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Thema: 3KW Sole WP für ein fast PH.
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Seite 2 von 6 [Beitrag 36 bis 70 von 176]erste <12345>letzte 
3KW Sole WP für ein fast PH.
Verfasser:
MaJen
Zeit: 16.04.2012 15:22:30
1704638
Zitat von flo79 Beitrag anzeigen
majen. Du schreibst immer Nibe, dachte die wollen Nilan. Oder ist das das selbe? Hab mich nicht damit beschäftigt da mir diese Passivhaus-Kompakt-Teile immer zu teuer waren...


sorry, soll Nilan heißen.
Verfasser:
winni 2
Zeit: 16.04.2012 15:54:32
1704653
Nochmal, die Nilan hat 3,9 kW,
bei 35/30 Grad.

Ist dann ja eigentlich nicht mehr soweit
weg von der Vaillant?

Mir sind getrennte Systeme auch symphatischer,
als Eierlegendewollmilchsäue :-))


Gruss

winni
Verfasser:
eddy1508
Zeit: 16.04.2012 22:52:59
1704878
Abend


ich dachte auch wenn ich schon so ein gut gedämmtes Haus baue dann werde ich sicherlich mit der Wahl der Lüftungsanlage mit FBH nicht so viel Ärger haben und es wird sicherlich nicht so teuer in der Anschaffung sein doch da habe ich mich getäuscht.

Ich würde sagen das es sogar schwerer ist was passendes zu finden für Häuser die so wenig Energie benötigen und im Netzt finde ich auch nichts.

Was die FBH angeht dachte ich das ich die rohre so eng wie möglich 10cm verlege und im Bad natürlich enger damit die VL Temp. gering bleibt dadurch ergeben sich natürlich sehr viel Kreise bei 220m2.

Ich würde mich freuen wenn ich eine FBH Berechnung bekommen würde doch die bekomme ich nur wenn ich die Rohre für teures Geld kaufe. :-(

Mit 14700€ bekommt man nur die Geräte ohne Installation und Kollektor.

Für weitere Vorschläge bin ich offen.


MFG
eddy
Verfasser:
eddy1508
Zeit: 16.04.2012 23:02:05
1704881
was vergessen zu schreiben.


Mit der Abluft WP soll so wie ich das verstanden habe auch die Luft die in den Raum geblasen wird vorgewärmt werden so das man die Sole WP
nur im winter benötigt.
Die Sole WP ist nur für die FBH zuständig nicht für das WW, das WW wird von der Lüftungsanlage beheizt.


MFG eddy
Verfasser:
winni 2
Zeit: 16.04.2012 23:12:24
1704891
Bei dem Preis würde ich das Gerät ganz schnell
vergessen.
Und 10 cm Verlegeabstand wirst Du in Deinem
Haus wohl auch nicht brauchen.

Ich denke, Du brauchst jemand, der Passivhaus-
geeignete Anlagen planen kann.
(Ja, ich weiss Du hast kein Passivhaus,
aber fast oder vielleicht doch?)

Das Honorar wirst Du vermutlich an der Anlagen-
technik mehr als einsparen.

Und wenn Du das Geld sparen willst, die von anderen
genannten Alternativen werden sicher funktionieren.

Einfach eine kleine Kompakt-Solepumpe mit Warmwasserspeicher
und Grabenkollektor und eine KWL mit Feuchterückgewinnung,
ohne Erdwärmetauscher/integrierter Wärmepumpe.

Gruss

winni

(hobbyexperte)
Verfasser:
eddy1508
Zeit: 16.04.2012 23:23:35
1704896
Hallo

Die Compact P hat einen PH Zertifikat.

der Erdwärmetauscher ist schon vorhanden und wartet auf seinen Einsatz.

Kann man eine beliebige Lüftungsanlage nehmen oder muss es eine mit FRG sein???

