Do, 28. August 2014 | 01:02:18 Uhr

Wandscheibe

1727
Autoren
OldBo
14.09.2011
Die Innengewindeanschlüsse für Auslaufarmaturen und Eckventile in einer Trinkwasserinstallation werden Wandscheiben genannt.
Doppelwandscheibe (oben), Wandscheiben-T-Stück (links unten), Doppelwandscheibe (rechts unten)
 Doppelwandscheibe (oben), Wandscheiben-T-Stück (links unten), Doppelwandscheibe (rechts unten)
Quelle: Viega GmbH
schallentkoppelte Wandscheibe
 schallentkoppelte Wandscheibe
Wandscheiben-Schallschutz
 Wandscheiben-Schallschutz
Quelle: Uponor GmbH
Die Innengewindeanschlüsse für Auslaufarmaturen und Eckventile in einer Trinkwasserinstallation werden Wandscheiben genannt. Diese werden hauptsächlich aus Messing oder Rotguss gefertigt. In älteren Anlagen mit verzinktem Stahlrohr wurden Temperguss-Wandscheiben eingesetzt.

Die Wandscheiben sollten mit der gefliesten Wand abschließen, schallentkoppelt und verdrehungssicher montiert werden. Für jedes Rohrsystem gibt es die passenden Fittings. Heutzutage sollten nur noch durchströmte Wandscheiben bzw. T-Stücke für Reihen- oder Ringleitungssyteme verwendet werden. Diese haben geringen Einzelwiderstände und ermöglichen niedrige Druckverluste in den Etagenverteilungen.

Besonders bei Wandscheiben in der Trinkwasserinstallation wird oftmals auf eine schallentkoppelte Befestigung verzichtet. Hier treten dann extreme Geräusche auf, die nicht nur störend sind, sondern auch nicht hinzunehmen sind.

Alle Systemhersteller bieten passende Schallschutzsets an, die der DIN 4109 entsprechen. Eingemauerte oder mit Schnellbinder oder Gips eingesetzte Wandscheiben entsprechen nicht den anerkannten Regeln der Technik (aRdT) und sind als Mangel anzusehen und müssen nachgebessert werden.
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