Do, 28. Juli 2016 | 04:51:26 Uhr

“Insider-Wissen“ nutzen
So profitiert der Fachmann vom Smart Home-Boom

News vom 18.02.2016

Ein Umsatzplus von bis zu 30 Prozent pro Jahr – das klingt verlockend. Dem Smart Home-Markt wird eine so rasante Entwicklung in den nächsten Jahren zugetraut. Mit Aktien und Fonds können Anleger an dem kommenden Boom verdienen.

Vorteil des Fachmanns: Als „Insider“ hat er einen Blick für lohnende Smart Home-Aktien. Bild: mm
 Vorteil des Fachmanns: Als „Insider“ hat er einen Blick für lohnende Smart Home-Aktien. Bild: mm

Tesla, das amerikanische Pionier-Unternehmen in Sachen Elektroautos, bietet Smart Home jetzt serienmäßig: Über einen fest installierten Touchscreen kann der stolze Besitzer einer Tesla-Limousine Modell S seine Hausbeleuchtung oder seine Heizung von unterwegs steuern. Die Kooperation mit dem Schweizer Unternehmen Digitalstrom soll zeigen, wie einfach eine Verbindung von Haus und Auto über offene Schnittstellen realisiert werden kann. Nun ist das Modell S mit einem Neupreis von 65.000.- bis 111.000.- Euro sicher keine Massenware und die Smart Home-Technologie ist bis dato auch eher eine Spielwiese für betuchtere Zeitgenossen und Technik-Nerds. In den nächsten Jahren aber, so sagen viele Analysten, werde die intelligente Haustechnik zu einem Massenphänomen und damit zu einem Milliardenmarkt.

Befeuert wird dieser Boom aber nicht mit selbst einkaufenden Kühlschränken und ähnlichem „Schnickschnack“, sondern wohl in erster Linie durch Lösungen für das Managen von Energie und Sicherheit. Smartphone und Funktechnologien wie EnOcean und ZigBee bilden die materielle Basis dieses Booms, da eine kostenintensive hausinterne Verkabelung der Systeme entfällt. Die geschätzten globalen Wachstumsraten der Branche liegen in den nächsten fünf Jahren bei jährlichen 15 bis 30 Prozent. Der europaweite Umsatz soll sich bis 2020 verfünffachen. Diese Prognosen spiegeln zum einen die optimistische Goldgräberstimmung, aber auch die einem jungen und dynamischen Markt eigene Unsicherheit. Die besten Chancen werden Unternehmen haben, die firmen- und branchenübergreifende Lösungen für den Endkunden anbieten.

Wie kann nun Otto-Normal-Haustechniker von diesem Boom profitieren? Gleich zweifach: Zum einen durch das alltägliche Brot-und-Butter-Geschäft mit der Planung und Installation von Smart Home-Technik. Zum anderen aber durch sein Wissen als versierter Fachmann und Kenner seiner Branche. Das ermöglicht ihm, die Spreu vom Weizen zu trennen und die Unternehmen zu identifizieren, die im Wettlauf um die besten Lösungen die Nase vorn haben werden. An deren Erfolg und Wachstum kann er mit Aktien, Fonds oder Anleihen teilhaben. Die größten Internet-Unternehmen wie Microsoft, Google und Apple investieren kräftig in Smart Home. RWE und Buderus kooperieren mit fernsteuerbaren Heizungen, ABB und Cisco vernetzen Haustechnik mit Smartphones und Tablets. Auf der Smart Home-Plattform Qivicon arbeiten die Deutsche Telekom, EnBW, Siemens, Osram, Miele, Samsung, Philips und Junkers zusammen. Wem Einzelaktien zu riskant sind, der kann über aktiv gemanagte Aktienfonds oder den Index abbildende ETFs vom Wachstum der gesamten Branche profitieren. Ob die Tesla-Aktie allerdings einen Kauf wert ist? Das Unternehmen hat bis heute noch keinen Dollar Gewinn gemacht…