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21.06.2012 19:21:52
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Hallo Dominik,
du hast Recht, die 55GW sind deutlich(!) zu optimistisch.
Ich sage aber mal so: das sind ja noch sehr grobe Zahlen, die beispielsweise die Festbrennstofffeuerung völlig ausblenden.
Was mich an allen derzeit Beteiligten am meisten ärgert, dass das langfristige Ziel komplett ausgeblendet wird.
In Südbayern haben wir Gemeinden, die haben bis zum Abwinken PV, du kennst sicher die Fälle. Trotzdem ist wegen des EEG (und der hohen Sonnenstundenzahlen) gerade dort PV weiter sehr attraktiv, bis hin zu den bekannten Auswüchsen auch noch Norddächer mit Modulen zweiter Wahl zu belegen. Andererseits haben wir in Mittel- und Norddeutschland noch viele Orte mit ganz wenig PV. Alle Großstädte sind eh ausnahmslos noch PV-Strom aufnahmefähig.
Selbiges mit der Windkraft. Im Norden besteht auf mittlere Sicht weiter ein Problem mit dem Netzausbau. Trotzdem hat die Politik die Offshore-WK in den Fokus gestellt. Na gut - vielleicht auch nicht so schlimm, weil das logistisch eh anspruchsvoll ist, und noch ein paar Jährchen mehr dauert als erhofft.... Da geht noch was.
Es kann meiner Meinung nicht so schwer sein, dem EEG eine "EE-Marktkomponente" beizubringen. Soweit mir bekannt ist gibt es auch andere Länder (Ungarn?), die die Einspeisevergütung zumindest ansatzweise danach regeln, wie sich Bedarf und Angebot verhalten, d.h. unterschiedliche Vergütungshöhen für Sommer/Winter und Uhrzeit vorsehen. So etwas in der Art undbedingt versehen mit einer regionalen Komponente bräuchten wir auch dringend.
Ich sage es mal plakativ und vereinfacht: lokale Vollbremsung für die PV, lokaler Sprinterbonus für Windkraft-Diaspora.
Viele Grüße, Claus
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21.06.2012 22:08:41
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Zitat von claus2  Was mich an allen derzeit Beteiligten am meisten ärgert, dass das langfristige Ziel komplett ausgeblendet wird. Hallo Claus, zu diesem Thema läuft jetzt um 22:15 die Wiederholung von Energiewende: Grössenwahn statt Megaplanauf Tagesschau24 siriuszwo hat dazu einen Thread eröffnet, aber irgendwie liegen seine und meine Interpretation noch etwas weit auseinander... http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/144272/Energiewende-Groessenwahn-statt-MegaplanDa ist auch der Beitrag in der Mediathek verlinkt. Grüße Stefan
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21.06.2012 22:15:26
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Hi Claus,
das Problem ist aus meiner Sicht, dass EEG-Anlagen überwiegend nur unter radikalen Renditegesichtspunkten in Betracht kommen.
Schön anschauen kann man es sich bei mir in der Gegend: Rhein-Main, nordöstlich von Frankfurt. Über Netzausbau brauchen wir gar nicht zu diskutieren, es ist durch die hohe Besiedlungsdichte selbst im eher ländlichen Bereich alles da. EEG-Strom geht vor Ort weg, der findet nie das Übertragungsnetz.
Nun gut, wir können als Anbieter seriöserweise nur 900-950 kWh/kWp als Jahresertrag in Aussicht stellen. Trotzdem können wir mit Qualitätskomponenten (Kaco-WR, Suntech-Module, aus meiner Sicht beides top) durchaus ein attraktives Angebot machen, auch zu den neuen EEG-Sätzen. Der Kunde sieht sein Geld wieder und darf mit einer Verzinsung von 5-6% rechnen. Aus meiner Sicht ein reelles Angebot.
Was bekommen wir zu hören? "Also unter 15% läuft bei mir nichts, hört man doch überall" ist noch eher harmlos. Das ganze EEG ist zu einer reinen Geldschneiderei verkommen, um mehr geht es der Mehrheit nicht mehr.
Woran das liegt, weiß ich nicht. Aber vielleicht ist ein Kreisabgeordneter der Grünen mitschuldig. Zitat mir gegenüber: "Es gibt keine bessere Möglichkeit Geld zu machen als das EEG."
Na denn. Grün-roter Neokapitalismus hat schließlich auch was. Auch wenn man den wildesten Investmentbanker topt, EEG macht alles möglich.
Gearscht sind natürlich all jene, die sich ohne eigene Interessen für die Fortentwicklung der Energieversorgung interessieren.
Viele Grüße
Dominik
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22.06.2012 08:32:17
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So, jetzt gibt es mal Kostenschätzungen zur Stromspeicherung je kwh für power-to-gas-Speicher.
http://www.dena.de/fileadmin/user_upload/Presse/Meldungen/2012/120613_SK_Pressehintergrundgespraech_PtG.pdf
http://www.dena.de/fileadmin/user_upload/Presse/Meldungen/2012/Eckpunkte_Roadmap_Power_to_Gas.pdf
0,60 EUR/kwh finde ich nicht soo viel, zumal da entwicklungstechnisch noch Luft nach unten ist.
