Fr, 29. Juli 2016 | 12:09:36 Uhr

Hallenheizung - Betonkerntemperierung ohne oberirdische Barrieren

News vom 04.02.2016

Weg von der Wand: Auch die Hallenverteiler mit den Armaturen zur Betonkerntemperierung verstecken sich neuerdings in der Bodenplatte. Die Kreilac GmbH, Mönchengladbach, Europas führender Hersteller von Fußbodenheizungen/-kühlungen für Industriehallen, hat das Quattro-Plus-System noch hallenfreundlicher weiterentwickelt. Die Mönchengladbacher bieten jetzt mit Quattro-Terra-Plus eine patentierte Variante mit ebenfalls im Beton eingegossenen Verteilerkasten an.

Wenn die Deckschicht auf dem Beton aufgebracht ist, schließt der Deckel des Verteilerkastens unter dem Plastikschutz planeben mit der Oberfläche ab. Die Halle bleibt frei von Installationsbarrieren. Der Wärmeerzeuger mit dem Zentralverteiler befindet sich im Technikraum hinter der Hallenwand. Bild: Kreilac<br /><br />
Wenn die Deckschicht auf dem Beton aufgebracht ist, schließt der Deckel des Verteilerkastens unter dem Plastikschutz planeben mit der Oberfläche ab. Die Halle bleibt frei von Installationsbarrieren. Der Wärmeerzeuger mit dem Zentralverteiler befindet sich im Technikraum hinter der Hallenwand. Bild: Kreilac

Der liegt vollflächig auf dem Untergrund (Planum) auf und schließt planeben mit der Bodenoberfläche ab. Die Betonkerntemperierung wird damit zu einer vollständig barrierefreien Heizungslösung. Die Aufbauhöhe der Fundamentplatte erhöht sich dadurch nicht. Die Deckelplatte ist so dimensioniert, dass sie schwere Lasten (Gabelstapler) tragen kann.

Kreilac brachte diese Ergänzung auf den Markt, weil das Unternehmen von Fall zu Fall auf Platzprobleme in den modernen Logistikhallen stieß. „Wir hatten geglaubt, mit dem System Quattro-Plus, also mit den bereits im Boden versteckten Vor- und Rücklaufleitungen, die Raum- und Gestaltungsfreiheit in Produktions- und Lagerhallen ausreichend erhöht zu haben. Doch stellten in verschiedenen Bauprojekten die Verteilergruppen an der Wand immer noch einen Störfaktor dar. Deswegen konzipierten wir jetzt diese absolut unsichtbare Alternative“, sagt Kreilac-Geschäftsführer Günter Kreitz.

Die verbirgt sich zum Beispiel in den Neubauten der Berliner Iden-Group im Zentral- und Verteilcenter Golßen, Brandenburg. Das Dienstleistungs-, Großhandels- und Logistikunternehmen für Büro- und  Schreibwaren-, für Spiel- und Haushaltswaren versorgt 50.000 Einzelhändler mit einem 70.000 Artikel umfassenden Sortiment. Die anhaltend positive Stimmung in Industrie, Gewerbe und Einzelhandel und ein Konzept, das auf einen beispielgebenden Kundenservice ausgerichtet ist, sorgen für Wachstum und zwingen zu Ausbaumaßnahmen. Zu denen gehören zwei neue Hallen mit ca. 3.000 und 3.500 m2 auf dem örtlichen Gelände.

Zur bedarfsgerechten Raumtemperierung erhalten sie eine Fußbodenheizung/Kühlung.  Niedertemperatur-Flächenheizsysteme setzen sich mehr und mehr in Neubauten für Produktion und Distribution unter anderem wegen der Option durch, früher oder später auch mit Umweltenergie, etwa via Wärmepumpe, den Betonboden als milde Strahlungsheizung aufzuladen. Anfangs darf es aus Investitionskostengründen ein „fossiler“ Kessel sein. Speziell das innovative Quattro-System mit der Verteilung in der Sohlplatte drängte sich aus zwei weiteren Gründen förmlich auf:

- Zum Ersten belässt die unsichtbare Heizung den Architekten alle Freiheiten bei der Innenraumgestaltung. Keine vielzähligen großvolumigen Verteilerschränke mit den Armaturengruppen, die den Durchfluss der Heizschlangen in der Sohlplatte regeln, und keine massiven Trägerkonsolen an den Hallenwänden mit ebenso massiven Eisenrohren oben auf zur Beschickung der Verteiler stören die Regalung und die Fahrwege der Förderfahrzeuge.

- Zum Zweiten und genauso wertvoll räumt die abgetauchte Kreilac-Technik den Architekten zeitlichen Spielraum in der Planung der Innenraumgestaltung ein. Die Baumeister müssen sich nicht schon in der Rohbauphase abschließende Gedanken zur Stellung der Einrichtung machen und die Verrohrung mit dem Heizungsbauer abstimmen. Sie schauen in dieser Phase trotz bereits installierter Technik weiterhin in einen absolut leeren Großraum und dürfen deshalb den Entwurf der Innenarchitektur auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.

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