Eine ausgezeichnete Klimakampagne: Das bundesweite Infound Beratungsprogramm „Haus sanieren – profitieren“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) erhielt jetzt als erstes Projekt das neue Label „Good Practice Energieeffizienz“. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) zeichnet damit ab sofort erfolgreiche Projekte aus, die beispielhaft Energie einsparen.
„Die
Kampagne gibt den Hausbesitzern kostenfrei eine grobe Orientierung über das
Einsparpotenzial ihres Hauses und ist somit ein wichtiger erster Schritt zur
Erhöhung der Energieeffizienz im Gebäudebestand“, begründet dena-
Bereichsleiterin Annegret Agricola die Auszeichnung. Über 9.600 Handwerker
beteiligen sich bereits an „Haus sanieren - profitieren“, um Eigentümern den
unverbindlichen Energie-Check anzubieten. „Die Auszeichnung wird unseren
Partnern im Handwerk in ihrem Engagement weiter Rückenwind geben“, freut sich
DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde.
„Mit unserer Kampagne wollen wir jährlich 135.000 Tonnen Kohlendioxid einsparen und
für das Handwerk Investitionen von rund eine Milliarde Euro anschieben“, erläutert
Brickwedde die Ziele der bundesweiten Klimaschutz-Initiative. Eine
Hausbesitzerbefragung des Marktforschungsunternehmen „Produkt + Markt“ zeigte jetzt,
dass „Haus sanieren – profitieren“ schon zur Projekthalbzeit diese Zahlen nahezu erreicht
hat: Die Handwerker haben demnach rund 70.000 Energie-Checks durchgeführt. Jedes
zweite Gespräch führte innerhalb eines Jahres zu einem Auftrag. Hochgerechnet
investierten Hausbesitzer nach dem kostenlosen Energie-Check bereits 840 Millionen
Euro, um ihre Immobilien fit für die Zukunft zu machen. „Die Kampagne verdient das
neue Label: Diese Ergebnisse und die gute Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen
von ‚Haus sanieren – profitieren’ haben uns überzeugt“, so Agricola.
Das neue Label „Good Practice Energieeffizienz“ der dena ist Teil der nationalen
Umsetzung der Energiedienstleistungsrichtlinie der Europäischen Union (EU) und soll
dazu beitragen, aktuelle Marktentwicklungen transparent zu machen und Akteure zu
unterstützen. Das Label wird für Projekte in verschiedenen Bereichen vergeben, zum
Beispiel für das energetische Sanieren von Gebäuden, das Verringern des
Energieverbrauchs von Maschinen und Prozessen, im Verkehr oder
Energieeffizienzmaßnahmen in öffentlichen Einrichtungen sowie für Aktivitäten, die auf
eine Änderung des Verbraucherverhaltens abzielen. Weitere Informationen zum Label
und zum Bewerbungsverfahren sind unter
www.good-practice-label.de aufgeführt.
Die DBU fördert „Haus sanieren – profitieren“ bis Ende 2011 mit insgesamt fünf Millionen
Euro. Wer einen kostenlosen Energie-Check im Rahmen der Kampagne durchführen
lassen möchte, findet geschulte Handwerker in seiner Nähe unter
www.sanieren-profitieren.de.