Fr, 30. Juli 2010 | 08:46:04 Uhr
Banner
Cu-DEL: 563,89 €/100kg

Neuanfang der SONNENENERGIE

News vom 25.05.2007

Die Zeitschrift SONNENENERGIE wurde seit 2001 vom Team Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) und Solarpraxis AG sechsmal im Jahr herausgebracht. Diese Partnerschaft hat nun ein unschönes Ende, mit dem sich die Juristen befassen müssen, gefunden.

Die neue offizielle SONNENENERGIE der DGS.
Die neue offizielle SONNENENERGIE der DGS.
SONNENENEGIE ist seit 31 Jahren das offizielle Vereinsorgan der DGS. Mit der Solarpraxis AG bestand ein Produktions- und Herausgabevertrag bezüglich des Vereinsorgans, der bis zum Jahr 2011 vereinbart war.

Doch seit längerem entsprach das Heft nicht mehr den Vorstellungen der DGS. Bereits im Jahr 2006 hatte sich die Delegiertenversammlung, das höchste Gremium des Vereins, unzufrieden mit der Qualität und der Entwicklung des Vereinsorgans SONNENENERGIE gezeigt. Das Präsidium der DGS sollte auf dem Verhandlungswege eine Verbesserung des Vereinsheftes erzielen. Dies wurde wie die Delegiertenversammlung, die sich im April dieses Jahres erneut mit dem Vereinsorgan befasste, feststellte nicht erreicht. Eine Neustrukturierung der SONNENENERGIE wurde einstimmig beschlossen. Die Vereinsführung, das Präsidium der DGS, wurde mit sofortigen Auflöseverhandlungen mit der Solarpraxis AG beauftragt.

Am 22.Mai ist die Solarpraxis AG mit der Kündigung der Vertragsbeziehungen durch die DGS an die Öffentlichkeit getreten. Das Präsidium der DGS hatte die Verhandlungen nach Stornierung des angesetzten Verhandlungstermins durch die Solarpraxis AG für als gescheitert erklärt und damit, wie von der Delegiertenversammlung vorgesehen, die fristlose Kündigung des Vertrags ausgesprochen.

Die Solarpraxis AG gab in einer Presseinformation vom 22.Mai die Einreichung der Klage „auf Feststellung des Fortbestandes des Kooperationsvertrages“ bekannt sowie die Fortführung der Redaktion und Herausgabe der SONNENENERGIE. Die Solarpraxis AG schaut "der Auseinandersetzung gelassen entgegen" und der Vorstandsvorsitzende Karl Heinz Remmers sieht „sein Unternehmen gegenüber Lesern und Kunden in der Pflicht, die Zeitschrift in gewohnter Weise fortzuführen“.

Die Mitgliederversammlung der DGS kritisierte u.a. die mangelnde unabhängige fachliche Berichterstattung, ungenügende inhaltliche Qualität des Heftes, unterrepräsentierte Vereinspositionen und mangelnde Einflussnahmemöglichkeiten des Vereins, dem in redaktionellen Fragen kein Mitspracherecht zusteht.

Logische Konsequenz ist nach der fristlosen Trennung für die DGS das Vereinsheft wieder im Eigenverlag herauszugeben. Das von der Solarpraxis AG angekündigte Heft wird zukünftig von der DGS nicht als offizielle SONNENENERGIE betrachtet. Den Inhalt der zukünftigen offiziellen SONNENENERGIE: hat die DGS inhaltlich grob skizziert: „Meldungen in der SONNENENERGIE sollen wieder Sachbezug haben und keinen PR-Charakter. Fachartikel werden nicht nach Werberelevanz bearbeitet, sondern vom Inhalt diktiert, auch wenn dies dazu führt, dass der Textumfang einmal größer ist.“

Über den Neuanfang der SONNENENERGIE kann man sich hier im Internet mit einer Leserprobe einen ersten Eindruck verschaffen. Die DGS will das Heft rechtzeitig vor der Intersolar an ihre Mitglieder verschicken.

Weitere Informationen zu der Trennung finden sich hier im Internet:

Erklärung der DGS zur Kündigung

Zeitschrift „SONNENENERGIE“ erscheint weiterhin im Solarpraxis Verlag

Flagschiff SONNENENERGIE: zwei Kapitäne auf gegensätzlichem Kurs?