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Wärmebedarfsberechnung Schwimmbad
Verfasser:
Chap
Zeit: 29.12.2008 00:05:25
0
1014262
Hallo miteinander,

ich möchte die 31 Jahre alte Ölheizung meines Wohnhauses durch Wärmepumpen ersetzen.

Von einem Energieberater, der auch für das Bafa tätig ist, ließ ich eine Energiesparberatung erstellen, um damit eine genaue Wärmebedarfsberechnung zu erhalten, damit ich weiß, wie groß die erforderlichen (Grundwasser-) Wärmepumpen sein müssen. (der Berater empfahl mir zwei Wärmepumpen, eine fürs Gebäude und eine fürs Innen-Schwimmbecken)

Lt. seiner Wärmebedarfsberechnung würde mein Wohnhaus für die Beheizung des Gebäudes, inkl. Warmwasserbereitung, eine Wärmepumpe mit 37 kW benötigen. (bei einer Vorlauftemperatur von 55° C)

Ist-Zustand des Wohnhauses: Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung; Bj. 1977; beheizte Nutz-/Wohnfläche 330 m2; 30er Außen-Ziegelmauerwerk; alle Fenster dicht schließend, mit Gummidichtungen - aber nur 2fach-Isolierverglasung.

Zusätzliche Baumaßnahmen wie Zwischensparrendämmung in den Dachböden, Kellerdeckendämmung, und zusätzliche Fußbodenheizung in diversen Räumen würde den Heizwärmebedarf lt. Energieberater von 37 kW auf 25,4 kW reduzieren.

Als es um die Wärmebedarfsberechnung des Schwimmbeckens ging, zeigte ich ihm das Typenschild des Wärmetauschers fürs Schwimmbecken. Er schaute es sich an und sagte, mit der Angabe für die Wärmeaufnahme, in kcal anstatt in kW, könne er nichts anfangen. Denn Angaben in kcal würden aus der Zeit vor seiner beruflichen Tätigkeit stammen. Etwas erstaunt über diese Aussage suchte ich später im Internet nach den entspr. Umrechnungsfaktor, und ermittelte damit einen Wert von rund 37 kW, welchen ich ihm dann mitteilte. Auf meine Frage, wie groß die Wärmepumpe dann fürs Schwimmbecken sein müsse, sagte er, so groß, dass sie der Wärmeaufnahme des Wärmetauschers entsprechen würde, also 37 kW.

Ich kann nicht glauben, dass das stimmt! Denn demnach wäre fürs Gebäude eine Wärmepumpe mit 25,4 KW erforderlich, für eine Vorlauftemperatur von 55 ° C. Und fürs Schwimmbecken, mit einer Wassertemperatur von 26/28 ° C, bräuchte ich eine Wärmepumpe mit 37 kW. Ist das nicht viel zuviel?

Ich weiß nicht auf welche Temperatur man das Wasser von Schwimmbecken im Winter üblicher Weise erwärmt. Ich schätze mal 26/28° C. Und um das Wasser auf dieser Temperatur zu halten, soll eine Wärmepumpe mit 37 kW nötig sein?

Kann mir hierzu von Euch jemand etwas sagen?

Hier noch die Daten vom Typenschild des Wärmetauschers:

Heizwasserinhalt: 7,5 Ltr.
Wärmeaufnahme: 32.000 kcal/h
Bei 90/70° C Heizwassertemperatur
Bei 10/45° C Warmwassertemperatur

Anmerkung:
Der Wärmetauscher ist auf die alte Hochtemperatur-Ölheizung, mit 75 bis 90° C Kesseltemperatur ausgelegt.Wahrscheinlich muß er auch ausgetauscht werden.

Vielen Dank im Voraus

Chap
Verfasser:
joesan
Zeit: 29.12.2008 01:00:51
0
1014273
wäre eventuell noch ganz interessant zu wissen wie groß das
schwimmbad bzw der beckeninhalt ist. und ob hier auch eine
lüftungsanlage installert ist die man ins konzept via wärmerückgewinnung
einbinden könnte. für schwmmbäder gibt es wärmepumpen die speziell
darauf ausgelegt sind vorallem was die wärmetauscher angeht die mit der
schwimmbadchemie problemlos umgehen können.

hier mal ein link um sich infos zu holen:
http://www.schwimmbadtechnik-fkb.de/catalog/Waermepumpe_(n):::21_274_275.html

nur weil der alte wärmetauscher 37 KW leistung hatte bedeutet es ja
nicht das die auch notwendig waren.
Verfasser:
Ben2003
Zeit: 29.12.2008 01:24:29
0
1014278
Hallo Chap,

unser Haus, Bj. 1981 ca. 280qm komplett beheizt über Fussbodenheizung hat auch ein Schwimmbad ca. 55.000 Liter.

