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Haustechnikforum
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FBH für einen bizarren Zweck - brauche gute Tips
Verfasser:
Jochen Binikowski
Zeit:
08.01.2009 12:15:07
1025404
Moin moin,

ich bräuchte den Rat von Fachleuten zu unserem geplanten Projekt auf den Philippinen. Es geht um eine Kombination von Getreide-Trockenanlage und Holzkohlemeiler (Charcoal Retort).

Die Trockenanlage soll mit einer Art Fußbodenheizung betrieben werden, wozu die Abwärme aus dem Meiler genutzt wird. Am Ende soll das dann in etwa so aussehen:



Die optimale Temperatur für das trocknen von Reis beträgt ca. 45 Grad. Bei anderen Materialien wie z.B. Holz können auch höhere Temperaturen in Frage kommen.

Die Trockenfläche besteht aus 1,20 Meter breiten Stahlblechen (GI-Sheets). Das Warmwasser wird vom 41 Liter Drucktank (Pressure Tank) durch eine Rohrschlange von 1/2 Zoll Stahlrohren (GI-Pipes) geführt und anschließend wieder in den Tank geführt werden. Der dazu notwendige Druck soll durch den Einlaß vom öffentlichen Wassernetz (Public Water) erreicht werden. Das Ganze soll durch drei Ventile (Swing Valves) und einem Wasserhahn beim Einlaß des öffentlichen Wassers in den Tank geregelt werden, um einen ständigen Warmwasserfluß herzustellen.

Die Temperatur im Tank kann auch noch geregelt werden, indem zwischen der Meiler-Oberfläche und dem Tank Isoliermaterial geschoben wird.

Dazu stellen sich uns z.Z. folgende Fragen:

1. Ist das mit dem ständigen Wasserfluß auf diese Weise überhaupt möglich? Eine Elektropumpe ist keine Option weil die Anlage auch bei Stromausfall laufen soll. Alternativ könnte man das Warmwasser am Ende der Rohrschlange auch einfach ablassen, was allerdings zu hohen Wasserrechnungen führt.

2. Gibt es eine Möglichkeit, die Wasseremperatur in den Rohren mit einem Thermostat automatisch zu regeln?

3. Die Trockennlage soll in Modulbauweise errichtet werden. Zunächst nur 4,80 Meter lang. Falls eine Kapazitätserhöhung notwendig wird soll sich die Anlage verlängern lassen, Platz ist ohne Ende vorhanden. Eventuell könnte auch ein zweiter Meiler gebaut werden.

Wenn sich diese Anlage realisieren lässt, werden mehrere gravierende Probleme in unserem Ort gleichzeitig gelöst:

1. Da wir die Holzkohle aus landwirtschaftlichen Abfallstoffen herstellen, wird ein Teil der illegalen Köhlereien in den Urwäldern überflüssig, es werden dort weniger Bäume gefällt.

2. Insbesondere während der Regenzeit vergammeln hier unglaubliche Mengen Reis, weil es viel zuwenig Trockenanlagen gibt. Das bedeutet oftmals den totalen finanziellen Ruin vieler Kleinbauern.

3. Für die Holzkohleherstellung werden große Mengen Abfallstoffe benötigt, die dadurch plötzlich einen gewissen Wert bekommen. Damit erzielen die Kleinbauern zusätzliche Einnahmen.

4. Der Meiler wird mit Reishülsen geheizt, die Rückstände (halbverbrannte Hülsen und Asche) sind wertvolle Bodendünger.

Weitere Infos zu unserer Projekten gibt es hier:

Unsere Projekte


Vielen Dank führ Eure Hilfe und beste Grüße aus dem Tropenparadies, Jochen
Verfasser:
nudnik
Zeit:
08.01.2009 12:38:35
1025423
Hallo Jochen,

so ganz verstehe ich die Funktion der "swing valves" nicht. Willst du damit irgendwelche Druckdifferenzen aufbauen / regeln? Vielleicht kannst Du dazu noch etwas schreiben.
Wenn Du kein Druckgefälle zwischen dem Vorlauf und dem Rücklauf des Druckbehälters aufbaust, wird nichts fließen. Dann ist der Druck in allen Teilen des Systems gleich groß (Stichwort kommunizierende Röhren)und das Wasser fließt nicht.

Müssen es unbedingt 1/2-Zoll Rohre sein? Eventuell und mit guter Berechnung könntest Du ansonsten darüber nachdenken, eine "Schwerkraft-Heizung" zu bauen. Damit die funktionieren kann, brauchst du allerdings hinreichend große Temperaturunterschiede zwischen Vorlauf und Rücklauf, was bei den von Dir genannten Temperaturen und dem Klima in den Phillipinen aber wohl nur schwierig zu erreichen sein dürfte.

Am ehesten käme wohl eine Hypocaustenheizung in Betracht. Hier wird warme Luft durch Kanäle unter dem Fußboden geleitet (siehe die alten Römer, eventuell mal googeln oder bei wikipedia nachschauen!). Dann würde der Druckbehälter entfallen (Risiko beim Überhitzen des Behälters, Dampfaustritt, Berstgefahr) und ggf. könnte eine Temperaturregelung mit Hilfe eines Bimetallschalters, der die Luftkanäle öffnet / schließt gemacht werden.

Das sind so meine spontanen Gedanken. Ins "Unreine" geschrieben, sozusagen. vielleicht fühlt sich der eine oder andere Leser dadurch animiert, die Fäden weiter zu spinnen. Ich werde mir auch noch weiter gedanken machen.

Weiterhin viel Erfolg bei den Projekten!

nudnik
Verfasser:
Jochen Binikowski
Zeit:
08.01.2009 13:19:46
1025467
Hallo Rudnik,

ich glaube Swing Valves heisst auf Deutsch Rückschlagventil. Jedenfalls bewirkt es, dass Wasser nur in eine Richtung durch das Rohr fließen kann.

Wegen dem Überdruckproblem im Tank haben wir uns schon Gedanken gemacht. Am einfachsten ist es, die Distanz zwischen Meileroberfläche und Tank so groß zu bemessen, dass das Wasser nur max. 50-60 Grad warm werden kann. Sicherheitshalber würden wir noch ein Überdruckventil einbauen.

Der Druckunterschied soll durch das Wasser aus der öffentlichen Leitung aufgebaut werden, die zum Tank führt. Der Druck in dieser Leitung ist ziemlich hoch, da unser Grundstück noch vor dem Hauptort mit den vielen Verbrauchern liegt. Es gibt sogar Feuerwehr-Hydranten, die auch funzen.

Wie auch immer die Lösung aussehen mag, wichtig ist dass es ohne Hightech und Strom geht und zudem einfach und billig herzustellen geht. Wir kalkulieren für die erste Baustufe max. 1.000 EURO ein.

Es ist hier ganzjährig und rund um die Uhr immer zwischen 25 und 33 Grad warm. Da der Rohreis nur 45 Grad braucht sind die erforderlichen Temperaturunterschide nur minimal.

Das mit der Hypocaustenheizung schaue ich mir nachher mal etwas näher an.

