So, 25. September 2016 | 00:30:45 Uhr

Bauproduktion läuft auch im „Winter“

News vom 21.03.2016

Das dritte Jahr in Folge lässt die Witterung das Arbeiten auf den Baustellen zum Jahresbeginn weitestgehend zu. Die insgesamt zum Jahresende 2015 im Trend verbesserte Auftragssituation wird insbesondere von der hohen und nachhaltigen Nachfrage im Wohnungsbau getragen.

Die niedrigste Winterarbeitslosigkeit seit 10 Jahren hat sich positiv für die Baubranche ausgewirkt. Bild: Redaktion/Intemann
Die niedrigste Winterarbeitslosigkeit seit 10 Jahren hat sich positiv für die Baubranche ausgewirkt. Bild: Redaktion/Intemann

Das ergibt die monatliche Umfrage des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes unter seinen Mitgliedsunternehmen für Februar 2016.

Die Geschäftslage wird von den Bauunternehmen überwiegend als gut bis befriedigend eingestuft. Dabei werden – saisontypisch – die Lageeinschätzungen im Hochbau besser beurteilt als im Tiefbau. Gleichwohl wird die Nachfrage gerade im Tiefbaubereich besser beurteilt als vor Jahresfrist. Im Wohnungsbau hält die Nachfrage das hohe Niveau wie bereits in den Monaten zuvor.

Die Auftragsbestände werden im Tiefbau mit knapp zwei Monaten angegeben. Im Vorjahr waren es 1,7 Monate. Im Hochbau werden 2,5 Monate gemeldet, ein halber Monat mehr als im Vorjahr.

Die Geräteauslastung liegt im Hochbau bei gut 60 %; um 3 %-Punkte oberhalb des Vorjahresmonats. Auch im Tiefbau wird mit 53 % Punkten ein höheres Niveau als im Vorjahr (50 %) erreicht.

Die Erwartungen zur Baupreisentwicklung bleiben sehr verhalten. Ganz überwiegend wird mit einem unveränderten Niveau gerechnet. Im Straßenbau wird der Wettbewerb noch intensiver beurteilt als im Hochbau.

Die Unternehmen melden Investitionsbereitschaft, wobei überwiegend über Ersatzbeschaffung berichtet wird. Ein anhaltendes Problem scheint auch in 2016 der Fachkräftemangel zu bleiben.

„Die niedrigste Winterarbeitslosigkeit seit 10 Jahren hat sich natürlich positiv für die Baubranche ausgewirkt. Aber die positiven Zahlen und Erwartungen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Ertragslage der Bauunternehmen nach wie vor wenig auskömmlich ist. Der starke Wettbewerb drückt auf die Baupreise; von einer Überhitzung des Baumarktes sind wir daher weit entfernt.“ So kommentierte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes die aktuellen Umfragewerte.