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31.01.2010 19:35:10
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ich werde erst einmal schauen ob es nicht am Temperaturfühler liegt. Morgen bekomme ich Wäremleitpaste dann werde ich diesen aus und neu einbauen. Hat jemand eine Alternative zu dem doofen Neoprenband. Das bekommt man bestimmt nicht wieder ordentlich dran und nur dadurch kommt doch Feuchtigkeit an den Fühler, oder? Muss dieser ganz tief im Röhrchen sitzen? Gibt es dazu eine Markierung oder wie muss ich diesen korrekt montieren?
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144 ältere Beiträge bis zum 01.01.2006 finden sie hier
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01.02.2010 00:10:11
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Hallo zusammen!
Auch wir haben uns beim Hauskauf beschwatzen lassen und sind jetzt seit September 2009 Besitzer einer Nibe Fighter 640P - leider. Nachdem ich mich über den erschreckend hohen Verbrauch der WP im Dezember (753 kWh) geärgert hatte, bin ich bei der Suche nach Abhilfe auf diese Diskussion hier gestoßen und habe schon viel gelernt. (Hat mich einige Tage gekostet, die letzten 5 Jahre hier durchzuackern...)
Erst vorgestern allerdings kam mir eine Einsicht, die beim vielen Nachdenken über Einzelheiten wie Heizkurven und -verschiebungen, Lüfterspannungen, Luftwechselraten und Umwälzpumpeneinstellungen leicht auf der Strecke bleiben kann. Auch wenn ich den Experten hier nichts neues erzähle, möchte ich meinen Gedankengang dennoch zur Diskussion stellen - vielleicht kann er den ein oder anderen, der sich immer noch überlegt, eine Abluft-WP zu installieren, vor dem schlimmsten bewahren und uns anderen, die wir so ein Ding nun schon im Haus haben, noch einen Hinweis geben, auf welche Weise wir den Stromverbrauch wenigstens noch ein kleines bißchen gedrückt kriegen.
Der Gedankengang, vom dem ich spreche, ist folgender:
Der Energieträger, mit dem eine Nibe Fighter 600P/640P (soweit ich das überblicken kann, unterscheiden sich beide Modelle ausschließlich in der Art und Weise, wie die Lüfterdrehzahl eingestellt wird) arbeitet, ist Luft. Einem Luftstrom wird Wärme entzogen und der Heizung eines Hauses inkl. Warmwasser zugeführt. Wenn also die Nibe Abluftwärmepumpe bei einer Leistungsaufnahme von 1 kW innerhalb einer Stunde 1,9 kWh Heizenergie produziert, so stammen davon 1 kWh aus dem Stromverbrauch der WP und 0,9 kWh aus der Luft, die während dieses Prozesses abgekühlt wurde. So weit, so gut.
Nun arbeitet die Nibe Fighter 600P/640P mit Abluft, d. h. sie entnimmt die Luft, mit der sie arbeitet, direkt den Räumen, die auch von ihr beheizt werden sollen. (Lassen wir mal zunächst die Tatsache, daß auch Außenluft verwendet wird, außer acht. Ich komme später noch darauf zurück.) Auf diese Weise ist der Kompressorbetrieb der WP sozusagen mit einer Zwangslüftung des Hauses verbunden. Logischerweise muß die Luftmenge, die die WP einem Hause entzieht, wieder von außen nachströmen, und bei der Nibe WP geschieht dies durch dezentral installierte Zuluftventile. Einfaches Gesetz dabei: Abluftvolumen = Zuluftvolumen.
Diese ganze Prozeß läuft im Sommer und in der Regel auch in der Übergangszeit recht problemlos: Die WP entzieht dem Haus warme Luft und bläst diese deutlich kälter wieder hinaus, während durch die Zuluftventile die gleiche Menge ausreichend warmer Luft wieder einströmt.
Sinken dann aber die Außentemperaturen, bricht all das in sich zusammen: Denn sobald die Außentemperatur gleich der Fortlufttemperatur der WP ist, kann die WP der Luft in der Gesamtbetrachtung keine Wärme mehr entziehen! Wenn die Wärmepumpe 2° C kalte Luft nach draußen bläst, und durch die Zuluftventile strömt das gleiche Volumen 2 °C kalter Luft wieder ins Haus, dann kann die WP hier keine Energie mehr "gewinnen". Die fatale Konsequenz: Von diesem Moment an muß der gesamte Heiz- und Warmwasserbedarf des Gebäudes durch Strom gedeckt werden! Und zwar 1:1!
Oder mit anderen Worten: Sobald die Außentemperatur gleich der Fortlufttemperatur der WP ist oder niedriger liegt, könnten wir genauso gut unser Warmwasserbedarf mit Durchlauferhitzern und unseren Heizbedarf mit elektrischen Radiatoren decken! (Wahrscheinlich wäre dies sogar günstiger als die Nibe WP, da sämtliche Energieverluste, die mit der zentralen Warmwasserbereitung verbunden sind (Umwälzpumpe, Zirkulationspumpe, Speicherverluste, Leitungsverluste, Raumthermostate, Heizkreisregler etc.), wegfallen würden.) Man muß sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Jedes Kind weiß heute, daß Heizen mit Strom so ziemlich die ineffektivste und teuerste Heizmethode ist. Und wir besitzen mit der Nibe Fighter 600P/640P ein Heizgerät, das gerade dann, wenn der Heizbedarf am größten ist, auf reine Stromheizung "umschaltet". (Und das nicht etwa erst bei - 10 °C, sondern schon, sobald sich die Außentemperaturen dem Gefrierpunkt nähern.) Und das wird einem dann auch noch als zukunftsweisend und energiesparend verkauft...