Temperatur im ganzen Haus ca. 22 Grad, Schwimmbadtemperatur Wasser ca. 30 Grad. Becken wird abgedeckt.

Der Wärmetauscher hat 80 kw.

Bei uns arbeitet eine 22kw Anlage. Tags über wird das Haus beheizt, nachts erfolgt im Haus eine Absenkung und Schwimmbadwasser wird ca. 6 Std. aufgeheizt.

Die 37kw WP für das Bad ist definitiv zu viel. Bei Dir bietet sich evtl. eine WP mit 2 verdichtern an. Warum sich jedoch der Wärmebedarf Deines Hauses durch eine Fussbodenheizung verringert, erschließt sich mir nicht. Warum brauchst einen Vorlauf von 55 Grad? Wie hoch ist Dein Vorlauf mit Öl bei diesem Temperaturen?

Gib doch bitte mal Deinen Heizölverbrauch mit u. ohne Schwimmbad an. Damit kann man schon ungefähr ne Richtung finden.

Gruss
Ben
Verfasser:
Chap
Zeit: 29.12.2008 04:23:13
0
1014288
@ joesan

Hallo joesan,
vielen Dank für deine Antwort.

1.)
Die Größenangabe von meinem Schwimmbecken habe ich doch glatt vergessen zu erwähnen: 8,00 x 4,00 x 1,40, also 44.800 Ltr.

2.)
Ich habe eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

Gruß
Chap

@ Ben2003

Hallo Ben,
vielen Dank für deine Antwort.

1.)
Du hast geschrieben: Schwimmbadwasser ca. 30 Grad. Da habe ich mich mit meinen 26/28° C im Winter, wohl schwer verschätzt. Nach genaueren Überlegungen glaube ich, dass im Winter sogar 30° C schon eher das Minimum sein werden. Denn das Wasser in einer Badewanne hat ja z. B. etwa 36/38 Grad. So warm muss ein Schwimmbecken natürlich nicht sein. Aber ich könnte mir vorstellen, wenn das Wasser in der Badewanne nur 30° C hätte, dass man das in der Winterzeit schon als ungemütlich empfinden würde. Und genauso empfindet man es dann ja auch im Schwimmbecken. Kann aber sein, dass ich mich da täusche.

2.)
Zu der WP mit 2 Verdichtern.
Ich habe ja geschrieben, dass ich mir lt. Empfehlung des Energieberaters 2 WP einbauen lassen möchte, eine fürs Gebäude und eine fürs Schwimmbecken.

Du meintest aber 1 WP mit 2 Verdichtern wäre empfehlenswert. Ich war bisher der Meinung, 2 normale WP wären vom Ergebnis her dasselbe wie 1 WP mit 2 Verdichtern. Ist das nicht so?

3.)
Verringerung des Wärmebedarfs durch Fußbodenheizung
Hier habe ich mich wahrscheinlich falsch ausgedrückt. Je mehr Fußbodenheizung, desto geringer die erforderliche Vorlauftemperatur und desto geringer die erforderliche Energie. Deshalb in meinem Fall, bei Fußbodenheizung in mehreren Räumen und zusätzlichen Dämm-Maßnahmen, 25,4 kW anstatt 37 kW. Aber so recht einleuchten will mir das auch nicht. Denn 55 ° C Vorlauftemperatur benötige ich allemal, da ja nicht alle Räume eine Fußbodenheizung haben. Die Leistungsangabe einer WP, in kW, bezieht sich ja nicht auf die Vorlauftemperatur, sondern auf die erwärmte Durchlaufmenge. Analog hierzu würde eine WP mit geringerer Leistung auch einen geringeren Wasserdurchsatz bedeuten - und das bei zusätzlicher Fubo-Heizung?

