| | Verfasser: toewse | Zeit:
03.01.2009 12:26:50
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Wahrscheinlich eine alte Frage habe jedoch keine Antwort im Forum finden können.
Wir bauen gerade ein altes Haus um und möchten gerne in 2 Zimmern eine Fußbodenheizung und in restlichen Räumen eine Wandheizung installieren. Hier mein Frage:
1. Wie dimensioniere ich die Wandheizung? Gibt es Faustformeln Rohrlänge pro Raumvolumen oder ähnliches? Woher weis ich dass die Fläche X ausreichen ist? Und
2. Welches Rohr wir üblicherweise genommen? 14 ?? 16 ??? 17 ??? Aluverbund ??? Kunststoff ???
3. Womit verputzt man das ganze? Kalkputz? Gipsputz? Lehmputz?
Für Fragen und Diskussionsanregungen wäre ich allen sehr dankbar! Wenn jemand eine Bauanleitung oder Ähnliches kennt wäre es auch super … Danke, Ed
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Verfasser: Martin08 | Zeit:
03.01.2009 12:49:55
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Im Falle einer Wandheizung würde ich mich zuerst mal auf ein System einigen. Dann abklären was der Hersteller empfiehlt/vorschreibt.
Dimensionierung über Wärmebedarf. (Wärmestromdichte)
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Verfasser: Denk Mal | Zeit:
03.01.2009 13:18:10
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Hi Ed,
eine WH ist erstmal nicht anders als eine FBH.
Die Wahl des Putzes ist mE. beliebig. Wichtiger, dass der Putz zur Wand passt. Ich hab Lehm, weil ich auch Lehmwände (Fachwerk) habe. Andere nehmen Kalkputz, weil auch der feuchteregulierend ist. Andere bevorzugen Zementputz, weil solide ...
Was unterschiedlich ist, ne Wand hat zwei Seiten. Ne FBH gibt nach unten hin idR wenig Wärme ab. Eine WH dagegen gibt signifikant Wärme in den anderen Raum ab. Bzw. an der Innenseite der Außenwand wird ein Teil der thermischen Verluste nach außen direkt kompensiert. Auch geht dann ein kleiner Teil Energie verloren, weil die Wand wärmer als RT ist. Dafür ist die Wand aber auch trocken (wenn sonst alles iO. ist), was den Dämmwert steigert.
WH reagiert auch schneller als FBH, weil die Putzüberdeckung deutlich geringer ist, als Estrich+Belag bei der FBH.
Wie bei der FBH gilt, genügend dicke Rohre, genügend kurz, hydraulischer Abgleich ist Pflicht. Da man meist mehr Wand als Fußboden hat, ist die Verlegedichte tendentiell geringer. Martin08 hat recht, die Wärmestromdichte ist wichtig, dafür musst du zumindest deine Heizlast kennen.
Ich hab 9 FBH- und 16 WH-Kreise, alles 16x2, zwischen 58 und 75m, Verlegeabstand zwischen 10 und 20cm, meist 15cm. Das unterschiedliche Verhalten FBH/WH ist etwas friemelig beim hydraulischen Abgleich, aber das bekomm ich auch noch hin (wohn erst seit 5 Wochen drin).
Viele Grüße, Michael
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Verfasser: dk_net | Zeit:
03.01.2009 22:23:17
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Ich habe im ganzen Haus FBH mit 17er Kunststoffrohr und in 2 Kinderzimmern und im Bad zusätzlich 14er - Rohr als Wandheizung.
Alles selbst gebaut und über die Heizkreisberechnung selbst dimensioniert. Für die WH habe ich Kunsstoffschienen an die Wand geschraubt und das Rohr eingeklickt. Der Verputzer hat dann etwas stärker verputzt.
Habe leider kein Web-Space - sonst könnte ich mal einen Bilderlink einstellen.
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Verfasser: OldBo | Zeit:
03.01.2009 22:34:40
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Moin DK net, stelle doch eimal ein paar Bilder zusammen, ein wenig Text dazu und dann per E-Mail an meine Anschrift. Da sollte man doch etwas machen können :>)) Gruß Bruno |
Verfasser: toewse | Zeit:
04.01.2009 10:21:29
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Hallo und vielen Dank für den Anstoß:
dk_net: würde mich über ein paar Bilder freuen :) hier meine Email eduardtoews()baustein.eu
Bruno: Welche Infos und Bilde brauchen Sie? Grundrisse? Wandaufbauten?
