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Gerechte und transparente Abrechnung fängt beim Messgerät an

News vom 09.03.2010

Nach fünf Jahren intensiver Forschung und Entwicklung hat der Messgerätehersteller Allmess einen neuen „Meilenstein der Messgeschichte“ hervorgebracht. Mit einem innovativen Ultraschall-Wärmezähler will sich das Unternehmen einen enormen Wettbewerbsvorteil schaffen und für eine gerechtere und transparente Abrechnung der Energiekosten sorgen.

Harald Jöllenbeck, Geschäftsführer der Allmess GmbH, betonte erneut die konsquente Dreistufigkeit des Unternehmens.
 Harald Jöllenbeck, Geschäftsführer der Allmess GmbH, betonte erneut die konsquente Dreistufigkeit des Unternehmens.
Bernd Caspar-Petersen, verantwortlicher Marketingmanager Water & Heat Germany, sieht die Zeit reif  für eine neue Technologie.
 Bernd Caspar-Petersen, verantwortlicher Marketingmanager Water & Heat Germany, sieht die Zeit reif für eine neue Technologie.
Joachim Möhring, Geschäftsleitung Vertrieb und Großhandel, hat vor allem die Anforderungen aus der Praxis des Fachhandwerkers im Blick gehabt.
 Joachim Möhring, Geschäftsleitung Vertrieb und Großhandel, hat vor allem die Anforderungen aus der Praxis des Fachhandwerkers im Blick gehabt.
Mit dem „Integral-MKUltraMaXX“ ist es Allmess erstmalig gelungen, die Ultraschallmessung in eine Messkapsel zu bringen.
 Mit dem „Integral-MKUltraMaXX“ ist es Allmess erstmalig gelungen, die Ultraschallmessung in eine Messkapsel zu bringen.
Mit dem selbstbewussten Motto „Meilenstein der Messgeschichte“ hat die Allmess GmbH bereits vor einiger Zeit eine mehrmonatige Kampagne zur Produkteinführung der neuen Top-Innovation „Integral-MKUltraMaXX“ begonnen. Doch zuvor waren fünf Jahre intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit sowie Investitionen im vielfachen Millionenbereich gefordert, um diese neue Technologie in den Markt zu bringen.

Allmess ist es erstmalig gelungen, die Ultraschallmessung in eine Messkapsel zu bringen. Dieser Technologiesprung macht es möglich, alle Vorteile der Ultraschallmessung, wie höchste Messgenauigkeit und Langlebigkeit, mit dem einfachen Eichaustausch, der große Vorzug eines Kapselsystems, zu kombinieren. Auf einer Presseveranstaltung vor kurzem in Berlin stellte die Allmess-Führungsmannschaft die technische Neuheit erstmals vor. Die große Präsentation der neuen Ultraschall-Wärmezählergerätegeneration wird in der breiten Öffentlichkeit in Kürze auf der SHK Essen erfolgen.

Das Unternehmen Allmess
Produziert wird das Gerät in Oldenburg. „Die Qualität, die unsere Kunden von uns erwarten dürfen, können wir nur sicherstellen, wenn wir hier in Deutschland produzieren“, machte gleich zu Anfang Harald Jöllenbeck, Geschäftsführer der Allmess GmbH, klar. Und daran habe sich auch nichts mit der Übernahme durch den börsennotierten, amerikanischen Itron-Konzern im April 2007 geändert. Itron hat sich u.a. durch die Allmess-Akquisition zum weltweit größten Anbieter von Technologien für die Messung von Wasser, Strom und Gasdurchflüssen etabliert. Dabei hat der Konzern sich entschieden, die Produktion für Wärmezähler weltweit in Oldenburg zu konzentrieren. Darauf ist man in Oldenburg natürlich sehr stolz und arbeitet weiterhin daran, dieses Vertrauen auch zukünftig zu rechtfertigen. Einem großen Konzern anzugehören ist aber für die Allmess GmbH nichts neues, war man ja bereits 1987 von Schlumberger Industries übernommen worden. Doch laut Jöllenbeck hat sich für Allmess durch die Übernahmen nichts geändert. „Festzuhalten ist, dass wir durch diverse Konzernzusammenschlüsse insgesamt immer größer geworden sind. Wir gehören heute in der Branche zu dem weltweit größten und führenden Konzern Itron, aber letztendlich für uns in Oldenburg als Allmess hat sich nie was geändert.“ So Jöllenbeck in Berlin.

