Die DIN EN 12831 regelt das Verfahren zur Berechnung der Norm-Heizlast in Gebäuden und hat in Deutschland im April 2004 die bis zu diesem Zeitpunkt gültige DIN 4701 abgelöst.
Die DIN EN 12831 regelt das Verfahren zur Berechnung der Norm-Heizlast in Gebäuden und hat in Deutschland im April 2004 die bis zu diesem Zeitpunkt gültige DIN 4701 abgelöst. Länderspezifische Parameter und nationale Eingabedaten werden in den jeweilgen "nationalen Anhängen" geregelt. Der zur Zeit in Deutschland gültige nationale Anhang wurde im Juli 2008 veröffentlicht.
Die Grundzüge des Berechnungsverfahrens stellt die Berechnung der Norm-Transmissionswärmeverluste und der Norm-Lüftungswärmeverluste dar.
In den Norm-Transmissionswärmeverlusten sind die
Wärmeverluste nach außen aufgrund der
Wärmeleitung durch die umschließenden Flächen sowie der
Wärmefluss aufgrund
Wärmeleitung zwischen beheizten Räumen mit unterschiedlichen
Temperaturen enthalten.
In den Norm-Lüftungswärmeverlusten sind die
Wärmeverluste nach außen aufgrund der Lüftung oder Infiltration durch die Gebäudehülle enthalten
Inhalt der Heizlastberechnung
Die Heizlastberechnung ist für die Auslegung des Wärmerzeugers und der Raumheizflächen notwendig. Alle Parameter müssen mit dem Bauherren festgelegt und schriftlich vereinbahrt werden. Außerdem geht die Berechnung davon aus, dass alle Räume nach den festgelegten Faktoren betrieben werden.
Der Gesamt-Normwärmeverlust eines beheizten Raumes setzt sich zusammen aus: Norm-Transmissionswärmeverluste
- Wärmeverluste an die aüßere Umgebung
- Wärmeverluste durch unbeheizte Nachbarräume
- Wärmeverluste an das Erdreich
- Wärmefluss zwischen beheizten Zonen unterschiedlicher Temperatur
Norm-Lüftungswärmeverluste
Wärmezufuhr für Räume mit unterbrochenem Heizbetrieb, benötig eine zusätzliche Aufheizleistung (wird eigentlich im Wohnungsbau nicht eingeplant)
Unterlagen für die Berechnung: Lageplan mit Angaben von
- Himmelsrichtung
- Windanfall
- Höhe der Nachbargebäude
- geografische Lage zur Bestimmung der Abschirmungsklasse
Gebäudeplan Grundrisse Geschossgrundrisse
- Baubemaßung
- Nutzungsangaben
- Temperaturangaben
- Nummerierung der Räume
Gebäudeschnitt
- Lichte Raumhöhen
- Geschosshöhen
- Deckendicken
- Höhe der Brüstungen
Baubeschreibung (Schichtenaufbau der Bauelemente, Fenster, Türen)
Wärmeerzeuger zu groß
Untersuchungen haben ergeben, dass die Wärmeerzeuger (und hier vor allen Dingen die Ölkessel) 1,8 bis 2,0mal größer dimensioniert wurden als notwendig. Hier war der Hintergrund wohl der "Angstfaktor", ein schnelleres Aufheizen bei der Trinkwassererwärmung oder bei Ölkessel die Möglichkeit einer niedrigen Einstellmöglichkeit. Auch die Raumheizlasten werden immer wieder nur "geschätzt" und nicht fachgerecht berechnet.
Die Folgen können sein,
- dass Brennwertkessel nicht im optimalen Arbeitsbereich gefahren werden
- dass Wärmepumpen zu groß ausgelegt werden
- dass die Umwälzpumpen zu groß ausgelegt werden
- dass die Rohrleitungen und Heizflächen zu groß ausgelegt werden
- dass ein hydraulischer Abgleich schwierig wird
- dass der Grundpreis von Energieversorgungsunternehmen (Gas, Fernwärme, Strom) zu hoch angesetzt wird