Fürst Albert hat die SolarWorld AG besucht und eine Entwicklungszusammenarbeit zwischen Monaco und dem Konzern erörtert.
Fürst Albert II von Monaco hat am Donnerstag im Rahmen seines Staatsbesuchs in Sachsen die SolarWorld AG besucht. In Begleitung des sächsischen Ministerpräsidenten Georg Milbradt besichtigte der monegassische Staatschef auf dessen ausdrücklichen Wunsch hin die modernen Fertigungsstätten des SolarWorld Konzerns in Freiberg. „Wir freuen uns, Fürst Albert von Monaco den Glanz moderner Solarstromtechnologie näher bringen zu können.“, erklärte Dipl.-Ing. Frank H. Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG.
Fürst Albert und SolarWorld erörterten Entwicklungszusammenarbeit zwischen Monaco und dem Konzern
Neben dem Besuch der Siliziumwafer- und Solarzellenproduktion sprach der Fürst mit dem SolarWorld Management über Kooperationen zum Einsatz der Solartechnologie in Entwicklungsländern. „Zwei Milliarden Menschen weltweit haben keinen Zugang zum Stromnetz. Solarenergie ist für diese Menschen oft die einzige Chance, elektrisches Licht zu erzeugen, Arzneimittel zu kühlen oder Wasserpumpen zu betreiben. Wir hoffen, gemeinsam mit dem Fürstentum neue Projekte zur Verbreitung der Solartechnologie in Entwicklungsländern voranbringen zu können“, so SolarWorld Chef Frank H. Asbeck weiter.
Unter dem Dach „Solar2World“ stellt die SolarWorld AG seit 2007 für ausgesuchte Projekte mit Schwerpunkt in Afrika, Solarstrommodule zur Verfügung. So erhalten ein Waisenhaus in Malawi, ein kenianisches Trinkwasserprojekt und ein Krankenhaus im Kongo Solarstrommodule von der SolarWorld AG.
Fürst Albert II von Monaco hat im Juni 2006 eine Stiftung zum Klima-, Arten- und Wasserschutz gegründet, nachdem er ein Jahr zuvor die Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls durchgesetzt hatte. Seit Amtsantritt Alberts im April 2005 haben sich die CO2-Emmission des Stadtstaates deutlich reduziert. Ehrgeizige Ziele verfolgt der Stadtstaat auch in der Entwicklungshilfe, deren Ausgaben die Regierung jährlich um 25 Prozent steigern will. In 20 Entwicklungsländern, vor allem in Afrika, unterstützt Monaco Projekte zur Verbesserung von Bildung, Gesundheit und Umweltschutz. So wird im Senegal ein Projekt gegen Unterernährung finanziert, in Mali wurden zwölf Wasserpumpen gebaut und in Marokko Kinder in Not unterstützt.