MFG
eddy
Verfasser:
crax
Zeit: 17.04.2012 06:53:44
1704920
Zitat von eddy1508 Beitrag anzeigen
...Ich würde sagen das es sogar schwerer ist was passendes zu finden für Häuser die so wenig Energie benötigen..
So ist es, denn der Markt orientiert sich an der Masse.
Zitat von eddy1508 Beitrag anzeigen
...Was die FBH angeht dachte ich das ich die rohre so eng wie möglich 10cm verlege und im Bad natürlich enger damit die VL Temp. gering bleibt...
Das dürfte kräftig in die Hose gehen!
Zitat von eddy1508 Beitrag anzeigen
...Ich würde mich freuen wenn ich eine FBH Berechnung bekommen würde...
Du kannst mir ja mal eine e-mail schicken.

mfg
Verfasser:
eddy1508
Zeit: 17.04.2012 12:01:36
1705048
Hallo

jetzt bin ich ganz durcheinander :-( was und wie kann ich es denn besser machen damit das ganze vernünftig funktioniert und meine Frau es auch warm zu Hause hat.

Soll ich die Anlage von Nilan vergessen???


MFG
eddy
Verfasser:
fdl1409
Zeit: 17.04.2012 12:29:43
1705066
Für den Preis würde ich mir das noch einmal sehr gut überlegen. In Sachen Effizienz ist diese Anlage mit Sicherheit suboptimal - soll alles können, kann nichts richtig gut. Warmwasser aus der Abluft funktioniert nur gut bei hoher Ablufttemperatur. Wenn du in der Heizperiode noch Warmwasser aus der Abluft quetschen willst wird es sehr eng. Allein schon vom Massenstrom her.

Würde das eher trennen. Effiziente Lüftungsanlage, möglicht mit Feuchterückgewinnung. Und eine effiziente Heizung mit Warmwasser. Eine Vaillant Geotherm VWS 62/3 kriegst du im www für unter 6.500 Euro. Samt Montage und Grabenkollektor kostet die Anlage keine 10.000 Euro.

FBH brauchst du nicht so supereng zu legen bei der geringen Heizlast und Wärmebedarf. 10cm nur im Bad, der Rest kann viel weiter verlegt werden. Wichtig ist nur, daß du eine ausreichende, zur Leistung der WP passende Anzahl von Heizkreisen hast. Es sollten, wenn die WP läuft, mindestens 6 Kreise mit nicht zu dünnem Rohr in Betrieb sein, besser noch mehr. Natürlich nicht Pi mal Daumen, sondern nach Raumheizlast ausgelegt. Möglichst ohne Einzelraumregelung.

Grüße
Frank
Verfasser:
flo79
Zeit: 17.04.2012 12:38:30
1705071
Ich würd Sie vergessen. Wär mir einfach zu teuer auch sonst sind die Daten nicht besser als bei getrennten Geräten.

Nimm ein 6 kw Kompaktmodell und eine gute KWL mit WRG und FRG. Den Erd-WT mit 40 m kannst du da auch gut verwenden.

Gruß Flo
Verfasser:
eddy1508
Zeit: 17.04.2012 22:42:16
1705369
Hallo

gut dann werde ich Nilan vergessen.
Neues Konzept muss also her.

1.Welche WP würdet Ihr mit empfehlen oder ist die bessere (Vaillant VWS 62/3 oder die Viessmann WP 5,9 KW Vitocal 343-G.

2.Welche Lüftungsanlage ist die zuverlässigste und ist sparsam im betrieb den Erdwärmetauscher habe ich ja schon.

Was soll ich noch beachten??

MFG
eddy
Verfasser:
kova1902
Zeit: 17.04.2012 23:04:46
1705371
Ich finde Nilan gar nicht so schlecht für dein mini Bedarf,nur preislich ?Du hast ein Passivhaus :WW -Bedarf wird höher sein als Heizen.Gibt uns die Flächen (Wände ,Dach,...)
Verfasser:
eddy1508
Zeit: 17.04.2012 23:08:53
1705373
Mann weis leider nicht was das richtige ist oder erst dann wenn es zu spät ist und alles ist schon verbaut!!

Den Nachweis kannst du die hier anschauen:
http://www.fileuploadx.de/863156

MFG
eddy
Verfasser:
eddy1508
Zeit: 18.04.2012 23:02:12
1705732
Abend

gut dann wird es eine Vaillant VWS 62/3 bringt eigentlich die kühlfunktion (VWS 63/3) was????

Die WRL mit WRG wird dann extra laufen also so wie Ihr es mir empfohlen habt.