Gruß, Jochen
Verfasser:
nudnik
Zeit:
08.01.2009 14:48:36
1025558
Noch ein Hallo aus dem kalten Deutschland

Wenn mit den "swing valve" Rückschlagklappen oder Rückstrittsicherungen gemeint sind, kann die Anlage nur funktionieren, wenn Du am Rücklauf Wasser ableitest (=Wasserverschwendung). Werde ich gerne mal heute abend erklären.
Auf Englisch heißen die Rücktrittsicherungen übrigens "non-return valve", "chekc valve" oder auch mal "stop valve", es gibt da u.a. länderspezifische Vorlieben :-))

Ich kenne die Kostensituation auf den Philippinen nicht, vermute aber, dass Arbeitskraft quasi "umsonst" ist und dass Produkte aus Ton oder ähnlichen Stoffen auch vergleichsweise günstig sind. Wenn es dann auch noch wenig technisch sein soll und - abgesehen von der Abwärme des Meilers - ohne externe Energiezufuhr funktionieren soll, dürfte die Nutzung der warmen Abluft wohl die günstigste Variante sein. Hat vor allem den Vorteil, dass sich das alle Menschen vorstellen können, die wissen, wie ein Kamin oder Rauchabzug funktioniert. D.h. auch Reparaturen oder Nachbau ohne fremde Hilfe werden recht einfach zu realisieren sein!

nudnik
Verfasser:
Jochen Binikowski
Zeit:
08.01.2009 15:05:14
1025575
Bei der Hypocaustenheizung sehe ich ein möglicherweise gravierendes Problem: Die Trockenanlage ist ebenerdig und der Meiler ca. 1,2 Meter hoch. Wie bekomme ich die heisse Luft von oben nach unten?

Auf dem Prinzip der Hypocaustenheizung basieren hier primitive Holztrocknungsanlagen. Der Nachteil ist, dass die Feuerstelle unterhalb der Trocknungsfläche liegen muß. Das ist mit dem Meiler nicht, oder nur mit wahnsinnigem Aufwand, möglich.

Wenn das mit dem Druck vom öffentlichem Wasser nicht funzen sollte, gibt es immer noch die halbautomatische Lösung: Das Ausflußrohr endet unmittelbar vor dem Meiler und füllt einen größeren Behälter. Wenn der voll ist füllen die Arbeiter das per Eimer wieder in den Tank. Dann bräuchten wir auch keinen Drucktank sondern nur einen großen Kochtopf o.ä. Wenn z.B. nur 10 Liter pro Stunde fließen wäre das überhaupt kein Problem. Die Heizung muß ja nur laufen wenn Reis getrocknet wird. Dann sind auch immer Arbeiter da, die den Reis von Zeit zu Zeit umschichten müssen.

Der Meiler selber kann für mehrere Stunden unbeaufsichtigt laufen, ein Durchgang dauert je nach Material 8-16 Stunden. Die Biomasse befindet sich in mehreren Metallfässern im Inneren des Meilers. Bei Beendigung des Durchgangs werden die heissen Fässer aus dem Meiler gezogen, dieser von der Asche gereinigt und mit einem zweiten Set Fässer neu beschickt. Der erste Set kann dann in Ruhe ausserhalb des Meilers abkühlen. Auf diese Weise steht praktisch ununterbrochen Abwärme zur Verfügung.
Verfasser:
nudnik
Zeit:
08.01.2009 15:34:21
1025603
Die halbautomatische Lösung mit offenem "Kochtopf" finde ich gut. Eventuell brächten die Arbeiter sich aber nicht mit den Eimern abgeben, sondern könnten das Wasser mit einer Kolbenpumpe, einer Archimedischen Spirale oder einem Schöpfrad aus dem Sammelbehälter in den Kochtopf füllen. Gegebenenfalls könte der Antrieb der Einheit auch durch Nutztiere erfolgen.
Ich werd' heute Abend mal versuche abzuschätzen, wie groß der Wärmebedarf überhaupt sein wird. Dann können auch die Optionen schon mal besser bewertet werden.

nudnik
Verfasser:
polsprung
Zeit:
08.01.2009 17:26:36
1025716
1. Würde ich das auf jeden Fall als Hypokaustensystem ohne Wasser betreiben (umständlich, Drucksystem-Absicherung etc.), , am besten direkt mit warmer Abluft bzw. Angas aus dem Meilern und evtl. je nach Solarangebot noch mit zusätzlichen Warmluftkollektoren.

2. Gibts organische Abfälle? Dann wäre eine Biogasanlage gut möglich.

3. Zu Deinem Frischwassersystem: Da wird ja wenn ich das richtig kapiert habe nix im Kreis gepumpt sondern immer frisches Wasser genommen und dafür die gleiche Menge Warmwasser entleert? Das ist aber gar nix, da verlierst Du ja derartig viel Energie dabei....wieso nicht pumpen? Solarpumpe?

4. Welche Mengen sollen denn getrocknet werden und wie stark?


Fürs erste

Gruss
Horst Bernauer BET
Verfasser:
polsprung
Zeit:
08.01.2009 17:28:58
1025719
Ach ja, und welche Mengen Abwärme stehen überhaupt zur Verfügung? Wieviel Holzkohle wird denn so produziert?
Verfasser:
Jochen Binikowski
Zeit:
08.01.2009 18:49:39
1025815
Na klar wäre es besser eine Biogasanlage dazwischenzuschalten. Nur haben wir dafür kein Geld und vor allem kein fachkundiges Personal.

Die Biomasse, die wir für die Holzkohle verwenden gibt es in Massen und wird normalerweise als Abfall auf Halde gekippt und einfach abgefackelt. Das ist Null Wirkungsgrad und 100% Emissionen. Deshalb brauchen wir uns um diese Dinge noch keinen Kopf machen.

Der Meiler wird 4 Metallfässer beherbergen und eine Oberfläche von gut 1 qm haben. Platz genug für einen großen Wassertopf. Leider ist uns nicht bekannt, wie hoch die Temperatur direkt auf der Oberfläche ist. Beim Meilerprozess beträgt die Temperatur in den Fässern ca. 400-500 Grad.

Ich hatte ja bereit geschrieben, dass der Topf auf einem Gestell stehen soll, dessen Höhe wir ausprobieren müssen um auf die gewünschte Temperatur zu kommen.

Normalerweise wird der Reis hier auf zementierten Flächen und Straßen in der Sonne getrocknet. Auf meinem Reis-Video kann man das ganz gut sehen (ab 5:30 min)

http://www.youtube.com/watch?v=PdV--RBnTyU

Die Sonne erwärmt den Boden, dann kommt der Reis drauf. Ein Teil der Feuchtigkeit verdampft nach oben in die Luft, ein anderer Teil kondensiert und rieselt auf den Boden. Deswegen muss ständig umgeschichtet werden, um den Boden wieder zu trocknen und zu erwärmen. Echte Knochenarbeit. Vor allem, wenn es zwischendurch immer wieder Regenschauer gibt...

Da unsere Anlage überdacht ist, gibt es schon mal kein Regenproblem mehr. Die noch ungeklärte Frage lautet, wie lange der Trocknungsvorgang dauert und wie oft umgeschichtet werden muß. Wie gesagt, die Trockenfläche ist 1,20 Meter breit und die Länge kann nach Bedarf bestimmt werden.
Verfasser:
nudnik
Zeit:
08.01.2009 23:33:52
1026183
Für eine grobe Abschätzung der Wärmemenge, die für die Trocknung gebraucht wird, müsste ich eine Angabe haben wie viel Reis getrocknet werden soll und wie feucht dieser vor der Trocknung ist. Kannst Du da eine ungefähre Angabe machen? wenn nicht, würde ich mal eine überschlägige Rechnung für eine "Basismenge" von 10 kg mit einer angenommenen Feuchte machen. Werde ich mich am Wochenende mal mit beschäftigen.