MaJen
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22.06.2012 09:18:34
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Zitat von MaJen  0,60 EUR/kwh finde ich nicht soo viel, zumal da entwicklungstechnisch noch Luft nach unten ist.[...] der 1. Link fehlt was und im klein Reden waren die Herren Staatsbeamten schon immer absolute Spitze!!!! Fluhafen, S 21, etc. E.S. ..worauf begründen sich denn die 60 ct?
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22.06.2012 09:40:46
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22.06.2012 09:44:46
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Wenn du Heute bei EEx schaustsiehst du das der Wind fast genau soviel wie PV bringt. Übrigens geht der Mittagsbuckel von PV in die Pumpspeicherwerke, da Mittags eigentlich eine Delle ist.(Tagesganglinie aber lastseitig) TagesgangE.S.
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22.06.2012 10:03:44
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@ Dominik ich kann dein Befinden durchaus nachvollziehen. Das geht mir so ähnlich. Wir haben ja ein Passivhaus gebaut und dort die Kosten für Dämmung, Lüftung, Detaillösungen auch nicht immer auf die Goldwaage gelegt. Architektonisch ist das Haus bestimmt ganz ordentlich und weit jenseits des üblichen Einheitsbreis. Die erste Frage zum Haus ist aber fast immer, ob sich das rechnen würde. Ich bin jetzt nicht der Meinung, dass EE-Investments ohne Gewinn sein sollen. Nein, da soll anständig was bei verdient sein. Aber im normalen Umfang. Die Auswüchse sei es nun PV an Toppstandorten oder Offshore-Wind müssen nicht sein.
@MaJen, danke für die Links, sind zumindest mal erste Hausnummern. Ich denke mal mit einem Mix aus Einsparen (wegen hoher Strompreise!), fast vollständige Biogaseinspeisung/speicherung und ggf. noch etwas Norwegen-Speicherseen ergibt das auch 100%. Andererseits kannst du ja mal in der Rubrik Wärmepumpen die Frage aufwerfen, was die Betreiber von 2 Wochen im Winter mit Strompreisen von 1€/kWh halten würden. Duck und weg...
Im Übrigen, ich würde hier kein Problem damit haben, für die 20 Tage beispielsweise 50% fossiles Erdgas einzusetzen. In diesem Bereich ergeben sich ja schon Definitionsschwierigkeiten, was sind nun 100%. Man muss ja auch mal sehen, dass ein Großteil der Alltagsgüter noch ölbasiert ist, Stichwort Kunststoff. Das wird (sinnvollerweise) auch immer mehr zunehmen und andere Werkstoffe wie Stahl und Aluminium verdrängen. Anstatt um die letzten 4-5% EE-Stromversorgung einen "Volksaufstand" zu machen, denke ich, es macht es mehr Sinn bei der Grundstoffindustrie die Rohstoffbasis in Richtung Holz (basierend auf KuP u. dergleichen) zu verändern. Von der deutschen chemischen Industrie ist auch gewollt, weil so die Importabhängigkeit (mit dem Risiko einer massiven Verknappung im Wesentlichen durch China und Indien) reduziert würde.
@Stefan, Beitrag hat mich nicht wirklich überzeugt. Viel Show um nichts. Aber ok, für den Durchschnittszuschauer muss das wohl sein.
@alle, aus meiner Sicht gibt es bei vielen eine Art "Denkblockade" dadurch, dass die Langzeitspeicherung von Strom so in den Vordergrund gestellt wird. Nur mit der jetzigen Technologie (Biogasaufreinigung u. Einspeisung), etwas Elektrolyse und ggf. noch etwas Norwegenverbund sind Werte von nahe 100% denkbar. Selbst wenn man gar nichts in Richtung Langzeitspeicherung unternehmen würde, würden wahrscheinlich auch schon 90% erreichbar sein. Wäre das soo schlecht? Mehr Selbstbewusstsein Leute!
Viele Grüße Claus
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22.06.2012 10:18:44
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Zitat von claus2  @alle, aus meiner Sicht gibt es bei vielen eine Art "Denkblockade" dadurch, dass die Langzeitspeicherung von Strom so in den Vordergrund gestellt wird. Nur mit der jetzigen Technologie (Biogasaufreinigung u. Einspeisung), etwas Elektrolyse und ggf. noch etwas Norwegenverbund sind Werte von nahe 100% denkbar. Selbst wenn man gar nichts in Richtung Langzeitspeicherung unternehmen würde, würden wahrscheinlich auch schon 90% erreichbar sein. Wäre das soo schlecht? Mehr Selbstbewusstsein Leute!
