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Abwrackprämie für alte Heizkessel

News vom 20.08.2012

Es gibt im Bundesumweltministerium - wie am 17.08.2012 in Berlin bekannt wurde - möglicherweise Überlegungen zur Einführung einer Abwrackprämie für alte Öl- und Gasheizungen, die über eine Erhöhung der Gas- und Ölpreise finanziert werden soll. Während der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. – BDH eine solche Abwrackprämie für kritisch hält und große Risiken für den Heizungsmarkt befürchtet, begrüsst der
Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) eine solche Einmalprämie für Anlagenbetreiber zur Beseitigung des Modernisierungsstaus in deutschen Heizungskellern.

Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) hat eine solche Einmalprämie für Anlagenbetreiber zur Beseitigung des Modernisierungsstaus in deutschen Heizungskellern bereits 2009 gefordert.
Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) hat eine solche Einmalprämie für Anlagenbetreiber zur Beseitigung des Modernisierungsstaus in deutschen Heizungskellern bereits 2009 gefordert.
Erst vor kurzem hatte der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) vor dem Scheiteren der Energiewende ohne Erschließung der hohen Energieeinsparpotenziale im Gebäudebestand gewarnt und sich vom neuen Umweltminister Peter Altmaier ein starkes Signal für die Aufhebung der Modernisierungsblockade im Gebäudebestand erhofft. 

Die Einführung einer Abwrackprämie für alte Öl- und Gasheizungen, wie sie jetzt in der Öffentlichkeit unter anderem durch einen Artikel in der Bildzeitung diskutiert wird und seit einigen Jahren immer wieder auch im Bundesumweltministerium diskutiert wurde, hat der Verband jedoch auf Veranstaltungen auf Branchenmessen oder bei Presseveranstaltungen stets für sehr kritisch gehalten und vor den Risiken für den Heizungsmarkt gewarnt.

Ganz anders sieht dies der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK). Dort hat man eine solche Einmalprämie für Anlagenbetreiber zur Beseitigung des Modernisierungsstaus in deutschen Heizungskellern bereits 2009 gefordert und begrüßt diese Überlegungen.

Dazu der ZVSHK:
"Wir begrüßen daher grundsätzlich diese Überlegung der Bundesregierung", urteilt Manfred Stather, der Präsident des ZVSHK. Die Interessenvertretung der deutschen Heizungsbauer warnt aber ausdrücklich davor, es bei einer reinen Ankündigung zu belassen. "Wenn diese an sich gute Idee in den anstehenden Gesprächen zwischen den beteiligten Ministerien zerredet und nicht schnellst möglich umgesetzt wird, erleben wir das genaue Gegenteil des ursprünglich Beabsichtigten", sagt Manfred Stather. Kunden reagierten sehr sensibel auf solche Nachrichten über angeblich bevorstehende Förderungen. Schon heute hätten zahlreiche Kunden in Deutschland Aufträge zur Heizungsmodernisierung zurückgestellt, um abzuwarten, ob oder wann die Bundesregierung die Abwrackprämie tatsächlich einführt. Einen ähnlichen negativen Effekt hätte es bereits bei der zwischen Bund und Ländern seit einem Jahr kontrovers behandelten Idee der steuerlichen Abschreibung auf energetische Sanierungsmaßnahmen gegeben.

"Nur wenige Wochen vor Beginn der nächsten Heizperiode brauchen wir eine rasche Entscheidung der Politik. Ansonsten wird die Verunsicherung der Hauseigentümer über eine unklare Förderpolitik noch weiter zunehmen. Das kann niemand wollen", appelliert der ZVSHK-Präsident an die Adresse der Bundesregierung.

Lediglich ganze drei Prozent der Hauseigentümer haben im vergangenen Jahr nach Angaben des ZVSHK ihre veraltete Heizungsanlage ausgetauscht. "Die seit Jahren angestrebte Verdoppelung der Sanierungsquote auf sechs Prozent bleibt damit weiter unerreicht; und das im Jahr der Energiewende", sagt Präsident Stather. Stattdessen dominiere aktuell der Bäderbau das Geschäft des SHK-Handwerks.