Noch schlimmer wird das ganze, wenn die Außentemperaturen deutlich unter die Fortlufttemperatur der WP sinken (wie dies in den letzten Wochen vielerorts der Fall gewesen sein dürfte): Die WP läuft fast 24 h am Tag und zieht währenddessen permanent viel kältere Luft ins Haus, als sie aus dem Haus in die Umwelt pustet. Diese Differenz muß dann zusätzlich zu den "normalen" Wärmeverlusten des Hauses wieder elektrisch zugeheizt werden. (An dieser Stelle zeigt sich, daß auch die immer wieder anzutreffende Aussage, eine Abluft-WP sei allenfalls für ein sehr sehr gut gedämmtes oder ein Passivhaus geeignet, falsch ist: Auch in einem Passivhaus würde die Anlage durch die permanente Zwangslüftung dem Haus permanent kältere Luft zuführen als abgeführt wird!)
An alledem ändert sich nun nichts, wenn die 600P/640P zusätzlich Außenluft verarbeitet. Denn solange die Außenlufttemperatur niedriger ist als die Fortlufttemperatur, ist damit immer ein Energieverlust verbunden. Anders gesagt: Es ist völlig wurscht, ob bei einer Fortlufttemperatur von 1 °C die Außenluftzufuhr bei 0 °C oder erst bei - 5 °C gestoppt wird. Zu gewinnen ist hier einfach gar nichts. Wenn die WP wärmere Luft nach draußen pustet, als die ansaugt, hat die diese Luft erwärmt und dabei Energie verbraucht und nicht gewonnen!
Dies ist die Erklärung für die uns allen bekannten exorbitant ansteigenden Verbrauchswerte der Abluft-Wärmepumpen bei Außentemperaturen unter dem Gefrierpunkt. Nur was folgt darauf für unsere Bemühungen, unsere Anlagen so gut es geht zu optimieren? Meine, zugegeben recht frischen und noch nicht ausgereiften Überlegungen sind folgende:
1. Sobald die Außentemperatur unter der Fortlufttemperatur liegt, sind alle Gedanken an eine Optimierung der Effizienz oder des "Wirkungsgrades" des Kompressors für die Katz. Von diesem Zeitpunkt liegt eine reine Stromheizung vor! Ziel kann es nur noch sein, die Energieverbrauch im Haus so niedrig wie nur irgend möglich zu halten.
2. Je niedriger die Fortlufttemperatur, desto später setzt die oben geschilderte Situation ein. Also sollte eine möglichst niedrige Fortlufttemperatur im Winter unser oberstes Ziel sein. Nur: Wie ist die Fortlufttemperatur überhaupt zu beeinflussen? Und wie sind in dieser Situation häufige Vereisungen zu bewerten? Sind sie vielleicht sogar ein Segen, weil währenddessen die Lüftung Ruhe gibt?
3. Sobald die Außentemperatur unter der Fortlufttemperatur liegt, sollte der Luftvolumenstrom, den die Lüftung verursacht, so niedrig wie möglich sein, um die oben dargelegten Verluste durch die Lüftung zu minimieren. (Lieber zusätzlich zweimal am Tag stoßlüften.) Nur: Wie niedrig kann der Luftvolumenstrom gefahren werden, ohne auf Dauer den Verdichter zu beschädigen oder daß die Anlage auf Störung schaltet?
(All diese Überlegungen verstehen sich natürlich nur als Ergänzung zu allen anderen hier im Forum schon häufig genannten Optimierungen (möglichst niedrige Heizkurve bzw. Vorlauftemperatur, hydraulischer Abgleich etc.))
Soviel zunächst. Ich würde mich freuen, Eure Meinungen zu dem oben dargelegten zu lesen. Für heute erstmal: Danke für Eure Geduld!
Basc
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01.02.2010 14:08:16
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Hallo Basc
ich sehe das genauso wie du. Das erste ist die völlig unlogische konzeption. Bei uns war die Heizung mit im Haus drin. Im Nachhinein warte ich nur noch bis sie ganz zusammenbricht damit ich einen Gasbrenner einbaue. Der kostet in der Anschaffung weniger als 30% der Anlage und verbraucht garantiert nicht mehr....
Ich heize mit einem Holzofen dazu, sodass ich in den kältesten Tagen mir mit direkter Erwärmung weiterhelfe.
Ich habe die Lüfterspannung im Versuch immer weiter runtergeregelt bis es eben zu oft in die Enteisung ging. Da musst du einfach probieren was noch geht, d.h. mit wie wenig Luft die Anlage gerade noch funktioniert.
jetzt ist die Pumpe 4 Jahre alt und hat wohl den ersten richtigen Schaden. Werde heute abend den Temperaturfühler austauschen in der Hoffnung dass es daran lag. Bin aber nicht mehr guter dinge, da die Anlage letztes Jahr wesentlich mehr Leistung hatte, sprich der Kompressor ist wohl irgendwie hinüber. Dann brauche ich einen Techniker, der kommt aus Pusemuckel und muss bestimmt 2-3 mal kommen um den Fehler entgültig zu beheben. Mit diesem Nebenkosten / Wartung rechnet keiner. Bei einen stinknormalen Brenner stellt dir den jeder Installateur um die Ecke ein.
Ganz zu schweigen vom Service bei Nibe. So etwas habe ich noch nie erlebt für bei einer Investition von 10000€
Naja, ich habe Gas im Haus liegen und wenn es sein muss schiesse ich die die 10000€ in den Wind. Ich kann jedenfalls keinem zu diesen WP raten.
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01.02.2010 15:21:39
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Ich habe jahrelang mit dem Geschäftsführer von NIBE D im Streit gelegen, weil er statt auf die Bedingungen der Häuser hinzuweisen, für die so ein KWL Kombisystem gerade noch geeignet ist, sich mit dieser großen Firma auch noch an Fehlplanungen durch falsche Angaben beteiligt hatte.
Wir kennen Häuser in denen eine Fighter 600 mit guten Verbrauchswerten läuft und ein gutes Raumklima sicherstellt.
Leider aber auch genügend Bauherren die von NIBE und ihrem Fertighaushersteller nicht korrekt beraten worden sind und jetzt die Probleme am Hals haben.