Viele Grüße Claus [...]
Claus, dein Optimismus in allen Ehren, aber wenn ich Überkapazitäten an Regenrativen habe, geht es denen jetzt so wie den Steinkohlekraftwerken. Die Ökonomie geht den Bach lang runter. Demzufolge muss der Strompreis nach Oben. Was ist denn jetzt schon für ein Gejammere von den Fossilen und von der PV-Branche. Die Wassermüller habe ich noch nie klagen gehört? E.S.
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22.06.2012 11:18:46
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Klasse Diskussion! Einige Anmerkungen und Fragen:
1) Wenn wir den Heizwärmebedarf langfristig durch Dämmung auf ~1/3 des heutigen Wertes bringen (1300 TWh --> 400 TWh) und WPs mit AZ=4 einsetzen, brauchen wir übers Jahr ca. 100 TWh elektr. Energie, davon wahrscheinlich 50 TWh in den Wintermonaten Dez-Febr.
2) Speicherung von EE Überschüssen als Methan ist in meinen Augen sinnlos, solange importiertes Erggas nur 1/10 kostet; Nachteil von "Windgas" wird immer sein, dass Anlagenkosten hoch sind (7 cent/kWh), also selbst bei null Cent für Strom das ganze die nächsten zehn Jahre, solange kann ein niedriger Gaspreis angenommen werden, nicht läuft.
3) Ist Gas GUD im großen Massstab (30 GW)wirklich die Lösung, wenn nur geringe Volllaststunden zustande kommen, wäre vielleich eine höherer Anteil normaler billiger Gaskraftwerke nicht sinnvoller?
4) Batterien als Speicher: Wieviel müßte sinnvollerweise vorhanden sein, damit auch im Winter Überschüsse für einen Tag gespeichert werden könnten, wären wir hier nicht wieder bei dezentralen Lösungen, die im Sommer PV Überschüsse grundlastfähig machen und im Winter EE Überschüsse abfedern.
5) Was kann durch eine bessere Verknüpfung der europäischen Stromnetze in Ost-West-Richtung gewonnen werden? Hier ist Steigerung der EE Grundlast (Wind) interessant, also Frankreich-Beneluxstaaten-D-Polen-KUKnachfolger als Einheit.
6) Ich würde auch ein wenig pragmatischer werden, was 100% EE angeht, solange die stoffliche Seite, nähmlich Verwendung von fossilen Energieträgern in der chemischen Industrie zur Produktion von Grundchemikalien, noch konzeptionell in der Luft hängt, hier wäre "Energie/Rohstoff" in der Tat sinnvoll.
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22.06.2012 11:22:00
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Zitat von claus2  ... was die Betreiber von 2 Wochen im Winter mit Strompreisen von 1€/kWh halten würden. Duck und weg...
Im Übrigen, ich würde hier kein Problem damit haben, für die 20 Tage beispielsweise 50% fossiles Erdgas einzusetzen. In diesem Bereich ergeben sich ja schon Definitionsschwierigkeiten, was sind nun 100%... Gegenfrage: Da die Fossilen - ob Erdgas, Kohle oder auch Öl - nicht zuletzt wegen der Vergesellschaftung der Umweltschäden und Subventionen noch auf Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte im Verhältnis 1:10+x deutlich billiger bleiben als EE_Speicherlösungen würde man zu einer echten Marktfähigkeit nahezu 100% EE nie kommen. Was ist das Ziel? 100%, 80% oder 50%? Wieviel sind wir bereit, draufzuzahlen, wenn es nicht die anderen Staaten auch machen? Wie es jetzt aussieht tragen wir einen Großteil der durch den Klimawandel verursachten Umweltschäden trotzdem, weil das CO2 (und auch Radioaktivität) an den Grenzen nicht Halt macht. Nach dem reinen unmittelbaren Kostenszenario kommt erst dann der Schnitt (und die anderen ziehen nach), wenn die kwh aus den Fossilen größer ist als die aus gespeicherter, residuallastfähiger EE. Die grenzüberschreitenden, vergesellschafteten Kosten und Schäden wirst Du nicht in den nächsten 50 Jahren berücksichtigt sehen, nicht vom Rest der Welt. Etwas anderes sind da schon Bereinigung durch Subventionen und die gesamtwirtschaftliche Bilanz, also unter Berücksichtigung der Beschäftigungsförderungs-, staatlichen einnahme- und handelsbilanziell bereinigten Effekte. Was nur psychologisch schlecht ist, dass sich alle bislang gezwungenermaßen auf den kwh-Strompreis fixieren. Der würde stark steigen und ohne Subventionen oder andere unmittelbare Vergünstigungen schwer akzeptiert werden. MaJen
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22.06.2012 11:23:08
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Naja Wolle, aber muss man sich da nicht auch mal entscheiden? Noch reden wir fossil über 5ct/kWh. Nur wie sieht es 2025 oder 2030 aus? Wegen der Chinesen und Inder sind es möglicherweise 12 oder vielleicht gar 15ct. Im Übrigen wirst du von mir noch nie gelesen haben, dass die Energiewende nichts kostet. So einen Blödsinn überlasse ich mal den Politikern. Es fängt schon damit an, dass der Ersatz der Anlagen am Ende Ihrer Lebensdauer meist völlig ausgeblendet wird. Meiner Meinung nach wird die Wende einiges kosten, aber eben auch Unabhängigkeit bringen. Überlege mal, wieviel Geld und Resourcen die USA in die Sicherung Ihrer nationalen Energieversorgung stecken. Jeder wie er mag. Nur, vielleicht sind Windmühlen ja am "Ende des Tages" dem Kriegsgerät überlegen. Viele Grüße, Claus PS: ich kenne einen Wassermüller, der seine Kleinturbine nachts abstellt, weil sich die Einspeisung angeblich nicht lohnt. Unterhalt soll durch die Betriebsstundenreduzierung signifikant sinken. Ob das alles so stimmt, kann ich nicht beurteilen.
