus. Geheizt wird mit einem Pelletofen mit Wasserfach. Einige Räume hatten Lüftungsheizregister. Diese haben nie auch nur annähernd zufriedenstellend funktioniert. Vor einigen Jahren haben wir die Lüftungsheitzegister verschrottet und durch Heizkörper ersetzt. Seitdem funktioniert das Heizen optimal: sparsam wie berechnet und flink. Leider scheidet bei dir die Heizkörpervariante aus, da diese nicht wärmepumpentauglich sind.
Verfasser:
alorenzen
Zeit: 20.12.2008 18:42:02
0
1008632
Wieso Frust abreagieren?????? Meine Anlage läuft.

Wer hat sich denn hier bemüht dir Sachen dreimal zu erklären, obwohl du offensichtlich einfach die Beiträge nicht sorgfältig gelesen hast, oder dich behmüht hast, diese zu verstehen.

Genau wegen deinem letzten Kommentar brauchst du dich nicht wundern, wieso du so wenig Rückmeldungen bekommst.

Viel Spaß noch mit deiner Anlage.
Verfasser:
Ralf Kremer
Zeit: 20.12.2008 23:42:15
0
1008802
@alolorenzen
Ich habe Dutzende Beitrage gelesen und habe bislang von keiner vergleichbaren Anlage gelesen, die die versprochenen Verbrauchswerte annähernd erreicht. Das wäre auch ein technisches Weltwunder.
Geradezu unvorstellbar ist, dass eine Gas-, Öl oder Pelletheizung mit Elektrozusatzheizung geliefert wird.
Die Hersteller wie Zimmermann wissen, dass ihre Wärmepumpen nicht funktionieren und liefern Direktstromheizungen unter blumigen Namen mit.
Wir leben seit fast 8 Jahren im Passivhaus. Es wird immer noch der gleiche Unsinn verkauft wie damals. Ich bin nicht frustriert aber einige Firmen lernen entweder nicht aus Fehlern oder betrügen bewusst.
Mit freundlichem Gruß

Ralf Kremer
Verfasser:
alorenzen
Zeit: 22.12.2008 10:03:25
0
1009674
@Ralf

haste leider Recht. Trotzdem versucht man natürlich zu helfen und Ansätze zur Optimierung aufzuzeigen. Leider werdne solche Anlagen ja nicht nur geschönt, sondern auch noch bescheiden eingestellt.
Sorry für den Rest Offtopic hier, aber wenn man dann noch beratungsresitent ist und nicht erkennt, dass man ihm eigentlich nur helfen möchte....

Gruß
Verfasser:
nokasch
Zeit: 22.12.2008 18:04:47
0
1010026
Hallo alorenzen,

jemand hier als beratungsresistent zu bezeichnen, der nicht versteht, was Du sagen willst, ist schon ein starkes Stück!

Ich habe über unsere Heizungsanlage alles gelesen, was mir möglich ist. Wenn ich außer den Lüfterstufen keine andere Möglichkeit habe, die Luftmengen einzustellen, dann ist das halt ein Fakt. Und dann kannst Du mir sicher 3x erklären, dass ich Luftmengen einstellen müßte. Wenn ich nicht weiß, wo ich das tun könnte, nützt das nix.

Darüber hinaus setzt dieser Gedanke voraus, dass es notwendig ist, hier etwas einzustellen, was bislang nicht einleuchtet. Jedenfalls eine merkwürdige Art von Hilfsangebot, wenn das, was Du einstellen möchtest, für mich einfach nicht möglich ist, wirst Du sauer. Echt eigenartig.

Aber ich würde vorschlagen, wir lassen das jetzt.