Gruß JoRy
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01.02.2010 18:57:11
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@neuerSchwede, such mal hier im Forum nach "Nibe A03". Das Problem mit dem Thermofühler ist bekannt - hatte ich auch schon vor einigen Jahren. In den meisten Fällen ist der Fühler nicht defekt, sondern rutscht durch die Eisbildung nur immer wieder aus dem Kupferröhrchen. Vegiss das alte Neopren sondern besorg Dir selbstverschweissendes Gummiband. Bei mir hat es geholfen, denn seitdem ist Ruhe mit A03. Wärmeleitpaste würde ich Heute nicht mehr nehmen, denn ich denke, die bringt nix.
@Basc, im Prinzip sind Deine Erkenntnisse schon richtig, so schwarz würde ich allerdings nicht sehen. Durch eine vernünftige Einstellung von Lüfter und Aussenluftzumischung, lassen sich im Winter Ablufttemperaturen von ca. -7 bis -8°C erreichen. Wenn Du mit einem Kaminofen zuheizen kannst, kann man zumeist ohne elektrische Heizpatrone auskommen. Auch kalte Nächte unter -5° lassen sich so gut überstehen. Bei mir wird's erst kritisch bei dauerhaften Aussentemp. unter -5°C, wie wir sie in den letzten Tagen mal hatten. Seit vielen Jahren musste auch ich zum ersten mal für jeweils 2 Tage die ersten 3kW der Heizpatrone wieder freigeben. Alternativ hätte ich wohl 24h am Tag den Kaminofen beteiben müssen (wer will/kann das schon?). Ich würde inzwischen aber auch zu einer Lüftung mit Wärmetauscher tendieren, da mich insbesondere die Übergangszeiten (Fühjahr/Herbst) stören, da bei abgeschalteten Heizbetrieb (Sommerbetrieb) die warme Raumluft ungenutzt rausgeblasen wird und die Lüftung damit unnötig das Haus abkühlt.
Ruß, Arne.
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02.02.2010 09:54:51
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@arne
so ich habe gestern 60km Fahrt aufgenommen um beim nächsten Nibe FACHINSTALLATEUR einen neuen Temperaturfühler für 2,10€ zu kaufen. Als ich nachhause kam war das Haus schon wieder kalt und AO3 im Display. Anlage aus, Deckel auf, Fühler ausgebaut und neuen Fühler mit sehr sehr wenig Wärmeleitpaste wieder rein und angeschaltet....
UND......
YESSSSSSSSSS sie läuft wieder. Das ist schön aber trotzdem irgendwie ärgerlich dass ich jeden Winter ein neues Problem habe. Spätestens in 5 Jahren habe ich an der Anlage alles schon mal repariert und kenne die WP besser wie jeder Monteur... Schwacher Trost.
Ich hoffe dass ich jetzt durch den Rest des Winters komme,
Meint ihr dass die WP Schaden nimmt wenn sie ausschließlich über den Kompressor läuft? Ich frage mich ob sich die Sparerei lohnt wenn dadurch andere Teile so strapaziert werden dass sie an Ende mehr Aufregung und Kosten verursachen als einfach mit Heizstab jeden Tag 4 € mehr rauszuhauen....
Übrigens schaltet jetzt die Enteisung wieder bei -6 Grad ein und nicht erst bei -12.
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02.02.2010 10:47:52
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@ Arne, Dein Posting macht mir ein bißchen Hoffnung, daß sich auch bei uns noch etwas verbessern läßt. Ich habe nämlich an unserer Anlage bislang ausschließlich Fortlufttemperaturen über 0 °C beobachtet und hatte angenommen, daß die Nibe nicht tiefer käme. Wenn man allerdings tatsächlich Fortlufttemperaturen von - 5 °C oder darunter erreichen kann, sieht die Bilanz ja nicht ganz so schlimm aus, wie ich dargestellt habe.
Nach meinem Posting von vorgestern habe ich das Verhältnis Außenluft/Fortluft mal etwas im Auge behalten. Bei uns schwankt das recht unsystematisch zwischen 0°C /+5° C und +2 °C/+2°C, d. h. bei der aktuellen Witterung habe ich noch nie gesehen, daß die Fortluft kälter war als die Außenluft.
Jetzt stehe ich also vor dem großen Problem: Wie kriege ich die Fortlufttemperatur gesenkt? Wenn ich es richtig verstehe, gibt es hier zwei "Stellhebel": Außenluftanteil und Ventilatoreinstellung. Nur an diesen Punkten stehe ich noch völlig auf dem Schlauch. Von der Stellklappe im Außenluftkanal sehe ich nur einen Hebel, der mir nichts darüber verrät, wie die Klappe im Innern gerade eingestellt ist. Und was die Potentiometer (Fighter 640P!) für die Ventilatoreinstellung angeht: Wie weit sollte ich die Einstellung ändern, um sinnvoll rumzuprobieren? Wo fange ich am besten an, Außenluft oder Ventilator?
(Und sagt mir bitte nicht, ich solle mich an den Heizi wenden, der das Ding eingebaut hat. Erstens sitzt der ca. 70 km entfernt in Mönchengladbach, und zweitens habe ich nicht den Eindruck, daß er sich auch nur mal ein bißchen eingehender mit der Materie befaßt hat. Wenn ich nochmal einen Fachman hinzuziehen muß, bleibt mir nichts anderes übrig, als irgendwie jemanden im Kölner Raum zu finden, der was drauf hat.)
Fürs erste bin ich also auf mich gestellt. Habt Ihr einen Tip, wie ich am besten vorgehen könnte?
Wenn Ihr noch weitere Infos braucht, laßt es mich wissen.