Kommen wir nun zu dem Kollektor.

Benötigt wir 2x300meter 32x2,9 RC (wo kauf man das am besten) in 1,8meter tiefen und 1meter breite mit 50meter Graben und ein Soleverteiler.

Kann ich den Kollektor so verlegen wie ich es im Bild gezeichnet habe oder gibt es bessere Vorschläge??
http://www.fileuploadx.de/183951

Danke

MFG
eddy
Verfasser:
flo79
Zeit: 18.04.2012 23:14:42
1705739
Wir ham auch die WP. Die Kühlfunktion haben wir nicht und haben sie auch nie vermisst. Wenn dein Haus bzgl. Verschattung usw. richtig geplant ist kann man drauf verzichten.

Ich würd den Graben wenn möglich mind. 60 m lang machen und 1,20 breit. Tiefe 1,80 bis 2 m.

Zur Verlegung können dir die Experten hier mehr sagen.

Lüftungsanlage würd ich auf jeden Fall mit Feuchterückgewinnung nehmen. Ich finde die Paul Novus (entweder 300 oder 450) oder Zehnder (350 oder 550) gut. Such dir hier einen guten Planer damit die Anlage richtig funktioniert. Den Erd-WT (40m) habt ihr ja schon.
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 19.04.2012 07:25:32
1705774
Hallo,

ich hätte da die allgemeine Frage, ob es überaupt notwendig ist, für ein PH eine kleine WP zu installieren oder ob die 6 KW-Dinger nich doch gut passen.

Irgendwo habe ich gelesen, dass es schwerer ist kleine WP zu bauen und die 6 KW auch in gewisser Weise nicht nur dem Markt, sondern auch den technischen Möglichkeiten geschuldet sind.

Wie auch immer, man wird die Wärmepumpe mit einer gewissen Hysterese betreiben. Wenn man eine FBH im Estrich hat, dann hat man doch eh so viel Maßße, die im Rahmen der eingestellten Hysterese wieder aufgewärmt werden muss, das auch eine 6KW Anlage durchaus lange Laufzeiten hat. Welchen Vorteil sollte dann eine 3 KW WP noch bringen?
Nebenbei hätte ich mit der 6 KW-Anlage noch reichlich Reserve und die WW-Produktion geht auch schneller voran.

Ich glaube also, dass eine Überdimensionierung in diesen Bereichen relativ problemlos ist und die Vorteile die Nachteile überwiegen.

Bei einem PH wird sich wohl eher die Frage nach der Temperaturauflösung der Steuerung/Heizkurve stellen. Hier wurde doch mal ein Bild eingestellt von der tatsächlichen Heizkurve. Die war nämlich alles andere als eine Kurve bzw. gerade, sondern hatte Temperatursprünge im Grad-Bereich. Eine Heizkurve zwischen 22 und 30°C VL war nichts anderes als 8 VL-Stufen. Die Hysterese würde dann auch minimal 1 K betragen und man kann sich dann schon die Laufzeiten der WP ausrechnen.

Für ein PH wäre es viel interessanter, eine Steuerung mit einer besseren Auflösung zu nehmen als zu versuchen von 6 KW auf 3 KW zu kommen.

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
Keine Werbung
Zeit: 19.04.2012 08:13:35
1705788
Zitat von Jojo_ Beitrag anzeigen
Irgendwo habe ich gelesen, dass es schwerer ist kleine WP zu bauen und die 6 KW auch in gewisser Weise nicht nur dem Markt, sondern auch den technischen Möglichkeiten geschuldet sind.

Vor fast 10 Jahren habe ich mich schon für eine WP mit COP = 5 bei B0/W35 entschieden.
Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass die Leistung ca. 1/3 zu groß ist. Bei nächster Gelegenheit werde ich die WP im Interesse besserer Arbeitszahlen drosseln.

Zitat von Jojo_ Beitrag anzeigen
Wie auch immer, man wird die Wärmepumpe mit einer gewissen Hysterese betreiben. Wenn man eine FBH im Estrich hat, dann hat man doch eh so viel Maßße, die im Rahmen der eingestellten Hysterese wieder aufgewärmt werden muss, das auch eine 6KW Anlage durchaus lange Laufzeiten hat. Welchen Vorteil sollte dann eine 3 KW WP noch bringen?

