News vom 05.12.2017

Ende 2017 endet die Schonfrist

Jetzt den Kaminofen tauschen

Ein wohlig wärmender Kaminofen ist in der kalten Winterzeit für viele das Highlight eines verregneten Tages. Aber was tun, wenn der Kaminofen bereits in die Jahre gekommen ist? Zum Jahreswechsel sollte man das liebgewonnene Schmuckstück nicht einfach weiter befeuern, sondern einen genaueren Blick auf das gute Stück werfen. Denn viele alte Kamine, Kaminöfen und Kachelöfen erfüllen die Anforderungen der aktuellen Bundesimmissionsschutzverordnung (BlmSchV) nur noch bis zum 31.12.2017.

Vielen Kaminöfen, die älter als 30 Jahre sind, droht Ende 2017 das Aus.Zeit, auf ein modernes, effizientes Modell umzusteigen.<br />Bild: HARK
Vielen Kaminöfen, die älter als 30 Jahre sind, droht Ende 2017 das Aus.Zeit, auf ein modernes, effizientes Modell umzusteigen.
Bild: HARK

In die Jahre gekommen?
Zum Schutz der Umwelt sieht das Gesetz vor, dass Kaminöfen, die älter als 30 Jahre sind, nach und nach mit einem Spezialfilter nachgerüstet oder stillgelegt werden. Das droht Öfen generationsweise. Es sei denn, sie halten die aktuellen Grenzwerte für Schadstoffe ein. „Ob die Feuerstätte im eigenen Wohnraum betroffen ist, verrät ein Blick auf das Typenschild“, empfiehlt Michael Kozlowski vom Kaminofenhersteller HARK. Hier ist unter anderem das Prüfdatum des Modells vermerkt. Dieses Datum entscheidet in Zusammenhang mit den Immissionswerten des Kaminofens über die Stilllegung oder der weiteren Betrieb. Wenn das Modell bis einschließlich 1984 geprüft wurde und die zulässigen Grenzwerte überschreitet, muss es Ende 2017 außer Betrieb genommen werden. Eine Ausnahme besteht, wenn der Kaminofen die geforderten Grenzwerte von 4.000 mg Kohlenmonoxid und 150 mg Staub pro Kubikmeter Luft erfüllt. Weitere Ausnahmen sind historische Modelle, die vor 1950 hergestellt wurden, offene Kamine und Kochherde. Auch Hausbesitzer, die ausschließlich mit ihrem Kachelofen heizen, müssten ihn nicht stilllegen, selbst wenn er sehr alt ist.

Generationswechsel
Die Nachrüstung alter Kaminöfen ist ein wiederkehrendes Thema. Bis Ende 2014 mussten bereits Öfen mit Baujahren bis 1974 stillgelegt oder nachgerüstet werden. Am Jahresende 2020 läuft die Schonfrist für Modelle der Baujahre 1985 bis 1994 ab. 2024 müssen dann Öfen, die im Zeitraum von 1995 bis Ende März 2010 gefertigt wurden und nicht die Grenzwerte einhalten, ausgetauscht oder nachgerüstet sein. Fällt der Kaminofen unter keine der genannten Ausnahmeregelungen, besteht die Möglichkeit, ihn als offenen Kamin an acht Tagen im Monat für fünf Stunden zu betreiben. Allerdings wird die Feuerstätte dann zum reinen Show-Kamin mit schlechtem Wirkungsgrad und hoher Belastung für die Umwelt.

Die Gelegenheit nutzen
Bleibt die Frage, nachrüsten oder tauschen? Eine komplette Umrüstung alter Feuerstätten ist meistens nicht möglich oder erfordert ein großes Maßnahmenpaket. Ein umfassender Umbau lässt auch die Betriebserlaubnis erlöschen, so dass eine erneute Prüfung und Zulassung finanziert werden müsste. Der Aufwand steht in keiner Weise im Verhältnis zum Nutzen. Auch die Nachrüstung mit einem Filter führt als bauliche Veränderung zum Erlöschen der Betriebserlaubnis.

Michael Kozlowski zieht ein klares Fazit zur Eingangsfrage: „Moderne Kaminöfen nutzen den Brennstoff heute deutlich effizienter als ihre Vorgänger und schonen somit die Umwelt und das Portmonee. Außerdem ist eine Neuanschaffung eine perfekte Gelegenheit, um sich ein stylisches, modernes Modell auszusuchen, das perfekt in den Wohnraum passt. Somit ist im Zweifelsfall der Austausch deutlich zu empfehlen.“

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