Hallo Ralf,

>>Ich habe Dutzende Beitrage gelesen und habe bislang von keiner vergleichbaren Anlage gelesen, die die versprochenen Verbrauchswerte annähernd erreicht. Das wäre auch ein technisches Weltwunder.<<

Ja, wenn ich das so höre, dann klingt das so, als hätten wir unser Erspartes in den Sand gesetzt. Es war unsere Absicht, uns für unseren Lebensabend (und auch der Umwelt) etwas Gutes zu tun. Fertighaus schien uns perfekt, beste Wärmedämmung war uns wichtig. Die Proxon-Heizung findet man eigentlich so ziemlich bei den meisten FH-Herstellern.
Dass man besser kontrolliert lüftet, erschien auch logisch. Ich habe sehr viel nach Infos zu dem Thema gesucht, ok, vielleicht war es nicht ausreichend. Die Heizung wurde am 11.9. in Betrieb genommen, es ergeben sich derzeit durchschnittliche Heizkosten von 1,35 €/Tag jetzt in der Heizperiode. Ein Jahresbetrag von 350 € ist daher doch nicht so unwahrscheinlich, oder? Vermasselt wird das gute Ergebnis natürlich von Zusatzkosten von 100 € für einen Kohlefilter wg. Geruchsbelästigung. Allerdings hätte ich auch angenommen, dass eine konventionelle Gasheizung mich 80 € jeden Monat kostet. Nicht einschätzen kann ich die möglichen Kosten für Wartungsarbeiten. Der eine sagt hier im Forum (auch der Vertreter sagt das), die könne man selbst machen, die Fa. Zimmermann empfietlt einen Wartungsvertrag.

Also kann ich mich ja eigentlich auch nicht beschweren. Ich hatte mich auch nicht beschwert, sondern nur die Frage gestellt, ob meine Gedanken zum Sparen einen Sinn ergeben. Das ist offensichtlich der Fall.

>>Es wird immer noch der gleiche Unsinn verkauft wie damals. Ich bin nicht frustriert aber einige Firmen lernen entweder nicht aus Fehlern oder betrügen bewusst.<<

Es wäre ja eigentlich zu erwarten, dass es da einige Prozesse zu gibt, nach alledem, was ich hier gelesen habe. Ist da etwas bekannt?

Viele Grüße
Norbert
Verfasser:
bube17
Zeit: 03.01.2009 14:11:09
0
1019172
Hallo,

wir haben auch ein Haus mit Luftheizung ähnlich der deinen
aber kein Passivhaus sondern schlechter.
Wird sicher noch mehr von deinen Freunden hier zerrissen.

Aber was ich sagen will ist bei unserer kann man den Lüfterstufen
S1-S3 auch ein Prozentualler Wert der Lüfterstufe eingegeben werden.
Normalerweise spielt man daran nicht herum aber es geht.

Gib doch mal beim Reset Code ne 11 an -> Enter
Dann gehe zu den Lüfterstufen% mittels Next Taste.
Vieleicht funktioniert deine ja ähnlich wie unsere.
Wir haben aber ne Schwörer/BIC Anlage.

Gruß,
bube
Verfasser:
nokasch
Zeit: 03.01.2009 21:16:08
0
1019688
Hallo Bube,

Du hast recht, an den von Dir beschriebenen Stellen kann man Änderungen vornehmen.

Aber wie heißt es so schön: "Never change a running system!"

Solange alles gut klappt, lassen wir die Finger davon. Jetzt haben wir den ersten Monat rum und sehen, wie der Verbrauch in einem vermutlich typischen Wintermonat ist und sind eigentlich recht zufrieden. Das Haus ist auch vernünftig warm, wenn wir nicht den Kaminofen anwerfen, wie es z.B. heute der Fall war, obwohl die Außentemperatur ganz schön im Keller ist. Die Zusatzheizung ist standardmäßig bei uns ausgeschaltet und wir haben keine Einbußen im Komfort.