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22.06.2012 11:55:46
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MaJen:"Gegenfrage: Da die Fossilen - ob Erdgas, Kohle oder auch Öl - nicht zuletzt wegen der Vergesellschaftung der Umweltschäden und Subventionen noch auf Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte im Verhältnis 1:10+x deutlich billiger bleiben als EE_Speicherlösungen würde man zu einer echten Marktfähigkeit nahezu 100% EE nie kommen. Was ist das Ziel? 100%, 80% oder 50%?"
Von der anderen Seite: Ziel ist es, eine möglichst große Menge importiertes Erdöl/Erdgas und einen möglichst großen Teil der heimischen Braunkohle einzusparen. Hier habe ich nicht nur den energetischen Hebel, sondern auch den stofflichen.
Wenn es mehr bringt, Industrieprozesse unter Nutzung von EE umzustellen, z.B. Biomasse + Wasserstoff aus EE-Strom anstelle von Öl/Gas, dann bin ich natürlich bereit, auf 100% EE bei der Stromerzeugung länger zu verzichten.
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22.06.2012 12:04:11
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Das Schöne ist, dass die bisherige PV in DL tagein tagaus fossile Energie einspart. Ob das AKW-Freunden und sonstigen Kritikern passt oder nicht. Für nachfolgende Generationen wirds immer positiver ausschauen.
Der Netzausbau wird auch schon irgendwie gemeistert.
Außerdem wird die Redox-Flow-Batterietechnik in Zukunft die E-Speicherlösung positiv beeinflussen. Machbar ist schon alles. Es wird bereits an kostengünstigeren Flüssigkeiten geforscht. Redox-Flow-Flüssigkeit MTBF = ca. 30-40 Jahre. Dann hat halt jeder 2 Kübel mit Pumpen dahoam im Keller stehen. ESHK-Monteur wird ein neuer Berufszweig :-) .
In einigen Jahrzehnten werden auch die engstirnigen AKW-Befürworter ruhiger werden :-) .
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22.06.2012 12:20:01
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Viel wichtiger ist es, sich in Zukunft gegen Energie-Oligarchen und G4 zur Wehr zu setzen. Soweit reicht das Verständnis vom gemeinen Michel-Kritisierpöbel leider nicht, derweil die korrupte konservative CDU/FDP-Regierung es geschickt versteht den Pöbel mit abschweifenden Themen zu beschäftigen. Bei Rot-Grün wirds nicht anders ausschauen. Bei denen kommt dann "der Rote Milan" als Verballhornungsthematik für nicht realisierbaren Ökostrom aus der Trickkiste. Hauptsache die G4 Roman Abramovich und co werden immer fetter, das Volk ist mit gegenseitigen Vorwürfen @Erneuerbaren Energien beschäftigt.
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22.06.2012 21:32:37
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@ Claus 2
Die "Wassermüller" bekommen ca. 6 ct. pro KW Und haben noch die Kosten der Instandhaltung der Wasserkanäle.
Die windmüller bekomen ca. 9 ct/KW uns seit neuestem eine Zusachlag von der Politik.
Neulich kam eine Reportage wo nach Der "Windmüller" einen obskuren zusachlag erhält dessen Begründung an den Haaren herbeigezogen wird.
Wobei wenn man weiter denkt ist das schon für die "gro0en 4" gedacht die ja groß in das Offshore Windgeschäft einsteigen wollen. uns schon mal die Preise für sich Politisch zurechtrücken lassen.
Gruß django
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23.06.2012 15:12:05
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Hallo Olaf, ich versuche mich mal an einem Kommentar zu deinen Anmerkungen.
