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Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk: Bilanz 2011 - Viel zu tun, zu wenig Nachwuchs

News vom 20.02.2012

Deutsches SHK-Handwerk: Rückschau 2011 mit gemischten Gefühlen – Umsatzsteigerung von fast drei Prozent – Badsanierung schlägt Heizungsmodernisierung – Fachkräftemangel droht.

Knapp ein Drittel der Komplettbadsanierungen wurde barrierefrei installiert. Hier im Bild eine bodengleiche Dusche von Dallmer. Bild: Dallmer
Knapp ein Drittel der Komplettbadsanierungen wurde barrierefrei installiert. Hier im Bild eine bodengleiche Dusche von Dallmer. Bild: Dallmer
Das deutsche Sanitär-, Heizungs- und Klimahandwerk konnte im vergangenen Kalenderjahr seinen Umsatz von 34,6 Milliarden Euro auf 35,6 Milliarden Euro steigern. Trotz des Wachstums von fast drei Prozent zeigte sich der Präsident des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), Manfred Stather, auf der Jahrespressekonferenz des Zentralverbandes vor kurzem in Berlin mit dem Jahresergebnis nicht rundum zufrieden: „Vor allem vor dem Hintergrund der Energiewende haben wir erwartet, dass das Geschäftsfeld Heizungsmodernisierung 2011 deutlich mehr Platz in den Auftragsbüchern einnehmen wird. Letztlich macht es weniger als ein Drittel aus“. Das ist das Ergebnis einer internen Umfrage des Verbandes bei den organisierten Fachbetrieben.

Deutlich positiver fällt hingegen die Bilanz bei der Badsanierung aus. Rund 360.000 Komplettbäder haben die Innungsbetriebe des SHK-Handwerks 2011 verkauft und eingebaut. Interessantes Detail: Knapp ein Drittel der Komplettbadsanierungen wurde barrierefrei installiert. „Die Investitionszurückhaltung beim Kesselaustausch zeigt einmal mehr die Unsicherheit der Immobilienbesitzer, ausgelöst durch den Zick-zack-Kurs in der Energiepolitik“, kommentierte Manfred Stather. Vor allem die Privatkunden, die mit 61,5 Prozent die mit Abstand größte Kundengruppe darstellten, seien wegen der monatelangen Hängepartie zur steuerlichen Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen irritiert und reagierten weiter abwartend.

Das größte Sorgenkind der größten Gruppe des installierenden Gewerbes in Deutschland bleibt aber die Nachwuchssicherung. Gab es 1996 noch 70.000 junge Leute mit einem SHK-Ausbildungsvertrag, hat sich diese Zahl 15 Jahre später halbiert. Um diesen Negativtrend zu stoppen, gab ZVSHK-Präsident Stather in Berlin den offiziellen Startschuss für die ZVSHK-Nachwuchswerbekampagne „Volles Rohr Zukunft“.