SHK-Installateure sehen Heizungslabels als Chance für die Energiewende

News vom 12.01.2017

Wenn man die mitunter deprimierenden Einschätzungen aus der Heizungswirtschaft zum Stand der Energiewende liest, kann man den Eindruck bekommen, die Branche hätte bereits resigniert. Doch laut Umfragen von BauInfoConsult ist zumindest das SHK-Handwerk durchaus optimistisch, was die Modernisierungsbereitschaft ihrer Kundschaft angeht. Ein Grund dafür sind die Chancen, die sich die Handwerker von der Einführung der sogenannten Heizungslabels versprechen.

Bild: BauInfo Consult
 Bild: BauInfo Consult

Seit Anfang 2016 müssen innerhalb von acht Jahren alle alten Bestandsheizkessel mit speziellen Energielabels versehen werden. Ziel dieser Labels soll es sein die Immobilienbesitzer auf Ihre veraltete Heiztechnik hinzuweisen und sie somit zum Modernisieren zu bewegen. Bedenkt man das Modernisierungspotenzial von cirka 13 Millionen Altanlagen in Deutschland, so wird klar, dass die Politik die energetische Modernisierung des Heizungsbestandes auf dem Schirm hat– und somit auch die Labeleinführung relativ schnell und geräuschlos vonstattenging.

 

Einige Untersuchungen unter Endverbrauchern legen jedoch den Schluss nahe, dass eine Mehrheit der Immobilienbesitzer mit einer „Altheizung“ (über 15 Jahre) der Meinung ist ihr Heizsystem funktioniere noch effizient genug und somit sei eine Modernisierung nicht nötig.

 

Die 180 von BauInfoConsult befragten SHK-Spezialisten scheinen Ihre Endkunden hingegen vollkommen anders einzuschätzen: 68 Prozent sind nämlich der Ansicht, dass sich durch Energielabel-Einführung die Absatzzahlen für hocheffiziente Heizsysteme deutlich erhöhen werden. Auch wenn bei vielen SHK-Installateuren bei dieser Frage die Hoffnung auf gute Geschäfte mitschwingt, kann man nicht von der Hand weisen, dass die aktuell niedrigen Zinsen einige Hausbesitzer dazu verleiten in die eigenen vier Wände zu investieren und sich eine effizientere Heizung einbauen zu lassen.



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