Viele Grüße, Basc
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02.02.2010 14:31:19
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Zitat von Basc  Ich würde mich freuen, Eure Meinungen zu dem oben dargelegten zu lesen. Hi Basc Ich würde gerne deine Verbrauchswerte mit meinen vergleichen, allerdings fehlt mir hierzu eine Angabe: wieviel qm hat Dein Haus? LG Bettina
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02.02.2010 19:43:42
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@Basc, mit der motorgetriebenen Stellklappe im 600P kannst Du nichts einstellen, da sie nur auf und zu kann. Du benötigst im Luftkanal für die Aussenluftzufuhr eine weitere handbetriebene Klappe. So steht es auch in der Montageanweisung. Dann empfehle ich Dir, mit einem elektronischen Aussenthermometer die Mischlufttemp. zu messen. Dazu einfach den Kabelfühler des Aussenthermometers vor das Ansauggitter des Lüfters montieren (ich verwende dazu ein 5€ Aussenthermometer aus dem Supermarkt). Der Lüfter läuft bei mir immer auf 230V bei Kompressorbetrieb (ausser bei unter -5° aussen). Durch die Einstellung der manuellen Klappe im Aussenluftkanal und ggf. der Tellerventile habe ich eine Mischtemp. von ca. 10-11° vor dem Lüfter bei ~0° Aussentemp. eingestellt. Damit liegt die Ablufttemp. bei ca. -6 bis -8°C. Bei höheren Aussentemp. natürlich entsprechend höher. Die Lüfterspannung für Aussentemp. unter -5°C habe ich soweit reduziert, bis die Ablufttemp. ebenfalls bei ca. -6 bis -8°C liegt, durch die geschlossene Stellklappe im 600P liegt die Temp. vor dem Lüfter dann bei ca. 20-22°C. Sobald es draussen es noch kälter wird, funktioniert das Prinzip der Abluft-WP wie Du auch schon erkannt hast nicht mehr und es gibt Wärmeverluste durch die Lüftung, die in jedem Fall zusätzliche Heizunterstützung erfordern (Heizpatrone und/oder Ofen).
@neuerSchwede, ich habe keine Sorgen um meine WP, wenn die Heizpatronne dauerhaft deaktiviert ist. Diese ist ja nur eine Zuheizung (wie ein Durchlauferhitzer) im Vorlauf hinter der WP. Die WP merkt davon erst mal nichts. Der einzige Unterschied ist die niedrigere Rücklauftemp. und die niedrigere "Kesseltemp." (Kanal 1). Da ich meine Heizpatrone in 3 KW Stufen zuschalten kann, sehe ich sehr schön, dass die Leistung der WP alleine in etwa der 3 KW Stufe der Heizpatrone entsprechen. Beide schaffen jeweils ca. 3°C Temp.-Erhöhung (Rücklauf/Vorlauf) meiner FBH. D.h. bei 25° Rücklauf komme ich jeweils auf 28° Vorlauf (nur mit WP oder nur 3 KW Heizpatrone), mit beiden zusammen dann auf 31°.
Gruß, Arne.
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02.02.2010 21:20:12
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seit dem ich den neuen Fühler eingebaut habe, stelle ich fest, dass die Enteisung deutlich früher einsetzt. Jedenfalls nicht mehr erst bei -12 Grad. Auch sind nun wieder Verdampfert. und Abluftt. völlig identisch und laufen stets parallel. So kenne ich das als die Anlage noch neu war.
Weiss jemand was die neue 640P kostet???
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02.02.2010 21:25:22
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@ Bettina, wir haben ein kleines Reihenmittelhaus (EG, OG, DG) in Köln, Baujahr 2009, beheizte Fläche ca. 123 qm. EG und OG Fußbodenheizung, DG Heizkörper. Temperatur im EG und OG 21-22°C, nur das DG wird zur Zeit nicht wärmer als 18°C (liegt wohl an der falschen Auslegung der Heizkörper oder hydraulischen Problemen, liege deswegen noch mit dem Bauträger im Clinch). Es wohnen hier zwei Erwachsene und ein Dreijähriger.
Der monatliche Verbrauch seit unserem Einzug:
09/2009: 237 kWh 10/2009: 359 kWh 11/2009: 363 kWh 12/2009: 753 kWh 01/2010: 944 kWh
Während der ganzen Zeit fuhr die Anlage mit Heizkurve 5, Verschiebung 0. Erst Ende Januar habe ich das auf Heizkurve 3, Verschiebung +3 umgestellt, weil ich den Eindruck habe, es ist unnötig, daß die Anlage in den extrem kalten Nächten (unter -2°C) kurzzeitig in so hohe Vorlauftemperaturen fährt. Bei den derzeitigen Temperaturen (rund um 0°C) hat die Änderung aber keinen Einfluß auf die Vorlauftemperatur.
Was ich noch beobachten konnte: Bis 30°C Vorlauftemperatur kommt die WP ohne Heizstabunterstützung aus, auch bei 31°C schaltet der Heizstab nur ganz selten zu. Ab 32°C dann regelmäßig.
@Arne, vielen Dank für die detaillierte Beschreibung! Ich werde mir ein Außenthermometer besorgen und mich am Wochenende mal in Ruhe mit der Sache befassen. Ist wie gesagt ein bißchen kniffelig, weil ich erstens der manuellen Klappe im Außenluftkanal nicht ansehen kann, welche Stellung sie gerade hat (ist wirklich nur ein Hebel zu sehen, der derzeit senkrecht zum Verlauf des Rohres steht, sonst nichts), und zweitens Eure Angaben über die Lüfterspannung bei der 600P irgendwie in die Stellung der Potentiometer in unserer 640P "übersetzen" muß. (Habe jedenfalls beide Manuals.) Ich werde auf jeden Fall berichten. Oder - was wahrscheinlicher ist - nochmal um Hilfe rufen... ;-)
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02.02.2010 21:32:22
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Zitat von neuerschwede  Weiss jemand was die neue 640P kostet??? Gibts ab 8.000 EUR (nur Lieferung, ohne Montage). Wäre mal interessant zu erfahren, worin sich die beiden Geräte technisch wirklich unterscheiden. Auf den ersten Blick fällt mir nur die veränderte Lüftersteuerung bei der 640P auf...
