Die Pelletproduktion in Deutschland befindet sich auch zu Beginn des Jahres 2012 auf sehr hohem Niveau. Von Januar bis März wurden rd. 490.000 Tonnen (t) Holzpellets hergestellt, wie der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) aktuell meldet. So hoch war die Pelletproduktion noch nie in einem ersten Quartal. Beim DEPV rechnet man daher für 2012 erstmals mit einer Gesamtjahresproduktion von über zwei Mio. Tonnen.
Holzpelletproduktion in Deutschland 2009 - 2012. Grafik: DEPV
Im ersten Quartal 2012 wurden 486.451 t Holzpellets in deutschen Pelletwerken hergestellt.
„Das hohe Aufkommen von Sägespänen macht Pellets in Deutschland zu einem
breit verfügbaren Energieträger. Der aktuell gute Heizungsmarkt im kleinen und mittleren
Leistungsbereich sowie die ungebrochen hohe Attraktivität von Pellets für große
Feuerungen lässt für 2012 auf eine erfreuliche Nachfragesteigerung hoffen, wenngleich
der Anteil von Holzpelletfeuerungen am gesamten Wärmemarkt noch deutlich wachsen
muss“, sagt DEPV-Vorsitzender Martin Bentele. Für dieses Jahr schätzt der DEPV den
Anstieg des Inlandsverbrauchs um 200.000 t auf 1,6 Mio. t und die Jahresproduktion auf
mehr als zwei Mio. t. Im Vorjahr wurden 1,9 Mio. t Pellets in Deutschland produziert,
was europaweit der Spitzenwert war. Weltweit liegt Deutschland hinter den USA und
Kanada auf Rang drei bei der Pelletproduktion.
Als Rohstoff greifen die Pelletproduzenten in Deutschland im ersten Quartal 2012 wie
schon in der Vergangenheit überwiegend auf Sägerestholz (91 Prozent) zurück. Diese
Späne und Hackschnitzel, die in den Sägewerken beim Einschnitt anfallen, sind die
Grundlage für die Holzpelletproduktion, die fast ausschließlich (95 Prozent) auf Nadelholzbasis
erfolgt.
Rd. 90 Prozent der Pellets werden als Premiumpellets (Qualität A1) hergestellt und als
Wärmepellets in kleinen und mittleren Anlagen genutzt. Das ENplus-Siegel tragen mittlerweile
rd. 80 Prozent der produzierten Pellets. Das auf der neuen europäischen Norm
(EN 14961-2) basierende Zertifikat ENplus bezieht erstmals auch den Pellethandel in die
Zertifizierung ein. Gehandelt werden die kleinen Presslinge in Deutschland zu rd. 85
Prozent als lose Ware, die mit dem Tankwagen angeliefert wird, und zu knapp 15 Prozent
in Säcken verpackt (Sackware). Von den in Deutschland produzierten Pellets wurden
im ersten Quartal knapp 80 Prozent im Inland verbraucht und gut 20 Prozent exportiert.