Einfach ein neuer Gaskessel sollte es auf keinen Fall sein: Bauherrin Tanja Schulz wollte bei der Sanierung der Heizungsanlage „unabhängig werden von fossilen Brennstoffen, und wir hatten natürlich auch den ökologischen Aspekt im Blick.“ Schnell stand fest: eine Wärmepumpe soll es werden. Nach reiflicher Überlegung fiel die Wahl auf die Luft-Wasser-Wärmepumpe WPL 26 AZ von STIEBEL ELTRON, die den alten Gaskessel ersetzt. Der Aufwand beim Austausch erwies sich als äußerst gering.
Die Wärmepumpe WPL 26 AZ vor dem Wohnhaus Schulz.
Der Gaskessel wurde entsorgt, die neue Wärmepumpe steht bereits an ihrem Platz und sorgt monoenergetisch für wohlige Wärme und Warmwasser.
Die richtigen Paramater für den Wärmepumpenbetrieb werden nach der Installation während der Inbetriebnahme am Hydraulikmodul der Anlage vom Installateur zusammen mit dem Endkunden eingestellt
Die Wärmepumpe wird mit Hilfe der Wasserwaage genau ausgerichtet. Fotos: Stiebel Eltron
Die Erfahrungen mit der bereits vorhandenen Warmwasser-Wärmepumpe – einer WWK 300, ebenfalls von STIEBEL ELTRON – waren so gut, dass „auch hier nur ein Produkt des deutschen Marktführers für uns in Frage kam.“ Anhand des bisherigen Gasverbrauchs - das Gebäude stammt aus den frühen 70er Jahren, das Dach wurde erneuert und dabei gedämmt, auch die Fenster wurden bereits ausgetauscht – erfolgte die Entscheidung für die WPL 26 AZ. Bis zu 14 Kilowatt Heizleistung werden bereitgestellt – absolut ausreichend, um das Zwei-Familien-Haus mit insgesamt etwa 220 Quadratmeter Wohnfläche über die vorhandenen Heizkörper zu beheizen. Die Wärmepumpe wird invertergeregelt, so dass ein Betrieb ohne Pufferspeicher möglich ist, da sich die Leistung stets dem aktuellen Bedarf anpasst.
Die WPL AZ von STIEBEL ELTRON besteht aus der eigentlichen Wärmepumpe, die außen aufgestellt wird, und dem dazugehörigen Hydraulikmodul für den Technikraum. In diesem Innenteil sind die Regelungstechnik, der 200-Liter-Warmwasserspeicher und die erforderliche Umwälzpumpe für Heizung und Warmwasser sowie alle weiteren notwendigen Extras bereits serienmäßig eingebaut – „all inclusive“ eben. Die beiden Module werden ausschließlich hydraulisch und elektrisch verbunden. Daher kann auch nicht von einem Split-Gerät gesprochen werden, da bei der Installation kein Umgang mit Kältemittel erfolgt. Der integrierte Wärmepumpen-Manager regelt den optimalen Betrieb der Anlage und berechnet den effizientesten Umgang mit Wärmeenergie.
Die Umstellung im Hause Schulz dauerte nur zwei Tage – der alte Gaskessel wurde demontiert, die Wärmepumpe vor der Hauswand im Vorgarten aufgestellt, die hydraulische und elektronische Verbindung mit dem Innenteil und natürlich die entsprechenden Anschlüsse an das Heizverteilsystem hergestellt. Zeitgleich wurde ein zusätzlicher notwendiger Schaltschrank vom Elektriker installiert, der auch den vom Energieversorger eingebauten weiteren Zähler beinhaltet, über den die Stromversorgung der Wärmepumpenanlage läuft. Denn dieser Strom wird zu einem günstigeren Preis („Wärmepumpentarif“) angeboten als der normale Haushaltsstrom.
Die Umstellung auf die Wärmepumpe als Heizsystem wurde vom Staat mit über 2.000 Euro Zuschuss aus dem Marktanreizprogramm (MAP) unterstützt: die Nutzung erneuerbarer Energien wird gefördert, und die neue Wärmepumpe bei Familie Schulz spart gegenüber einem vergleichbaren Gasbrenner jährlich bis zu zwei Tonnen klimaschädliches CO2 ein.