Do, 25. August 2016 | 01:19:25 Uhr

Höhere Fördersätze für Heizungsmodernisierungen
Neues Geld für willige Heizungsmodernisierer!

News vom 22.02.2016

Mit Speck fängt man Mäuse – heißt es im Volksmund. Sprich: Mit einem verlockenden Angebot kann man jeden für sich gewinnen. Und in der Regel funktioniert diese „Anfütterung“ recht gut. Auch das Bundeswirtschaftsministerium setzt jetzt auf dieses Prinzip und schenkt dem willigen Heizungsmodernisierer einen Zusatzbonus. Hinter der „Speckschwarte“ verbirgt sich das Anreizprogramm Energieeffizienz, kurz APEE, das seit dem 1. Januar 2016 eine neue Wärmewende in Deutschland einleiten soll.

Seit Januar 2016 läuft das neue Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE). Ziel ist es, damit neue Innovations- und Investitionsimpulse für die Wärmewende im Heizungskeller zu setzen. Bild: Vaillant
 Seit Januar 2016 läuft das neue Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE). Ziel ist es, damit neue Innovations- und Investitionsimpulse für die Wärmewende im Heizungskeller zu setzen. Bild: Vaillant

Mit insgesamt 165 Millionen Euro im Fördertopf will das Bundeswirtschaftsministerium unter anderem neue Innovations- und Investi­tionsimpulse im Heizungskeller setzen – und das pro Jahr. Über drei Jahre lang steht das Geld im APEE für Zinsverbilligungen und Zinszu­schüsse zur Verfügung.

Zusatzbonus und Investitionszuschuss

Wer also im Rahmen des „Heizungspakets“ seine ineffiziente Heizungsanlage durch einen Biomassekessel beziehungsweise eine Wärmepumpe ersetzt oder durch Einbindung einer heizungsunterstützenden Solaranlage seine bestehende Heizung ertüchtigt und sein gesam­tes System durch Verbesserung der Energieeffizienz optimiert, erhält dafür einen Zusatzbonus von 20 Prozent der Förderung nach dem Marktanreizprogramm (MAP). Weiter­hin wird ein einmaliger Investitionszuschuss in Höhe von 600 Euro für notwendige Maßnahmen zur Optimierung der Energieeffizienz gewährt, verspricht das Bundeswirtschaftsministerium.

Allerdings – und so verhält es sich ja meistens bei „Speckstückchen“ dieser Art, - müssen bestimmte Bedingungen erfüllt werden. In diesem Fall betrifft das natürlich die zu modernisierende beziehungsweise auszutauschende Heizungsanlage, die für das APEE folgende Kriterien erfüllen muss: Die zu ersetzende Heizungsanlage muss auf Basis fossiler Energien wie beispielsweise Gas oder Öl betrieben worden sein und diese darf keine Brennwerttechnik oder Brennstoffzellentechnologie genutzt haben. Außerdem darf kein Fall der gesetzlichen Austauschpflicht nach §10 der Energieeinsparverordnung (EnEV) vorliegen.

Des Weiteren muss zusätzlich zum Austausch der alten Anlage das gesamte Heizungssystem optimiert werden. Dabei sind folgende Schritte durchzuführen:

Bei diesen Schritten hilft dem Heizungsfachmann beispielsweise das Programm ZVPLAN. Mit dem Tool gelingt eine korrekte Heizungsplanung inklusive der Dokumentation gemäß aktueller Förderrichtlinien. Es ist einfach, schnell und praxisgerecht zu handhaben für die effiziente Optimierung des Heizungssystems in Ein- und Mehrfamilienhäusern.

Der Antrag für den Zusatzbonus gemäß APEE ist im Rahmen des Antragsver­fahrens auf Gewährung einer MAP-Förderung zu stellen. Die geeigneten Formulare sind seit Mitte Januar über die BAFA-Website downloadbar.

www.bafa.de