1465

Schornsteinversottung

Autoren
OldBo
05.12.2010
Von einer Schornsteinversottung spricht man, wenn ein Schornstein längere Zeit zu feucht ist und während der Stillstandszeiten des Wärmeerzeugers nicht austrocknet.
Schornsteinversottung mit zersetzem Mauerwerk
 Schornsteinversottung mit zersetzem Mauerwerk
Quelle: Haustechnikdialog
Von einer Schornsteinversottung spricht man, wenn ein Schornstein längere Zeit zu feucht ist und während der Stillstandszeiten des Wärmeerzeugers nicht austrocknet. Die ersten Anzeichen einer Versottung sind im Außenbereich des Schornsteins durch einen braunfarbigen Ausschlag an den Schornsteinwangen bzw. Raumwänden zu erkennen. Am häufigsten kommt es bei einschaligen gemauerten Schornsteinen mit alte Heizungsanlagen vor, die durch neue Heizkessel mit niedrigen Ab-/Rauchgastemperaturen umgebaut wurden und bei denen es zur Bildung von Wasserkondensat im Schornstein kommt.

Besonders häufig kommt es bei der Verbrennung von Holz (auch bei gut gelagertem Holz mit wenig Restfeuchte) zu einer Versottung, weil die Wärmeerzeuger (Kaminofen, Holzvergaser) auf Grund von Unwissenheit und falschverstandenen Energiesparens falsch betrieben werden. Durch die Drosselung der Verbrennungsluftzufuhr wird die Verbrennungs- und auch die der Abgastemperatur gesenkt. Diese können den Wasserdampf dann nicht bis ins Freie transportieren. Das Kondensat mit den Rauchgasanteilen bleibt im Schornstein am Mauerwerk haften und zieht ein.

Dieses Kondensatgemisch ist sehr "korrosiv" (schweflige Säure) und kann normales Mauerwerk zersetzen und durchdringen. Das Gemisch aus Teer und Schwefel dringt durch die Mauerfugen und sorgt im inneren des Hauses für einen unangenehmen Geruch. Ein Extremfall wäre das Bilden von Hart- oder Glanzruß, was zu einen Schornsteinbrand führen kann.

In vielen Fällen kann ein Zugregler (Nebenluftvorrichtung) ein Durchfeuchten vorbeugen. Damit wird die Ableitung der Abgase beschleunigt und der Schornstein wird ständig mit trockener Luft belüftet. Wenn diese Maßnahme nicht ausreicht, muss der Schornstein saniert werden. In den Schornstein wird ein Rohr, z. B. aus Edelstahl eingezogen. In vielen Fällen wird gleichzeitig die Anlage auf ein Luft-Abgas-System (LAS) umgerüstet.

Vor einer Sanierung sollte der Schornstein von einem Schornsteinfegermeister ausgetrocknet werden.
Weitere Funktionen



Aktuelle Forenbeiträge
sukram schrieb: Was ist denn das genau für eine Anlage? 1980 gabs schon NT-Kessel, dann würde die Enev nicht greifen; und wenn- die Verpflichting stellt der Schorni anläßlich der Feuerstättenschau fest, die alle 3-4j...
Motello schrieb: Edelsthl nicht wegen der Hygiene sondern wegen der Langlebigkeit und um das Risiko eines Wasserschadens zu minimieren. Pressen setzt wie du sagst ein Werkzeug voraus, da lohnt die Anschaffung nicht....
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Wasserbehandlung mit Zukunft
Die ganze Heizung aus einer Hand
 
SHKwissen nutzen
Wissensbereiche
Website-Statistik