News vom 08.06.2012

Hydraulischer Abgleich – Auch ein Thema auf der Woche der Umwelt

Am 05. und 06. Juni 2012 hatte Bundespräsident Joachim Gauck hat seinen Amtssitz für eine "Woche der Umwelt" geöffnet. Zum vierten Mal fand die Veranstaltung im Park des Schlosses Bellevue gemeinsam mit dem Kooperationspartner Deutsche Bundesstiftung Umwelt statt. Rund 200 Unternehmen, Forscher, Institutionen, Vereine und Initiativen präsentierten auf der Umweltschau ihre neuen Technologien, Produkte, Projekte und Konzepte für einen nachhaltigen und effizienten Umgang mit den Ressourcen vor 15.000 Gästen. Lösungen zur Steigerung der Systemeffizienz im Gebäudebestand konnte zum Beispiel das zu den ausgewählten Ausstellern gehörende Unternehmen Danfoss präsentieren.

Anlässlich der "Woche der Umwelt" präsentierten rund 200 Aussteller innovative Technologien, Produkte und Projekte für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen.
Anlässlich der "Woche der Umwelt" präsentierten rund 200 Aussteller innovative Technologien, Produkte und Projekte für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen.
Bundespräsident Joachim Gauck eröffnete am 05. Juni 2012 die vierte "Woche der Umwelt" im Park von Schloss Bellevue.
Bundespräsident Joachim Gauck eröffnete am 05. Juni 2012 die vierte "Woche der Umwelt" im Park von Schloss Bellevue.
Danfoss Marketingleiter Reiner Pfliegensdörfer erläutert auf der "Woche der Umwelt 2012" zur Optimierung der Heizungsanlage  den hydraulischen Abgleich.
Danfoss Marketingleiter Reiner Pfliegensdörfer erläutert auf der "Woche der Umwelt 2012" zur Optimierung der Heizungsanlage den hydraulischen Abgleich.
Rund 15.000 Besucher besuchten die "Woche der Umwelt 2012" im Park von Schloss Bellevue.
Rund 15.000 Besucher besuchten die "Woche der Umwelt 2012" im Park von Schloss Bellevue.
Leistungsstarke Solarmodule der Bosch Solar Energy AG laden die Lithium-Ionen-Batterie des Elektrofahrrads mit Bosch-Antrieb in rund 2,5h auf.
Leistungsstarke Solarmodule der Bosch Solar Energy AG laden die Lithium-Ionen-Batterie des Elektrofahrrads mit Bosch-Antrieb in rund 2,5h auf.
Auch Themen wie Tourismus, Freizeit und Sport, Ernährung spielten in Berlin eine Rolle.
Auch Themen wie Tourismus, Freizeit und Sport, Ernährung spielten in Berlin eine Rolle.
Der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks informierte zum Thema   Energieeinsparung und Feinstaubminimierung an Holzfeuerungen durch verbessertes Betreiberverhalten.
Der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks informierte zum Thema Energieeinsparung und Feinstaubminimierung an Holzfeuerungen durch verbessertes Betreiberverhalten.
Die HWK Schwaben betreibt als einzige Kammer in Deutschland ein internetbasiertes Klimaschutznetzwerk mit 450 aktiven Mitgliedern. Sie fördert und vernetzt innovative Handwerksbetriebe und unterstützt den Endverbraucher im Bereich Energieeffizienz und Klimaschutz.
Die HWK Schwaben betreibt als einzige Kammer in Deutschland ein internetbasiertes Klimaschutznetzwerk mit 450 aktiven Mitgliedern. Sie fördert und vernetzt innovative Handwerksbetriebe und unterstützt den Endverbraucher im Bereich Energieeffizienz und Klimaschutz.
Die industrienahe Forschung für effiziente und kostengünstige Solarzellen stand beim Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE im Fokus.
Die industrienahe Forschung für effiziente und kostengünstige Solarzellen stand beim Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE im Fokus.
In ein Messe- und Ausstellungsgelände mit einer Fläche von mehreren tausend Quadratmeter hatte sich der Park des Schlosses Bellevue verwandelt. Nach 2002, 2004 und 2007 wurde die Tradition von Bundespräsidialamt und DBU zur Präsentation innovativer Umweltschutztechnologien und - projekte in diesem Jahr am 05. und 06. Juni fortgesetzt. Aus über 550 Bewerbungen wurden die 200 Aussteller von einer unabhängigen Jury ausgewählt. Bewertet wurden unter anderem, welche Innovation, welches hohe technische und wirtschaftliche Umsetzungspotenzial im Verhältnis zur Größe des Ausstellers vorliegt, ob die Innovation zur Nachhaltigen Entwicklung und Zukunftssicherung beiträgt und die Präsentation der Projekte und Ideen gut verständlich aufbereitet ist.