Zu der versprochenen Erklärung, warum Du ein Druckgefälle brauchst, um das Wasser durch die Rohre zirkulieren zu lassen:

Stell Dir einen Ball vor, der auf einer flachen, ebenen Platte liegt. Solange er nicht "angeschubst" wird, bewegt er sich nicht. Dabei ist es egal, ob die Platte auf Meereshöhe liegt oder auf einem Berg. Erst wenn Du die Platte schräg stellst, wird der Ball herunter rollen. Die Energie, die der Ball in dem Moment hat, bevor er anfängt zu rollen, ist die potenzielle Energie, die durch den Höhenunterschied zwischen seiner Ausgangslage und dem unteren Ende der Platte bestimmt wird. Seine kinetische Energie ist Null, da er sich noch nicht bewegt. Wenn der Ball das untere Ende der Platte erreicht hat, ist die potenzielle Energie Null (es liegt kein Höhenunterschied mehr vor), aber er hat Bewegungsenergie (kinetische Energie). Die kinetische Energie ist bei Vernachlässigung der Reibung und des Luftwiderstands vom Betrag gleich groß, wie es vorher die potenzielle Energie war. Die potenzielle Energie wurde in kinetische Energie umgewandelt. Was passiert nun, wenn der Ball einfach weiterrollen kann? Er wird langsamer werden und irgendwann zum Stillstand kommen, weil die Reibung und der Luftwiderstand (beide betrachten wir nun doch) die kinetische Energie "aufzehren".
Ähnlich ist es beim Fließen von Wasser: Es muss eine potenzielle Energie vorhanden sein, hier ein Druckgefälle (wie der Höhenunterschied zwischen Auslangslage des Balls auf der schrägen Platte und dem unteren Ende der Platte). In einer Heizungsanlage wird diese Druckdifferenz durch eine Pumpe aufgebaut. Wenn das Wasser nun durch Rohrleitungen fließt, findet Reibung zwischen dem Wasser und der Rohrleitung statt. Wiese "zehrt" die potenzielle Energie auf, ähnlich wie bei dem rollenden Ball. Wenn die Reibung groß genug ist (lange Rohrleitung, hohe Strömungsgeschwindigkeit, ...) wird irgendwann nichts mehr fließen.
So wie Du die Anlage skizziert hast, ist es ein geschlossenes System. Wenn Du also Druck aufbaust, es aber keinen Abfluss zu einem gefäßmit niedrigerem Druck gibt, ist es so wie mit der ebenen Platte auf dem Berg. Das Wasser wird nicht fließen. Erst durch eine Druckdiferenz (= Höhendifferenz) wird das Wasser "in Bewegung gesetzt" (= Schrägstellen der Platte), und die Druckdifferenz, die notwendig ist, um das Wasser durch das System zirkulieren zu lassen, ergibt sich aus der Reibung in der Rohrleitung.
In dem Beispiel mit dem offenen "Kochtopf" ist das der Höhenunterschied zwischen dem Topf und einem auf dem Boden aufgestellten Sammelgefäß; und die Energie, um das Wasser ständig fließen zu lassen, ergibt sich aus der Arbeit der Menschen, die das Wasser mit Eimern aus dem Sammelgefäß wieder in den erhöht aufgestellten Kochtopf transportieren.

Sorry, wenn das Bild etwas sehr simpel aufgebaut ist. Da ich aber nicht weiß, wie umfangreich Dein naturwissenschftlicher Hintergrund ist, habe ich das mal gewählt.

Ich werde mich am Wochenende wieder melden. Kann ich Dich vielleicht direkt per E-Mail kontaktieren?

nudnik
Verfasser:
Jonas
Zeit:
09.01.2009 08:34:26
1026350
Moin Moin !

Respekt vor dem Einsatz im Busch !

Meine Ideen zu einfachen Lösungen:
1. Luft als Wärmeträger ohne zusätzliche Gebläse und dergl. um die Wärme von oben nach unten zu bekommen. Ihr sucht euch einen kleinen Hügel in der Botanik und buddelt ein Loch für den Meiler da rein. Oben drauf ein begehbares Beton /Stahldach für die Reistrocknung.Alternativ werden 2 ordentliche Rampen an den Meiler gebastelt und dort ein Deckel draufgelegt. Vorteil: supereinfach und funzt immer.

2. Wasser als Wärmeträger um ggf. ein paar meter zu überbrücken.
Variante A wäre ein offenes System nach dem Schwerkraftprinzip. Dafür muß man aber hölle aufpassen, dass die Rohre genug Durchmesser haben und dass es keine Luftblasen, Wassersäcke und dergl. gibt. Hierist die Auslegung das A und O. Wenn es dann funzt ist es absolut problemlos.
Variante B ist das hier mittlerweile übliche, geschlossene System mit Umwälzpumpe. Um es mal platt zu sagen kann man die Rohre irgendwie verlegen, die Pumpe wird es schon richten... Strom kommt notfalls vom kleinen Solarmodul mit Batteriepuffer.

Ich tendiere zur Lösung 1 als Einfach- und Robustlösung.

Viel Erfolg !!!

Jonas
Verfasser:
S. in Uppsala
Zeit:
09.01.2009 10:06:39
1026441
Bei Luft als Wärmeträger würde vielleicht ein Schornstein den nötigen Zug erzeugen um die warme Luft oder Rauchgase vom Meiler zunächst nach unten zu bringen. Das funktioniert auf jeden Fall so in den schwedischen Kachelöfen, wo der Rauchgaskanal im Ofen mehrere Male rauf und runter geht bevor er in den Schornstein mündet.

Die im Meiler erwärmte Luft (oder dessen Rauchgase) könnten also zuerst nach unten geleiter werden, dann durch den Boden der Reistrockenanlage, und schliesslich durch einen Schornstein, zB in Form eines senkrechten ausreichend langen Stahlrohrs. Wenn die Luft/das Rauchgas im Schornstein wärmer als die Umgebung ist, sollte aus physikalischer Sicht ein Zug entstehen, der die Luft nach dem Meiler abwärts und dann durch die waagrechten Kanäle in der Reistrochenanlage zieht.
Verfasser:
Jochen Binikowski
Zeit:
09.01.2009 10:33:13
1026469
Hallo Nudnik,

danke für die Erklärung. Das war schon meinem technischen Wissensstand angemessen. Wie gesagt, ich bin Kaufmann und kein Techniker. Mein philippinischer Schwager Elmer, der hier die Firma und Agrarprojekte managt, ist gelernter Bauingenieur und war auch schon mal in Deutschland. Der glaubt also, dass ein rechter Winkel 90 Grad hat. Das ist hier auf den Philippinen nicht selbstverständlich. Wir haben im Betrieb viele Geräte zur Metall- und Holzbearbeitung und Leute die damit umgehen können. Auch haben unsere Jungs Erfahrung mit Bauvorhaben aller Art.