4.)
Warum ich 55 ° C Vorlauftemp. brauche.
Hauptsächlich deshalb, weil ich in meinem Wohnzimmer einen Parkettboden habe, der bleiben soll, und deshalb dort der Einbau einer Fubo-Heizung nicht möglich ist. Andererseits hat dieses Zimmer mit einer Größe von 66 m2 nur drei Heizkörper. Bei der alten Hochtemperaturheizung reichten diese leicht aus. Bei normalen Wintertemperaturen reichen auch 50, max. 55 ° C im Vorlauf aus, aber weniger sollte es auf keinen Fall sein. Deshalb brauche ich 55 ° C. Bei Temperaturen von kälter als -10° C muss ich freilich den offenen Kamin noch mit benutzen, da dann selbst 55° C im Vorlauf nicht mehr ausreichen würden.

Außerdem habe ich auf der gesamten Südseite wandgroße Glasfenster, und zwar Zweischichtglas. Durch die großen Schiebtüren wäre die Verwendung von Dreischichtglas aus Gewichtsgründen unmöglich. Zweierlei Verglasungen möchte ich aber auch nicht, weil Dreischichtglas einen grünlicheren Lichtdurchlass hat als Zweischichtglas, was dann nicht gut aussehen würde.

5.)
Zum Vorlauf mit Öl
Meinst damit den Öldurchsatz des Brenners?

Hierzu stehen auf dem Brenner drei Angaben:
1,8 - 4,3 kg/h W20/1
2,5 - 5,5 kg/h W20/2
4,5 - 10,0 kg/h W20/3

6.)
Der Ölverbrauch beträgt pro Jahr 5000 Ltr. ohne, und 10.000 Ltr. mit Schwimmbecken. Hier ist allerdings zu berücksichtigen, dass die 31 Jahre alte Ölheizung total unwirtschaftlich ist. Sie wurde von dem damaligen Heizungsbauer falsch berechnet, nämlich viel zu groß. (111,6 kW) Die Abgastemperatur beträgt 185° C.

Dank meines großen Heizöltanks von 33.000 Ltr. Fassungsvermögen hatte ich bisher immer den Vorteil, dass ich warten konnte bis das Heizöl wieder einen Tiefststand erreichte. Aber ich denke, dass die Zeit der Ölheizung, auch der Brennwert-Ölheizung, vorbei ist. Ich möchte nun auch unbedingt eine Wärmepumpe.

Vielleicht kannst du mir noch eine Frage beantworten: In einem größeren Dachgeschossraum, in welchen auch eine Fubo-Heizung installiert werden soll, hätte ich gerne Parkettboden. Aber Fubo-Heizung und Parkett, das geht doch nicht, oder? Meine Frau meint, dass Bekannte von uns in ihrem neuen Niedrig-Energiehaus mehrere Parkettböden haben. Vielleicht sind das aber Laminatböden und sie hat das falsch in Erinnerung. Oder gibt es Fubo-Heizung mit Parkett tatsächlich?

Gruß
Chap
Verfasser:
ölbaldaus
Zeit: 29.12.2008 08:16:35
0
1014317
Hallo Chap,

obwohl ich ebenfalls mit mehreren WPs mein etwas übergroß geratenes Haus beheize(800qm),habe ich ich die Schwimmbadbeheizung meiner beiden Becken(innen 100qm,außen ebenfalls 100qm) komplett auf solar umgestellt.
Dazu dienen mir 107qm Flachkollies.
In den wenigen Phasen fehlender Sonnenenergie kann aber noch mit WP zugeheizt werden.

Bedenke bitte,in der Schweiz ist bereits die Beheizung von Privatbädern mit WP verboten!!.


Gruß
Josef
Verfasser:
ölbaldaus
Zeit: 29.12.2008 08:17:46
0
1014318
Kubikmeter statt qm !
Verfasser:
Chap
Zeit: 29.12.2008 19:14:33
0
1014857
ölbaldaus schrieb:

„Bedenke bitte, in der Schweiz ist bereits die Beheizung von Privatbädern mit WP verboten!!“

Womit sollen dann in der Schweiz Privatbäder beheizt werden, mit umweltschädlichem ÖL?

Gruß
Chap
Verfasser:
ölbaldaus
Zeit: 29.12.2008 20:33:00
0
1014949
Solar!
Verfasser:
Joerg_Schneider
Zeit: 29.12.2008 21:01:44
0
1014977
Tschuldigung, aber von einem Energieberater, der nicht in der Lage ist kcal/h in kW o.ä. umzurechnen, würd ich sofort irgendwelche bereits überwiesene Kohle zurückfordern.