Aufgrund von Sicherheitsmaßnahmen und der erwarteten hohen Besucherzahl musste man sich sehr frühzeitig im Vorfeld anmelden, damit die zuständigen Behörden die sicherheitstechnischen Überprüfungen durchführen konnten. Das tat dem Andrang zur Umweltmesse im Park des Schlosses Bellevue keinen Abbruch. Bereits Dienstagmorgen bildeten sich lange Schlangen an den Eingängen. 15.000 Besucher haben sich insgesamt an beiden Tagen die vielfältigsten Projekte aus Umwelttechnik, -forschung, -bildung und Naturschutz angesehen. Viele von ihnen besuchten auch einige der nahezu 100 Veranstaltungen zu den Schlüsselfragen des Klima- und Umweltschutzes. Auch der neu ernannte Bundesumweltminister Peter Altmaier war anwesend und begleitete Joachim Gauck am Dienstag beim seinem offiziellen Rundgang über das Gelände.

In seiner Eröffnungsrede äußerte sich Bundespräsident Joachim Gauck zur Energiewende. Er bezeichnete sie als ein „ehrgeiziges Projekt, das sich Deutschland als führende Industrienation vorgenommen“ habe und warnte vor Fehlsteuerungen. „Es wird uns nicht gelingen, allein mit planwirtschaftlichen Verordnungen. Wohl auch nicht mit einem Übermaß an Subventionen», sagte Gauck am Dienstag im Park von Schloss Bellevue in seiner Rede anlässlich der Eröffnung der „Woche der Umwelt 2012“. Die FDP, die sich für weniger Förderung bei den erneuerbaren Energien einsetzt, zeigte sich bei diesen Äußerungen begeistert. Doch Gaucks Eröffnungsrede hatte auch andere Passagen. Er forderte zugleich dringlich, einen „verlässlichen politischen Rahmen zu setzen – und zwar so, dass Schädliches vermieden und Gewünschtes erreicht wird“. Gaucks Definition von marktwirtschaftlicher, wachstumsfreundlicher Umweltpolitik sieht nämlich vor, dass die „Kosten für Umweltbelastungen und -risiken den Verursachern in Rechnung gestellt werden und nicht den Steuerzahlern.“ Umweltfreundliche Produktion sollte sich für Unternehmen im Wettbewerb auszahlen, forderte Gauck.

Der Kuratoriumsvorsitzenden der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) Hubert Weinzierl dankte dem Bundespräsidenten im Anschluss, dass er als Staatsoberhaupt seinen Dienstsitz für zwei volle Tage für den Umwelt- und Naturschutz zur Verfügung gestellt habe. Weinzierl schlug in seiner Rede vor, die Energiewende in eine Kulturwende einzubetten. Er verlangte, das eigene Tun und Handeln nicht von den Ergebnissen der Konferenz der Staats- und Regierungschefs in Rio anhängig zu machen und neben „Wissenschaft und technologischen Entwicklungen auch eigenverantwortliches Handeln zu fördern und zu unterstützen.

Die vielfältigsten Ideen, Lösungen und Produkte in den verschiedenen Zelten der Aussteller waren auf jeden Fall geeignet, sich zu informieren und überzeugen zu lassen.


Der Hydraulische Abgleich
Ein Thema aus dem Bereich Klimaschutz, Energie und Bauen & Wohnen war u.a. der hydraulische Abgleich. Sowhl das Unternehmen Danfoss als auch die gemeinnützige GmbH co2online nutzten diese Veranstaltung um bei diesem Thema aufzuklären.

Von den etwa 18 Millionen Wohngebäuden, die es in Deutschland gibt, fehlt bei rund 90 Prozent der Heizungsanlagen der hydraulische Abgleich. Das bedeutet, dass diese Heizungsanlagen nicht energieeffizient arbeiten und optimiert werden sollten.

Beim Endverbraucher ist der hydraulische Abgleich nahezu unbekannt. Nur die wenigsten denken bei einer vermeintlich funktionierenden Heizung an Einsparpotentiale und Wohnkomfortsteigerung durch eine Heizungsoptimierung. Grundvoraussetzung für ein energieeffizientes Heizen ist aber eine hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage.

Für Dipl. Ing Bernd Scheithauer, Produktmanager/Produktdaten/Software/Schulungen bei Danfoss, ist der hydraulische Abgleich der Baustein zur Steigerung der Systemeffizienz in bestehenden Heizungsanlagen überhaupt. Scheithauer bringt den hydraulischen Abgleich auf die Formel – „Die richtige Wassermenge (Wärmemenge) zur richtigen Zeit am richtigen Ort“.