Je höher die Heizleistung, desto höher die Temperaturdifferenz zw. Kondensationstemperatur und Raumtemperatur:

Q = k * A * DT

Zitat von Jojo_ Beitrag anzeigen
Bei einem PH wird sich wohl eher die Frage nach der Temperaturauflösung der Steuerung/Heizkurve stellen...

Das Problem konventioneller Heizungsregler mit ungenügender Auflösung im Zusammenhang einer fast waagrechten Heizkurve (der Begriff Heizgerade wäre zutreffender) und niedrigen Heizwassertemperaturen habe ich mit einer SPS aus der Welt geschafft.
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 19.04.2012 09:01:05
1705807
Hallo,

hat man tatsächlich höhere Verdampfertemperaturen bei einer größeren Wärmepumpe? Normalerweise haben die doch einen höheren Durchfluss, um entsprechend hohe Verdampfertemperaturen zu vermeiden. Klar, der Estrich wird im Rahmen der Hysterese mit einer 6 KW WP doppelt so schnell aufgeheizt wie mit einer 3 KW-WP. Die große WP läuft nur halb so lang und hat die doppelte Anzahl von An- und Ausschaltungen. Aber macht das tatsächlich so viel Unterschied, wenn ein bei diesen heizleistungen doch eher üppiger Heizestrich temperiert wird?

Die Möglichkeit, die WP über eine SPS zu steuern ist ja gut und schön, aber nicht jedermans Sache. Ich z.B. muss mich auch bald mit der Wahl der richtigen WP beschäftigen und weiss noch nicht, welche Steuerjung denn für unsere nahezu waagerechte Heizkurve überhaupt geeignet ist. Eine Eigenbau-Steuerung möchte ich gerne vermeiden.

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
claus2
Zeit: 19.04.2012 10:15:37
1705844
Hallo,

meine Erfahrungswerte mit der Kombi PH/FBH (aber noch keine WP) diese Heizsaison möchte ich nicht verheimlichen. Ich habe probeweise konstant 24°C VL ausprobiert. Das hat recht gut funktioniert. Kritisch waren nicht Temperaturen bis zu -19°(!!!) dieses Jahr - kritisch war eher trübes Wetter bei zum Beispiel etwa -5°.

Was die WP-Leistung anbelangt würde ich 4kW für die meisten EFH-PHs mit Energiebezugsflächen bis etwa 250m² als sinnige Größe betrachten. Ein bisschen Reserve ist nie verkehrt. Schön fände ich noch Modulation bis 2kW. Solche WPs könnten auch für gute (Total)-Sanierungen passen. Bei der Quelle überzeugt mich die Kombination aus kurzer Sonde und Baugrubenkollektor (wegen fetter Perimeterdämmung sowohl beim Neubau als auch bei der Sanierung ok) am meisten. Verallgemeinern lässt sich aber nichts. Garten großflächig umgraben, mag im ländlichen Raum gehen. Gewöhnlich ist das aber im Bestand im (klein)städtischen Bereich ein absolutes nogo. Auch PV-T und Baugrubenkollektor wäre nicht verkehrt.

Bei den WP-Leistungswerten kommt es auf die Standardangaben bezogen auf 35/30 auch gar nicht an. Eine FBH (oder Betonkernaktivierung, ...) im PH sollte doch für gewöhnlich maximal mit etwa 26/23 funktionieren. Je nach Quellenerschließung (Sonden gibt es ja auch noch!) landet man eh schnell bei Reinwasser. Dann ist die Leistung erst Recht um einiges höher. Häufig wären eher Leistungsdaten für B5/W25 von Interesse.

Ich gebe auch zu bedenken, dass die Möglichkeit zur Übertemperierung des Estrichs im PH sehr eingeschränkt ist. 1K geht natürlich problemlos. Viel ist das aber dann nicht. Mit mehr Übertemperatur landet man schnell bei deutlich erhöhten Verbrauchswerten. PHPP (20°->21°) macht für typische EFHs in Passivbauweise +15%.