So was erwarte ich mir von einem Energieexperten.

Einen Energieberater, der 37kW auf 330m² ausweist, tät ich schon mal genauer fragen, wieso der Wert größer ist als die uralte 100W/m² Daumenxpi- Kesselberechnung, die praktisch immer gefunzt hat. Ist die Wärmebedarfsberechnung das Papier wert, auf dem sie gedruckt wurde ?

Sicher gibt es auch Auslegungswerte für Schwimmbäder, was die technischen Anlagenteile angeht und ein Energieberater, der sein Geld mit der Beratung verdient, sollte sich mit sowas auseinandersetzen können.

Hab noch Papier und ne Excel- Datei evtl. auch noch für ne Schwimmbadauslegung, bin allerdings nimmer so geübt darin. Aber falls Bedarf besteht...Irgendwie wird man's schon wieder zusammenbekommen.
Verfasser:
joesan
Zeit: 29.12.2008 21:36:17
0
1015019
Kann da nur zustimmen, Solar ist hier sicher das Günstigste was es gibt eventuell sogar in Verbindung mit entsprechenden Pufferspeichern. Alternativ könnte man auch ein Blockheizkraftwerk einsetzten die Wärme abgreifen und den Strom einspeisen, geht aber auch wieder mit fossielen brenntoffen. Was Schwimmbadbau angeht würde ich auch mal beim Schwimmbadbauer anklopfen und anfragen was man so alles machen kann. Wir haben mit unseren Schwimmbädern ganz gute Erfahrungen mit nem Schwimmbadbauer aus dem Süddeutschen Raum gemacht. Die Firma heist HSW Schwimmbadbau und hat sicher eine Homepage.
Vorallem sollte man sowohl die Schwimmbadbeheizung als auch die vom Gebäude in ein Konzept bringen. Wobei ich noch anmerken möchte das ich 30 grad schon sehr viel finde. denke das 26 grad vollkommen ausreichen wobei es auch fraglich ist wie oft und wieviel wird hier überhaupt geschwommen. Oder gibt es bestimme Zeiten zu denen man dann entsprechend das Becken aufheizt.
Verfasser:
Ben2003
Zeit: 29.12.2008 22:52:23
0
1015091
Hallo Chap,

also mit Deinem Heizölverbrauch kann ich etwas anfangen. Unser Haus benötigte ca. 7.000 Liter Heizöl.

Meine GW-WP läuft derzeit ca. mit einem Verhältnis 1:4 (also 15.000 kw/h sind pro Jahr erforderlich - incl. Schwimmbad).

Ich würde auch nicht die maximalen Umbaumaßnahmen vornehmen. Ich denke, zwei Dinge sollten jedoch bedacht werden.

a) Austausch der "alten" Heizkörper gegen neue Niedertemperaturheizkörper. D.h. diese haben eine doppelt so gosse Wärmeleistung bei gleicher Fläche!!! (Dies haben wir auch bei meinem Vater -der auch eine GW-WP mit Flachheizkörpern betreibt- gemacht). Durch diese Maßnahme (also quasi Überdimensionierung der Heizkörper läßt sicht die Vorlauftemp. um ca. 15% senken. Hydraulischer Abgleich nicht vergessen - wichtig!!!)

b) Isolierung des Dachgeschosses
Diese Maßnahme habe ich selber bei mir in Eigenleistung durchgeführt. Eine Einsparung von ca. 15-20% kann ich bestätigen.

c) Isolierung des Bades
Hier lässt sich mit Sicherheit die größte Einsparung erzielen. Wahrscheinlich ca. 60%, wenn nicht sogar noch mehr, der ca. 5.000 Liter Heizöl für das Schwimmbad.

Fussbodenheizung incl. WP u. Parkett stellt kein Problem dar!

Mit einer WP lässt sich natürlich auch ein Missbetrieb fahren (also Fussbodenheizung und Flachheizkörper)!

Zwei WP´s in Reihe geschaltet sind natürlich entsprechend teuer. Eine WP mit 2 Verdichtern ist auch möglich u. bringt den gleichen Effekt. Beide Verdichtern werden dann zentral von einer Wärmepumpenmanager verwaltet (weniger Komplexität).