GuDs machen primär Sinn als gute Übergangslösung. So ein Umbau kostet ja viel viel Zeit. Ich denke mal, dass 20 Jahre erreichbar wären. Allerdings sicher nicht mit dem jetzigen Tempo. Die theoretisch denkbaren lediglich 500 Betriebsstunden wären ja allenfalls erst 2035 erreicht. Daher kann man nicht auf den guten Wirkungsgrad verzichten. Die Anbieter beschäftigen sich ja schon seit langem mit der Einbindung von SOFC um noch höheren elektrischen Wirkungsgrad zu erreichen (Zielwerte von 68%).
Kurzzeitspeicher für den Winter ist so eine Sache. Die meiste Zeit besteht im Winter eh kein Überschuss und wenn dann kommt er durch den Wind. Es ist ja so, dass ein PV Leistung von 200GW eh nicht ohne Kurzzeitspeicherung funktionieren kann. Idealerweise würden die Akkus die notwendigen Netzdienstleistungen wahrnehmen. Das spricht daher gegen die "Kellerlösungen" und eher für Großanlagen auf lokaler Ebene (i.S.v. Kleinstadt). Kapazität in der Größenordnung von 0.6 TWh. Da man auch im Sommer etwas noch die Lastspitzen u. Täler der Windkraft glätten möchte, wären wohl 1 oder vielleicht auch 1.5 TWh ganz gut. Allerdings muss klar sein, und dies ist simple anhand der Zahlen nachvollziehbar, dass bei der Windkraft (bei einer installierten Leistung von 150 - 175 GW) nicht viel zu machen ist. Nehmen wir mal 1000GWh Kapazität und unterstellen pauschal Starkwind mit Pm von 65% (über alle Anlage Nordsee bis Südbayern), d.h. dann 98 - 114 GW Leistung, d.h. es würde nur etwa 9 bis 10 Stunden dauern, bis die Akkus "glühen" würden. Zu kurz für unsere typischen Wetterlagen. Windkraftanlagen, deren Leistungskurve quasi-kontinuierlich einbricht )siehe Kurven z.B. für die Gamesa 136-4.1 sind auf jeden Fall sinnvoll. Ein noch früheres Abnehmen der Leistung wäre bei so hoher Gesamtleistung sicherlich wünschenswert.
Beim europäischen Netzausbau könnte sicher ein sternförmiges Netz in der Nordsee viel helfen. Die Offshore Erschließungen lassen zumindest hoffen, dass hierfür eh Wirtschaftlichkeit gegeben ist.
Viele Grüße Claus
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24.06.2012 16:17:31
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Aus dem europäischen Netz erwarte ich keine Entlastung, sondern zumindest kurz- und mittelfristig massive Belastungen.
Grund ist natürlich die französische Lastspitze. Nur mal zur Erinnerung: Am 07.01.2009 wurde dort ein Rekord markiert mit damals 92,4 GW Spitzenlast. Am 15.12.2010 war es mal wieder so weit, damals mit 96,7 GW. Bisheriger Höhepunkt war dann am 08.02.2012 mit 102,1 GW. Man beachte die Steigerungswerte!
Eigentlich wäre nun der Zeitpunkt gekommen, die Franzosen mal ganz freundschaftlich zu fragen, wie das eigentlich weiter gehen soll. Im Sinne der Netzstabilität.
Nur sagen können wir kaum etwas, nachdem Mutti im März 2011 ohne jede Rücksprache mit irgendwelchen Partnern ihre Bauchentscheidung durchgezogen hat. Statt Küsschen links und Küsschen rechts bei jedem noch so unnötigen Krams plötzlich eine ganz einsame Entscheidung. Das hat man im Ausland nicht vergessen.
Sieht sehr schlecht aus für freundschaftliche Kooperation. Aber das erste Foul kam ganz klar aus Deutschland.
Viele Grüße
Dominik
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25.06.2012 12:23:57
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Naja dafür foult Frankreich halt regelmässig jeden Winter mit diesen Lastspitzen. Und anhand der Zahlen sieht man ja das die Fouls der Franzosen immer heftiger werden. Schade das jeder so sein eigenes Süppchen kocht und viele europäische Länder anscheinend gar nichts von Ökostrom halten. Gerade die südlichen Länder (und dazu zähle ich auch teils Frankreich) hätten doch wirklich gute Möglichkeiten. PV-Ertrag liegt bei denen höher und Gebirge haben auch fast alle für Speicherpumpwerke. Naja mal sehen in welche Richtung das ganze bis 2020 gehen wird.
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25.06.2012 13:27:04
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Hallo Andi,
genau so isses.
Derzeit wird europaweit händeringend nach sinnvollen Konjunkturpaketen gesucht, in Grössenordnungen 100er Milliarden €. Soll aber auch nicht in den Konsum gehen.
Da könnte man wirklich einen Teil in den Umbau der Energieversorgung stecken.