Wenn man über die "ideale" WP-Größe nachdenkt, kann man das eigentlich nicht ohne Berücksichtigung der Quelle, die ja auch individuell sehr unterschiedlich ist. Ferner müsste bei modulierendem Betrieb auf jeden Fall auch die Quellpumpe entsprechend geregelt werden, weil sonst der Hilfsenergieanteil (im PH sehr wesentlich!!!) unnötig hoch ausfällt und die Vorteile durch die Modulation ganz zunichte macht. Problem dürfte dann häufig sein, dass man aus dem turbulentem Betrieb herausfällt.

Trotz allem würde ich den kontinuierlichen Betrieb (zukünftig meinetwegen mit 2*2h Sperrstunden morgens und abends wegen hoher Stromlast) klar bevorzugen. Bei so einer niedrigen Heiz"kurve" wird es doch schnell mit dem Bad kritisch. Dabei gebe ich zu bedenken, dass die Badtemperatur in Passivhäusern eh schon eine kritische Größe für deren Akzeptanz darstellt. Heizpausen sind dann ganz unschön.

Viele Grüße, Claus
Verfasser:
MaJen
Zeit: 19.04.2012 10:41:54
1705850
Reserve ist schon wichtig wegen WW Komfort und bei Massivbauweise den ersten Wintern. wie es sich mit variablen Stromtarifen verhalt wissen wir auch noch nicht. Ich denke auch, dass 4 kw ein Minimum bleiben werden / in die Richtung kommt wohl demnachst was , die 6kw/Maschinen sollten dennoch auch gut gehen.

MaJen

ps meine Tastatur spinnt, verbuchtelt alle Sonderyeichen
Verfasser:
Keine Werbung
Zeit: 19.04.2012 11:15:32
1705872
Zitat von Jojo_ Beitrag anzeigen
Hallo,

hat man tatsächlich höhere Verdampfertemperaturen bei einer größeren Wärmepumpe? Normalerweise haben die doch einen höheren Durchfluss, um entsprechend hohe Verdampfertemperaturen zu vermeiden.

Aber den größeren Volumenstrom überdimensionierter Wärmepumpen mit möglichst wenig Aufwand durch die Heizkreise zu jagen, ist nicht immer so einfach.

Die geringste Überhöhung der Kondensationstemperatur gegenüber der Vorlauftemperatur (und der Vorlauftemperatur gegenüber der Raumtemperatur) hat man im stationären Zustand, nämlich wenn gilt: WP-Leistung = Heizlast

Je größer die WP-Leistung gegenüber der Heizlast, desto höher die Übertemperatur.
Verfasser:
kova1902
Zeit: 19.04.2012 21:08:00
1706135
Ich finde die Paul Novus auch sehr gut (bessere Geräte kenne ich nicht).Welche WP sein soll? Vailant VWS habe ich selbst.Kann ich nur 62/3 empfelen (bin gespant ,was die nexte xx/4 hat).Auf jeden Fall gut Fussbodenheizung planen mit wenig hydr. Wiederstand.Bei Inbetriebnahme auf Überhitzung achten . Sollte nicht mehr als 6-7°C sein.Ja das noch.Das Passivhaus(wie auch andere eigentlich)sollte dicht sein.
Verfasser:
JSAN
Zeit: 21.04.2012 00:45:02
1706758
Zitat von claus2 Beitrag anzeigen
...Bei so einer niedrigen Heiz"kurve" wird es doch schnell mit dem Bad kritisch. Dabei gebe ich zu bedenken, dass die Badtemperatur in Passivhäusern eh schon eine kritische Größe für deren Akzeptanz darstellt. Heizpausen sind dann ganz unschön.

Hab ich auch festgestellt. Läuft die Heizung sinds locker 24°C im Bad, steht sie ists so warm wie im restlichen Haus. Geb ich dem Bad Referenzraumkompetenz heizt es mir fast das ganze Haus (aber mit schlechterem COP).
Auf die Spitze getrieben müsste man theoretisch im PH Bad und SZ vom Rest etwas isolieren und immer schön die Türen zu- irgendwie krank...

Grüsse
Verfasser:
eddy1508
Zeit: 21.04.2012 19:41:46
1707000
Hallo
kann mir einer sagen ob ich dann die Slinkys so verlegen kann wie ich das weiter oben beschrieben habe???


