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Haustechnikforum
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Thema: Planung Lüftungsanlage im Bestandsobejekt - Einzelraumlüftung ,mit WRG eine Alternative?
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Planung Lüftungsanlage im Bestandsobejekt - Einzelraumlüftung ,mit WRG eine Alternative?
Verfasser:
Paul Karl
Zeit: 23.04.2012 10:58:30
1707572
Hallo zusammen,

plane in meinem Haus eine Lüftungsalage mit Wärmerückgewinnung.
Suche eine Variante mit möglichst wenig Aufwand an der Bausubstanz.

Wer kann hier was empfehlen?

Hat jemand Erfahrung mit Einzelraumlüftungen mit Wärmerückgewinnung.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass die kleinen Geräte so wirkungsvoll sein sollen im Bereich der Wärmerückgewinnung.

Gruß Paul
Verfasser:
egal1
Zeit: 23.04.2012 11:59:05
1707598
Wir haben seit 8 Jahren die Meltem MWRG im Einsatz und sind sehr zufrieden. Wirkungsgrad wird mit 76% angegeben.
Die denzentrale Lösung hat halt ihre Vorteile durch kurze Luftwege und damit sehr leichte Reinigungsmöglichkeit.
Man kann ja alles mit einem Lappen reinigen und den Wärmetauscher kann man z.B. in der Dusche oder im Freien mit einem Wasserstrahl reinigen.
Nötig ist das aber nach 8 Jahren noch nicht, es zeigen sich noch keine Verschmutzungen des Wärmetauschers.
Die Wartung ist pro Gerät in ca. 15 Min erledigt (2 Filter tauschen, Gerät mit feuchtem Lappen abwischen).
Keine Schallübertragung von einem zum anderen Raum, da die Zimmer nicht über Rohre verbunden sind (im Gegensatz zu zentralen Anlage).

Bei den Komfortgeräten kann auch im Sommer nachts quergelüftet werden (also ohne Wärmerückgewinn wird kühle Luft von einem Gerät reingeblasen, vom anderen Gerät die warem Innenluft rausgeblasen).
Verfasser:
Paul Karl
Zeit: 23.04.2012 12:34:09
1707614
Zitat von egal1 Beitrag anzeigen
Wir haben seit 8 Jahren die Meltem MWRG im Einsatz und sind sehr zufrieden. Wirkungsgrad wird mit 76% angegeben.
Die denzentrale Lösung hat halt ihre Vorteile durch kurze Luftwege und damit sehr leichte Reinigungsmöglichkeit.
Man kann ja alles mit einem Lappen reinigen und den[...]



Hallo egal1,

danke für die Info, Meltem ist mir bekannt sind aber auch recht teuer die Teile. Ich bin bei meinen Recherchen auf LTM gestoßen die im Preis interessanter sind und einem Wirkungsgrad von 89 Prozent haben sollen.

Ich habe bei uns mal mit einem HLS Techniker gesprochen und der ist der Meinung dass bei Meltem & Co die Wärmetauscherflächen viel zu klein wären um diese Wirkungsgrade zu erreichen. Bist Du nach acht Jahren Nutzung der Meinung das die Wirkungsgrade erreicht werden?
Wie hoch schätzt Du eine Heizenergieeinsparung ein?

Welchen Energiestandard hast Du bei Deinem Haus?
Verfasser:
egal1
Zeit: 24.04.2012 09:47:15
1708005
Energiestandard ist nach Enev 2003, Verbrauch über 6 Jahre gemittelt 25 kWh/qm*a. Dies sind die Werte, die der Wärmezähler ermittelt. Also nur für die Heizung der Räume ohne Verteilverluste und ohne Warmwasser.
Damit sind wir recht zufrieden und ob der Verbrauch jetzt 10% höher oder niedriger ist, spielt keine grosse Rolle.
Wir haben die Luftfeuchtigkeit auf 50% eingestellt so daß die Wohnraumlüftung im Winter sicher nicht immer läuft. An sehr kalten Tagen schaltet sich die Wohnraumlüftung wegen Vereisungsgefahr sowieso ab.
Da wir Luftfeuchtigkeiten unter 50% nicht mögen, ist das für uns die richtige Einstellung.
Zu den LTM-Geräten: meinst du die Thermolüfter, die ständig die Drehrichtung des Lüfters ändern? Die also ständig entweder Unterdruck oder Überdruck im Raum erzeugen und die gar keinen Wärmetauscher sondern einen Wärmespeicher besitzen? Du glaubst wirklich, daß dieses Prinzip einen besseren Wirkungsgrad besitzt als mit Kreuzplattenwärmetauschern? Und das ständige Umschalten der Drehrichtung (Geräusch) stört dich nicht?
Verfasser:
egal1
Zeit: 24.04.2012 10:30:02
1708027
Noch was: du solltest natürlich auch überlegen, wie es mit der Filterwirkung aussieht. Das bisschen Filterfläche, daß bei den Thermolüftern vorhanden ist, kann sicher nur Katzen und Mäuse rausfiltern. Noch dazu wird ja einmal der Staub in den Filter geblasen, wenn sich die Drehrichtung umdreht wird der Filter von der anderen Seite durchströmt. Wie hoch ist da wohl die Filterwirkung bzw. wie viel Schmutzteilchen werden dabei wieder gelöst und wandern wieder in den Raum? Das ganze erscheint mir mehr als unlogisch, wenn ein Filter von 2 Seiten durchströmt wird.
Verfasser:
Paul Karl
Zeit: 24.04.2012 10:41:00
1708029
Zitat von egal1 Beitrag anzeigen
Energiestandard ist nach Enev 2003, Verbrauch über 6 Jahre gemittelt 25 kWh/qm*a. Dies sind die Werte, die der Wärmezähler ermittelt. Also nur für die Heizung der Räume ohne Verteilverluste und ohne Warmwasser.
Damit sind wir recht zufrieden und ob der Verbrauch jetzt 10% höher oder niedriger[...]