Damit stellt sich Allmess als ein Unternehmen dar, welches im Jahr 2009 mit 175 Mitarbeitern in Oldenburg 1.400.000 Wasserzähler und 200.000 Wärmezähler produziert und damit einen Umsatz von knapp 50 Millionen Euro erwirtschaftet hat. Die Firma Allmess ist schon seit ihrer Gründung 1978 recht schlank in der Produktion aufgestellt. Von den 175 Mitarbeitern arbeiten 103 im Betrieb, dabei sind bei den Oldenburgern die Produktion und produktionsangrenzende Bereiche gemeint. Lediglich 60 Leute davon sind in der direkten Produktion tätig. In der Verwaltung und im Vertrieb sind 59 Mitarbeiter beschäftigt und jährlich bildet das Unternehmen 13 Auszubildende aus. Seit 1981 ist man dabei konsequent dreistufig und hat auch für die Zukunft nichts anderes vor, wie Jöllenbeck deutlich versicherte.

„Meilenstein der Messgeschichte
Neben Geräten wie die mechanische Uhr, Barometer, Tachometer, Amperemeter und Echolot, die in ihren jeweiligen Einsatzbereichen äußerst präzise Messangaben machen, will Allmess das eigene neue Gerät, einen innovativen Wärmezähler mit Ultraschall-Technik, selbstbewusst in diese „Meilensteine der Messgeschichte“ einreihen.

Im Laufe der Jahre hat sich die Technik bei Wärmezählern eben auch mit „Meilensteinen“ enorm verbessert und entwickelt. Beginnend mit dem vollmechanischen Zähler noch in den 70iger Jahren folgte der Übergang von Mechanik auf Teilelektronik mit der Entwicklung des Messkapselsystems. Es folgten Elektronik und Magnetkupplung, die elektronische Flügelradabtastung und schließlich die Ultraschallmesstechnik.

Jetzt ist mit dem „Integral-MK UltraMaXX“ erstmalig die Kombination von Ultraschallmesstechnologie und Messkapselsystem bei einem Kompaktwärmezähler gelungen. Die Vorteile des Messkapselsystems wie die einfache Handhabung, einfacher und schneller Eichaustausch, Erleichterung von Inbetriebnahme, Systemspülung und Wartung, spannungsfreie Montage sowie eine Ressourcenschonung - da nur der Einsatz getauscht wird - werden mit dem neuen Zähler geboten. Doch hinzu kommt, dass dadurch, dass es ist gelungen ist, das Funktionsprinzip der Ultraschallmessung in eine Kapsel zu bringen, der neue Zähler zusätzlich eine wesentlich höhere Messgenauigkeit und Langlebigkeit bietet.

Die besondere Schwierigkeit, die Ultraschallmessung in ein Kapselsystem zu bringen, lag darin, dass man natürlich nur einen äußerst begrenzten Raum zur Messung der Laufzeitdifferenz zwischen zwei Ultraschallsensoren zur Verfügung hat. Bei dieser extrem kurzen Messstrecke liegt die Zeitdifferenz im Bereich der Picosekunde – also einer 50-Billionstel-Sekunde (10-12). „Also da steckt schon Know-How drin. Aber es ist natürlich so, dass die Elektronik, so wie sie heute ist, so ausgefeilt ist, dass man diese winzigen Zeitunterschiede hochmultiplizieren kann, so dass man sie dann auch vernünftig messen kann“, erläuterte Bernd Caspar-Petersen, verantwortlicher Marketingmanager Water & Heat Germany, die Herausforderungen bei diesem Technologiesprung.