DAnke
MFG
eddy
Verfasser:
crax
Zeit: 22.04.2012 07:41:59
1707108
Zitat von Keine Werbung Beitrag anzeigen
...Je größer die WP-Leistung gegenüber der Heizlast, desto höher die Übertemperatur.
So ist es. Nicht zu vergessen, dass die Anlage überwiegend im Teillastbereich läuft. Mit Kanonen auf Spatzen schießen, hat so seine Tücken ;-)
PH bzw. PH nahe Gebäude besitzen die Besonderheiten, dass solare und interne Gewinne in der Energiebilanz prozentual einen weitaus höheren Anteil besitzen, als z.B. ein EnEV Standard-Gebäude.
Die Schwankungen bzw. Differenzen für eine momentan benötigte Heizleistung sind hier besonders hoch.

mfg
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 22.04.2012 08:25:52
1707115
Hallo,

ich verstehe nicht, warum bei einem PH häufig pauschal argumentiert wird, dass sich Änderungen der internen Gewinne, der Sonneneinstrahlung oder das Abschalten der Heizung im Bad so deutlich auswirken. das mag ja stimmen bei Leichtbauten, aber bei Massivbauten mit Betondecken und massiven Wänden? Bei unserem Haus merke ich doch schon jetzt, dass es eine Ewigkeit mit geöffneten Fenstern und Durchzug dauert, bis sich die Temperaturen innen überhaupt ändern. Daher glaube ich eigentlich auch nicht, dass eine moderate Überdimensionierung des Wärmeerzeugers bei Massivbauten wirklich ins Gewicht fällt.

Eigentlich wäre das ideale PH so massiv gebaut, dass es sich im Sommer aufheizt und die Wärme im Winter abgibt. Quasi wie eine alte Burg, die auch ganzjährig die Temperaturen hält.

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
crax
Zeit: 22.04.2012 08:45:14
1707119
Zitat von Jojo_ Beitrag anzeigen
...Quasi wie eine alte Burg, die auch ganzjährig die Temperaturen hält.
Die ist Alles andere als ein PH, eher ein K.F.-Bau ;-) Für den Sommer ganz hervorragend, in Zeiten des Heizbetriebes eher ein Flopp.

mfg
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 22.04.2012 11:00:03
1707168
Naja, eine Burg wäre aber eine gute Basis. Die würde man gut in Dämmung einpacken und große Fenster zur Südseite einbauen. Die Burg hat natürlich das Problem, keine solaren Gewinne durch die Fenster zu haben. Und dennoch reicht die Speichermasse aus, um auch ohne jegliche Wärmedämmung im Winter nicht auf winterliche Außentemperaturen abzukühlen.

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
fdl1409
Zeit: 22.04.2012 11:33:00
1707183
Hallo Eddy,

hab mir den Plan jetzt angeschaut. Sehr seltsame Uploadseite übrigens - da muß man 120 Sekunden warten, bis man die Datei öffnen kann....

Kann man so machen, ja. Würde es aber besser finden, wenn du ums Haus herum gehst. Auf der rechten Seite raus bis zum Abwasserschacht, aber von da die 4m lange Seite verlängern und komplett links am Haus entlang. Die letzten paar Meter unten herum verlegst du nicht mehr slinky, sondern geradeaus.

Rohr bestellst du bei Baywa Grimma Herr Redemske ( meist 4 Wochen Lieferzeit ) oder schneller bei HDG ( meist etwas teurer ). Link

Sole hier den 60 kg Kanister und Sammler hier den Zweifachsammler für 99 Euro. Gesamtkosten liegen unter 1.000 Euro.

Grüße
Frank
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 22.04.2012 11:40:13
1707187
Hallo,

jetzt muss ich doch mal etwas grob überschlagen.

Ein Passivhaus soll max 15 kWh/m²a verbrauchen. Ein schönes großes PH mit 200 m² Fläche hätte dann einen Bedarf von 3000 kWh.