Es handelt sich dabei um eine Maßnahme, die sofort flächendeckend umgesetzt werden könnte und bei der das Kosten-Nutzen-Verhältnis unschlagbar günstig ist. Laut co2online ließen sich jährlich 1,6 Milliarden Euro Energiekosten einsparen und 5,6 Millionen Tonnen CO2-Emissionen vermeiden, würde der hydraulische Abgleich flächendeckend in Deutschland umgesetzt werden..

Für das Fachhandwerk hat es den Vorteil, dass es eine Dienstleistung ist, die verkauft werden muss. Neben der Sensibilisierung des Endverbrauchers will man bei Danfoss selbstverständlich auch den Fachmann unterstützen. Reiner Pfliegensdörfer, Marketingleiter bei Danfoss, zeigt in Berlin, dass Danfoss dem Fachmann alles bietet, was er braucht zur schnellen und genauen Durchführung des hydraulischen Abgleichs aus einer Hand: Schulung, Produkte und Tools.

Die Vermittlung von Fachkompetenz wird seit zweieinhalb Jahren mit dem kostenlosen praxisorientierten Online-Schulungsportal www.dancademy.de gestärkt. Bereits über 7000 User, von denen jeder im Schnitt durchschnittlich zwei Kurse absolvierte, machten bisher von dieser Schulungsmöglichkeit Gebrauch. Als Werkzeuge für die Praxis bietet Danfoss mit der Datenscheibe und einer App kostenlose Berechnungstools an. Hierbei fährt das Unternehmen eine Doppelstrategie. Es gibt Einstiegswerkzeuge, mit denen eine schnelle und einfache Arbeitsweise möglich ist. Aber selbstverständlich gibt es daneben auch bessere und viel weitergehende Werkzeuge in Modulbauweise, mit denen dann umfangreichere und tiefergehende Systemoptimierungen möglich sind.

Und mit den energieeffizienten Produkten wie bspw. voreingestellte Thermostatventile oder auch neue elektronische Thermostate lässt sich energiesparendes Heizen im häuslichen Umfeld umsetzen. 


Klimaschutz, Energie und Bauen & Wohnen
Bei den Themen Klimaschutz, Energie und Bauen & Wohnen waren neben Danfoss weitere namenhafte Unternehmen aus der SHK-Branche u.a. wie Bosch Thermotechnik, Solvis, Wodtke, die Spartherm Feuerungstechnik GmbH und Bosch Solar energy vertreten.

Die Unternehmen Solvis und Miele präsentierten das Konzept „Solar-Wäschetrockner“. Das neue Haushaltsgerät ist in der Entwicklung, die Markteinführung für das Frühjahr 2013 anvisiert. Kostenlose Sonnenenergie direkt ohne Umwandlung in Strom zum maschinellen Wäschetrocknen nutzbar zu machen, ist neu und bislang nicht möglich gewesen. Diese Entwicklung ist jedoch von Bedeutung, da die Nutzung von Solarwärme im Haushalt in den nächsten Jahren zunehmen wird.

Bei Spartherm Feuerungstechnik GmbH wurde das Konzept einer effizienten und emissionsarmen Kamin-Brennzelle vorgestellt. Zur effizienten Holzenergienutzung will man eine neuartige Brennzelle entwickeln für den Aufbau moderner Holzfeuerstätten mit hohem Wirkungsgrad & geringen Abgasemissionen. Dazu sollen mehrere neuartige Merkmale kombiniert: optimierte Verbrennung mit elektronischer Abbrandregelung, Regelung zum Ausgleich von Schornsteinzugschwankungen, neuartiges Elektrofilter zur Partikelemissionsminderung direkt in die Brennzelle integriert, optimierter Wärmetauscher als Abgas-Luft-Wärmetauscher inkl. Wärmerückführung mittels Verbrennungsluftvorwärmung, Anzündhilfe mit elektr. Verbrennungsluftvorwärmung &-zufuhr.

Bei Wodtke stand mit der Conceptstudie wodtke ixpo die Zukunft der Pelletofen-Technik im Zentrum der Präsentation.

Das EnergiePLUS Haus, ein Gebäude, welches mehr Primärenergie erzeugt, als die Bewohner verbrauchen und dadurch eine positive Primärenergiebilanz erzielt – das ist der Gebäudestandard der Zukunft. Mit Systemen von Buderus, eine Marke der Bosch Thermotechnik GmbH, zeigte man in Berlin, dass dieser Zukunftsstandard schon heute möglich ist. 
 




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Gaessler schrieb: Hallo, ein kurzer Zwischenstand: - der Plan wurde nochmals vereinfacht: letzer Planungsstand Dadurch konnte ich den Aushub gerade noch lagern... - Baggern und Slinky-Verlegung von vorderem Garten...
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