Ein neues Entgasungs- und Nachspeisegerät speziell für Anlagen in kleineren Objekten bietet Reflex jetzt an. Geschlossene Heiz- und Kühlkreisläufe mit einem Wasservolumen von bis 2 m3 und einem Arbeitsdruck von 0,5 bis 2,5 bar lassen sich mit der reflex ’servitec 25’ ganzjährig elektronisch überwachen, zentral und vollautomatisch entgasen und bei unzulässigem Druckabfall kontrolliert nachspeisen.
Die neue Entgasungs- und Nachspeisestation reflex ’servitec 25’ verfügt erstmals auf dem Markt über eine Vakuum-Sprühentgasung direkt im Pumpengehäuse und ist dadurch hinsichtlich ihrer Funktionalität und Kompaktheit optimal auf kleine Heizungsanlagen abgestimmt. Bild: Reflex
Hierdurch werde der Betrieb der gesamten Anlage optimiert, der Wirkungsgrad des Heizsystems erhöht und Beschädigungen an den Anlagenkomponenten durch gasreiches Systemwasser verhindert. Die Station arbeitet nach dem Prinzip der Vakuum-Sprühentgasung. Dabei findet der Entgasungsprozess nicht in einem separaten Sprührohr, sondern direkt im Pumpengehäuse statt. Diese vom Hersteller patentierte Innovation führt zu einer sehr kompakten Bauweise, die eine einfache Installation der Station sogar unter beengten Platzverhältnissen – beispielsweise in Dachheizzentralen – ermöglicht. Das Gerät eignet sich sowohl für den Einsatz in Neubauten als auch für die Nachrüstung von bestehenden Heizsystemen. Mit der Produktneuheit habe das Unternehmen aus Ahlen als erster Hersteller in Deutschland eine Entgasungs- und Nachspeiselösung im Programm, die hinsichtlich ihrer Funktionalität und Kompaktheit insbesondere für den wachsenden Markt von Mehrfamilienhäusern mit bis zu 20 Wohneinheiten optimal ausgelegt sei.
Das neue System besteht im Wesentlichen aus einer Steuereinheit und einer Edelstahl-Kreiselpumpe, die mit einer Vakuumsprühdüse, einem speziellen Entlüfter sowie einer Druck- und Füllstandsüberwachung ausgestattet ist. Das in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dresden entwickelte Verfahren der Vakuum-Sprührohrentgasung basiert auf der gegenüber dem Anlagensystemdruck sehr geringen Gaslösungsfähigkeit von Wasser in einem Vakuum, das bei der Produktneuheit mit Hilfe der vertikal angebrachten Kreiselpumpe erzeugt wird. Die feine Einsprühung des Netz- bzw. Nachspeisewassers in das Vakuum führe dabei zu besonders hohen Entgasungsleistungen. Abgeschiedene Gase werden anschließend in Folge einer Pumpenabschaltung und des daraus resultierenden Druckanstiegs über den vakuumdichten Entlüfter abgeführt. Auf diese Weise lassen sich nach Angaben des Herstellers dem Systemwasser bis zu 90 Prozent der gelösten Gase entziehen und dadurch Zirkulationsstörungen und luftbedingte Strömungsgeräusche in Heizungsanlagen wirkungsvoll vermeiden.
Für eine schnelle Inbetriebnahme der Entgasungs- und Nachspeisestation sorgen ein einfach strukturiertes Klartextdisplay sowie eine Auto-Setup-Funktion per „Plug & Play“. Die Mikroprozessorsteuerung beinhaltet zudem eine Echtzeituhr, differenzierende Fehler- und Parameterspeicher sowie die Anzeige aller relevanten Betriebs- und Störmeldungen. Das Gerät ist bereits werksseitig für einen vollautomatischen und selbstoptimierenden Betrieb mit Hilfe von drei unterschiedlichen Programmen zur Durchführung einer Dauer-, einer Intervall- oder lediglich einer Nachspeiseentgasung konfiguriert. Bei Bedarf lässt sich im Kundenmenü eine manuelle Auswahl der einzelnen Programme ebenso wie die Einstellung der jeweiligen Zeitparameter realisieren. Die kontrollierte Nachspeisung erfolgt bei allen Programmen über einen betriebssicheren Dreiwegemotorkugelhahn und wird über eine integrierte Systemdruckauswertung oder ein externes 230 V Signal – beispielsweise einer Druckhaltestation – angesteuert. Werden die Vorgaben hinsichtlich maximaler Volumenströme oder Nachspeiseintervalle überschritten, schaltet sich die Station automatisch mit einer entsprechenden Störmeldung ab. Die Nachspeisung ist zudem ebenfalls aus einem drucklosen Vorratstank möglich.