Aufgrund des Temperaturempfindens des Menschen werden im Sommer Innentemperaturen im Bereich von 23 °C noch als kühl empfunden und im Winter sind 20°C RT ausreichend warm. Man könnte also das Haus im Sommer auf 23 °C aufwärmen, z.B. durch gezieltes Lüften oder Sonneneinstrahlung durch die Fenster, und dann über das Jahr hinweg davon zehren.

Wieder vereinfacht nehme ich an, dass schwerer KS und Beton etwa gleich schwer sind und etwa die gleiche Wärmekapazität haben. Beton hat 0,7 kWh/m³K. Man würde also 1400 cbm Beton benötigen. Ok, das ist eindeutig zu viel für ein Haus.

Aber...
Dürfte ich es im Sommer auch auf 24°C erwärmen? Dann bräuchte ich nur noch 1000 cbm Beton. Muss ich tatsächlich den Energiebdarf eines ganzen Jahres einlagern? Eigentlich brauche ich nur den Verlust im Winter auszugleichen. Da nehme ich nun mal an, dass man 80% davon im Winter ohne solare Gewinne braucht. Dann würden schon 800 cbm Beton reichen.

So, unser Haus hat Bodenplatte, OG-Decke und Flachdach aus Beton. Das macht dann 300 m² aus. Dazu kommen die Umfassungswände. Hier nehme ich einfach an, dass die durch Fenster fehlende Masse der Außenwand durch die massiven Innenwände ausgeglichen wird. Bei einer Geschosshöhe von 3 m wären das nochmal 10x3x4x2= 240 m². Insgesamt wären wir also bei 540 m² Fläche. Die Wände und Decken müssten dann jeweils grob 1,5 m dick sein. Das entspricht doch dem Baustil im Mittelalter ;-)

Jetzt könnte man sich noch überlegen, welcher %satz tatsächlich im Winter benötigt wird, in dem die solaren Gewinne die Verluste nicht ausgleichen können.

Und man könnte das ganze zweischalig bauen und den Zwischenraum mit PCM füllen, welches bei 22°C seinen Umschaltpunkt hat. Ich kann mir schon vorstellen, dass man so in einen Rahmen kommt, der bautechnisch auch realisierbar ist. PCM hat 100 kJ/kg, Dichte etwa 1, also bräuchte man für 3000 kWh etwa 10 cbm Paraffin. In unserem Beispielhaus mit 240 m² Außenwand wäre das eine Schicht von grob 40 cm.

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
claus2
Zeit: 23.04.2012 10:14:36
1707557
Zitat von Jojo_ Beitrag anzeigen
Abschalten der Heizung im Bad so deutlich auswirken.[...]

in unserer Hütte (Massivbau d.h. Betondecken, KS-Innen u. Außenwände) deutlich zu spüren. Das hat auch damit zu tun, dass man für gewöhnlich im Bad Feinsteinzeug verbaut. Wegen Feuchte im Bad und der höheren spezifischen Heizleistung pro m² (VL u. Volumenstrom betrachten wir mal als fixe Größen) ist der Unterschied heizen / nicht-heizen ja auch rechnerisch signifikant.

Die Einarbeitung von Latentmaterialien mit einer "Schalttemperatur" von etwa 22° in den Estrich einer FBH oder die Decke bei einer Deckenheizung würde ich als sehr sinnvolle Sache ansehen, zumal mit Calciumchloridhexahydrat (vertrieben z.B. von Doerken PCM) ein Material mit minimalster grauer Energie zur Verfügung steht.

Viele Grüße Claus
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 23.04.2012 11:27:06
1707584
Hallo Claus,

nun wird es interessant. Gerade bei den PCM habe ich am Wochenende gegrübelt. Prinzipiell ist es sicherlich nicht schädlich, viel Speichermasse innerhalb der thermischen Hülle zu haben. Gerade wenn man im Sommer wärmere Temperaturen aktzeptieren würde als im Winter, dann wäre PCM mit einer Umschalttemperatur genau zwischen Sommer- und Wintertemperatur ideal.

Leider gibt es nur bedingt Baustoffe mit PCM, und diese auch nur mit relativ wenig Erfahrung und zu hohen Kosten.