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02.02.2010 23:23:08
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Zitat von Basc;1304170Der monatliche Verbrauch seit unserem Einzug:[break 09/2009: 237 kWh 10/2009: 359 kWh 11/2009: 363 kWh 12/2009: 753 kWh 01/2010: 944 kWh
Hi Basc Ist das der reine Energieverbrauch für Heizung, oder gesamt mit Warmwasser? Ich komme an deine Werte überhaupt nicht hin. Laut meinen Zählern (HT/NT) hatte ich im Dezember einen Gesamtverbrauch (WW + Hzg) von 1176 Kw/h bei durchschnittlich -1,2 C Aussentemperatur. Im Januar hatten wir hier im Schnitt -3,9 C AT und mein Verbrauch war bei 1340 Kw/h. Für meinen Geschmack auch ziemlich kräftig. In unserer Doppelhaushälfte ist vom UG bis einschl. DG überall Fußbodenheizung. (ca. 150 gm) Der Voreigentümer kam gemäß Energieausweis auf einen Energieverbrauchswert von 39,5. Mir ist allerdings ein Rätsel wie das aufgelistete Warmwasser gemessen worden sein soll. LG tinchen
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03.02.2010 08:38:04
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@tinchen,
die von mir genannten Verbrauchswerte sind wie bei Dir die Summe aus HT/NT-Verbrauch, d. h. der Gesamtverbrauch der Nibe Fighter für Heizung und Warmwasser.
Du hast ja hier früher schon mal (am 16.10. und 2.12.2009) die Kanalwerte Deiner Anlage genannt, und daran kann man m. E. recht einfach erkennen, warum Dein Verbrauch deutlich höher ist als bei uns:
Deine Anlage fährt mit Heizkurve 7 und Heizkurvenverschiebung +5 (Kanäle 06 und 07). Das resultiert in vergleichsweise hohen Vorlauftemperaturen (eigentlich viel zu hoch für eine Fußbodenheizung), die Du auch gut an den von Dir genannten Kanalwerten ablesen kannst: Bei Deinen Einstellungen zielt die WP bei einer Außentemperatur (Kanal 03) von +2°C auf eine Vorlauftemperatur von 44°C (Kanal 10).
Wir sind hier hingegen mit Heizkurve 5 und Verschiebung 0 durch den Winter gekommen. Zum Vergleich: Bei einer Außentemperatur von +2°C fährt die Anlage dann mit 30°C Vorlauftemperatur. Bedenkt man dann noch, daß spätestens ab 32°C VL-Temperatur der Heizstab aktiv ist, ist völlig klar, daß Euer Verbrauch höher ist als unserer.
Ich frage mich allerdings, ob diese hohen VL-Temperaturen bei Euch wirklich notwendig sind. In der Regel sind heute Fußbodenheizungen auf maximale VL-Temperaturen (d.h. bei -10°C AT!) von 35°C oder 38°C ausgelegt. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß Euer Haus sooo schlecht isoliert sein soll. Hier lohnt es sich m. E., nochmal näher hinzusehen, was da los ist.
VG Basc
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03.02.2010 14:35:23
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@Basc,
Deine hohen Ablufttemp. und die Stellung des Klappen-Hebels klingen für mich wie keine oder nur geringe Aussenluftbeimischung. Mit einem Thermometer vorm Lüfter kannst Du es ja einfach feststellen. Bin gespannt auf Deinen Bericht.
Gruß, Arne.
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03.02.2010 15:58:12
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Hallo zusammen,
ich bin hier neu im Forum angemeldet, verfolge aber die Beiträge seit über einem Jahr. Zunächst möchte ich mich bei den vielen Experten hier bedanken, die mit ihren Ratschlägen und Erklärungen dazu beigetragen haben, dass ich die Wirkungsweise meiner Nibe Fighter 600P zumindest so zu verstehen gelernt habe, dass ich mit den Einstellungen ohne technische Veränderungen (dazu bin ich als völliger Laie nicht in der Lage)einigermaßen klarkomme. ich habe versucht, mir bei der sogenannten "Einweisung" des sogenannten "Experten" von Nibe erklären zu lassen - keine Chance. Ich glaube, er hatte selbst gerade erst einen 2-stündigen Kurs bei Nibe hinter sich gebracht und vorher nur Gasheizungen verbaut....
Vielleicht interessiert es Euch, wie meine Verbauchswerte sind?
Ich habe meine Anlage seit 1 3/4 Jahren in Betrieb. Mein Jahresverbrauch Strom lag in 2009 einschließlich Haushaltsstrom bei ca. 6200 kWh insgesamt (Schwedenhaus, beheizte Fläche ca. 120 m², nicht ganz KFW-60 erreicht, 2 Personen). Die Kosten für Heizung und Warmwasser liegen damit etwa bei 80 € pro Monat. Damit kann ich gut leben, wenn ich die Investitionskosten für eine Erdwärmepumpe gegenrechne.
Ich habe folgende Einstellungen vorgenommen:
Heizkurve 5 Verschiebung 0 oder +1, je nach Außentemperatur.
Die Luftung habe ich auf 1 (weißes Kabel) und 4 (schwarzes Kabel) eingestellt. Den Heizstab habe ich vollständig blockiert, die WP erreicht auch ohne ihn Vorlauftemperaturen von bis zu 33 Grad. Damit erreiche ich im Wohnzimmer zwischen 21 und 22 Grad. Gelegentlich wird mit Kaminofen zugeheizt, was aber eigentlich zu warm wird. (Komisch finde ich dabei, dass bei mir die Wärme trotz geöffneter Türen nicht nach oben steigt, sondern sich nur im EG verteilt; hängt das mit der Lüftung zusammen???)
Nach dem, was ich hier so gelesen habe, kann ich mit meinen Werten recht zufrieden sein, was meint Ihr?
Gruß, balkasch
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03.02.2010 16:19:14
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Deine Werte sind absolut in Ordnung.
Du solltest aber Wärme vom Kaminofen auch nach Oben bringen können.
Wenn die Ansaugung so eingestellt wird, dass mehr von oben abgesaugt wird als von unten geht das fast von alleine.
Das wirkt sich auch positiv auf die NIBE aus wenn sie ein bischen wärmere Luft bekommt.
Mit einem billigen Anemometer für 25,- und einem Papiertrichter kannst du an den Tellerventilen messen wieviel aus jedem Zimmer raus geht wenn die NIBE läuft und kannst einfach nachjustieren.
