Di, 30. August 2016 | 21:00:23 Uhr

Wohnraum schaffen? Ja aber bitte nachhaltig!

News vom 16.02.2016

Statement Manfred Stather, Präsident ZVSHK: Barbara Hendricks, ihres Zeichens Bundesbauministerin, tut was ihr Job ist: Sie lässt Wohnungen bauen. Das kann ja grundsätzlich nicht verkehrt sein – für eine Bundesbauministerin. Nun hat es in der Vergangenheit offensichtlich an Wohnraum gemangelt, aber wohl kaum an Vorschlägen, Studien und Schätzungen, wie hoch denn der Bedarf nun bei welcher Zielgruppe sei. Ob das Gutachten des Städte- und Gemeindebundes Nordrhein-Westfalen bis hin zur Untersuchung von Prognos im Auftrag des ZVSHK.

Manfred Stather, Präsident ZVSHK. Bild: ZVSHK
Manfred Stather, Präsident ZVSHK. Bild: ZVSHK

Klar ist: Es besteht Bedarf und dieser muss auch gedeckt werden. Und das zügig. Denn immerhin dauert es von der Idee bis zum fertigen Haus mindestens zwei Jahre. Die Gefahr sehe ich ganz woanders. Im Zusammenhang mit den Zahlen, die genannt werden – soll auf jeden Fall schnell und günstig gebaut werden. So soll, um Zeit und Kosten zu sparen, demnächst verstärkt mit „standardisierten Bauteilen“ gearbeitet werden. Doch Vorsicht! Bevor neue, wenn auch modernere, Plattenbausiedlungen entstehen, muss zunächst geplant werden. Und zwar konzertiert und aufeinander abgestimmt.

Es sei hier nur ein Blick auf die Alterspyramide empfohlen, um zu verstehen, wovon ich rede. Es liegt nämlich nicht nur an den Flüchtlingen, wenn wir über dringend benötigten Wohnraum sprechen. Es geht auch in hohem Maße um altersgerechten Um- und Neubau bei einem kaufkräftigen Publikum, das zwar fortgeschrittenen Alters ist, aber deswegen noch lange nicht immobil. Diese Zielgruppe benötigt, so die erwähnte Prognos-Studie, bis 2030 allein ca. 13 Millionen Wohneinheiten, altersgerecht aus- und aufgebaut.

Ich meine: Dazu braucht es Profis. So etwas kann nicht im Hauruck-Verfahren geschehen, sondern muss mit allen Marktteilnehmern am runden Tisch diskutiert, geplant und umgesetzt werden. Denn für solch ein Mammut-Projekt bedarf es Erfahrung, Nachhaltigkeit und Know-how. Deshalb ist die Ministerin gut beraten, hier möglichst schnell zu handeln. Das SHK-Handwerk jedenfalls steht mit seinem geballten Know-how und seiner Erfahrung bereit, um sich dieser Aufgabe zu stellen.