News vom 21.04.2017

Kleinhandwerk: SHK-Betriebe schätzen Schwarzarbeitsanteil hoch ein

Schwarzarbeit am Bau gehört zu den großen Problemen der Branche. Dabei liegt es in der Natur der Sache, dass niemand genau weiß, wie groß der Schaden für Fiskus und Gesellschaft eigentlich ist. Dennoch liefert eine Studie der Düsseldorfer Marktforscher von BauInfoConsult erste Indizien, wie groß das Schwarzarbeits-problem in der SHK-Branche wirklich ist. Gerade im Bereich der Kleinaufträge kann man wohl kaum mehr von Einzelfällen sprechen: 48 Prozent der befragten kleineren SHK-Installationsbetriebe gehen davon aus, dass viele ihrer Mitbewerber bei kleineren Arbeiten gerne einmal „die Rechnung vergessen…“.

Bild: BauInfoConsult
Bild: BauInfoConsult

Seit Jahrzehnten liegt die Schwarzarbeit der Branche schwer im Magen. Gerade kleinere Installationsarbeiten im Bestand laden förmlich dazu ein am Finanzamt vorbei bezahlt zu werden. Da gerade bei Fachbetrieben mit weniger als 5 Mitarbeitern insbesondere Kleinaufträge unter 2.000 Euro das Auftragsportfolio dominieren, kann man davon ausgehen, dass hier das Schwarzarbeitsrisiko vergleichsweise hoch ist.

 

Und tatsächlich bestätigen die Untersuchungsergebnisse der neuen BauInfoConsult-Studie zum kleinen Bauhandwerk diese Annahme: 48 Prozent der 153 befragten kleinen SHK-Betriebe (und ebenso der 753 ingesamt befragten Handwerksunternehmen aus 5 Gewerken) gehen davon aus, dass viele ihrer Mitbewerber gerade kleinere Aufträge häufig „schwarz“ durchführen. Dies deutet darauf hin, dass die Schwarzarbeit im Kleinhandwerk kein Einzelfall ist.

Doch wie hoch ist der Anteil der Schwarzarbeit nun wirklich in diesem Segment? Weitere Untersuchungsergebnisse legen nahe, dass möglicherweise ein Zehntel aller Aufträge von Privatleuten an der Steuer vorbei durchgeführt werden: im Durchschnitt bestehen laut Angaben der befragten Handwerker 10 Prozent ihrer Privatkundschaft nicht auf den Erhalt einer Rechnung. Ob diese 10 Prozent der privaten Auftraggeber nun letztendlich doch eine Rechnung bekommen haben, kann natürlich nicht abschließend geklärt werden, denn die Handwerksunternehmen werden sich hüten hier die volle Wahrheit zu sagen.         

 

Über die Studie

Der Monitor kleinstbetriebliche Generalisten & Fachhandwerker von BauInfoConsult zeigt die Strukturen im Kleinhandwerk auf – auf Basis von 753 Interviews mit kleinen Handwerks- und Bauunternehmen sowie 500 privaten Auftraggebern aus dem Wartungs- und Modernisierungssektor. Neben dem Thema Schwarzarbeit werden in der Studie insbesondere folgende Fragen (getrennt für jede einzelne Berufsgruppe) beantwortet:

 

  • Welche Bausegmente sind für die verschiedenen Kleinsthandwerker besonders relevant?
  • Wie groß sind ihre Projekte?
  • Agieren sie als Haupt- oder Subunternehmer?
  • Wie gut sind sie am Markt etabliert?
  • Welche Rolle spielen sie im Verhältnis zu kleinbetrieblichen Handwerkern mit außerdeutschem Firmensitz?
  • Bevorzugen sie Markenprodukte oder Handels- oder DIY-Marken?
  • Wo informieren sie sich?
  • Mit welchen Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen kann man sie am besten erreichen?




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J.B. schrieb: Moin Ich vermute mal, das die "Startabbrüche" etwas mit der Flammerkennung und Gasmengeneinstellung zu tun haben. Wie ist der Differenzdruck eingestellt? Sind die Abgaswerte iO.? Ist die Ringspaltmessung...
kd-gast schrieb: Hi. Wennes nur ums Warmwasser im Sommer geht,lass den HB die Anlage in lowflow laufen ,also mindestens 60 Grad von kolli ernten. Wenn du Energie sparn willst,lass es wie es ist. Alles andere wurde schon...
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