Gruß JoRy
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Zeit:
03.02.2010 16:20:46
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Zitat von Basc  Wir sind hier hingegen mit Heizkurve 5 und Verschiebung 0 durch den Winter gekommen. Zum Vergleich: Bei einer Außentemperatur von +2°C fährt die Anlage dann mit 30°C Vorlauftemperatur. Bedenkt man dann noch, daß spätestens ab 32°C VL-Temperatur der Heizstab aktiv ist, ist völlig klar, daß Euer Verbrauch höher ist als unserer.
Ich frage mich allerdings, ob diese hohen VL-Temperaturen bei Euch wirklich notwendig sind. In der Regel sind heute Fußbodenheizungen auf maximale VL-Temperaturen (d.h. bei -10°C AT!) von 35°C oder 38°C ausgelegt. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß Euer Haus sooo schlecht isoliert sein soll. Hier lohnt es sich m. E., nochmal näher hinzusehen, was da los ist.
VG Basc Hi Basc An die Heizkurve / Verschiebung habe ich jetzt noch gar nicht gedacht. Da werd ich wohl mal ein bisschen rumexperimentieren. Was wäre deiner Meinung nach die "nächst drunterliegende" Einstellung nach Heizkurve 7 und Veschiebung +5. lg tinchen
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03.02.2010 17:06:32
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Hallo JoRy,
Danke für Deine Rückmeldung. Ich habe Absaugventile im EG in der Küche (unmittelbar neben dem Kaminofen) und im Gäste-WC und im OG nur im Bad. Da bekommt die Anlage unten viel Wärme vom Kaminofen ab. Aber ich kann ja nicht unten zumachen und nur oben im Bad absaugen lassen.
Ich habe den Tip bekommen, mal oben ein Fenster zu öffnen, damit ein "Kamineffekt" über den Trepenaufgang entsteht, das werde ich mal ausprobieren.
Gruß, balkasch
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03.02.2010 21:31:37
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Hallo,
ich habe seit mittlerweile 2 Jahren eine Nibe Fighter 600P. Dank des Forums konnte ich einen defekt an dem Temperaturfühler (Fehlermeldung A03) leicht beheben, habe aber weitere Fragen, da es nicht wirklich warm im Haus wird. Hierbei ist mir aufgefallen, dass die Vorlauftemp. immer 3-5 Grad unter der Soll Temperatur liegt. Das ist meines Erachens zu viel. Mir ist nun folgendes aufgefallen, dass beim Umschalten von BW auf HW der Kompressor die Vorlauftemperatur auf 28 - 29 Grad abkühlt. Erst ab Einschalten der Heizpatrone geht es nach oben, bis wieder auf BW umgeschaltet wird. Vor Umschaltung auf BW ist der Sollvorlauf nicht erreicht worden. Ist das 'Abkühlen' bei Kompressorbetrieb normal? Oder an was kann es liegen, dass der Sollvorlauf eigentlich nie erreicht wird? Die BW Temperatur wird normal erreicht.
Grüße von AlexS
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Zeit:
04.02.2010 08:04:09
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An die Heizkurve / Verschiebung habe ich jetzt noch gar nicht gedacht. Da werd ich wohl mal ein bisschen rumexperimentieren.
Was wäre deiner Meinung nach die "nächst drunterliegende" Einstellung nach Heizkurve 7 und Veschiebung +5.
lg tinchen[/quote]
Hallo Bettina,
wie hier schon erwähnt wurde, sind Deine Einstellwerte eigentlich viel zu hoch für eine Fußbodenheizung.
Ich würde Dir folgende Vorgehensweise vorschlagen:
Öffne zunächst alle Raumthermostate auf maximale Temperatur
Reduziere dann die Einstellung der Heizkurve auf 5 und die Heizkurvenverschiebung auf +2
So, nun warte einen Tag lang ab, bis sich das System eingestellt hat. Eigentlich müsste es nun überall im Haus schön warm werden. Wenn das so ist, dann - und erst dann - benutze die Raumthermostate, um die Räume, in denen Du es nicht so warm haben willst, herunterzufahren.
Je geringer Du die Heizkurve einstellst, desto weniger geht die errechnete Vorlauftemperatur nach oben, wenn nachts die Außentemperaturen absinken. Wenn es dann im Haus zu warm oder zu kalt ist, solltest Du das über die Heizkurvenverschiebung regeln.
Ich habe den Winter über mich immer wieder an Kanal 10 orientiert. Wenn ich durch Regulierung der Heizkurvenverschiebung eine errechnete Vorlauftemperatur von 33 oder 34 Grad eingestellt hatte, war es im Haus immer angenehm warm. Die Heizpatrone habe ich komplett blockiert.
Im Bad habe ich einen elektrischen Zusatzheizkörper (Heizpatrone 600 W) mit Zeitschaltuhr und Raumthermostat montiert. Der ist so eingestellt, dass er eine Stunde vor dem Aufstehen das Bad zusätzlich aufheizt. Ich hatte im Dezember und Januar jeweils einen Verbrauch von ca. 750 bis 800 kWh einschließlich Haushaltsstrom.
Ich habe zwar mit 120 m² Fläche ein kleineres Haus als Du, aber vielleicht helfen Dir meine Tips, Deinen Verbauch herunterzufahren.
Grüße, balkasch
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Zeit:
04.02.2010 10:45:50
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@AlexS,
was Du beobachtest ist völlig normal und auch leicht erklärbar: Die BW-Bereitung erfolgt immer ohne Heizpatrone. Die WP alleine kann problemlos das Wasser bis auf 55°C aufheizen, da die Wärmezufuhr in einen isolierten Speicher ohne Wärmeabgabe erfolgt. D.h. mit steigender Temp. im Speicher steigt auch die Rücklauftemp. und analog die Vorlauftemp. Die WP schafft immer nur ~3-4°C Erwärmung zwischen Rücklauf und Vorlauf. Sobald wieder auf Heizbetrieb umgeschaltet wird, kommt kaltes Heizwasser (~25°) aus dem Rücklauf in die WP, deshalb sinkt auch die Vorlauftemp. entsprechend ab. Auch hier schafft die WP nur 3-4°C Erwärmung des Rücklaufs, deshalb siehst Du die 28-29° im Vorlauf. Dies ist keine Abkühlung sondern der normale Heizbetrieb durch die WP. Mehr Leistung hat die WP nicht. Da über die FBH oder Heizköper konstant Wärme abgegeben wird, bleibt die Rücklaufttemp. niedrig und damit auch die Vorlauftemp. Wenn die berechnete Vorlauftemp. nicht erreicht wird, schaltet nach 4 Minuten die Heizpatrone zu (sofern sie nicht gesperrt ist).