Wenn also die automatische Lösung nur mit Pumpe funktioniert, machen wir es eben mit der Eimer-Methode. Bleibt die Frage, ob man warmes Wasser oder warme Luft durch die Rohrschlange leitet.

Die Breite der Trockenfläche beträgt 1,20 Meter weil dies das Standardmaß der Bleche ist und auf diese Weise die Arbeiter den Reis umschichten können, ohne die Platten zu betreten. Wegen des Feuchtigkeitsgehaltes müsste ich Recherchieren, ich meine mich aber zu erinnern dass von ca. 25 auf 14% heruntergetrocknet wird. Die Arbeiter erkennen durch Anfühlen ob die Trocknung abgeschlossen ist. Der Reis darf auch nicht zu trocken werden, weil das Probleme in der Reismühle verursacht und die Qualität beeinträchtigt.

Es ist schwierig die benötigte Kapazität der Anlage abzuschätzen. Ich denke, 3 Tonnen pro 24 Std. Dauerbetrieb wäre eine Diskussionsgrundlage. Um die wirtschaftliche Dimension etwas näher zu erläutern, hier einige Zahlen:

Tagesverdienst Hilfsarbeiter 120 Peso

Tagesverdienst Facharbeiter 250-350 Peso

Lohn für Reistrocknen auf der Straße 6-12 Peso/Sack je nach Wetter

Ankaufs-Preisunterschied nasser/getrockneter Rohreis bei langen Regenphasen ca. 200-300 Peso/Sack

Preis für Holzkohle 10 Peso/KG

120x240 cm Stahlblech ca. 1.200 Peso

Leeres 190 Liter Blechfaß 300 Peso

1 EURO = ca. 65 Peso

Bei langen Regenphasen können die Farmer noch froh sein wenn sie den nassen Reis mit diesem Abschlag verkauft bekommen. Oftmals vergammelt der Reis, Wert Null, kann man nicht mal als Schweinefutter verwenden. Der Verlust beträgt dann ca. 700 Peso pro Sack, macht bei einer Ernte von einem Hektar = 4 Tonnen 140.000 Peso... Es geht hier im wahrsten Sinne des Wortes um Leben und Tod.

@ Jonas: Das Gelände ist eben, da sind keinerlei Hügel. Zudem ist das Grundwasser teilweise nur 1-2 Meter tief. Hinzu kommt dass unsere Gegend extrem regenreich ist, über 3.500 mm/a, also doppelt so viel wie in Deutschland. Da sind alle unterirdischen Bauvorhaben schwierig und teuer. Wenn also warmes Wasser durch die Rohre läuft, könnte man in jedes Rohr ein Loch bohren und mit Korken verschließen. Wenn es dann einen Stau gibt, nimmt man einfach die Bleche ab und hat so Zugang zu den Rohren. Bei Zentralheizungen gibt es ja auch solche Ventile um Luftblasen zu beseitigen. Die Frage ist nur wie das bei der Trockenanlage ausgelegt werden muß, also wo die Löcher bohren?

Hier meine Kontaktdaten:

buddelbini@yahoo.de - Skype: jochen.binikowski
Verfasser:
Thunderboldt
Zeit:
09.01.2009 10:49:36
1026483
Hallo,
also eine möglichkeit wäre evtl, aus dem Wasserkessel Dampf durch die Leitung zu leiten. DAnn muss aber aufgepasst werden, das das nicht auseinanderflegt.

Alternativ könnte man das Wasser einem oberen behälter erwärmen und durch die schlange in einen Tiefergelegenen laufen Lassen. Dann müsste das Wasser wieder hochgeschöpft werden.

Man kann auch unter umständen Die rauchgase von Oben wieder nach unten leiten, wenn man zum einen die Bleche vom Ofen weg leicht steigen lässt, und am andern Ende einen größeren Kanin aufstellt, der unten evtl ein unterstützungefeuer für den Zug herstellt.

mfg
TP
Verfasser:
Jochen Binikowski
Zeit:
09.01.2009 11:48:48
1026541
Im letzten Posting habe ich mich vertan: Der Wert von 4 Tonnen getrocknetem Rohreis ist nicht 140.000 sondern 56.000 Pesos. Ist trotzdem für einen Kleinbauern eine Katastrophe bei Totalverlust, weil darin nicht nur eine Menge eigene Arbeit sondern auch viel Geld vom Zinswucherer für Saatgut, Dünger, Pestizide, Drescher usw. steckt.

Einige der großen Reismühlen haben völlig veraltete, dieselbetriebene Trockenanlagen. Die werden aber aus Kostengründen nur bei langen Regenphasen eingesetzt und decken nur einen Bruchteil des Bedarfs.

Die Sache mit Warmluft und Schornstein hört sich gut an. Da könnte die Wärme direkt aus dem Meiler genutzt und mit einem Schieberegler o.ä. reguliert werden. Wichtig ist natürlich, dass der Raum unter den Blechen möglichst gleichmäßig erwärmt wird. Dieser Zwischenraum könnte aber nach unten und den Seiten mit Alu-beschichteten Styroporplatten isoliert werden.

Wichtig ist dabei, dass die Arbeiter an der Trockenanlage nicht durch austretende Gase gefährdet werden.

Da wir hier ab und zu von schweren Taifunen heimgesucht werden, sollte der Schornstein so niedrig wie möglich sein. Im Grundstück ist ein leichtes Gefälle, das könnte man beim Layout berücksichtigen und so evtl. 50 cm bei der Höhe einsparen, je nachdem wie lang die Anlage wird.
Verfasser:
firestarter
Zeit:
09.01.2009 12:22:46
1026582
Hallo Jochen,

erstmal DICKES RESPEKT für Deinen Einsatz vor Ort.

Zu Deinem Thema,
hach...da gibts soviele Dinge die man bereden könnte, oder verschiedene Verfahren.

Naja,
bin zwar Ing. aber kein Konstrukteuer...aber so ein paar Gedanken möcht ich einfach mal so kreisen lassen.

Zu der Eimermethode
...muss das sein? Klar, Arbeitskraft ist vorhanden, aber ich denke es gibt doch bestimmt auch elegantere Methoden.
Könnte man nicht eine kleine Kreiselpumpe sozusagen als Warmwasserumwälzpumpe betreiben? Deren Leistung wäre bestimmt gering und wenn selbst der Strom dafür zu teuer wäre, kann man bestimmt mit nen bissl Bastelarbeit eine Pumpe auch per Übersetzung und Pedalantrieb betreiben. Also einen der Arbeiter auf ein umgebautes Fahrrad strampeln lassen.

Dann zur Trocknung an sich
Ich bin etwas erstaunt, dass die bishereige Trocknung (Handverfahren) auch in der Regenzeit funktioniert. Da habt ihr doch bestimmt ordentlich Luftfeuchtigkeit und da bin ich verwundert, dass mit --ich sag mal "Reis in die Luft werfen"-- man tatsächlich weiter als die 25% Ausgangsbasis runterkommt.

Deine Idee mit der FBH ist bestimmt nicht schlecht, doch ich überleg gerade ob es nicht vielleicht eleganteres gibt....NEIN, ich hab keine Patentlösung, würd aber gern paar Denkansätze liefern.