Danke noch mal für den Anstoß!!!! Bin vom Hause aus Architekt doch schon seit Jahren in Immobilieninvestitionen tätig. Traue mir aber trotzdem die Kalkulationen ohne weiteres zu. So was wie eine grobe Bemessungsanleitung für Flächenheizung müsste ja nicht so kompliziert sein. Die geplanten Wandaufbauten sind ja bekannt – Kalkulation der Wärmestromdichte ist daher kein Problem:
q = u * dT
q = Wärmestromdichte [W/qm] u = Wärmedurchgangskoeffizient [W/qm K] dT = Temperaturunterschied Winter [K] = 30 K
Die Heizlast pro Raum ergibt sich dann unter Berücksichtigung aller Wärmestromdichten an den Außenwänden, Kellerdecke, Spitzbodendecke je Raum!
H = Summe (q * A)
H = Heizwert des Raumes A = q eqivalente Flächen
Innenwände würde ich unberücksichtigt lassen und nur mit der Außenhülle kalkulieren. Mit H habe ich dann die überschlägige Heizlast pro Raum am kältesten Wintertag.
So weit so gut – scheint zumindest alles logisch … oder übersehe ich da was?
Habe jetzt also die Heizlast pro Raum und muss meine Rohrlängen pro Raum dimensionieren. Hier komme ich nicht weiter. Es muss doch eine Formel geben die bei fixer Vorlauftemperatur angibt wie viel Watt 1m Rohr abgibt.
Danke, Ed
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Verfasser: Martin08 | Zeit:
04.01.2009 10:39:18
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Man könnte es ja kompliziert machen und die benötigten Dimensionen zu Fuß rechnen. Umstellen der Formel Q= m x c x deltaT auf m. Dann über Rohrtabellen die benötigten Dimensionen ermitteln.
Die Hersteller haben das aber schon ganz nett in Tabellen zusammengefasst. Heizlast des Raumes berechnen. Dann Wärmestromdichte berechnen. Und dann über Tabellen der Hersteller den Verlegeabstand und die Rohrlängen kalkulieren. (Hersteller geben meist Material auf m² an) Auf ein paar Meter hin oder her kommts ja nicht an.
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Verfasser: Denk Mal | Zeit:
04.01.2009 10:56:49
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Hi Ed,
Bei Wärmeabgabe nach außen darfst du für dT nicht RT-AT rechnen, du musst die mittl.Heiztemp-AT nehmen. Also wenn du z.B. VL 28, RL 22, RT 21, AT -12 hast, dann ist dT ca. 25--12 = 37K. Der Unterschied in der Heizlast ist aber selbst bei mäßigen U-Werten (ich hab 0,5) noch erträglich. Und dafür hab ich halt die Wand trocken und brauch auch weniger RT (wneiger Lüftungsverluste).
Es muss doch eine Formel geben die bei fixer Vorlauftemperatur angibt wie viel Watt 1m Rohr abgibt.
Keine korrekte, da der Verlegeabstand und die Wärmeübergänge ins Spiel kommen. Als Näherung geht wohl mittl.Übertemp-2,5K ergibt W/m. Bei geringen ÜTs passt das aber nicht mehr.
Deine Frage ist aber Standardwissen der FBH-Bauer, dort mal erkundigen, die hatten früher so logarithmische Diagramme, wo mittl.Übertemp., Verlegeabstand und resultierende W/qm drin sind.
Da sich für innen und außen unterschiedliche Formeln ergeben (außen betrachtet man nur die Wärmestromdichte mit U-Wert; innen den VA, dafür keinen U-Wert, wohl aber andere Oberflächen) ist schon klar, dass das alles nur wilde Abschätzungen sind.
Schau dass du für den hydr. Abgleich nach oben und unten genug Reserven hast. Fast alle Kreise bei mir sind ganz offen (4) oder fast zu (13), mittlere Einstellungen sind in der Minderheit (8). Berechnet hatte ich was anderes.
Viele Grüße, Michael
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Verfasser: OldBo | Zeit:
04.01.2009 17:37:51
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Verfasser: contra oel | Zeit:
07.01.2009 07:37:02
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Tach auch !!!! Zum Flächenheizung/Kühlung empfehle ich Dir die Firma Harreither ( Hersteller )aus Österreich. Natürlich haben die auch Vertretungen in Deutschland. Wir haben schon mehere m² von diesem System sowohl in der Wand als auch im Fussboden installiert und unsere Kunden sind super zufrieden. Harreither ist meiner Meinung nach DER Spezialist für Flächenheiz und Kühlsysteme. Hier mal der Link zu Harreither www.harreither.com
Gruss Michael
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