Mein Tipp zum Vorgehen:
1. Unbedingt zunächst alle mögliche (und vertretbaren) Dämmmaßnahmen vornehmen!!!!! Damit senkst Du Deinen Energiebedarf u. damit die Größe u. Energiebedarf Deiner WP!!!
2. Ersatz der Flachheizkörper gegen "WP-tauchgliche".
3. Dann Bestimmung der Grösse der WP! Eine 22kw Anlage halte ich auch für Dein Haus dann als sehr realistisch.

Gruss
Ben
Verfasser:
kreitmayr
Zeit: 29.12.2008 23:43:02
0
1015131
Hallo Chap,

wir betreiben unser Becken Sommer wie Winter mit 28/30°.

Wieviel kW unser WT kann, keine Ahnung aber sicherlich reichlich.
Wir decken nicht ab und brauchen für das Becken + Duschen (ca. 8 Personen) ca. 100kWh/Tag.

Die Heizung (WP)nach dem alten WT auszulegen halte ich für wenig klug.

Du braucht eh einen neuen WT. Wenn du mit z.B. 48 kWh/Tag auskommst, reicht ein WT und ein WP die 2 kW kann. Problem 1 ist dann die Filteranlage die auch 24 h am Tag laufen muss.
Problem 2 ist das Aufheizen nach dem Wasserwechsel. Da reichen dann die 2 kW nicht so wirklich. Da könnte man an Solaranlage denken und im Somer Wasserwechsel planen. Ansonsten muss man das Becken mit warmen Wasser füllen.

An deiner Stelle würde ich den Berater wechseln.

MfG
uwe
Verfasser:
Chap
Zeit: 30.12.2008 00:24:48
0
1015148
Hallo Ben,
vielen Dank für dein freundliches Schreiben.

Alles ist mir jedoch nicht klar!

1.)
Was meinst du z. B. betreffs der Heizkörper mit hydraulischem Abgleich?

2.)
Was meinst du mit Isolierung des Bades?
Meinst du damit die Dämmung des Außenbereiches vom Becken?

3.)
Wenn eine WP mit 2 Verdichtern den selben Effekt bringt wie zwei separate WP’s, und diese Lösung sogar noch weniger komplex ist, dann würde sich doch wohl kaum jemand für zwei separate WP’s entscheiden. Meinst du nicht, dass es da vielleicht doch noch einen Unterschied gibt, zugunsten von zwei separaten WP’s?

4.)
Ich habe keine Flachheizkörper, sondern die alten Stahlradiatoren, also Gliederheizköper. Der Energieberater riet mir davon ab die Heizkörper auszutauschen, weil die neuen auch keine recht viel größere Heizfläche hätten, wie er meinte. Wenn das aber tatsächlich viel bringen würde, so würde ich auch diese Investition nicht scheuen.

5.)
Du schreibst: „... Dann Bestimmung der Grösse der WP!“
Wenn nun die Dämmmaßnahmen, die zusätzl. Fubo-Heizung und evtl. der Heizkörperaustausch erledigt sind, wie soll ich dann die Größe der WP bestimmen können? Wahrscheinlich durch eine neue Wärmebedarfsberechnung, oder?

Nochmals vielen Dank und freundlichen Gruß
Chap
Verfasser:
Chap
Zeit: 30.12.2008 01:45:52
0
1015172
@ Kreitmayr

Hallo Kreitmayr,
vielen Dank für dein freundliches Schreiben.

Ich werde die gesamte Technikanlage des Schwimmbades überprüfen, warten und ggf. modernisieren lassen.

Mit einer Solaranlage kann ich mich jedoch nicht anfreunden. Denn hierzu müsste ich einen größeren Teil meines Daches mit Glaskästen zupflastern lassen, was mir nicht gefallen würde.

Vielleicht hast du mich betr. der WP-Anlage nicht richtig verstanden. Ich muss und möchte bei dieser Anlage nicht etwa Geld sparen. Die Anlage soll sogar eher etwas üppig dimensioniert sein, damit ich Reserven habe. Aber ich möchte auch nicht eine völlig überdimensionierte Anlage haben. Dies wäre jedoch der Fall, wenn ich - wie ich inzwischen weiß - lt. Berechnung des Energieberaters alleine schon fürs Schwimmbecken eine WP mit 37 kW hätte einbauen lassen.