Für eine effektive Trockung braucht man ja vornehmlich viel Luft, welche die Feuchtigkeit aufnehmen kann. Ist die Wärmer (also zwangserwärmt) dann gehts halt einfacher, weil rel. Feuchte geringer ist.
Und hier komen wir gleich zur FBH...Klar, das wird man schon irgendwie warm bekommen, aber die Luft? Nicht dass die feuchte, warme Pampe da rum liegt...so ist auch nichts gewonnen. Ich denke, dass ein Luftstrom schon förderlich sein dürfte.
hmm, da gibts bestimmt verschiedene Denkansätze. Bei der bisherigen Planung per FBH...hmm, könnte man statt des Stahlbelchs evt. was anderes verwenden? Vielleicht so eine Art Vlies? Müsste natürlich stabil sein...mit dem ordentlich rahmen und querverstrebungen. Darf auch nicht zu groß sein, nicht das die Körnchen rauspurzeln, und selber auch was abkönnen...vll aus Stahl? KEine Ahnung, ob da funktioniert und im Alltag der Belastung standhält. doch durch das Vlies könnte warme Luft nach oben an den Körnern vorbei steigen. (Dazu müsste natürlich seitlich eine Zuluft-Möglichkeit geschaffen sein)
...oder man erzeugt eine Zwangsbelüftung über ein Gebläse, was natürlich auch per Pedale angetrieben werden könnte
Das könnte man bestimmt auch als warmluftgeläse gestalten, indem man einen Wärmetauscher(von Eurem Meilerwasser versorgt) davor platziert.

oder auch was anderes,
weiter oben hat ja jemand von dem Kachelofenprinzip gesprochen. Wär auch nciht schlecht, die Wärme (aus Rauchgas) direkt zu verwenden. Auch wenn's ebenerdig ist, sollte ein ordentlicher Kamin genug Zug bringen um die Gase da durchzuschlängeln. Aber auch hier....Luftbewegung?

Vielleicht auch mal abgucken, wie es andere machen.
Ich hab mal was über die Hopfentrocknung gelesen.
Das läuft über einen Trockenturm. Auf mehreren Ebenen liegt der Hopfen auf Blechen (<-luftdurchlässig, durch Bohrungen). unten kommt warmluft rein, die dann über die ganzen Ebenen langsam nach oben steigt. Oben gibts immer frisches Material und nach gewissen Zeit wird das immer eine Ebene tiefer geschüttet.... unten kommts dann irgendwann trocken an.
Sowas wäre betimmt auch eine feine Lösung, nur weiss ich nicht ob mans so bei Euch umsetzen könnte.
Der "Turm" müsste ja nicht besonders hoch sein...halt mehrere Ebenen verkraften können. Keine ahnung, ob man das hinbekommt.
Wenn der seitlich dicht ist (könnt man ja durch Folien hinbekommen) und unten Wärme befeurt wird und oben ein seitlich offenens Dach hat, hätte man hoffentlich auch einen Kamineffekt und die Trocknung könnte klappen.
Wie sieht es mit der Sonne in der Regenzeit aus? lässt die sich dennoch blicken? Vielleicht könnte man sogar die Einsetzen um wie in einem Aufwindkraftwerk das ganze am Laufen zu bringen?

Wie gesagt,
ich hab nicht DIE Lösung, hoffe aber, dass die Denkansätze Euch weiterhelfen könnten...und vll. ein richtiger hier da sliest und DIE Lösung gleich für Euch parat hat :)

Viel Erfolg
Verfasser:
S. in Uppsala
Zeit:
09.01.2009 13:03:12
1026628
Warmluft könnte man in gewickelten Rohren aus Aluminium, wie sie in Lüftungsanlagen für Gebäude verwendet werden, leiten. Die Teile für solche Lüftungsanlagen sollten eigentlich fast überall in der Welt erhältlich sein. An den Verbindungen sind Gummimanschetten, die für luftdichte Verbindungen sorgen. Man steckt die Rohre also zusammen und nietet sie aneinander, damit sie mit der Zeit nicht auseinanderrutschen. Es gibt verschiedene Durchmesser, Bögen, T-Stücke, Adapter, usw. man kann sich nach dem Legoprinzip also ein beliebiges Rohrsystem zusammenbauen. Auch der Schornstein nach der Reistrockenanlage liese sich damit herstellen, und er könnte bei Taifunwarnung umgelegt werden, Aluminiumrohre sind relativ leicht.

So ein Lüftungsrohrsystem hält aber keine Rauchgase aus. Man braucht also einen Rauchgas/Luftwärmetauscher am Meiler. Dazu fällt mir ein LAS Kamin ein, wie er bei http://www.bauweise.net/grundlagen/technik/heizung/kamin/kamin.htm erklärt ist. Die im LAS erwärmte Luft geht dann nicht in den Meiler, sondern muss natürlich in das Warmluftsystem zur Reistrocknung geleitet werden. Der Aluschornstein am Ende der Reistrocknung muss deutlich höher sein als der LAS Kamin am Meiler. Vielleicht kann auch im Meiler ein kleine Stahlrohrsystem installiert werden, das dann in die Warmluftkanälen aus Aluminium mündet, um die Luft besser zu erwärmen.
Verfasser:
Jochen Binikowski
Zeit:
09.01.2009 15:53:29
1026784
Vorhin hat mir ein Teilnehmer dieses Forums eine nette Mail geschickt und um Einzelheiten über die Reishülsen gefragt. Ich kann mir vorstellen das dies auch andere hier interessiert und antworte deshalb an dieser Stelle.

Reishülsen machen ca. 35% der Masse vom Rohreis aus. Sie bestehen zu 56% aus Silizium (SiO2) und 42% Kohlenstoff. Wenn man davon Holzkohlebriketts herstellt oder direkt verfeuert bleibt eine große Menge Asche übrig, die wiederum hohe Anteile von Phosphor, Kalium und Spurenelemente enthält, also ausgezeichneter Dünger. Die Hülsen kompostieren extrem langsam, das kann Jahre dauern.

In unserer Gegend sind die Böden sehr fruchtbar, da wir am Fuß eines (hoffentlich) erloschenen Vulkans leben, dem 2.000 Meter hohen Mt. Isarog. Unsere Gemeinde umfasst 114 QKM, davon ca. 50 QKM Reisfelder, also 5.000 Hektar. Es gibt 3 Ernten im Jahr, insgesamt kann man mit ca. 10 Tonnen pro Hektar und Jahr an Rohreis rechnen, Tendenz wegen neuem Saatgut usw. stark steigend. Es fallen also alleine bei uns ca. 17.500 Tonnen Reishülsen pro Jahr an.In der Reismühle wird der Rohreis in die weißen Körner, Kleie und Reishülsen getrennt. D.h. die Hülsen fallen alle in den Reismühlen an und sind zunächst auch trocken.

Bislang wird nur ein minimaler Teil der Reishülsen verwertet, vermutlich weniger als 1%. Anwendungen sind u.a. Brennmaterial für Bäckereien, Kompost- und Mulchmaterial und für die Desinfektion von Böden, die mit Bakterienwelke verseucht sind. Dazu werden die Hälsen ca. 50 cm hoch auf dem Boden verteilt und dann bei trockenem Wetter abgekokelt.

Der große Rest wird mit Kipplastern von den Reismühlen zu (teilweise wilden) Halden gefahren und gelegentlich abgefackelt. Wenn man also größere Mengen benötigt bekommt man das von den Reismühlen gratis vor die Tür gekippt.