Gruß, Arne.
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Zeit:
04.02.2010 22:42:07
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Zitat von balkasch  Je geringer Du die Heizkurve einstellst, desto weniger geht die errechnete Vorlauftemperatur nach oben, wenn nachts die Außentemperaturen absinken. Wenn es dann im Haus zu warm oder zu kalt ist, solltest Du das über die Heizkurvenverschiebung regeln. Du hast die Raumthermostate auf volle Pulle und regulierst die Raumtemperatur nur durch Änderung der Verschiebung der Heizkurve (Kanal 7). Verstehe ich das richtig? Zitat von balkasch Ich hatte im Dezember und Januar jeweils einen Verbrauch von ca. 750 bis 800 kWh einschließlich Haushaltsstrom Wow, dann läuft meine Nibe wirklich um ein paar Touren zu hoch Ich versuchs jetzt mal sowie du es vorgeschlagen hast, und melde mich dann. Schon mal vielen Dank lg tinchen
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Zeit:
05.02.2010 08:25:17
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Hallo Bettina,
ja, Du hast mich richtig verstanden.
Ich will es mal sehr vereinfacht darstellen: Stell Dir vor, Du fährst einen Motorroller. Du drehst den Gaszug voll auf und fährst mit 80 km/h. Nun kommst Du in eine Ortschaft und willst auf 50 km/h runterbremsen. Dazu gibt es 2 Möglichkeiten:
1. Du veränderst nichts am Gaszug, sondern betätigst die Bremsen, bis Du 50km/h fährst
2. Du drehst den Gaszug so weit zurück, bis Du 50 km/h fährst
Im ersten Fall erreichst Du Dein Ziel auch, verbauchst aber natürlich mehr Energie.
So ähnlich ist es mit der Wärmepumpe. Du solltest die Bremsen lösen, das heißt die Raumthermostate voll öffnen und dann den Gaszug zurückdrehen, d.h. die Heizkurve + -/verschiebung herunterfahren.
Ziel muss es sein, den Raum, den Du am Wärmsten haben willst, durch Einstellung an der WP zur Wunschtemperatur zu bringen, nicht durch einstellung des Raumthermostates! Die Raumthermostate dienen in den anderen Räumen, z.B. im Schlafzimmer, als "Bremse". Damit erreichst Du mit unserer Nibe, die manche ja nicht als echte Wärmepumpe ansehen, die besten Werte. Da sie keinen hohen Wirkungsgrad hat, sollte man ihr immer nur das abverlangen, was man gerade benötigt, also "den Gaszug zurückdrehen und die Bremsen lösen".
Ich habe festgestellt, dass ich im Bad - trotz enger Verlegung der Fußbodenheizung - im Winter max. 22 Grad erreichen kann. Weil ich es morgens zum Aufstehen gerne wärmer haben will, habe ich mir einen rein elektrisch betriebenen Zusatzheizkörper mit Zeitschaltuhr und Raumthermostat eingebaut. Den programmiere ich so, dass er ca. eine Stunde vor dem Aufstehen einschaltet und bis zu einer Temperatur von max. 24 Grad zuheizt. Das ist wirtschaftlicher, als der WP mehr abzuverlangen, was sie dann nur noch mit dem Heizstab erreichen kann. Hier kommt dann dazu, dass es ja nachts i.d.R. draußen deutlich kälter wird. Stell ich die Nibe zu hoch ein, heizt sie mir in der Nacht das Haus mit dem Heizstab, wo ich doch eher nachts weniger Heizung bräuchte, nur morgens im Bad soll es richtig kuschlig sein.
Zur Heizkurve: Aus den (zugegeben sehr unübersichtlichen) Diagrammen auf S. 7 der Nibe-Bedienungsanleitung kann man folgendes herauslesen:
Mit den Einstellungen Heizkurve 7 und -verschiebung -2 Heizkurve 5 und -verschiebung 0 Heizkurve 4 und -verschiebung +2 errechnet die Nibe bei 0 Grad Außentemperatur jeweils in etwa dieselbe Vorlauftemperatur von ca. 31/32 Grad. Kühlt es aber in der Nacht auf - 10 Grad ab, errechnet die Nibe bei gleichen Einstellungen folgende Vorlauftemperaturen (in etwa): Heizkurve 7 und -verschiebung -2: Vorlauf 39 Grad Heizkurve 5 und -verschiebung 0: Vorlauf 37 Grad Heizkurve 4 und -verschiebung +2: Vorlauf 36 Grad
Das zeigt: Mit allen 3 Einstellungen erreiche ich tagsüber bei 0 Grad dieselbe Vorlauftemperatur. Wähle ich aber eine höhere Heizkurve und eine geringere Verschiebung, steigt die errechnete Vorlauftemperatur bei Absinken der Außentemperatur stärker an, die Nibe muss mehr Leistung bringen.
Es kommt immer auf das individuelle Haus an. Ist die FBH gut dimensioniert und das Haus gut gedämmt, genügt eine geringere Vorlauftemperatur, um es warm zu bekommen.
Übrigens: Meine Nibe funktioniert recht gut, obwohl ich die Lüfterspannungen auf 1 (weißes Kabel) und 4 (schwarzes Kabel) reduziert habe. Bei höheren Werten würde mehr Luft abgesaugt, damit mehr kalte Luft nachgeführt. Ob das Auswirkungen hätte, habe ich noch nicht versucht, da es bei mir keinen Bedarf gibt. Ich weiß nur - je geringer die Lüfterspannung, desto geringer das Geräusch.
