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Solar-Luftkollektoren

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Autoren
OldBo
02.07.2012
Solar-Luftkollektoren haben den selben Aufbau wie der von Flachkollektoren einer thermischen Solaranlage. Sie bestehen aus einem Kollektorgehäuse, einer transparenten Abdeckung, einem Absorber und einer rückseitigen Wärmedämmung.
Solarluftkollektor
 Solarluftkollektor
Quelle: Grammer Solar GmbH
Prinzip eines Wand-Kollektors
 Prinzip eines Wand-Kollektors
Quelle: Solar-Venti®
Solarluftkollektor im Hypokausten-System
 Solarluftkollektor im Hypokausten-System
Quelle: Ökologische Gewerbeberatung Stadt Münster/Westf.
Hackschnitzeltrocknung durch Luftkollektoren
 Hackschnitzeltrocknung durch Luftkollektoren
Quelle: TFZ - Technologie- und Förderzentrum Bayern
Luftkollektoren haben den selben Aufbau wie der von Flachkollektoren einer thermischen Solaranlage. Sie bestehen aus einem Kollektorgehäuse, einer transparenten Abdeckung, einem Absorber und einer rückseitigen Wärmedämmung. Bei der Auswahl der Materialien der Komponenten und die Witterungsbeständigkeit sind dieselben Grundregeln wie bei einem Flachkollektor zu beachten.

Solar-Luft-Kollektoren können zur Beheizung und/oder Belüftung von Gebäuden eingesetzt werden. Die vom Prinzip her einfachen Solar-Lüftungssysteme arbeiten nach dem „Wärmefallen-Prinzip“ oder auch „Wintergarten-Prinzip“. Komplette Gebäude oder Teilfassaden können mit einem Glasvorbau und integrierten Luftkollektoen versehen werden.

Diese Kollektoren gibt es aber auch als Kollektoren für die Aufdachmontage und als Kleinpaneele für die Hauswand.

Im Sommer wird die vertikale Luftbewegung im verglasten Bereich für den Luftaustausch genutzt. Die im Winter eingefangene Strahlungswärme unterstützt die Gebäudeheizung über die kontrollierte Wohnungslüftung. Die Einstrahlintensität wird durch automatische Jalousiensysteme geregelt.

Die solare Energie aus der Luft kann auch zur Kühlung über eine Adsorptionswärmepumpe genutzt werden. Die Effektivität der solaren Lüftung ist von der Strahlungsintensität, den Gebäudekonstruktion und der verwendeten Haustechnik abhängig.

Den Solar-Luft-Kollektor gibt es in verschiedenen Aufführungen, ja sogar viele Eigenbauten. Besonders hat sich speziell perforiertes schwarzes Aluminiumblech bewährt, das auch die diffuse Einstrahlung (bei bedecktem Himmel) in Wärme umgewandelt. Die Perforation lässt eine gute Zirkulation zu. Dadurch wird der Luftkollektor relativ gleichmäßig erhitzt.

Die seit 1992 in Deutschland entwickelten und gefertigten Absorberbleche erhöhen die Zulufttemperatur, abhängig von der Luftwechselrate, um bis zu 30 °C. und sind weltweit in verschiedensten Ausführungen (auch ohne Glasabdeckung) im Einsatz. Die Effizienz wurde bei vielen Mess-Studien nachgewiesen. Im Solarluftkollektor wurde, ohne Vorerwärmung, bereits im März 2006 eine Temperatur von über 70° C. gemessen. Bei 1maligem Luftwechsel in der Minute, sank die Temperatur erst nach über 90 Minuten Ventilatorlaufzeit auf 55° C. quelle: DRYTEC

Auch bei der Trocknung von Holzhackschnitzel werden Solarsysteme (Luftkollektoren), die auf dem Gewächshausprinzip basieren, angewendet. Hier wird die von einem Luftkollektor erwärmte Luft durch das Holzschnitzellager geleitet. Dadurch ist eine kostengünstige Hackschnitzelaufbereitung möglich.
Solares Fassadensystem
SunAirSystem
 SunAirSystem
Quelle: EnerSearch Solar GmbH
Ein solarer Luftkollektor kann auch in die Dämmung einer Fassade (WDVS) integriert werden und ist optisch einem Fenster gleichzusetzen oder farblich auf die Fassade abgestimmt. Da die Haushüllen durch die Wärmedämmsysteme sehr dicht sind und in den meisten Fällen sogar ein Dichtheitstest (Blower-Door-Messverfahren) durchgeführt wird, muss grundsätzlich ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 erstellt werden. Hieraus ergibt sich in der Regel ein Lüftungssystem, das dem Haus bzw. der Wohnung einen Mindestluftwechsel zuführt.

So kann z. B. das solare Fassadensystem AirSun als Teil (Außenluftdurchlass) einer lüftungstechnischen Anlage (Abluftanlage) eingesetzt werden. Hier liegt der Vorteil darin, dass keine kalte Außenluft in die Räume gelangt.

Das Prinzip des solaren Fassadensystems beruht darauf, dass Außenluft angesaugt wird, die sich im Inneren des Kollektors erwärmt. Die erwärmte und trockene Luft wird dann hinter dem Kollektor oder auch an jeder anderen beliebigen Stelle der Fassade dem Gebäudeinneren mittels eines herkömmlichen Ventilators zugeführt. Über die Einzelraumregelung wird diese Wärme erfasst und mindert die Heizleistung durch statische Heizflächen. Zusätzlich erwärmt die vorbeiströmende Luft die Gebäudewand durch eine patentierte Wärmeübertragungstechnologie, da die warme und trockene Luft hinter der Gebäudewand vorbei streichen muss. So kann die Wärme bis 24 Stunden gespeichert werden und auch bei schlechtem Wetter der Wohnung zugeführt werden.

Im solaren Fassadensystem selbst ist eine Dämmung integriert. Wenn das System nicht in Betrieb ist, z.B. in den Sommermonaten oder nach mehreren Tagen mit bewölktem Himmel, sorgt eine Sperrklappe dafür, dass das System getrennt von der Wand bleibt. Dann sorgt die integrierte Dämmung des Systems dafür, dass die Gebäudewand in den Sommermonaten nicht überhitzt wird. Im Winter sorgt die integrierte Dämmung dafür, dass die Wärme nicht aus dem Gebäude heraustritt.

Bei abgeschaltetem Solarkollektor muss die Außenluft am Kollektor vorbei durch einen Außenluftdurchlass den Räumen zugeführt werden, damit die Abluftanlage weiterhin funktioniert.
Weitere Funktionen