Seit Jahrzehnten tüfteln weltweit Wissenschaftler an eine bessere Verwertungsmöglichkeit. Wie ich an den immer größer werdenden Halden sehen kann, bislang ohne flächendeckenden Erfolg. Hier ein Link zum Stand der Forschung weltweit:

Bio-Fuel Informationen (Englisch)

Auf meiner Linkseite findet man weitere nützliche Infos:

Linkseite
Verfasser:
firestarter
Zeit:
09.01.2009 17:39:56
1026887
Hallo,

ich nochmal in der Richtung Heizluftgebläse

Lässt sich bestimm mit örtlichen Mitteln machen.

Antrieb wie gesagt über Muskelkraft per Pedale oder so
Als Pumpe könnte man bestimmt eine alte Wasserpumpe aus dem KfZ bereich organisieren. Wärmetauscher...nun ja, da bleiben wir mal gleich bei KfZ und nehmen einen alten Kühler. Und da es so passend ist, gleich ein Kühlerlüfter.
Alles per Riemen-/Kettenantrieb miteinander verbaut und schon hat man ein Heizluftgebläse ;)

Nun müsst man sich noch Gedanken machen,
wie man am besten die Luftführung gestaltet, damit die Körnchen auch am Besten umströmt werden.
evt. wäre da die alte Idee (hab auf Eurer website geschmult) über eine rotierende Trommel gar nicht mehr so verkehrt.


...oder halt doch was gaaanz anderes...keine Ahnung


Viel Erfolg
Verfasser:
Flieger ts
Zeit:
12.01.2009 12:28:27
1029711
Hallo Alle,

mein Vorschlag ist wie ein Wäschetrockner.Drehen und Wärme.

4 Fässer ohne Boden und Deckel hintereinander auf eine Welle mit Kurbel bauen, an den Wandungen Winkeleisen der Längenach einbauen. Die Welle schräg aufhängen 1 m hoch zu 2 m hoch. Feuer unter 3. Faß, durch drehen fällt der Reis von oben nach unten und wird durch die Schräge auf die andere Seite befördert.
Reis oben einfüllen bis er unten ist ist er trocken(schnell drehen nasser, langsam trockener

gruß Thomas
Verfasser:
Jochen Binikowski
Zeit:
13.01.2009 18:43:41
1031456
Hallo Thomas,

Trommeltrockner gibt es bereits:

[Link]

Nachteile: Braucht Strom und hohe Investitionkosten.

Am Wochenende beginnen die Arbeiten an unserer Versuchsanlage. Das wird dann mit 3/4 " Wasserrohren gemacht, Fläche 120 x 240 cm. Wenn wir mit diesen Experimenten durch sind, sehen wir weiter.

Inzwischen haben schon einige Leute im Ort Wind von der geplanten Anlage bekommen und nach Franchise-Möglichkeiten angefragt. Ist natürlich noch zu früh für irgendwelche Zusagen.

Gut Ding braucht gut Weil.
Verfasser:
Jochen Binikowski
Zeit:
13.01.2009 18:46:43
1031464
Der Link im vorherigen Posting funzt nicht. Bin wohl zu alt um das sauber einzubinden. Hier nochmals ein Versuch

Trommeltrockner
Verfasser:
erik söllner
Zeit:
19.01.2009 14:25:32
1037237
Hier wird ja gerade das Rad neu erfunden. Getreidetrocknungsanlagen, Heutrocknung usw. werden bei fast allen Landwirten in Europa angewendet. In der Regel mit einem Gebläse. Energiegewinnung zeitgemäß mit Sonnenkollektoren. Medium in den Kollektoren kann Wasser oder Luft sein. Trocknung selbst ist meist über Lüfter die von unten die Luft einblasen.
Ein Problem das bei Getreidetrocknung auftritt ist, das es durch die Feuchtigkeit zu einer Selbsterwärmung kommt. Geht bis über 100 Gad – Selbstentzündung. Natürlich nur bei entsprechenden Schütthöhen. Wenn der Reis nur 10 cm hoch liegt ist das Egal. Bei 60 cm wird es schon interessant. Deshalb sind Lüfter gut – weil sie die Feuchtigkeit auch schneller abtransporieren.

Wenn es nicht möglich ist Lüfter, Pumpen usw. einzusetzen (kein Strom, keine Geld für Elektrovoltaik usw…) geht es nur mit Schwerkraft. Dicke Leitungen mit Luft oder Wasser (Faß als Druckausgleisgefäs nicht vergessen). Nix Halbzollrohr – mindesten 1 Zoll und wenig Krümmungen. Und der Wärmetauscher mit der Feuerstelle muß geschlossen sein. Und dann muß der beheizte Boden ÜBER der Wärmequelle (Sonnenkollektor, Kohlemeiler…) liegen. Damit meine ich nicht das er direkt über dem Meiler steht aber auf einem Höheren Niveau sein muß. Trocknungsanlage also im 1. Stock. Ist auch besser gegen Ungeziefer und Ratten.

Wie die Holzkohle wird wenn der Meiler gekühlt wird weiß ich nicht.

Lg ein Bio - Landwirt
Verfasser:
Busokunde
Zeit:
19.01.2009 15:09:26
1037282
Hallo Jochen,

warst du das vor eiem jahr mit der briketpresse für den Reisabfall?

Als ich Kind war hatten wir eine Wurfmaschine. Die war dazu da, das Getreide von der Spreu zu trennen. Die funktionierte mit Sieben, welche gerüttelt wurden und kräftig Luft darüber geblasen wurde.

Bewegt wurde das mit einer großen Kurbel. Das Teil haben wir aber leider verschrottet.

Wenn man das Teil mit warmer Luft betreiben würde. So ein Windrad saugt ja die Luft an und blast diese über die Siebe. Regulieren konnte man die Temperatur mittels Schiebern etc.

Einfach vom Holzofen die warme Luft ansaugen und fertisch.


Habe mal im Netz gesucht. Auf diesem Link wird das Teil Windfegegenannt.

Wolle
Verfasser:
Jochen Binikowski
Zeit:
19.01.2009 22:19:25
1037741
Hallo Erik, die Sache mit der unterschiedlichen Höhe von Meiler und Trockenanlage ist auf unserem ebenem Grundstück nicht machbar, wohl aber woanders. Wir hatten dieses Thema ja schon in diesem Thread bezüglich der Lufttrocknung angesprochen.

Leider hat es einen tragischen Todesfall in unserer Familie und Betrieb gegeben, ein Neffe meiner Frau (30 Jahre, 2-jähriges Kind, die Witwe ist 23) hat sich sturzbesoffen mit seinem Moped totgefahren. Da ist nach hiesigem Brauch 10 Tage Dauer-Totenparty angesagt, der Betrieb läuft nur noch mit Notbesetzung weil alle Mitarbeiter, Familienmitglieder und Nachbarn sich die Gratis-Drinks und Futter nicht entgehen lassen wollen...

Dadurch verzögert sich der Bau der Versuchsanlage. Material ist aber schon bestellt und der Klempner ist für nächste Woche gebucht.

