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News vom 09.04.2018

Smarte Haustechnik

Smarte Haustechnik – eine Übersicht

Die Digitalisierung macht – genau wie die Globalisierung – vor keinem Bereich halt. Auch das traute Heim wird sich in ein Smart Home wandeln. In dieser Serie wollen wir beleuchten, was an einem Haus alles smart, also intelligent, sein kann, wie diese Einzelkomponenten miteinander verbunden werden und welchen Nutzen das Ganze bringt – oder auch nicht. Denn klar ist auch: Derzeit ist das Smart Home vor allem ein Hype.

Diese Komponenten lassen sich in einem Haus intelligent miteinander verbinden. <br />Bild: RWE
Diese Komponenten lassen sich in einem Haus intelligent miteinander verbinden.
Bild: RWE

Dennoch sind einzelne Komponenten, wie Alarm- und Brandschutzsicherung sowie die lebensunterstützende Überwachung etwa von Seniorenwohnungen, AAL genannt, schon heute Alltag. Aber bis zum allumfassend vernetzten Haus ist es noch ein weiter Weg.

Auch wenn es technisch möglich wäre, gibt es eine ganze Reihe von Gründen, warum das Smart Home noch ein Zukunftstraum ist und es wohl auch eine ganze Weile bleiben wird. Zum einen wären da die Kosten: Intelligente Geräte kosten nun mal mehr als weniger intelligente. Eine Waschmaschine, die man ins eigene Heimnetz einkoppelt und die nur dann läuft, wenn der Strom billig ist oder im Überschuss auf dem eigenen Dach via PV-Anlage erzeugt wird, kostet etwa das Doppelte einer weniger klugen Waschmaschine. Doch auch die weniger kluge Waschmaschine ließe sich in ein Heimnetz einbinden – zu deutlich geringeren Kosten. Auch das wollen wir in dieser Serie beleuchten.

Skeptische Bewohner

Ein weiterer Grund ist die Skepsis. Und die haben Bewohner, Mieter oder Hausbesitzer gleich gegenüber einer ganzen Reihe von Dingen, die mit dem smarten Heim zusammenhängen. Zunächst wäre da die Datensicherheit zu nennen. Viele Smart-Home-Systeme sind cloudbasiert, das heißt, die Daten sind extern ausgelagert und können auch unterwegs zur Steuerung der Komponenten im Haus genutzt werden. Damit arbeiten Handwerker oder Energiedienstleister wie Contractoren schon heute, etwa bei der Überwachung von Heizsystemen.

Auch für die Vernetzung der Geräte untereinander wird dieses Modell gern genutzt, ist es doch deutlich günstiger als eine Verkabelung. Die wiederum ist nach landläufiger Meinung sicherer, weil die Daten nicht außerhalb des Hauses verfügbar und deswegen schwerer zu hacken seien. Doch das muss so nicht stimmen. Und eine Cloud kann sehr sicher sein. Auch das wollen wir in der Serie beleuchten.

Ebenfalls skeptisch wird der Nutzen gesehen. Ein Smart Home erhöht ohne Zweifel den Komfort. Ganz praktisch bedeutet das, dass sich die verschiedenen Komponenten im Haus selbst regeln oder bequem vom Handy aus steuern lassen – egal ob Heizung, Beleuchtung, Fernseher oder Ladestation fürs E-Auto. Klingt nach Schlaraffenland und wenig Bewegung. Wie das endete, wissen wir alle. Unbestritten ist jedoch die Zeitersparnis. Ob dies dem Einzelnen wichtig ist oder man doch lieber beim Anknipsen des Lichtschalters bleibt, ist jedoch genau die Frage, von der die breite Einführung des Smart Homes abhängt.

Energieeinsparung nicht immer gegeben

Ein anderer Nutzen ist die häufig kolportierte Energieeinsparung. Doch nur, weil ein Gebäude smart ist, ist es im Betrieb nicht zwangsläufig sparsamer. Denn die Vernetzung und auch die Geräte selbst verbrauchen erst einmal mehr Strom als ein nicht vernetztes Haus. Dennoch kann es einige Bereiche geben, in denen der Nutzen durch smart geregelten Energieverbrauch tatsächlich ein geldwerter Vorteil wird. Nehmen wir zum Beispiel ein Bürogebäude, in dem sich niemand für die Energie verantwortlich fühlt, jeder es schön warm haben will und auch das Licht immer anlässt. Mittels Präsenzkontrolle kann das Gebäude erkennen, ob jemand im Raum ist. Ist dies nicht der Fall, wird das Licht gedimmt oder ausgeschaltet und die Heizung heruntergeregelt. Gleichzeitig messen Sensoren an den Fenstern die Stärke des Lichteinfalls und können sehr gut abschätzen, ob dieser für genügend Licht am Arbeitsplatz sorgt. Auch hier kann die Beleuchtung mit Hilfe von Aktoren entsprechend angepasst werden, die in den Lichtschaltern angebracht sind. Generell sind Sensoren und Aktoren zwei der wichtigsten Erfüllungsgehilfen, die jedes smarte Haus regeln. Sie werden uns im Laufe der Serie noch sehr häufig begegnen.

Im nächsten Teil der Serie, am 30.04.2018 geht es um die Sicherheit, insbesondere die Ausgestaltung des Datenschutzes und die Voraussetzungen, die überhaupt erst ein digitalisiertes Heim ermöglichen.

Bisher erschienen:
1 Smarte Haustechnik – eine Übersicht

Erscheinen demnächst:
2 Sicherheit
3 Smart Meter Rollout
4 Eigenversorgung mit Strom
5 Smart Metering bei Wärme und Wasser
6 Digitalisierte Heizung
7 Verschattungslösungen
8 Beleuchtung
9 Brandschutzsysteme
10 AAL
11 Smarte Hausgeräte
12 Einbindung externer Komponenten
13 Praxisbeispiele

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woodi schrieb: Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Anheben des Einschaltdeltas wirklich hilft. Falls der Sensor die Temperaturerhöhung...
tiber schrieb: Deswegen meiner Meinung nach den Öler raus und jetzt noch die bestmögliche Förderung ungekürzt nutzen. Zwei Wohneinheiten...
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