Viele Grüße
Norbert
Verfasser:
Robert Heyn
Zeit: 02.02.2009 19:34:10
0
1050608
Wir haben in unserem 138 qm Niedrigenergiehaus auch eine KWL mit WRG und nachgeschalteter Luft/Luft/Wärmepumpe seit 2001, eingebaut durch Fa. Zimmermann.Hersteller ist allerdings Siemens (Typ Genvex 420 VPC).
Anfangs war ich auch ziemlich enttäuscht, aber die Unzulänglichkeiten
basierten bei mir hauptsächlich auf Einbau-, und Einstellungsmängeln.
Will sagen, die Gesamtanlage war saumäßig eingebaut und konnte infolgedessen auch nicht richtig eingestellt werden. Ich hoffe, dass ist bei Ihnen nicht der Fall.
Grundsätzlich bin ich aber mitllerweile mit der Anlage ganz zufrieden,
habe aber auch diverse Änderungen daran vorgenommen.
Die Lüfterstufe 2 ist prozentual so eingeregelt, dass alle 2 Std die gesamte Luft im Haus ausgetauscht wurde.
Ich fahre die Anlage grundsätzlich in Stufe 1. Beim kochen, oder wenn gerade einer auf´m Klo war gehen wir schon mal auf Stufe 3. Nach einer halben Stunde geht die Steuerung von selber wieder auf Stufe 1.
Im Sommer schalten wir die Anlage aus, bzw. lassen sie nachts eine halbe Stunde laufen, damit das Rohrsystem mal durchgepustet wird.
Mit diesen Einstellungen sind wir sehr zufrieden.
Ein aus meiner Sicht entscheidender Denkfehler ist, das die Wärmepumpe
allen Räumen Wärme zuführt, was dazu führen kann, dass die Schlafräume
viel zu warm gehalten werden. Diese Wärme wäre im Wohnbereich viel besser aufgehoben, da dieser in der Regel im EG liegt und das Oberge-
schoss, wo in der Regel die Schlafräume liegen, automatisch von unten
mitheizt.
Ich habe unsere Anlage so umgebaut, dass in die Schlafräume und Kinderzimmer ein Gemisch aus vorgewärmter-, und nachgeheizter(WP) Luft
eingeleitet wird. Dafür musste ich allerdings div. Mischdüsen etc. selbst anfertigen, was aber sowieso nötig war, da Fa. Zimmermann die ein oder ander Mischdüse aus Platzgründen einfach weggelassen hat.
Damit kann ich nicht nur die Luftmengen zu den einzelnen Räumen, sondern auch die Temperaturen einregulieren. Man muss aber darauf achten, dass die Wärmepumpe nicht überhitzt. Dieser Umbau ist aber sicher nicht jedermanns Sache.
Die Heizregister(Proxonelemente) in den Kanälen sind meiner Meinung nach ein echter Schwachpunkt, weil viel zu träge. Wir nutzen sie kaum.
Wahrscheinlich werde ich demnächst die Kinderzimmer und auch den Wohnbereich mit Infrarotflachheizungen unter der Decke nachrüsten.Die
heizen direkt und schnell. Im Bad haben wir bereits gute Erfahrungen damit gemacht.
Ob Ihr Haus Passivstandard hat, sollte eigentlich festgeschrieben sein,dafür gibt es glaub ich auch erhebliche Fördermittel. Die Richtlinien dazu sind eindeutig und wenn das aus Ihren Bauunterlagen nicht hervorgeht, dann ist das auch kein Passivhaus.
Ihr Stromverbrauch ist allerdings nicht dramatisch, da würd ich mal ganz gelassen bleiben. Wir haben immer so zwischen 6000 und 6500 KWh
im Jahr, haben allerdings auch keinen Kaminofen.