Die Schichthöhe vom Reis wird ein entscheidender Punkt sein. Auf der Strasse sind es ca. 10 cm. Wenn wir 30 cm schaffen bei gleicher Zeit ist das schon mal gut. Die Temperatur soll 45 Grad nicht übersteigen. Da spielt neben der Temperatur der FBH natürlich auch die Selbsterwärmung eine Rolle. Zum Glück habe ich hier ein Bratenthermometer.

Die Trockenanlage ist nach den Seiten hin offen. Das sollte schon für eine gewisse Entlüftung sorgen. Zusätzlich sind Ventilatoren geplant. Auch grübeln wir darüber ob im Dach eine Art Schornstein etwas bringen könnte. Bei Stromausfall muß dann eben die Schichthöhe reduziert und/oder öfters umgeschichtet werden. Ist immer noch besser als den Reis verrotten zu lassen.

Es ist im gewissen Sinne schon so ähnlich wie die Neuerfindung des Rades. Es geht ja nicht darum, dass wir für uns eine technisch perfekte Anlage mit höchstem Wirkungsgrad bauen. Entscheidend ist, dass mehr und schneller getrocknet werden kann als auf der Strasse. Und das sich die Anlage mit Bordmitteln und kleinem Geld nachbauen lässt. Der Bedarf ist gigantisch.

@ Busokunde: Normalerweise wird hier der Reis nach der Ernte auf dem Feld mit einem transportablen Drescher (Diesel) von den Hülsen getrennt. Beim Mais gibt es auch derartige Maschinen, von Hand auspulen ist hier nicht mehr.

Ja, das mit der Brikettpresse war ich. Die hat auch im Experiment gut gefunzt. Aber dann haben wir die Holzkohle-Geschichte erst mal ruhen lassen weil wir mit den Gemüse-Experimenten und der neuen Zitronenplantage vollauf zu tun hatten. Damit sind wir jetzt größtenteils durch und können uns auf die Holzkohlen - Projekte konzentrieren. Die hier angesprochene Trockenanlage ist ja ein wesentlicher Bestandteil vom Gesamtkonzept.
Verfasser:
erik söllner
Zeit:
20.01.2009 18:28:53
1038454
Lieber Jochen

Erst einmal herzlichstes Beileid für den Verlust eines Familienmitgliedes. Mein Beileid gilt vor allem der Gattin und dem Nachwuchs.

Finde die Idee etwas Idiotensicheres für Reisbauer zu machen gut. Ich möchte bemerken das ich beruflich in China, Thailand, Karibik und in Amazonien war und weiß welches technische Verständnis Bauern dort haben. Ich kenne die Getreidetrocknung auf der Straße sehr gut.

Wenn das Teil 3.Welt-Sicher sein muß würde ich es nur als Warmluftheizung bauen. Bei einem Wassersysthem besteht (außer bei offenen Systemen) die Möglichkeit das sie explodieren. Ein falsche Reparatur, ein defektes Überdruckventil usw… Also nur Warmlufttauscher und Gebläse. Sind halt dicke Rohre. Und im Feuerbereich müssen die Wandstärken auch besondere sein. Aber mann kann es mit einem Elektrogebläse, einem kleinen Benzinmotor-Gebläse oder mit einer großen Handkurbel (wie bei einer alten Getreidereinigungsmaschine) betreiben. Und wenn alles wegen Festtagen vergessen wird glüht halt der der Wärmetauscher durch… aber es gibt keine Verletzungen durch Dampf usw. Das System würde mit größeren Wärmetauscher auch als Sonnenkollektor gehen. Natürlich ist alles mit Wasser effizienter aber auch komplizierter.

Und man kann jeden Schuppen so hoch bauen das ein paar 1000kg Geteide auf einer Höhe von 3-4 Meter liegen. Auch wenn es eine flache Insel ist.

Ich habe übrigens ein 50 qm großes Zimmer mit Fußbodenheizung und habe das auch schon mal mit Maiskolben gefüllt um sie zu trocknen. War aber eine Notlösung. Hat meiner Tochter – 5 Jahre - gut gefallen….

lg Erik
Verfasser:
Busokunde
Zeit:
21.01.2009 09:15:56
1038885
Das Problem der Trocknung ist doch die Luftfeuchtigkeit runter zu bekommen. In der regenzeit ist die doch besonders hoch.

Um zu trocknen muß die Luft in der relativen Luftfeuchtigkeit gesenkt werden. Das geht mit einer Temperaturerhöhung. Dann kann die Luft feuchtigkeit aufnehmen. Die Feuchte Luft muss aber aus dem Raum raus.

Bei der trocknung mittels Sonne im Freien ist ja alles gegeben. Wärme von unten und Luftbewegung ebenfalls.

In der Schokoldenindustrie hatten wir Röster für Nüsse. Das war ein kreisrundes Stahlblech mit Rand. Darunter ein Gasbrenner und ein Rührwerk zum bewegen der Nüsse. Das Rösten dient zum Abtöten der Keime/Ungeziefer in den Nüssen und Geschmacksverbesserung.

Oder ein selbsgebauter Rohrentrockner. Drehbares Rohr, schrag gestellt. Oben Reis rein und im Gegenstrom erwärmte Luft.

Bei deiner geplanten Lösung mit den Stahlplatten brauchst du an der Oberfläche ordentliche Luftbewegung. Sonst wird das mit dem Trocknen nichts. Auch der reis sollte dabei immer bewegt werden.

h-x Diagramm

Mehrmals durchlesen und das Diagramm rechts vergrößern, dann verstehst meine Ausführungen besser

Wolle
Verfasser:
JoRy
Zeit:
21.01.2009 09:39:06
1038912
Zu einer solchen Frage- oder Problemstellung würde ich
mich von allen Gewohnheiten der heutigen europäischen Technik
etwas lösen.

Historisch haben die Römer schon sehr gute FBHen gebaut und
das wäre mit Abfallverbrennung und Hochtemp Vergasung machbar.

Analoge Bereiche und Beispiele sind die seit dem 18ten Jahrhundert
von Briten entwickelten Tee-Trocknungs und Fermentierungsanlagen.
SriLanka und Indien----
Die Gebäude waren so gestellt, dass ein konstanter Luftzug durch
die Gittewände für fast alle Jahreszeiten funktionierte.

In D macht man in alten Mälzereien etwas ähnliches.

Entwicklung hat für uns immer bedeutet gut zu recherchieren was es
schon gibt und was man nur umfunktionieren muss ohne das Rad neu zu erfinden.

Gruß JoRy
Verfasser:
netzwerkbastler
Zeit:
21.01.2009 12:59:50
1039086
Ich würde es einmal ohne Wasser versuchen.

Zuerst die Hütte "dicht" bekommen soweit das möglich ist.

Dann unten eine Zuluftöffnung, oben im Dach eine Abluftöffung.

Einen (oder mehrere) Ofen oder was auch immer für einen Blechfassbrenner mit Rauchfang in die Hütte.

Den Zuluftstrom so lenken, bzw Öffnung so setzen dass die gesamte Zuluft eng am Ofen vorbei muß und daher die gesamte Zuluft erwärmt wird und damit trocken ist.

So damit hättet Ihr es einmal warm und trocken in der Hütte, die warme feuchte Luft strömt oben aus der Hütte und zieht weitere Luft nach.

Verfeinern könnte man es folgendermaßen: um den Ofen wird aus Lehm, Steinen, Ziegeln oder was auch immer eine 2te Haut im Abstand von 0,5 bis 1m gebaut die nur von dem Rauchfang durchdrungen wird.

