Flächenheizungsrohre (Fußboden- und
Wandheizungen) können
mäanderförmig (
ungleichmäßige Oberflächentemparatur über die gesamte Raumfläche) oder
schneckenförmig bzw.
bifilar (
zweifädig - dicht nebeneinander) verlegt werden. Die Verlegeart ist von der Bodenart und von dessen Nutzungszweck abhängig. Bei der
schneckenförmigen Verlegeart ergibt sich eine
gleichmäßige Oberflächentemperatur über die gesamte Raumfläche, was sich bei einer späteren Veränderung der Einrichtungsgegenstände positiv auswirkt.
Rohrregistern werden bevorzugt nach dem
Tichelmann-System verlegt, wodurch die Kreise einfacher abzugleichen sind.
An den
Rändern zu
Außenwänden bzw.
Fenstern (insbesondere zu bodengleichen Fenstern) wird immer noch ein
engerer Verlegeabstand (kleiner 10 cm) empfohlen, um eine höhere Wärmeabgabe zu erreichen. Diese Maßnahme soll den
Kaltlufteinfall verringern, um ein wichtiges
Behaglichkeitskriterium zu erfüllen. Der
Kaltlufteinfall entsteht, wenn warme Raumluft sich an kalten Oberflächen (z. B. an Fenstern, Außenwänden) abkühlt. Ob bei den heutzutage verwendeten sehr
niedrigen Systemtemperaturen die einfallende Kaltluft wirklich ausreichend erwärmt wird, ist immer mehr
strittig. Durch den
Kaltlufteinfall kommt es auch zur Ausbildung von kalten
Luftschichten (
Kaltluftsee) am Boden eines Raumes. Bei den heute üblichen
guten U-Werten durch die
Außenwanddämmung und den
G-Werten der
Fenster gibt es eigentlich keine extrem kalte Flächen, also auch
keinen Kaltlufteinfall.
Kunststoffrohre sollten grundsätzlich endlos, also
ohne Verbindungen verlegt werden. Ein
Mindestbiegeradius ist einzuhalten, damit die
Rohre nicht geknickt werden.
Diese Verlegenarten können auch bei Erdkollektoren angewendet werden.