News vom 03.11.2011

Heizen mit Pellets: Nur Pellets mit Prüfzeichen DIN plus kaufen

Insgesamt 140.000 Pelletheizungen betrieben die Deutschen im Jahr 2010, Tendenz steigend: Immer mehr Menschen wechseln von fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas zu Holzpellets. Sie werden aus getrocknetem, naturbelassenem Restholz hergestellt und ohne Zugabe von chemischen Bindemitteln gepresst. Darüber hinaus sind sie CO2-neutral, da sie bei der Verbrennung nur so viel Kohlenstoffdioxid freisetzen, wie der Baum auch beim Wachsen aufgenommen hat.

Wie andere Brennstoffe müssen auch Pellets bestimmte Vorschriften erfüllen. Die Qualitätsanforderungen an die Holzpresslinge gibt die europäische Norm EN 14961-2 vor.
Wie andere Brennstoffe müssen auch Pellets bestimmte Vorschriften erfüllen. Die Qualitätsanforderungen an die Holzpresslinge gibt die europäische Norm EN 14961-2 vor.
"Pelletheizungen sind in der Anschaffung zwar etwas teurer als Ölheizungen, aber die Kosten amortisieren sich schon nach ein paar Jahren, weil der Brennstoff günstiger ist", weiß Marcus Blachnik, Pellet-Experte bei TÜV Rheinland.

Wie andere Brennstoffe müssen auch Pellets bestimmte Vorschriften erfüllen. Die Qualitätsanforderungen an die Holzpresslinge gibt die europäische Norm EN 14961-2 vor. Sie löst die bisherige DIN-Norm für Pellets ab und gibt umfassende Vorgaben über die Beschaffenheit des Brennstoffes. "Schon vor Inkrafttreten der EU-Norm haben wir die Pellets unserer Kunden auf Basis des Normen-Entwurfes geprüft", erklärt Marcus Blachnik. Von TÜV Rheinland unabhängig geprüfte Pellets tragen die Kennzeichnung DIN plus. Darauf sollten Verbraucher beim Kauf des Brennstoffes achten. Geprüfte Pellets haben einen geringen Wasseranteil, weisen eine bestimmte Festigkeit auf, damit sie nicht zerfallen, und befolgen auch in Dicke und Länge die Richtlinien der Norm. Ihre volle Brennkraft entfalten die Holzpresslinge allerdings nur, wenn sie richtig aufbewahrt werden. Für das Pelletlager zu Hause gilt: Vom eigenen Wohnraum trennen, trocken halten und vor Betreten mindestens 30 Minuten durchlüften, damit eventuell entstandene Gase entweichen können. Für einen permanenten Luftaustausch bieten sich bei kleinen Pelletlagern belüftete Außendeckel an.

Nicht nur der Brennstoff, sondern auch die Pelletheizung selbst unterliegt strengen Regelwerken. Die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen gibt genau vor, wie viel Feinstaub der Ofen produzieren darf, unabhängig davon, ob er als Einzelofen im Wohnzimmer steht oder als Zentralheizung im Keller. Bereits jetzt steht fest, dass sich die Emissionsgrenzwerte für Pelletheizungen in den kommenden Jahren noch weiter verschärfen. "Wer sich nicht ganz sicher ist, welcher moderne Ofen diese Anforderungen erfüllt, sollte bei der Planung einen Fachmann", so Blachnik. Nur dann ist gewährleistet, dass sich die Pelletheizung langfristig rentiert.



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