Gruß Robert Heyn
Verfasser:
nokasch
Zeit: 09.02.2009 20:49:28
0
1057715
Hallo Robert,

Ihren Beitrag habe ich erst jetzt bemerkt. Interessanterweise mache ich wohl alles ziemlich ähnlich. Ich habe mittlerweile so eingestellt, dass immer die Lüfterstufe 1 aktiv ist, nur wenn gekocht wird, wird es mal auf 3 gestellt.
Im Sommer haben wir vor, die Anlage auszuschalten. Eine gute Anregung ist, die Anlage nachts für 1/2 Std. laufen zu lassen. Kühlen wollen wir nicht, und Frischluft gibts ja einfach durch die Fenster. Höchstens wenn Allergien auftreten, müßte man darüber nochmal nachdenken.

Die Fa. Zimmermann hat wohl etliches dazugelernt, was die Lüftung und Heizung der einzelnen Räume angeht. Für das Schlafzimmer gibt es die einfache Möglichkeit einer By-Pass-Regelung, durch die mehr oder weniger ungewärmte Frischluft zugeführt werden kann. Nach meiner Erfahrung ist es aber so, dass alle Räume des Hauses auf ca. 18 ° Raumtemperatur sind, wenn im Wohnzimmer 21 ° eingestellt sind. Das ist so ok. Die Heizregister sind bei uns dadurch sehr selten in Betrieb. Manchmal will ich im Büro etwas wärmer haben, aber das geht dann m.E. doch recht schnell. In den Luftrohren sind auch einige Drehregler vorhanden, aber von mir aus würde ich an diesen Einstellungen jetzt nichts ändern, jedenfalls nicht, solange ich zufrieden bin.

Schwachpunkte sind m.E. im Gäste-WC und im Bad. Das sind eigentlich die kältesten Räume, da dort die Absaugung ist und die Kaltluft aus dem Flur angesaugt wird. Da muss dann mit Konvektionsheizkörpern aufgeheizt werden, was eigentlich unbefriedigend ist, auch wenn die Energie über den Wärmetauscher wohl zu einem großen Teil dem Haus wieder zugeführt wird. Da werde ich noch den Energieverbrauch gesondert messen und mir die von Ihnen genannten Infrarotflachheizungen ggfs. ansehen.

Das Haus ist übrigens nach Energiepass ein Passivhaus (14,6 kWh/qm/Jahr) und als Energiegewinnhaus durch das Land gefördert worden.

Prognostiziert wurden ca. 2.500 kWh/Jahr Gesamtverbrauch, das dürfte aber wohl Utopie sein. Aber abgerechnet wird am Jahresende, da wollen wir mal sehen.

Viele Grüße
Norbert
Verfasser:
Armin G
Zeit: 11.02.2009 16:23:12
0
1059243
Hallo ,

ich möchte zum Thema auch noch meinen Senf dazugeben.Wir haben 2006
ein Fertighaus mit Proxon Lüftungsanlage gebaut und sind damit sowohl
was die Leistung der Anlage betrifft als auch mit den Kosten zufrieden.Wir brauchen für die Anlage ca 3200 KW Strom im Jahr was wiederum ca 550 Euro (Wärme Plus Tarif LEW) enspricht.
Die Anlage läuft im Winter immer auf Stufe zwei und wir heizen am Abend meist mit einem Schwedenofen das Wohnzimmer, so das wir auf die Zusatzheizelemente meistens verzichten. Wir verbauchen so ca 2-3 Ster Holz also nochmal ca 180 Euro dazu wenn man das Holz kaufen muss.
Die Konvektoren im Bad und WC hab ich mit einer Zeitschaltuhr ausgesattet und diese werden in der früh und Abends betrieben damit wenn wir daheim sind ca 23 Grad im Bad sind.
Im Sommer lassen wir die Anlage den ganzen Tag über aus und lassen sie Nachts auf Stufe 2 laufen damit kältere Luft ins Haus kommt.
Wir haben die Erfahrung gemacht das die Anlage wenn sie im Sommer tagsüber läuft das Haus eher aufheizt da ja warme Luft ins Haus geblasen wird.
Das Thema mit der geringen Luftfeuchtigkeit wird ja immer wieder thematisiert ! Wir haben auch nur ca 33 % Luftfeuchte, wir empfinden diese aber weder als krankmachend oder unangenehm. Ist wohl
wirklich eine individuelle Empfindung.
Nach drei Jahren im Haus kann ich sagen das wir mit der Anlage wirklich zufrieden sind.
Verfasser:
nokasch
Zeit: 15.02.2009 18:39:43
0
1063053
Hallo Armin,

