Fr, 29. Juli 2016 | 12:08:01 Uhr

Photovoltaikmodule - Gute Leistung, schlechte Garantiebedingungen

News vom 15.04.2010

Gute Nachricht für Bauherren, die eine Photovoltaikanlage installieren möchten. Einem aktuellen Test des Frankfurter Verbrauchermagazins ÖKO-TEST zufolge sind die meisten Modelle von guter bis sehr guter Qualität. Insgesamt 15 Photovoltaikmodule mit monokristallinen und polykristallinen Zellen von deutschen und ausländischen Marken wurden ins Labor geschickt. ÖKO-TEST wollte unter anderem wissen, ob diese die versprochene Leistung bringen, wie hoch der Wirkungsgrad bei einer schwachen Sonneneinstrahlung ist und ob die Leistung nachlässt, wenn das Modul stark erhitzt ist.

Auch im neuen Heft ein Test zu Öko-Strom. Eigentlich möchten Verbraucher, die Öko-Strom beziehen, dazu beitragen, dass mehr Energie aus regenerativen Quellen ins Netz kommt. Doch sie bewirken oftmals genau das Gegenteil: Der Umstieg deutscher Haushalte auf Öko-Strom sorgt direkt für den Bau zusätzlicher Kohle- und Atomkraftwerke. Das prangert das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST an.
Auch im neuen Heft ein Test zu Öko-Strom. Eigentlich möchten Verbraucher, die Öko-Strom beziehen, dazu beitragen, dass mehr Energie aus regenerativen Quellen ins Netz kommt. Doch sie bewirken oftmals genau das Gegenteil: Der Umstieg deutscher Haushalte auf Öko-Strom sorgt direkt für den Bau zusätzlicher Kohle- und Atomkraftwerke. Das prangert das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST an.
Die Laborergebnisse zeigen, dass die Module bei Standardtestbedingungen bis auf eine Ausnahme mehr oder weniger die von den Herstellern versprochene Leistung erbringen. Unterschiede in der Qualität zeigen sich jedoch bei schwacher Einstrahlung. Denn bei vier Produkten fällt dann die Leistung stärker ab als bei den anderen – konkret um bis zu 19 Prozent. Die gleiche Situation ergibt sich, wenn sich die Module, etwa im Hochsommer, stark erhitzen. Auch hier verzeichneten die Tester bei vier Produkten einen stärkeren Leistungsabfall. Anlass zur Kritik geben zudem sieben Module, die bei Aufnahmen mit einer Elektrolumineszenz- und einer Thermografiekamera kleine Auffälligkeiten wie feine Risse zeigen. Das kann, so ÖKO-TEST, langfristig die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen wenn ganze Partien des Moduls ausfallen. In einem weiteren Fall waren die Mängel gravierender und bereits Stellen ausgefallen, was auf ein Herstellungsproblem zurückzuführen ist.

Doch gerade ein Garantiefall kann sich für Hausbesitzer zur Odyssee entwickeln. Jürgen Stellpflug, Chefredakteur des ÖKO-TEST-Magazins, erläutert: „Die Hersteller gewähren zwar lange Leistungsgarantien, doch auf dem Weg zum Anspruch muss der Kunden teilweise mit großen Hindernissen rechnen“. So muss bei einigen Herstellern die Mängelanzeige mit einem Messprotokoll eines anerkannten Sachverständigen oder Instituts untermauert werden, das der Kunde selbst bezahlen muss. Zudem gibt es keine Absicherung gegen die Insolvenz eines Herstellers. In einem solchen Fall sind Leistungsgarantien von bis zu 20 Jahren das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben sind.

Das ÖKO-TEST-Magazin feiert 25-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass finden Leser in der aktuellen April-Ausgabe noch mehr Tests als sonst. Das Heft kostet 3,80 Euro und ist seit dem 26. März 2010 im Zeitschriftenhandel erhältlich.

Weitere