@ Ben und an die anderen.
Die Vorbesitzer meines Hauses ließen in die Decke der Schwimmhalle eine Lichtkuppel einbauen, wie man auf dem Foto sehen kann. Mir gefällt diese Kuppel aber nicht und ich würde sie gerne durch eine flache Glasscheibe ersetzen lassen - am besten eine, die sich per Knopfdruck öffnen und schließen läßt. Diese müsste aber aus Isolierglas bestehen und zudem noch begehbar, d. h. trittfest sein. Denn man könnte ja mal versehentlich drauf treten. Gibt es solche trittfesten Isolierglasfenster überhaupt - praktisch eine Art Panzerglas? Kennt sich damit jemand aus? (Drahtglas käme für mich auch nicht in Frage)

Nochmals vielen Dank und freundlichen Gruß an alle
Chap




Verfasser:
kreitmayr
Zeit: 30.12.2008 11:15:36
0
1015325
Hallo Chap,

an deiner Stelle würde ich versuchen meinen Energiebedarf etwas genauer zu ermitteln. Berechnen ist gut, nachmessen oft besser.

Halte doch die Daten deiner Heizung fest. Betriebsstunden/Tag mit Düsendruck und Düsentyp ergibt Verbrauch, zusammen mit den Wetterdaten den Bedarf des Objektes. Einfach mal für ein paar Wochen Betriebsdatentagebuch führen.

Den Bedarf des Beckens ermittelst du, in dem du die Verdunstungsverluste feststellst. Stelle die automatische Wassernachspeisung aus, klebe ein Lineal in das Becken (Doppelseitiges Klebeband) und beobachte wie der Wasserstand sinkt.
Wenn du kein Leck hast, verdunstet nur Wasser. Z.B. bei uns sind das jeden Tag 2 mm also 80l somit sind die Verdunstungsverluste ca. 50 kWh/Tag. Wir verbrauchen im Sommer total ca. 70 kWh/Tag. Also 50 für die Wassererwärmung ca. 10 für die Duschen und 10 kWh in das Erdreich. Im Winter sind es dann ca. 100 kWh/Tag. Da Verdunstung und Duschen sich nicht ändern erhöht sich der Verlust an das Erdreich auf ca. 40 kWh. Dein Becken ist deutlich tiefer im Boden, somit sind deine Verlust an das Erdreich deutlich geringer.

Daher meine Schätzung, dass dein Becken mit einer Heizleistung von 2 kW x 24h auskommt. (Unterstelle, dass du Becken abdeckst).

Somit sollte eine eigene WP für die Beckenwassererwärmung nicht notwendig sein.

Keine Solaranlage kann ich verstehen, bin nicht unbedingt ein Freund von Solaranlagen.

Heizungsgröße muss passen, Reserven halte ich für unsinnig. Entweder es passt oder es passt nicht. Kaufe meine Hosen auch nicht zwei Nummern größer.
Wenn es mal knapp werden sollte kannst du ja immer noch auf das Becken an ganz kalten Tagen verzichten.

MfG
uwe
Verfasser:
Chap
Zeit: 31.12.2008 17:09:22
0
1016769
ölbaldaus schrieb:

„Bedenke bitte, in der Schweiz ist bereits die Beheizung von Privatbädern mit WP verboten!!“

Hierauf fragte Chap:
Womit sollen dann in der Schweiz Privatbäder beheizt werden, mit umweltschädlichem ÖL?
________________________________________________________________

ölbaldaus schrieb:

Solar!
___________________________________________________________________


... das heißt im Klartext also: Nachts und in Zeiten mit bewölktem Himmel ist in der Schweiz nichts mit Schwimmbad!

Viele Grüße und einen guten Rutsch

Chap
Verfasser:
ölbaldaus
Zeit: 31.12.2008 17:24:36
0
1016799
Hallo chap,

wenn du deine Schwimmhalle ordentlich energetisch sanierst,wirst du feststellen,daß du nicht mehr als 0,5-1°/Tag im Becken verlierst.
Damit kannst du durchaus mehrere Tage ohne Nachheizen auskommen.Sorgen mußt du natürlich dafür,daß du eine Abdeckung auf dem Pool hast.
Ich habe das im Innenbad mit Noppenfolie auf Rolle gelöst.Die Raumfeuchte ist nicht über Wohnbereich!

