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Kälteeigenschaften von viskose Flüssigkeiten

Autoren
OldBo
04.04.2012
Um die Kälteeigenschaften von viskose Flüssigkeiten (Heizöl, Pflanzenöle, Glykole und Schmierstoffe) festzustellen, werden die Flüssigkeiten oder Stoffe im Labor durch in DIN-Normen festgeschriebene Testverfahren unter definierten Bedingungen abgekühlt.
Um die Kälteeigenschaften von viskose Flüssigkeiten (Heizöl, Pflanzenöle, Glykole und Schmierstoffe) festzustellen, werden die Flüssigkeiten oder Stoffe im Labor durch in DIN-Normen festgeschriebene Testverfahren unter definierten Bedingungen abgekühlt.  Dabei werden die folgenden Temperaturkennwerte ermittel, die sich mit abnehmender Temperatur nacheinander einstellen:

1. Cloud Point (CP) - (Trübungspunkt)

2. Cold Filter Plugging Point (CFPP) - (Filtrierbarkeitsgrenze)

3. Pour Point (PP - Pourpoint)

4. Stockpunkt (SP - Solidification Point)

Der Cloud Point (CP - Trübungspunkt) ist der Temperaturkennwert für die Temperatur, bei der ein klares, flüssiges Öl unter festgelegten Prüfbedingungen durch die Ausscheidung von Paraffinkristallen trüb oder wolkig wird. Dabei darf er z. B. bei Heizöl EL nach DIN 51603-1 maximal bei 3 °C liegen. In der Praxis ist dieser Wert nur im Zusammenhang mit dem Cold Filter Plugging Point zu betrachten, denn die Eintrübung des Heizöls hat zunächst keine Auswirkungen auf die Anwendbarkeit. Letztendlich ist aber die Filtrierbarkeit des Öls für eine einwandfreie Funktion einer Ölanlage ausschlaggebend.

Der Cold Filter Plugging Point (CFPP - Filtrierbarkeitsgrenze) ist die Temperatur, bei der ein Prüffilter unter festgelegten Bedingungen durch ausgefallene Paraffine verstopft. Die Grenzwerte sind in Abhängigkeit vom Cloud Point (CP - Trübungspunkt) festgelegt. Nach der DIN EN 116 sind die Grenzwerte:
  • max. –12 °C bei einem CP von +3 °C
  • max. –11 °C bei einem CP von +2 °C
  • max. –10 °C bei einem CP von ≤ +1 °C
Das Kälteverhalten z. B. eines Heizöls ist für den Transports, der Lagerung und Anwendung in einer Ölanlage wichtig. Deswegen wird meistens  direkt in den Raffinerien oder Tanklägern spezielle Fließverbesserer (Filtrierbarkeitsverbesserer > Additive) dem Öl beigemischt.  Dadurch kann das Heizöl EL noch bei Temperaturen deutlich unterhalb des Cloud Points eingesetzt werden, wobei der Cloud Point durch diese Additive nicht verändert wird. Die Ölanlagen müssen aber auch dann frostfrei installiert sein.

Der Pour Point (PP) ist der Temperaturkennwert für die niedrigste Temperatur, bei der ein Öl gerade noch fließt, wenn es unter festgelegten Bedingungen abgekühlt wird. Dieser Laborwert beschreibt die untere Grenze für das Fließen eines Öles in einer Rohrleitung.  In der Praxis ist dieser Wert weniger aussagefähig, da z. B. der Ölfilter vor dem Brenner  bereits bei Temperaturen oberhalb des Pour Point verstopfen kann (Cold Filter Plugging Point). Da der Pour Point in der Praxis nicht relevant ist, gibt es auch keine speziellen Kennwerte.
So liegt z. B. der Pour Point von Heizöl EL bei < -12  °C, Rapsöl bei ca. -15 bis -18 °C und Sonnenblumenöl bei ca. +5 °C.

Der Stockpunkt (SP - Solidification Point) ist die Temperatur, bei der eine viskose Flüssigkeit (Heizöl, Pflanzenöl, Glykol) erstarrt und nicht mehr fließfähig ist. Man sagt auch, dass die Flüssigkeit unter seinem Eigengewicht aufhält zu fließen. Der Stockpunkt liegt um ca. 3 – 5 °C tiefer als der Pour Point.
Da die Paraffinausfällung ein reversibler Prozess ist, lässt sich das Paraffin auch wieder in den flüssigen Zustand zurückbringen. Dabei muss z. B. das Heizöl und die Berührungsflächen (Tank- und Rohrwandungen) eine gleichmäßige Temperatur von mindestens +20 °C (Schmelzpunkt von Paraffin +10°C) erreichen.
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woodi schrieb: Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Anheben des Einschaltdeltas wirklich hilft. Falls der Sensor die Temperaturerhöhung bei Sonneneinstrahlung mangels Volumenstrom bei ausgeschalteter Pumpe nicht...
tiber schrieb: Deswegen meiner Meinung nach den Öler raus und jetzt noch die bestmögliche Förderung ungekürzt nutzen. Zwei Wohneinheiten mit getrennter Heizungsanlage und eigener WP, d.h. je Wohneinheit dann...
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