Aber was spricht dagegen, das PCM als reines PCM einzubauen? Eine ganz einfach Idee, die mir kam, um das Zeugs unterzubringen wären Hohlräume, die es überall im Haus gibt. Das könnte ein vorgesetzter Drempel sein, hinter Trockenbauwänden oder sogar der Sockel einer Küchezeile. Das Zeugs kauft man Kiloweise, packt es in kleine Kunststoffflaschen und stellt diese Kunststoffflaschen in die Hohlräume. Natürlich hat man damit relativ wenig Wärmeübertragungsfläche und zum Heizen reicht es auch nicht. Aber hilfreich dürfte es sein.

mal kurz überschlagen: Paraffin hat grob 200 kJ/kg Schmelzwärme, bei einer Dichte von grob 1. Beton hat eine Wärmekapazität von 1 kJ/kgK. Angenommen man würde 5 K Temperaturdifferenz akzeptieren, dann hätte Paraffin immernoch eine gespeicherte Energie 25 mal so groß. 1 cbm paraffin entspräche dann grob 25 to Beton oder 12,5 cbm. Naja, um 1 to paraffin zu verstecken, müsste man sich schon kräftig anstrengen, während 12,5 cbm Beton "nur" einer halben geschossdecke entsprechen. So wirklich signifikante Sprünge macht man dann bei einem Massivbau leider nicht.

Das CaCl2, welches für PCm verwendet wird, enthält aber noch andere Chloride, die als Kristallisationskeime wirken. Sowas selbst zu bauen ist daher eher schwer, wenn man die Rezepur nicht hat.

Grüße,

Jojo_
Verfasser:
claus2
Zeit: 23.04.2012 14:08:46
1707666
Zitat von Jojo_ Beitrag anzeigen
Aber was spricht dagegen, das PCM als reines PCM einzubauen? Eine ganz einfach Idee, die mir kam, um das Zeugs unterzubringen wären Hohlräume, die es überall im Haus gibt. [...]

Gar nichts. Primär wäre an die Lüftungskanäle zu denken. Das ist auch keine neue Idee. Bei vielen Solardecathlon Häusern ist das so praktiziert worden. Der Bericht "Evaluierung der Energieeffizienz von aktiv durchströmten Wandkühlflächen mit Phasenwechselmaterial in Wohngebäuden in Kombination mit einer Zisternenkühlung und Optimierung des Betriebes durch Entwicklung geeigneter Regelstrategien" behandelt die Sache am Beispiel des Experimentalgebäudes Voggenthal.

Es ist richtig, dass die Calciumchloridhexahydrat basierten Materialien dotiert werden müssen. Im größeren Maßstab wäre das aber gar kein Problem.

Bastler sollten in jedem Fall die Finger von diesen Dingen lassen. Das sind immer noch alles Chemikalien! Abgesehen davon, dass ich die Paraffin basierten aus ökologischen Gründen eh ablehne, wäre dort auf jeden Fall der Brandschutz ein ernstes Thema - oder wer würde schon 5 Tonnen Benzin "einfach so" im Haus einlagern?

Diesen Bericht kennst du? S. 23ff behandeln PCM.
http://www.muenchen.de/media/lhm/_de/rubriken/Rathaus/rgu/beratung_foerderung/bauzentr/bz_veranstaltungen/pdf_gif/solare_kuehlung_natzer_pdf.pdf

Viele Grüße Claus
Verfasser:
eddy1508
Zeit: 23.04.2012 14:22:23
1707676
Hallo

(fdl1409) danke für die Infos!!

Noch eine Frage?
Da der Rohbau schon steht muss ich natürlich die Soleleitungen auf dem Boden verlegen da wir ja einen Bodenaufbau von 3x100mm Styropor haben muss ich trotzdem die Soleleitung dämmen so damit sich kein Kondensat bilden kann, womit mache ich das am besten hat da einer Erfahrungen???

MFG
eddy
Verfasser:
JSAN
Zeit: 23.04.2012 21:51:44
1707898
Zitat von eddy1508 Beitrag anzeigen
...muss ich trotzdem die Soleleitung dämmen so damit sich kein Kondensat bilden kann..

Unbedingt!!
Zitat von eddy1508 Beitrag anzeigen
womit mache ich das am besten

Damit würde ich es machen.

Grüsse
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