Ich meine,wir alle müssen uns irgendwie zusammenreißen und umdenken.
Energieverprassen gehört der Vergangenheit an,auch wenn der Ölpreis halbiert ist.
In wenigen Jahren werden wir sonst den Bumerang bekommen.

Gruß
Josef
Verfasser:
Ben2003
Zeit: 01.01.2009 15:31:11
0
1017331
Hallo Chap,

so langsam, wird mir dieser Energieberater unheimlich bzw. es geht in Richtung Falschberatung.

Nun ja, zu Deinen Fragen:

zu1: Der hydraulische Abgleich sorgt dafür, daß jeder Heizkörper genau den Volumenstrom an Heizwasser bekommt u. im Optimum heizen/wärmen zu können. Ein nicht gemachter Abgleich läßt sich zum bsp. an folgenden Punkten erkennen:
- ein Heizkörper wird nicht oder nur lauf warm (trotz vollem öffnen). Andere Heizkörper wiederrum "kochen"
- erhöhte Strömungsgeräusche an den Heizkörpern i.V. mit "Monsterumwälzpumpen"
- unverhältnismäßige Anhebung der Rücklauftemperatur

zu2: Nun ja, Du kannst die Beckenwände isolieren, gleichzeitig macht eine Isolierung der Wände (bei Dir zum Erdreich) von Innen Sinn. Damit treten keine Kältebrücken i.V. mit Kondensat auf. Dies rechnet sich jedoch i.d.R. nur wenn das Schwimmbad renoviert werden muss.

zu3: Technisch sehe ich da keinen Unterschied. Einziger Vorteil zweier WP´s ist die Flexibilität. Bsp.: Dein Haus würde (aufgrund guter Dämmung nur 6 kwh benötigen. Dein Bad benötigt z.B. 15 kwh. Je kleiner die WP, desto geringer der Stromverbrauch. Vergiss nicht die "Nebenkosten" wie Grundwasserpumpe, die die Effektivität der WP mindern.

zu4: Das ist definitiv falsch! Insbesondere bei Flachheizkörpern sollten diese mindestens um den Faktor 2 bzw. 2,8 "größer" gewählt werden (als der ursprünglich errechnete Wert für den alten Heizkörper). Mit größer ist hier die Tauscherfläche gemeint, nicht die absolute Grösse des Heizkörpers!!! Schau Dich hier mal im Forum um. Es gibt hier User die solche Flächheizkörper tatsächlich mit max. 35 Grad Rücklauf in einem normal gedämten Haus einsetzen.

zu 5: Ja. Das kann nur der Fachmann. Grundsätzlich gilt hier wirklich. Erst Dämmmaßnahmen durchführen. Neuen Bedarf bestimmen u. dann die Heizung auswählen. Dies spart Kosten im Bereich der Anschaffung und das ist noch viel wichtiger die laufenden Kosten (WP selbst und Nebenagregate wie Grundwasserpumpe).

Gruss
Ben2003
Verfasser:
Chap
Zeit: 02.01.2009 01:23:31
0
1017831
@ölbaldaus
Du schriebst: ... "Ich meine, wir alle müssen uns irgendwie zusammenreißen und umdenken. Energieverprassen gehört der Vergangenheit an, auch wenn der Ölpreis halbiert ist".

Stimmt, das sehe ich ganz genauso!

@Ben2003
Vielen Dank für dein Schreiben, Ben.

zu 2: Hier schriebst du: "Dies rechnet sich jedoch i.d.R. nur wenn das Schwimmbad renoviert werden muss".

Du bist hier vermutlich von anderen Gegebenheiten ausgegangen. Ich kann bei mir nämlich unterirdisch um das Becken herumgehen.(kniend oder stark gebückt) Denn zwischen dem Becken und der Außenwand der Schwimmhalle ist ein Luftraum von etwa 70 cm Breite. Hier könnte man entweder die Außenseite des Beckens isolieren, oder die Außenwand der Schwimmhalle, oder beides. Das muss ich mir noch überlegen. Wahrscheinlich werde ich nur die Außenwand der Schwimmhalle isolieren, denn wenn ich das Becken isoliere, habe ich keine Kontrollmöglichkeiten mehr dieses auf Dichtheit zu überprüfen.

Wenn alles fertig ist, werde ich darüber berichten.

Gruß
Chap