schön, dass hier auch mal jemand der Anlage etwas Positives abgewinnen kann. Nachdem ich hier die ersten Kommentare (nicht nur in diesem Thread) zu diesem Thema gesehen hatte, stand mir ja der Angstschweiß auf der Stirn, weil ich befürchtete, alles mögliche falsch gemacht zu haben.

Schade, dass es hier die Möglichkeit einer privaten Nachricht nicht gibt. Wie groß ist denn Euer Haus?

Bei uns vermute ich ebenfalls ein recht günstiges Gesamtergebnis, wobei allerdings auch 2-3 Ster Holz verbraucht werden. Man müßte es nicht unbedingt haben, aber es ist einfach schöner. Die Zusatzheizung haben wir permanent ausgeschaltet. In den anderen Räumen stehen die Thermostate auf 15°C, die Raumtemperatur beträgt aber 18-19 °C. Im Büro bringt der PC während meiner Arbeiten immer den notwendigen Rest. Im Sommer werden wir die Anlage ausschalten und wollen nach Möglichkeit die Kühlfunktion nicht nutzen. Wieweit und zu welchen Stunden es sinnvoll ist, die Anlage für Nacht laufen zu lassen, muss noch die Erfahrung zeigen.

Dass die Konvektoren mit einer Zeitschaltuhr versehen werden, ist eine gute Idee. Werde ich gleich morgen machen.

Die Luftfeuchtigkeit ist bei uns auch nur um die 30 %. Dafür brauchen wir allerdings schon Nasensalbe, damit die Nase nicht austrocknet (ist im Alter ohnehin ein Problem). Einen Raumbefeuchter aufzustellen dürfte kaum Sinn haben, da die Feuchtigkeit keine Chance hätte, im Raum zu bleiben. Allerdings kann man dazu positiv bemerken, dass die Luft sehr sauber und angenehm ist.

Hattest Du auch das Problem mit dem Rauchgeruch? Falls Ja: Eine günstigere Lösung für das Problem der Kohlefilterbeschaffung gefunden? Siehe dazu auch den Thread Kohlefilter für Proxon Lüftungsheizung

Viele Grüße
Norbert
Verfasser:
wjspr
Zeit: 15.02.2009 20:42:30
0
1063195
Hallo Norbert,

wir wohnen in einem Fertighaus KfW40 mit einer Proxon Luft-Luft WP, allerdings erst einem halben Jahr. Der Keller ist 14cm isoliert, die Bodenplatte mit 8cm + Isolierestrich. Außenwände 32cm, dreifach verglaste Fenster, Sparren mit 24cm Isolation.

Auch wir waren wegen der vielen negativen Beiträgen verunsichert. Trotzdem haben wir uns für eine Proxon entschieden, da wir überzeugt sind, dass in ein modernes Haus eine Lüftungsanlage gehört.

Bis jetzt sind wir sehr zufrieden. Wir benötigten für ein 160m² Haus (inkl. Keller)in den letzten 2 sehr kalten Monaten etwa 2000kw. Allerdings haben wir für den Keller eine zweite Anlage, da ein Wohnraum und das Musikzimmer im Keller sind. Wenn unsere Kinder einmal auszeihen werden, können wir im Keller die Anlage ausschalten.
Alle Räume sind beheizt, außer im Jugendzimmer im Keller laufen die Zusatzheizelemente fast nie. Die Temperaturen betragen im ganzen Haus (außer im Schlafzimmer) ca. 20 - 23 Grad. Wir mögen´s warm ;-)

Den Heizkonverter im Badezimmer haben wir gar nicht einbauen lassen, da wir eine elektrische Fußbodentemperierung haben und ein Konverter kein optisches Highlight ist. Das genügt vollkommen und ist zudem auch sehr angenehm.