Hallo egal1,

ja die Thermolüfter meine ich. Ich habe aber keine Erfahrung mit diesen Teilen. Ich gebe Dir recht die WRG mit fastt 90 Prozent hört sich für mich auch futuristisch an.
Ich kenne mich im Bereich der Lüftung auch nicht sonderlich aus.

Meine Hütte ist aus dem Baujahr 1997, 360 m² mit beheiztem Keller und ELW in dessen. Fenster habe ich in Holz UG 1,1 und eine 36,5er Poroton Außenwand. Heizen muss ich leider n. mit Öl - WP da traue ich den Strompreisen nicht. Ich habe zudem eine Solaranlage von Paradigma für WW (500 Liter)und Heizungsunterstützung (Puffer 1000 Liter) - 15 m² Fläche in Kaskadenlösung. Der Heizölverbrauch (Buderus GK 115 27 KW) ist im top Bereich 2400 - 2700 Liter p.a.
Nach der Explosion der Heizölpreise muss ich mir auch hier natürlich Gedanken machen. So bin ich halt auf die Lüftung gekommen da ich hier noch Einsparpotential sehe.

Ich habe im letzten Jahr eine Hütte als KFW 70 Haus saniert und dieses mit einer Comfort Air 350 von Zehnder ausgerüstet. Von meinem Heizi der Sohn hat das Teil angemietet und ist total happy mit dem Gerät auch mit der Ausbeute aus der WRG. Den Stress mit einem dezentralen Teil will ich aber nicht - deswegen die zentrale Lösung.

Gruß Paul
Verfasser:
egal1
Zeit: 24.04.2012 10:53:05
1708034
Der Thermolüfter ist doch eine dezentrale Lösung, ebenso die Meltem MWRG. Jetzt steh ich auf dem Schlauch.
Sollte es doch eine dezentrale Lösung werden, überleg dir das mit den Inverter-Lüftern:
Bei 2 Geräten im Gegentakt ist ein Raumverbund nötig (gekürzte Türen?)
Vergleiche mal die Filterflächen bei Meltem/Thermolüftern, vergleiche die möglichen Filterqualitäten (bei Meltem bis F7, bei Thermolüfter G4)
Denke an das sich ständig änderte Geräusch durch die Drehrichtungsumkehr. Vergleiche die Tauscherflächen und überlege, ob der Wirkungsgrad mit Wärmespeichern wirklich größer sein kann als mit Kreuzplattenwärmetauschern. Soweit ich sehe, gibt es bei den Thermolüftern auch keine Klappe, die beim Ausschalten des Gerätes schließt. Denke auch an den Wartungsaufwand, bei den Thermolüftern strömt ja der Dreck von draußen ohne Filter durch den Wärmespeicherblock.
Verfasser:
Paul Karl
Zeit: 24.04.2012 11:04:20
1708040
Zitat von egal1 Beitrag anzeigen
Der Thermolüfter ist doch eine dezentrale Lösung, ebenso die Meltem MWRG. Jetzt steh ich auf dem Schlauch.
Sollte es doch eine dezentrale Lösung werden, überleg dir das mit den Inverter-Lüftern:
Bei 2 Geräten im Gegentakt ist ein Raumverbund nötig (gekürzte Türen?)
Vergleiche mal[...]



...sorry meine Schuld - dezentrale Lösung.

Berechnet einem Meltem das Projekt oder muss man sich selbst kümmern?