News vom 19.06.2017

Licht und Schatten in der Gebäudeinstallation

Was eine gute Beleuchtung ausmacht

Heute starten wir mit einer Serie zum Thema Licht und Schatten. Also nicht über die natürlichen Phänomene, obwohl die natürlich auch eine Rolle spielen, sondern über die entsprechende Haustechnik. Gerade im Sommer sind Klagen über mangelnden Blendschutz am Arbeitsplatz oder überhitzte Räume alltäglich

Wo es kein Tageslicht gibt, wie hier in einem Hotelatrium, können energiesparende Systeme diese Rolle übernehmen. <br />Bild: <a href="https://www.licht.de/de/"target="_blank">licht.de</a>
Wo es kein Tageslicht gibt, wie hier in einem Hotelatrium, können energiesparende Systeme diese Rolle übernehmen.
Bild: licht.de

Aber auch im trauten Heim kann mangelnde Verschattung zu Überhitzung führen. Wer jedoch zu sehr auf Schatten setzt, braucht wiederum Beleuchtung. Deswegen wollen wir heute mit den Grundlagen von einem ausgefeilten und funktionierenden Beleuchtungssystem starten.

Zunächst einmal zum Rechtlichen. In Wohnhäusern ist das zwar dem Besitzer selbst überlassen, aber in Nichtwohngebäuden mit mehr als 1000 Quadratmetern Grundfläche gilt die EnergieEinsparVerordnung (EnEV). Und die schreibt vor, wie viel so ein Gebäude an Energie verbrauchen darf – auch an Strom fürs Licht. Doch auch in Wohngebäuden sollte man lieber auf moderne Leuchten setzen.

Energiesparen Pflicht

Und wo energiespartechnisch im wahrsten Sinne des Wortes Schatten ist, da ist auch Licht. Mit den guten alten Glühbirnen sind diese Vorgaben nicht mehr zu erreichen. Statt dessen gibt es neue Technologien, zu denen wir uns im zweiten Teil dieser Serie äußern. Sie sind bis zu drei mal effizienter als die gute alte Glühbirne und können 80 Prozent von deren Energie einsparen.

Diese Syteme sind also effizient und, sagen wir, auch intelligent. Dieses Wort nutzt das Fachportal licht.de, das vom Fachverband der Elektroindustrie ZVEI betrieben wird und das wir unseren Lesern nur wärmstens empfehlen können. Intelligentes Licht meint:

  • Langlebigkeit
  • Hohe Lichtausbeute
  • Gute Farbwiedergabe (Licht ist ja nicht gleich Licht und schon gar nicht immer weiß)
  • Effizienz
  • Lichtlenkung (wie das bei den Lichtwellen geht, erläutern wir noch später)
  • Lichtmanagement mit optimaler Tageslichtnutzung

Zwar sind die Kosten für diese Systeme höher als für die konventionelle Glühbirnentechnik. Aber Die Wartungskosten sind deutlich niedriger, die Betriebssicherheit ist höher, die Ergonomie (und damit die für die Arbeitsplätze nicht gänzlich unwesentliche Produktivität) ist deutlich verbessert. Und: Die Entsorgung ist sehr gut geregelt. Auch dazu kommen wir noch in einem späteren Teil der Serie detailliert.

Noch kurz zu einigen Lichtgrundlagen. Muss leider sein, da sich daraus schon im zweiten Teil der Serie die verschiedenen intelligenten Lichttechnologien quasi von selbst erklären. Licht wird nach seinen Quellen unterschieden. Die bekannteste ist das Tages- oder Sonnenlicht. Das spielt in unserer Serie eine große Rolle, auch wenn man erst mal dafür nichts tun muss, weil die Sonne ja umsonst scheint. Moderne Lichtsystem nutzen die Sonnenstrahlung optimal und sparen Beleuchtungskosten. Das jedoch muss mit der schon am Anfang erwähnten Verschattung korrespondieren.

Mehr Licht als Wärme

Lichtquellen meint aber vor allem die künstlichen Lichterzeuger. Und die lassen sich in zwei Gruppen unterteilen: die thermischen Strahler, zu denen neben Kerze und Fackel auch Glüh- und Halogenlampe zählen, sowie die nichtthermischen Strahler, zu denen in aller Regel alle modernen Beleuchtungsmittel zählen, also Leuchtdioden oder Leuchtstoffröhren.

Beide Lichtquellengruppen unterscheiden sich vollkommen hinsichtlich der Leistungsaufnahme und der Lichtausbeute. Brauchen die thermischen Strahler viel Energie und machen daraus wenig Licht und viel Wärme, ist es bei den nichtthermischen Strahlern genau anders herum.

Warum und welche der nichtthermischen Strahler sich für eine moderne Beleuchtungsanlage besonders eignen, beleuchten wir im nächsten Teil am 21.06.2017 der Serie.

Bisher erschienen:
1. Was eine gute Beleuchtung ausmacht

Erscheinen demnächst:
2. Moderne Lichtsysteme  - sparsam und effizient
3. Qualitätsmerkmale – auf was man beim Leuchtenkauf achten muss
4. Wie muss eine Beleuchtung installiert sein
5. Die Planung einer Beleuchtungsanlage
6. Wie eine Verschattung funktioniert
7. Welche Verschattungssysteme gibt es
8. Worauf man bei einer Verschattung achten sollte
9. Arbeitsplatz und Verschattung
10. Die Planung einer Verschattungsanlage




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HFrik schrieb: Es kann sein dass das Nachbarhaus als unbeheizter Raum angesetzt ist. Das macht aber nur wenig aus, bei dem Haus mörderisch...
lowenergy schrieb: Hoher Heizwasservolumenstrom ist für's effiziente Wärmepumpen äußerst vorteilhaft, um am Verflüssiger den thermischen Energieeintrag...
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