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News vom 07.05.2018

Smarte Haustechnik

Smart Metering bei Wärme und Wasser

Was beim Strom durch das Smart Meter Rollout geht, haben wir hier und hier beschrieben. Doch auch vor der Heizung, dem Wasser und anderen Medien wird die Digitalisierung nicht halt machen. Hier werden in Zukunft die Daten ebenfalls flächendeckend digitalisiert erfasst, bewertet, berechnet und für einen effizienten Verbrauch entsprechende Schlüsse gezogen.

Die verbrauchten Wärmemengen werden in naher Zukunft und dann flächendeckend nur noch digital erfasst. Das bringt ganz viele Vorteile mit sich. <br />Bild: innogy
Die verbrauchten Wärmemengen werden in naher Zukunft und dann flächendeckend nur noch digital erfasst. Das bringt ganz viele Vorteile mit sich.
Bild: innogy

Bisher war dieses Geschäft eine Domäne der Messdienstleister, etwa von Techem oder ista, um nur die beiden Größten im Markt zu nennen. Diese erfassten die Verbräuche für Warmwasser und Heizung sowie Kaltwasser und stellten die Kosten einmal im Jahr in Rechnung. Die Erfassung wird schon langsam digitalisiert. Ein „Röhrchenableser“ kommt nur noch selten vorbei. Doch die Prozesse im Hintergrund, also Auswertung und Rechnungslegung, erfolgen nach wie vor analog.

Monatliche Heizkostenabrechnung möglich

Dabei hätte gerade hier die Digitalisierung große Vorteile. Denn die Kunden, etwa die Mieter eines Wohnhauses, könnten relativ schnell erfahren, ob sie zu viel – oder gar zu wenig – heizen und wie hoch eine potentielle Ersparnis wäre. Die aktuellen Verbrauchswerte würden mit vergangenen verglichen. Das Wetter würde mit einberechnet und die intelligente Steuerung, die auch die Stromverbräuche erfasst und kontrolliert, könnte Tipps zum Energiesparen geben.

Und: Eine Rechnung käme nicht nur einmal im Jahr und erst Monate, nachdem das eigentliche Heizungsjahr längst vorbei ist und man keinerlei Korrekturen mehr vornehmen kann. Die Rechnung könnte monatlich gelegt werden, etwa so, wie man das von seinem Mobilfunkanbieter gewohnt ist. Und sie müsste auch nicht mehr in Papierform erfolgen, sondern würde digital per WhatsApp oder auf das Steuerungsdisplay in der Wohnung übermittelt. Auch möglich: Schäden an der Heizung, etwa durch schlechte Verbrennungswerte, zu hohe Verbräuche, falschen Wasserdruck oder zu hohe Abgaswerte, könnten schnell erkannt werden. Und das im Voraus – ohne die Gefahr, an einem winterlichen Freitagabend einen Ausfall zu erleiden und das ganze Wochenende durchzittern zu müssen.

Ein weiterer Vorteil: Die Fehlerquote ginge dann gegen Null. Derzeit gehen Verbraucherschützer davon aus, dass gut jede zweite Wärmerechnung falsch ist.

Diese komplette Digitalisierung der Heizungs- und Wasserverbräuche hat für viele eine ganze Reihe Vorteile, aber für einige auch ganz wesentliche Nachteile. Wird ein Prozess so digitalisiert, dass es nur noch ein Netz braucht, um Informationen vom Erzeuger oder Lieferanten von Wärme beziehungsweise Wasser zum Kunden zu übermitteln, bedarf es keines Messdienstleisters mehr. Oder nur eines, der im Hintergrund agiert und eher einem reinen und buchhalterisch geprägten Abrechnungsservice ähnelt als einem Energiedienstleister. Das könnte dann tatsächlich sonst wer übernehmen.

Höhere Wertschöpfung

Die Vorteile liegen dabei in einer höheren Wertschöpfung bei Erzeugern und Netzbetreibern und eventuell auch bei den Kunden, wenn die beiden ersten etwas vom größer gewordenen Kuchen in Form niedriger Preise abgeben. Nur die Messdienstleister bleiben außen vor. Doch es gibt auch Überlegungen, dass diese ebenso einen Platz in der neuen Energiewelt finden. Denn etwas Sachverstand braucht man schon, um eine digital erstellte Rechnung zu prüfen. Und der ist bei den Messdienstleistern nun mal vorhanden. Sei es wie es sei – diese Entwicklung ist auf jeden Fall sehr spannend.

Um ein Smart Metering im Wärmebereich zu ermöglichen, bedarf es erst einmal einer digitalisieren Heizung. Diese werden wir im nächsten Teil der Serie am 09.05.2018 vorstellen.

Bisher erschienen:
1 Smarte Haustechnik – eine Übersicht
2 Sicherheit
3 Smart Meter Rollout
4 Eigenversorgung mit Strom
5 Smart Metering bei Wärme und Wasser

Erscheinen demnächst:
6 Digitalisierte Heizung
7 Verschattungslösungen
8 Beleuchtung
9 Brandschutzsysteme
10 AAL
11 Smarte Hausgeräte
12 Einbindung externer Komponenten
13 Praxisbeispiele

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