Im Wohnzimmer bullert ein Schwedenofen, kombiniert mit einem Ofenumluftsystem, damit das Kinderzimmer und das Büro im OG auch was von der warmen Luft haben. Die Umluft muss aber in der Nacht ausgeschaltet werden, da die Lüftergeräusche im Schlafzimmer stören. Ob das Umluftsystem wirklich sein muss, mag ich zu bezweifeln.

Der Nachteil des Schwedenofens ist, dass die Luftfeuchtigkeit unter 30% sinkt. Überraschenderweise empfinden wir das nicht als unangenehm, wahrscheinlich weil die Luft immer ausgetauscht wird und relativ staubfrei ist.

Die Fenster halten wir immer geschloßen, obwohl wir Frischluftfanatiker sind! An Weihnachten hatten wir Gäste, zu Zehnt im offenen EG, WZ, EZ und Küche ein Raum! Trotz Entenbraten, Kerzen brennenden Ofen hatte niemand das Bedürfnisse, die Fenster zu öffnen.

Den Tipp, die Lüftung im Sommer tagsüber auszuschalten und nur in der Nacht laufen zu lassen, finde ich gut und werde es bei wärmeren Temperaturen ausprobieren.

Die Geräusche der Anlagen sind sehr gering. Luftgeräusche gibt’s keine, wenn´s ruhig ist im Haus hört man die Anlagen aus dem Keller, aber auch nicht lauter als eine Ölheizung.

Für die Filter habe ich mir aus dem Fachhandel für Industriebedarf eine 2x20m Filterrolle für 150€ gekauft. Wird wohl die nächsten Jahre reichen :-)

Natürlich ist dies erst eine Momentaufnahme, aber bisher haben wir das Gefühl, alles richtig gemacht zu haben!

Viele Grüße

Jürg
Verfasser:
wjspr
Zeit: 15.02.2009 21:45:34
0
1063284
Hallo Norbert,

wir wohnen in einem Fertighaus KfW40 mit einer Proxon Luft-Luft WP, allerdings erst einem halben Jahr. Der Keller ist 14cm isoliert, die Bodenplatte mit 8cm + Isolierestrich. Außenwände 32cm, dreifach verglaste Fenster, Sparren mit 24cm Isolation.

Auch wir waren wegen der vielen negativen Beiträgen verunsichert. Trotzdem haben wir uns für eine Proxon entschieden, da wir überzeugt sind, dass in ein modernes Haus eine Lüftungsanlage gehört.

Bis jetzt sind wir sehr zufrieden. Wir benötigten für ein 160m² Haus (inkl. Keller)in den letzten 2 sehr kalten Monaten etwa 2000kw. Allerdings haben wir für den Keller eine zweite Anlage, da ein Wohnraum und das Musikzimmer im Keller sind. Wenn unsere Kinder einmal auszeihen werden, können wir im Keller die Anlage ausschalten.
Alle Räume sind beheizt, außer im Jugendzimmer im Keller laufen die Zusatzheizelemente fast nie. Die Temperaturen betragen im ganzen Haus (außer im Schlafzimmer) ca. 20 - 23 Grad. Wir mögen´s warm ;-)

Den Heizkonverter im Badezimmer haben wir gar nicht einbauen lassen, da wir eine elektrische Fußbodentemperierung haben und ein Konverter kein optisches Highlight ist. Das genügt vollkommen und ist zudem auch sehr angenehm.

Im Wohnzimmer bullert ein Schwedenofen, kombiniert mit einem Ofenumluftsystem, damit das Kinderzimmer und das Büro im OG auch was von der warmen Luft haben. Die Umluft muss aber in der Nacht ausgeschaltet werden, da die Lüftergeräusche im Schlafzimmer stören. Ob das Umluftsystem wirklich sein muss, mag ich zu bezweifeln.

