Di, 27. September 2016 | 05:32:06 Uhr

Heizkostenprognose: Preisvorteil bei Ölheizungen

News vom 29.01.2016

Heizkostenrückzahlung für 2015 nur bei Heizöl wahrscheinlich / Hoher Preisverfall beim Heizöl und stagnierende Erdgaspreise lassen Heizkosten auseinander klaffen 7 2015 trotz der milden letzten drei Monate insgesamt kälter als Vorjahr.

Mieter und Wohnungseigentümer, deren Wohnungen im letzten Jahr mit Heizöl beheizt wurden, können sich voraussichtlich auf eine Heizkostenrückzahlung freuen.
Mieter und Wohnungseigentümer, deren Wohnungen im letzten Jahr mit Heizöl beheizt wurden, können sich voraussichtlich auf eine Heizkostenrückzahlung freuen.

Mieter und Wohnungseigentümer, deren Wohnungen im letzten Jahr mit Heizöl beheizt wurden, können sich voraussichtlich auf eine Heizkostenrückzahlung freuen. Wurde hingegen mit Erdgas geheizt, war das im vergangenen Jahr eher schlecht fürs Portemonnaie: Nach einer Prognose des Energiedienstleisters Techem sind die Heizkosten beim Energieträger Öl in 2015 um 18,6 Prozent gesunken, während sie für Erdgas um 6 Prozent anstiegen.

Gründe sind eine unterschiedliche Entwicklung der Preise und ein insgesamt gestiegener Verbrauch: Der Ölpreis ist im Vergleich zu 2014 um 23,9 Prozent gesunken, der Gaspreis stagnierte dagegen mit einem Minus von einem Prozent nahezu. Die Witterung während der Heizmonate Januar bis April und Oktober bis Dezember war im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich rund 7 Prozent kälter, was automatisch Mehrverbrauch nach sich zieht. Da der Mehrverbrauch beim Erdgas den Preisrückgang überwiegt, steigen dort voraussichtlich die Heizkosten. Beim Heizöl liegt der Preisrückgang dagegen über dem Mehrverbrauch, sodass Heizölnutzer potenziell niedrigere Heizkosten haben werden.

Wer von den sinkenden Öl-Preisen tatsächlich in diesem Maß profitiert, lässt sich allerdings kaum zuverlässig vorhersagen. Bei den für eine Prognose verwertbaren Heizölpreisen handelt es sich um die allgemeinen Handelspreise 2015 und nicht um jene, zu denen das Heizöl im Einzelfall eingekauft wurde. Letztere sind aber die Basis für die spätere Heizkostenabrechnung. Bereits im Jahr 2014 gab es einen Rückgang der Handelspreise von etwa 8 Prozent, bei den Abrechnungen kam jedoch nur ein Rückgang von knapp 5 Prozent zum Tragen. Bei Gaspreisen gibt es diesen Unterschied zwischen Handelspreis und Verbrauchspreis nur sehr eingeschränkt.

Regionen mit dem geringsten Verbrauchsanstieg an Heizenergie gegenüber 2014 sowie Kostenauswirkung für Öl und Gas mit Einkaufspreisen 2015:

Ort/Region

Verbrauchsanstieg
Raumheizwärme

Veränderung Kosten Ölheizung

Veränderung Kosten Gasheizung

Fürstenzell

3,5 %

-21,3 %

2,5 %

Freudenstadt

3,6 %

-21,2 %

2,6 %

Görlitz

3,9 %

-21,0 %

2,9 %

München

4,0 %

-20,9 %

3,0 %

Bamberg

4,1 %

-20,8 %

3,1 %

Hof

4,2 %

-20,8 %

3,1 %

Kempten

4,2 %

-20,7 %

3,2 %

Angermünde

4,5 %

-20,5 %

3,5 %

 

Regionen mit dem höchsten Verbrauchsanstieg an Heizenergie gegenüber 2014 sowie Kostenauswirkung für Öl und Gas mit Einkaufspreisen 2015:

Ort/Region

Verbrauchsanstieg
Raumheizwärme

Veränderung Kosten Ölheizung

Veränderung Kosten Gasheizung

Rheinstetten

13,9 %

-13,4 %

12,8 %

Düsseldorf

13,4 %

-13,7 %

12,3 %

Frankfurt am Main

13,4 %

-13,7 %

12,3 %

Lahr

12,3 %

-14,6 %

11,2 %

Saarbrücken

12,1 %

-14,8 %

11,0 %

Sylt

11,4 %

-15,3 %

10,3 %

Emden

11,3 %

-15,3 %

10,3 %

Helgoland

11,2 %

-15,5 %

10,1 %

Die vorliegende Prognose des Heizenergieverbrauchs basiert auf dem Vergleich von Gradtagszahlen, die auf Basis von Temperaturdaten des Deutschen Wetterdienstes der Jahre 2014 und 2015 ermittelt wurden sowie auf einer Auswertung der Brennstoffpreise für Erdgas und Heizöl aus dem Vorjahr. Wie hoch der tatsächliche Energieverbrauch und damit die Kosten sein werden, lässt sich erst nach Erstellung aller Abrechnungen sagen. Alle Daten wurden im Rahmen der Vorarbeiten zur Energiekennwerte-Studie 2016 von Techem anonym erhoben. Die jährlich erscheinende Studie enthält auch viele weitere Informationen rund um Energieverbrauch und Heizkostenabrechnung. Die Analyse basiert auf den Daten des vorangegangenen Kalenderjahres. Sie gibt unter anderem einen Einblick in die energetische Situation des Gebäudebestandes in Deutschland und bietet damit Hilfestellungen, um den Energieverbrauch in Wohnungen zu bewerten und Ansatzpunkte für Energiesparmaßnahmen zu erkennen.

Weitere Informationen gibt es im Internet auch unter www.techem.de/energiekennwerte.