Stefan
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25.06.2012 16:08:16
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Zitat von Andi_HB  Naja dafür foult Frankreich halt regelmässig jeden Winter mit diesen Lastspitzen. Und anhand der Zahlen sieht man ja das die Fouls der Franzosen immer heftiger werden. Schade das jeder so sein eigenes Süppchen kocht und viele europäische Länder anscheinend gar nichts von Ökostrom halten. Gerade die[...] Das Hauptproblem liegt im Ausbau von Wärmepumpen-Heizungen. Trotz wesentlich milderem Klima (auch wenn mal eine Kältewelle aus dem Osten über die Grande Nation hereinbricht, sind die Tiefstemperaturen wesentlich milder als in Deutschland), steigt der Stromverbrauch in Frankreich im Winter immer stärker an. Gruß Peter
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25.06.2012 17:45:42
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Ja Peter so ist es leider. Der allgegenwertige Renditewahn führt auch nicht wirklich zu guten Sanierungen. Und wenn jemand mal etwas ungewöhnlicher saniert (um mal ein x-beliebiges Beispiel zu nennen http://www.reintanz-ingenieure.de/uploads/media/Wohnhaus_Sanierung_Beispiel.pdf ) dann wird gleich auf die enormen Kosten, die mangelnde Monovalenz, die Komplexität, usw, usw. verwiesen. Vollflächige PV und LWP wären doch so viel besser, billiger, usw. gewesen. :-@ Lastabhängige Strompreise für alle! Damit wäre die Luft als (alleinige) Quelle fast sofort mausetot. Direktstromheizungen sowieso. Im Übrigen, bei der Bahn merken sie auch gerade, dass 100% EE-Bahnstrom mit so netten Dingen wie Direktstromweichenheizungen inkompatibel ist.... Claus
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25.06.2012 18:42:14
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Mit Saisonspeicherung wäre eine Luft-WP erste Wahl.Quelltemperatur hoch,PV-Ertrag ebenfalls,Verluste durch den Saisonspeicher äußerst gering(jedenfalls gegenüber einem auf 85-90° erhitzten ST-Speicher).
Nur lassen die Leute lieber völlig ungenutzte,meist auch überflüssige Keller anfertigen,anstatt einen Teil der Fläche zum gut isolierten Speicher umzufunktionieren.
Ein Rundumschlag gegen Wärmepumpen als Verursacher von Netzinstabilität ist töricht,das Gegenteil ist der Fall (dezentrale Puffer!)
MfG
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25.06.2012 20:47:45
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Zitat von Andi_HB  Schade das jeder so sein eigenes Süppchen kocht und viele europäische Länder anscheinend gar nichts von Ökostrom halten. Gerade die südlichen Länder (und dazu zähle ich auch teils Frankreich) hätten doch wirklich gute Möglichkeiten. PV-Ertrag liegt bei denen höher und Gebirge haben auch fast alle für Speicherpumpwerke. Vorsicht, lieber Andi. Die Franzosen sind bei Wasserkraft wesentlich besser aufgestellt als die Deutschen. Das ist deren zweite Säule nach der Kernkraft. Lassen wir das wasserwirtschaftlich schlechte Jahr 2011 mal draußen und nehmen wir das Normaljahr 2010. Da haben die aus Wasserkraft 67,6 Mrd. kWh gepresst, macht abzgl. Pumpenstrom von 6,5 Mrd kWh einen Nettoertrag von 61,1 Mrd. kWh (zum Vergleich DE: ca. 21 Mrd kWh). Das alles dank Speichern bestens regelbar, die pressen ohne Angreifen der Reserve locker gesicherte 13 GW (kurzzeitig) aus der Wasserkraft (heute mittag z.B. 11,8 GW). Da können wir mit unserem ganzen EEG-Gedöns niemals mithalten, trotz 3,592 Cent Umlage. Ändert natürlich nichts daran, dass ihnen die Lastspitze völlig aus dem Ruder gelaufen ist und inzwischen eine Bedrohung für das gesamte europäische Netz darstellt. Der normalerweise größte Exporteur hängt plötzlich am Tropf und muss massiv importieren. Das ist natürlich nicht gut. Ausbau von EE wäre natürlich eine Option, aber: Die Spitzenlasten fielen regelmäßig in stabilen Hochdrucklagen (d.h. kaum Wind) abends (d.h. 0 MW Fotovoltaik) an. Zugegeben, ich bin bei der Problematik etwas ratlos. Viele Grüße Dominik
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25.06.2012 20:51:08
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Nur lassen die Leute lieber völlig ungenutzte,meist auch überflüssige Keller anfertigen,anstatt einen Teil der Fläche zum gut isolierten Speicher umzufunktionieren.
Dieses Problem ist in der Solarbranche schon über 20 Jahre bekannt. Die benötigten Speichervolumina für Solarwärmeanlagen mit Deckungsgraden > 50% (Sonnenhäuser) nehmen nach der Auffassung vieler Bauherren einfach zu viel Platz im Haus ein.
Das ist einer der wesentlichen Gründe, warum in D trotz jahrzehntelangen positiven Erfahrungen mit einer funktionierenden Technologie erst rund 1000 Sonnenhäuser gebaut wurden (Stand Ende 2011).