Gemeinsam mit Jöllenbeck und Joachim Möhring, Geschäftsleitung Vertrieb und Großhandel, hat Caspar-Petersen die Neuentwicklung von der Idee über den Bau des ersten Prototyps bis hin zur technischen Vervollkommnung und Markteinführung mit betreut. Das erfolgreiche Trio war sich einig, dass die „Zeit reif ist für eine neue Technologie“. Bei der Entwicklung des neuen Ultraschall-Wärmezählers hat Möhring vor allem den Input der Anforderungen aus der Praxis des Fachhandwerkers übernommen. Eine Anforderung aus dem Fachhandwerk bezog sich beispielweise auf die Größe des Messbereichs. Sie sollte so optimiert werden, dass der Installateur nicht immer zwischen verschiedenen Geräten wählen muss. Dies ist gelungen. So konnte Caspar-Petersen freudig berichten: „Wir erreichen mit unserem Gerät, dass es von 2 Litern pro Stunde bis 3000 Litern pro Stunde messen kann und dabei zuverlässig funktioniert. Und zudem ist einer der wesentlichen Vorteile bei einem Ultraschallmessgerät, dass es bei Überlast nicht kaputt geht."

Als Vorteile lassen sich festhalten:
  • „Ein Gerät für alle Anwendungen“ - damit lassen sich 95 % der Messfälle abdecken
  • einfache Handhabung dank abnehmbarem Rechenwerk
  • Maximale Betriebssicherheit – wie bspw. verschleißfreie Messung, Überlastsicherheit, langzeitstabile Messwerte, hohe Messbeständigkeit und Funktionssicherheit
  • Optimale Bedienbarkeit – vergrößertes und verbessertes Display
  • Zahlreiche Servicefunktionen (wie bspw. Zwischenablesung – Monatsendwerte werden gespeichert)
  • Neue Funktionen wie erweiterte Diagnosefunktionen - bspw. Fließrichtungserkennung (falscher Einbau wird bemerkt), Überlastwarnung, Lufterkennung, Schmutzwarnung
  • Zusatzanzeigen zum Analysieren der Anlage (max. Leistung, Temperatur und Durchfluss)
  • Schnittstellen zur Fernauslösung

„Das ist DER Zähler für gerechte und transparente Abrechnung“, lautete Caspar-Petersens Fazit. Zu den zukünftigen Kosten des Zählers erläuterte Möhring die geplante Strategie: „Die heutigen Ultraschallwärmemengenzähler als Splitgeräte sind vom Preis her mit den kleinen Kompaktzählern nicht konkurrenzfähig. Aber dieses Messgerät wollen wir in der gleichen Größenordnung in den Markt reinbringen von den Kosten her, wie unseren normalen Standard Integral-MK MaXX - die Messkapsel.“

Verursachungsgerechte und transparente Abrechnung
Bereits mehrfach machte dieser lange und kalte Winter im Hinblick auf die zu erwartenden erhöhten Heizkosten von sich reden. Da wird eine verursachungsgerechte und transparente Abrechnung umso wichtiger. Werden Wärmezähler zur Abrechnung von Heizkosten eingesetzt, müssen sie in Deutschland auf Grund des Eichgesetzes geeicht sein. Doch das allein macht eine Abrechnung weder transparent noch gerecht. Innerhalb von fünf Jahren Eichgültigkeitsdauer können bei einer Immobilie – abhängig vom Baujahr einer Liegenschaft – oftmals bis zu 10.000 Euro über einen Wärmezähler abgerechnet werden. Diese Summe macht deutlich, wie wichtig es in Zeiten steigender Energiekosten ist, den Verbrauch genau zu messen und kontrollieren zu können. Messabweichungen zu Ungunsten des Kunden können sich über die Jahre schon zu deutlichen Ungerechtigkeiten summieren. „Eine gerechte Abrechnung fängt beim Messgerät an“, fokussiert Möhring damit das Motto, mit dem der Druck zu neuerer und gerechterer Technologie im Markt über den Endkunden kommen soll.

Um die verursachungsgerechte und transparente Abrechnung durchführen zu können, sollte der Verbrauch mit Hilfe der neuesten Technologie erfolgen. Und die kann zukünftig Allmess mit dem „Integral-MKUltraMaXX“, derzeit als einziger Hersteller, anbieten. „Wir sind davon überzeugt, dass das die Zukunft ist“, so Caspar-Petersen in Berlin.

Der „Integral-MKUltraMaXX“ wird auf der SHK Essen und der IFH Nürnberg im Mittelpunkt Messepräsentation auf dem Allmess-Stand stehen. Das Gerät soll ab Juli 2010 lieferbar sein.