Zuluft der 2ten Haut wieder unten Abluft oben, dann den Luftstrom auf oder unter das Trockenfeld lenken. Evtl mit Kanälen aus Ton wenn Metall so teuer ist.

Ob das ganze mit Naturzug funktioniert oder ob man mit Ventilatoren nachhelfen muß muß probiert werden. Einfacher wäre es halt wenn das Trockenfeld nicht so tief liegt.

Das ganze kann man natürlich auch noch mit einer fbh unterstützen. aber da braucht man für Schwerkraft Zirkulation zwingend einen Höhenunterschied oder eine Pumpe. (auf jedenfall ein offenes System bauen!).

Andere Frage: da ihr so viel zu verbrennen habt, kommt da nicht eine Dampfmaschine in betracht? Damit könnte man Maschinen, Pumpen oder einen Generator für Strom antreiben. Nur wo bekommt man sowas her? (ausser aus dem Museum)
Vielleicht eine alte Dampflok umbauen? :)
Verfasser:
netzwerkbastler
Zeit:
21.01.2009 13:26:37
1039109
Ich hab noch eine viel bessere Idee ergänzend zu dem Warmluftofen.

Warum nicht in der Mitte einen ca. 1m hohen flachen Hügel aus Sand/Erde/Lehm/Steine/was auch immer aufschichten und darauf die Metallplatte und darauf Trocknen? (Muß ja auch nicht Metall sein, kann auch Beton etc. sein)

Im vorderen Teil des Hügels ist längs ein Feuerraum eingebaut der Seitlich von unten beschickt wird und dessen Abgase durch ca. 6 Rohre/Stein Kanäle nach hinten unter der Blechplatte bzw. im Hügel geleitet werden.und dann in einem Rauchfang nach oben aus der Hütte geführt werden.

Die Kanäle schön mit speicherfähiger Masse umschließen bzw etwas tiefer im Hügel versenken damit die Temperatur gleichmäßig und nicht extrem hoch ist, bzw damit man rechtzeitig mit dem Feuern aufhören kann wenn die gesamte Masse auf Temperatur ist.

Das Ganze mit dem Warmluftofen kombinieren damit die feuchte Luft nach oben in der Hütte entweichen kann un es ist perfekt.

mfg
Verfasser:
Jochen Binikowski
Zeit:
29.01.2009 08:24:14
1045944
Kurzer Zwischenbericht:

Seit heute wird an der Versuchsanlage (offenes Warmwassersystem) gearbeitet. Kapzität ca. 2 Säcke Rohreis, Trockenfläche 120 x 240 x 20 cm.

Die Gesamtkosten werden um die 120 EURO liegen. Allerdings sind Dach und Warmwasserkessel bereits vorhanden. Der Test erfolgt auf unserem Wohn- und Betriebsgrundstück, da sind rund um die Uhr Leute anwesend, die die Anlage betreuen und überwachen können.

Im Probelauf werden wir das Wasser noch nicht mit Meiler-Abwärme heizen, sondern mit Feuerholz oder Holzkohle. Es kommt dabei auf u.a. folgende Dinge an:

1. Wie ist die optimale Höhe der Reisschicht?

2. Wie oft und auf welche Weise muß der Reis umgeschichtet werden?

3. Müssen kleine Löcher in die Bodenplatte gebohrt werden oder nicht?

4. Wie lange dauert der Trockenvorgang?

Wenn alles gut läuft dürfte es in 1-2 Wochen Ergebnisse geben. Dauert hier eben alles etwas länger als in Deutschland. "Operative Hektik" und "totarbeiten" sind im hiesigen Wortschatz (leider - oder zum Glück?) nicht vorhanden.

Ich halte Euch auf dem Laufenden.

PS: Habe mal unsere aktuellen Strom- und Wasserrechnungen eingescant:

Strom und Wasserrechnungen
Verfasser:
Jochen Binikowski
Zeit:
29.01.2009 08:50:37
1045965
Kurzer Zwischenbericht:

Seit heute wird an der Versuchsanlage (offenes Warmwassersystem) gearbeitet. Kapzität ca. 2 Säcke Rohreis, Trockenfläche 120 x 240 x 20 cm.

Die Gesamtkosten werden um die 120 EURO liegen. Allerdings sind Dach und Warmwasserkessel bereits vorhanden. Der Test erfolgt auf unserem Wohn- und Betriebsgrundstück, da sind rund um die Uhr Leute anwesend, die die Anlage betreuen und überwachen können.

Im Probelauf werden wir das Wasser noch nicht mit Meiler-Abwärme heizen, sondern mit Feuerholz oder Holzkohle. Es kommt dabei auf u.a. folgende Dinge an:

1. Wie ist die optimale Höhe der Reisschicht?

2. Wie oft und auf welche Weise muß der Reis umgeschichtet werden?

3. Müssen kleine Löcher in die Bodenplatte gebohrt werden oder nicht?

4. Wie lange dauert der Trockenvorgang?

Wenn alles gut läuft dürfte es in 1-2 Wochen Ergebnisse geben. Dauert hier eben alles etwas länger als in Deutschland. "Operative Hektik" und "totarbeiten" sind im hiesigen Wortschatz (leider - oder zum Glück?) nicht vorhanden.

Ich halte Euch auf dem Laufenden.

PS: Habe mal unsere aktuellen Strom- und Wasserrechnungen eingescant:

Strom und Wasserrechnungen
Verfasser:
erik söllner
Zeit:
01.02.2009 10:27:00
1048749
Wünsche viel Erfolg
Verfasser:
Jochen Binikowski
Zeit:
07.02.2009 11:48:20
1055432
Hallo Leute,

wie gesagt, hier geht alles langsam, dafür aber sicher. Die Arbeiten an der Versuchsanlage sind im vollen Gange und es gibt die ersten Fotos:

Fotos der Anlage

Im Laufe der kommenden Woche soll der Probebetrieb beginnen. Es sind noch diverse Fragen zu klären, die wir nur mit entsprechenden Experimenten herausbekommen können, u.a.

1. Optimale Höhe der Reisschicht

2. Löcher im Boden oder nicht?

3. Wie häufig muß umgeschichtet werden?

4. Anzahl der Wasserrohre

5. Geht das auch mit Plastikrohre? Das wäre billiger

6. Wird ein Ventilator gebraucht?

Was ist Eure Meinung?

Beste Grüße aus dem Tropenparadies, Jochen
Verfasser:
erik söllner
Zeit:
07.02.2009 13:26:24
1055517
Also als Landwirt und Bau-Ing. meine ich:

Ich habe ja eine Heisluftlösung ohne Heizschlange im Boden bevorzugt.

1.)Heizung mit Kunststoffrohren geht nur mit einer Temp.-Begrenzung (45 Grad) über ein Mischvetil. Rohrabstand 10cm

2.) Gebläse sind das Um und Auf. Der Luftzug bringt die Feuchte weg. Sonst hat man einen Reisdämpfer gebaut. Geheizte Luft über einen Lochboden wäre gut. Wichtig ist, das man die Wände je nach Wetter und Wind öffnen kann. Aber die Lüftung ist wichiger als das heizen...

3.) Aufschütten würde ich max 33cm. Und täglich umschaufeln.
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