Die Lernkurve Sonnenhäuser / a sieht zurzeit nicht so aus, dass sie exponentiell steil nach oben geht.
Sorry, eigentlich aber OT.
Dietmar Lange
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26.06.2012 10:06:55
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Zitat von Dietmar Lange  Nur lassen die Leute lieber völlig ungenutzte,meist auch überflüssige Keller anfertigen,anstatt einen Teil der Fläche zum gut isolierten Speicher umzufunktionieren.
Dieses Problem ist in der Solarbranche schon über 20 Jahre bekannt. Die benötigten Speichervolumina für Solarwärmeanlagen mit Deckungsgraden > 50% (Sonnenhäuser) nehmen nach der Auffassung vieler Bauherren einfach zu viel Platz im Haus ein.
Das ist einer der wesentlichen Gründe, warum in D trotz jahrzehntelangen positiven Erfahrungen mit einer funktionierenden Technologie erst rund 1000 Sonnenhäuser gebaut wurden (Stand Ende 2011).
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Sorry, eigentlich aber OT.
Dietmar Lange [...] Da sich bei PV in Berlin nichts bewegt können wir ja mal über OT Sonnenhäuser diskutieren. Warum denn die 100% solare Deckung bei relativ geringem Energieverbrauch???? Solange Autos noch mit Benzin fahren, dürften doch 10% fossile Energie beim Heizen nicht das Problem sein! 40 m² mindestens 70°steile Thermie, moderates Puffervolumen(5-8m³), Flächenheizung und nach vorliebe des Bauherren dann entweder eine 0815 Therme oder einen Holz/Kohleofen für die paar Tage dann im Jahr. Alle WP heizen die paar Tage mit miserablen COP mit Braunkohlestrom! E.S.
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26.06.2012 11:13:50
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Da sich bei PV in Berlin nichts bewegt können wir ja mal über OT Sonnenhäuser diskutieren.
Warum denn die 100% solare Deckung bei relativ geringem Energieverbrauch????
ok,
dann aber der Hinweis, dass ein „ Sonnenhaus“ per Definition eine Anlage mit Deckungsgraden > 50% hat. 100 % ist eher selten.
40 m² mindestens 70°steile Thermie, moderates Puffervolumen(5-8m³), Flächenheizung und nach vorliebe des Bauherren dann entweder eine 0815 Therme oder einen Holz/Kohleofen für die paar Tage dann im Jahr.
Die bekannten Referenzobjekte bewegen sich grob in diesen Rahmen. Das eigentliche Problem des Konzepts ist die noch immer fehlende Nachfrage und Akzeptanz bei Bauherren.
Es ist sicher kein Zufall, dass unmittelbar nach der Streichung der Förderung für Neubauten eine auf solche Konzepte spezialisierte Firma aus Sachsen in die Insolvenz gegangen ist.
Der ehemalige Inhaber bezieht übrigens jetzt PV mit in die von ihm propagierten Hauskonzepte mit ein und wirbt für „energieautarke“ Häuser.
Dietmar Lange
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26.06.2012 12:08:01
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Wenn wir ehrlich sind, müssen wir eigentlich alle zugeben, dass wir bezüglich der Residuallastbewältigung für das Szenario Flaute, kalte Inversionswetterlage und ganz D zwischen -5° bis -15° im Wesentlichen ohne Antwort sind. Für die Stromversorgung bleibt nur Biogas/Gaskraftwerke ggf. mit erhöhter H2-Beimischung wie zu Omas Zeiten vielleicht auch noch ein Verbund mit Speicherseen in Norwegen. Technisch denkbar aber ökonomisch? Es wäre wohl davon auszugehen, dass die kWh während dieser etwa zwei Wochen etwa 1 bis 1.50€ kostet, es sei denn die Kosten würden auf das Jahr umgelegt. Ich denke da wird man noch bis 2050 auf Fossile setzen. Beim Heizen ist es ähnlich. Kein Konzept ist wirklich tragfähig. Für die breite Anwendung von Sonnenhäuser mangelt es überlicherweise schon an der Südausrichtung. Forschungsanstätze zur verlustfreien chemischen Wärmespeicherung (Natronlauge z.B.) sind halt im PV-Hype untergegangen. Abgesehen davon ist das Holz auch besser im Bau (Türme für Windkraftanlagen vielleicht;-) ) aufgehoben.
Aber warten wir mal ab. Vakuumflachkollektoren und vor allem vakuumgedämmte Großsolarspeicher (>100m³) kommen ja so gaaaaaaanz langsam in Fahrt: http://www.ohm-hochschule.de/fileadmin/Kompetenzzentren/Energietechnik/PDFs/110305_WSED_Fuchs.pdf
Claus
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26.06.2012 12:22:01
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Kleiner Nachtrag zu den Vakuumgedämmten Solarspeichern: http://energie.otti.de/thermie12/35_Altenburger.pdf Im Bereich von 100 bis 300m³ würde da einiges Potential bestehen, weil zahllose Immobilien solar beheizbar würden. Wärmepumpeneinbindung wäre bei solchen Volumina meiner Meinung nach eh obligatorisch und im Hinblick auf die Lastsituation bei mehrfach überdimensionierter Windkraft auch ideal.
