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Fußbodenheizung

Autoren
OldBo
09.05.2015
Fußbodenheizung (siehe auch DIN EN 1264 - alte Norm: DIN 4725 "Warmwasser-Fußbodenheizungen – Systeme und Komponenten" Ausgabe März 2001)
Beim Einbau des Rohrsystems für die Fußbodenheizung unterscheidet man zwischen Nass- und Trockenverlegung.
Trockenverlegung
 Trockenverlegung
Quelle: Bosy
Nassverlegung
 Nassverlegung
Quelle: Bosy
Nassverlegung
 Nassverlegung
Quelle: Bosy
Rohr-Verlegearten
 Rohr-Verlegearten
Quelle: Bosy
Beim Einbau des Rohrsystems für die Fußbodenheizung unterscheidet man zwischen Nass- und Trockenverlegung. Bei der Trockenverlegung sind die Rohre in Vertiefungen der Hartschaumplatten verlegt. Die Rohre sind vom darüber gegossenen Estrich meistens durch eine Folie getrennt. Bei einigen Systemen sorgen Wärmeleitbleche, die um die Rohre gelegt werden, für eine gleichmäßigere Wärmeabgabe. Einige dieser Systeme sind auch für Trockenestriche geeignet.

Bei der Nassverlegung werden die Rohre oberhalb der Trittschall- und Wärmedämmung verlegt und vom Estrich rundherum umschlossen. Die meisten Fußbodenheizungen sind Systeme in Nassverlegung.

Als Material für die Rohre wird aus Kostengründen überwiegend Kunststoff verwendet. Die anfänglichen Probleme mit der Sauerstoffdiffusion scheinen überwunden zu sein.
Wenn man bei älteren Fußbodenheizungen mit Kunststoffrohren nicht sicher ist, ob die Kunststoffrohre ausreichend dicht gegen Sauerstoffdiffusion sind, sollte man die Heizkreise für Fußbodenheizung und für Heizkörper trennen . Der Heizkreis für die Fußbodenheizung wird über einen Wärmetauscher (Systemtrennung) angeschlossen, sodass das Wasser aus der Fußbodenheizung nicht in die Heizkörper gelangt.

Bei modernen Rohren für eine Fußbodenheizung ist eine solche Trennung nicht erforderlich. Bei kleinen Flächen von Fußbodenheizungen in Kombination mit Heizkörpern ist es am einfachsten, Metallrohre (Kupfer oder Weichstahl) oder Verbundrohre zu verwenden. Voraussetzung ist ein richtiges Füllwasser

Fußbodenheizungen haben den Vorteil, dass sie die Gestaltung und die Möblierung der Räume nicht beeinträchtigen. Fußbodenheizungen geben die Wärme zum überwiegenden Teil als Wärmestrahlung ab. Wegen der großen aufgeheizten Masse (Wasser in den Rohren, Estrich, Fußbodenbelag) sind Fußbodenheizungen im Allgemeinen träge und schwer zu regeln, vor allem wenn sie mit einer relativ hohen Vorlauftemperatur betrieben werden müssen, um die erforderliche Wärmeabgabe zu erreichen. Hier wird zunehmend über "Einzelraumregelung - ERR - Ja oder Nein?" diskutierte und der Trend geht immer mehr zu "Nein", weil die praktische Erfahrung der Anlagenbetreiber zeigt, dass der Selbstregeleffekt eine ERR überflüssig macht. In Neubauten muss aber eine Befreiung von der EnEV bei der unteren Baubehörde eingehollt werden.

Bei guter Wärmedämmung des Gebäudes kann die Vorlauftemperatur für die Fußbodenheizung entsprechend niedrig (z. B. 32/28) sein. Dadurch ist die im Estrich gespeicherte Wärmemenge kleiner und die Trägheit der Fußbodenheizung geringer.
Im Vergleich zu Heizkörpern werden Fußbodenheizungen mit niedrigeren Vorlauftemperaturen betrieben, noch etwas niedriger als bei Niedertemperaturheizkörpern. Niedrigere Vorlauftemperaturen sind anzustreben, da hohe Oberflächentemperaturen des Fußbodens als unangenehm empfunden werden.

Werden Fußbodenheizungen oberhalb unbeheizter Räume oder in nicht unterkellerte Räume eingebaut, ist besonders auf eine gute Wärmedämmung nach unten und die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) zu achten.

Für Fußbodenheizungen eignen sich besonders Beläge mit einer guten Wärmeleitfähigkeit, z. B. Fliesen und Naturstein. Diese Beläge wirken aber besonders in der Übergangszeit fußkalt, sodass etwas geheizt werden muss. Inzwischren hat sich auch rumgesprochen, dass jeder Bodenbelag für Fußbodenheizungen geeignet ist.

Vor dem Verlegen des Fußbodenbelags muss der Estrich getrocknet werden.

Wenn nach dem Funktionsheizen die notwendige Restfeuchte des Estrichs noch nicht erreicht ist, kann ein Belegreifheizen durchgeführt werden. In täglichen Schritten von 10 °C wird das Belegreifheizen, beginnend bei einer Vorlauftemperatur von ca. 25 °C, bis zur maximalen Vorlauftemperatur von 55 °C durchgeführt. Die maximale Vorlauftemperatur wird solange gehalten, bis die geforderte Restfeuchte erreicht ist. Im Anschluss wird die Vorlauftemperatur wieder in Schritten von 10 °C gesenkt bis auf ca. 25 °C. Das Belegreifheizen ist eine besondere Leistung nach VOB Teil C ATV DIN 18380 und muss gesondert zu beauftragt werden.
Weitere Funktionen



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