Der Nachteil des Schwedenofens ist, dass die Luftfeuchtigkeit unter 30% sinkt. Überraschenderweise empfinden wir das nicht als unangenehm, wahrscheinlich weil die Luft immer ausgetauscht wird und relativ staubfrei ist.

Die Fenster halten wir immer geschloßen, obwohl wir Frischluftfanatiker sind! An Weihnachten hatten wir Gäste, zu Zehnt im offenen EG, WZ, EZ und Küche ein Raum! Trotz Entenbraten, Kerzen brennenden Ofen hatte niemand das Bedürfnisse, die Fenster zu öffnen.

Den Tipp, die Lüftung im Sommer tagsüber auszuschalten und nur in der Nacht laufen zu lassen, finde ich gut und werde es bei wärmeren Temperaturen ausprobieren.

Die Geräusche der Anlagen sind sehr gering. Luftgeräusche gibt’s keine, wenn´s ruhig ist im Haus hört man die Anlagen aus dem Keller, aber auch nicht lauter als eine Ölheizung.

Für die Filter habe ich mir aus dem Fachhandel für Industriebedarf eine 2x20m Filterrolle für 150€ gekauft. Wird wohl die nächsten Jahre reichen :-)

Natürlich ist dies erst eine Momentaufnahme, aber bisher haben wir das Gefühl, alles richtig gemacht zu haben!

Viele Grüße
Verfasser:
nokasch
Zeit: 16.02.2009 19:52:20
0
1064259
Hallo Jürg,

auch wir kommen nach dieser kurzen Zeit zum Schluss, nichts verkehrt gemacht zu haben. Immer frische Luft im Haus zu haben, ist eine feine Sache. Die elektrische Fußbodenheizung wäre auch bei uns eine Alternative gewesen, aber Freunde, die so etwas in ihrer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus einbauen ließen, berichteten da von Wahnsinnsverbrauchswerten.

Wir hatten uns, bevor wir uns für ein neues Haus entschieden, erst einmal gebrauchte angeschaut. Die hatten i.d.R. eine Gasheizung und dafür monatlich zw. 100 - 150 Euro Kosten. Da das auch schon 2 Jahre her ist, wäre das sicher mehr heute. Natürlich hätte man auch einfach im neuen Haus eine Gasheizung einbauen lassen können, aber ein derart dichtes Haus muss alle 2 Std. gut gelüftet werden und dabei wirft man die Wärme zum Fenster raus.

Was mich bei Euch überrascht, ist der Schwedenofen. Hätten wir auch gerne gehabt, ging aber nicht, weil der Ofen raumluftunabhängig betrieben werden muss und absolut dicht sein soll. Da gibt es nur wenige Modelle, und uns gefiel dann der Plewa-Ofen im Kamin, da er keinen zusätzlichen Platz benötigt.

Dass der Ofen für die trockene Luft verantwortlich ist, glaube ich weniger. Die Lüftungsanlage entzieht der Luft die Feuchtigkeit, das steht auch so in der Gebrauchsanleitung. Es wird wohl individuell verschieden sein, ob man das als störend empfindet.

Den Staubfilter habe ich auch auf der Rolle besorgt, die Adresse fand ich hier im Forum. Schwierig in der Beschaffung scheinen die Kohlefilter, wenn es Gerüche in der Umgebung gibt. Und bei den Inversionswetterlagen in den letzten Wochen (wobei wir auch noch im Tal sind) hat man schnell das Problem, dass der Rauchgeruch der Umgebung in die Wohnung kommt. Dagegen hilft der Kohlefilter. Ich kann mal, wenn ich einen neuen benötige, den Test machen, ob 2 oder 3 Lagen eines Kohlefilters für Umlufthauben dasselbe bewirken, dann wäre die Sache schon erheblich billiger.

Viele Grüße
Norbert
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