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26.06.2012 12:50:07
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+++ Reuters/Kreise: Bund und Länder einigen sich auf einen Kompromiss bei der Solarförderung +++ Einmalkürzungen ab April von gut 20% bis gut 30% bleiben wie vom Bundestag beschlossen +++ Ab 52 Gigawatt installierter Leistung soll es dafür keine Solarförderung mehr geben +++
Ist eh schon wurscht- Karren im Dreck.
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Zeit:
26.06.2012 13:08:34
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Zitat von sukram  +++ Reuters/Kreise: Bund und Länder einigen sich auf einen Kompromiss bei der Solarförderung +++ Einmalkürzungen ab April von gut 20% bis gut 30% bleiben wie vom Bundestag beschlossen +++ Ab 52 Gigawatt installierter Leistung soll es dafür keine Solarförderung mehr geben +++
Ist[...] Komplette Meldung ohne KommentarDietmar Lange
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26.06.2012 13:19:03
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Ist nicht der heutige Stand der Technik, wenn man nach dem Kohleausstieg in der Stromversorgung und in der zweiten Stufe dann 100% EE spricht, die Kombination aus:
- PV und Wind (und fossilem Gas in der ersten Stufe, danach synthetisches Gas) - Pumpspeicherkraftwerke - das Vorhalten von GUDs bis nahezu 100% der in D denkbaren Lastspitze (damit wird die kwh aus einem GUD deutlich teurer als heute, da diese Kraftswerke niedrige Auslastungsgrade haben werden)
Alle anderen Varianten sind bei mir weder klimaverträglich (Kohle) noch technisch in Reichweite bzw. bezahlbar. Biogas- und Müllverstromung wäre noch zu untersuchen.
Der Winterstrom, von dem Claus spricht wird in der Erzeugung der Teuerste, das ist klar. Ob man den nun preislich lastabhängig umlegt oder dessen Kosten aufs ganze Jahr verteilt sollte der Markt der Stromanbieter regeln. In der ersten Variante kann der umsichtige Stromnutzer sicher Geld sparen.
Die potenziellen Strompreissteigerungen ergeben sich dann imho aus
- dem Kohleausstieg - den Netzausbaukosten - den niedrigen Auslastungsgraden der Residuallastkraftwerke
MaJen
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Zeit:
26.06.2012 13:27:33
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Die folgende Formulierung ist schon skurril: Zudem verständigte man sich darauf, die Förderung für Solaranlagen ab einer installierten Leistung von 52 Gigawatt komplett einzustellen. Derzeit sind rund 28 Gigawatt am Netz. Solarstrom soll allerdings auch danach - allerdings zum Marktpreis - ins Netz eingespeist werden müssen.Da warte ich lieber mal auf die endgültige Variante, bevor ich das Ende des "billigen Eigenstroms" verkünde... Grüße Stefan
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Zeit:
26.06.2012 13:37:06
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Zitat von claus2  Kleiner Nachtrag zu den Vakuumgedämmten Solarspeichern: http://energie.otti.de/thermie12/35_Altenburger.pdf Im Bereich von 100 bis 300m³ würde da einiges Potential bestehen, weil zahllose Immobilien solar beheizbar würden. Wärmepumpeneinbindung wäre bei solchen Volumina meiner Meinung[...] Hallo Claus, nach dem zitierten Vortrag habe ich mich gefragt, ob es nicht vielleicht leichter wäre, einen nahezu leeren Hohlraum auf 0,0001 mbar zu bringen, als einen mit 0,00003 mm "großem" Füllmaterial (und entsprechend großer Oberfläche zur Bindung von Feuchtigkeit etc.) auf 10 mbar... Aber ich denke da eh "etwas anders"... Grüße Stefan P.S.: Zumindest wurde bei ST schon mal erkannt, dass nicht das "Runde" bei VRK für gute Ergebnisse sorgt, sondern das Hochvakuum. Dass das bei FK auch machbar ist, scheint jetzt so langsam akzeptiert zu werden:-)
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Zeit:
26.06.2012 13:59:35
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Hallo Stefan,
das "runde Vakuum" hätte meiner Ansicht nach "nur" eine Niederschlagsabdeckung bei Temperaturen ab < 5-2°C nötig.
Die könnte zugleich als Stagnationsbremse wirken.
Aber wahrscheinlich mal wieder um viel zu viele Ecken herumgedacht. :-)
Von Materialaufwand und Festigkeit(Hochvakuum) her wären die Röhren schon sehr gut.
Stefan
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