Ich bin gespannt, wie es bei Dir weitergeht!
Grüße, balkasch
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Zeit:
06.02.2010 10:44:27
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Zitat von balkasch  Ich bin gespannt, wie es bei Dir weitergeht! Das bin ich auch balkasch. Mir ist das "Ganze" immer noch ein ziemliches Rätsel. Ich kam ja zu der Wärmepumpe wie die Junfrau zum Kind (war in dem gekauften Haus drin). Ohne das Forum wäre ich völlig aufgeschmissen. Zitat von balkasch Aus den (zugegeben sehr unübersichtlichen) Diagrammen auf S. 7 der Nibe-Bedienungsanleitung... Das ist sehr milde ausgedrückt. Ich frage mich dauernd warum Nibe die Diagramme nicht gleich weggelassen hat. Ich habe die Einstellungen jetzt mal verändert (HK:6 ; Vschb: 3), und es ist trotzdem warm (ausser Bad). Allerdings sind die Umstände etwas anders da wir letzte Nacht Temperaturen um den Gefrierpunkt (oder sogar leicht drüber) hatten. Die berechnete Vorlauftemperatur ist 38 Grad. Das wäre ja eigentlich immer noch viel zu hoch. Werde mal Dein Beispiel (Heizkurve 4 und -verschiebung +2: )probieren und schaun ob der Vorlauf 36 Grad erreicht und ob er ausreicht. Im Bad habe ich einen Heizlüfter stehen. Das Ding macht mit seinen 2000 Watt sofort warm. Übrigens dachte ich dass die Nibe nur mehr leistet wenn sie dies auch muss. Ja nach Wärmebedarf oder WW-Bedarf. lg tinchen
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Zeit:
06.02.2010 12:25:38
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Hallo Bettina,
"Zitat: Übrigens dachte ich dass die Nibe nur mehr leistet wenn sie dies auch muss. Ja nach Wärmebedarf oder WW-Bedarf." (Sorry, das mit der Zitatfunktion habe ich noch nicht rausgekriegt ;-))
Die Nibe leistet schon mehr, wenn sie "muss". Aber das "muss" wird nur über einen Außentemperaturfühler ermittelt. Dabei ist es der Nibe egal, ob es im Wohnzimmer 18 Grad oder 25 Grad hat. Einige Spezialisten hier im Forum haben sich einen Temperaturfühler im Wohnzimmer eingebaut und steuern die Nibe über die Raumtemperatur. Davon lass ich meine Finger lieber weg, weil ich technisch nicht bewandert bin.
Du musst über die Einstellung von Heizkurve und -verschiebung den für Dein Haus optimalen Wert finden, das heißt, DU musst der Anlage vorgeben, was sie bringen muss. Bei mir ist es so, dass ich mir die Werte häufig anschaue und prüfe, ob es warm genug ist im Haus (Thermometer in Wohnzimmer und Bad). Wenn es zu kalt wird, weil die errechnete Vorlauftemperatur nicht ausreicht, erhöhe ich lediglich die Verschiebung (+1).
Meine Nibe schafft ohne Heizpatrone eine Vorlauftemperatur von 33 Grad, wenn Kanal 10 (errechnete VLTemp) 33 Grad oder höher anzeigt. Damit gibt es sogar im Bad 22 Grad.
Übrigens habe ich die Außenluftzufuhr bei der derzeitigen Kälte so weit wie möglich geschlossen (funktioniert bei mir über eine Irisblende). Hast Du das auch?
Wie ist denn bei Dir die Lüftung eingestellt (weißes und schwarzes Kabel)?
Grüße, balkasch
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Zeit:
06.02.2010 21:04:29
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Zitat von balkasch  Die Nibe leistet schon mehr, wenn sie "muss". Aber das "muss" wird nur über einen Außentemperaturfühler ermittelt. Dabei ist es der Nibe egal, ob es im Wohnzimmer 18 Grad oder 25 Grad hat. Verstehe ich nicht balkasch (hab etwas Geduld mit mir) Wenn ich in einem Raum den Raumthermostat runter drehe, wird es nach einiger Zeit kälter (also müsste nach meinem Empfinden der Wärmebedarf geringer sein, oder). Wenn jetzt aber dem Nibe der tatsächliche Wärmebedarf egal ist, dann verstehe ich die Statusanzeigen im Kanal 19 überhaupt nicht. Zitat von balkasch Einige Spezialisten hier im Forum haben sich einen Temperaturfühler im Wohnzimmer eingebaut und steuern die Nibe über die Raumtemperatur. Klingt für mich logisch, ich dacht halt dass der tatsächliche Wärmebedarf nicht über einen Temperaturfühler sondern über die Stellung des Raumthermostats erfolgt. Zitat von balkasch Du musst über die Einstellung von Heizkurve und -verschiebung den für Dein Haus optimalen Wert finden, das heißt, DU musst der Anlage vorgeben, was sie bringen muss. Bei mir ist es so, dass ich mir die Werte häufig anschaue und prüfe, ob es warm genug ist im Haus (Thermometer in Wohnzimmer und Bad). Wenn es zu kalt wird, weil die errechnete Vorlauftemperatur nicht ausreicht, erhöhe ich lediglich die Verschiebung (+1).
Meine Nibe schafft ohne Heizpatrone eine Vorlauftemperatur von 33 Grad, wenn Kanal 10 (errechnete VLTemp) 33 Grad oder höher anzeigt. Damit gibt es sogar im Bad 22 Grad.
Okay, das mit dem "selber herausfinden" hab ich geschnallt, aber irgendwie sind mir einige Zusammenhänge unklar. Bei meiner momentanen Einstellung (HK: 6 Verschb: 4) habe ich 33 Vorlauftemperatur. In den oberen Räumen ist es aber deutlich zu kühl. Wenn ich aber auf Kanal 19 gehe, sehe ich dass (anscheinend) kein Wärmebedarf besteht (obwohl die berechnete Vorlauftemperatur nicht erreicht wurde). Anstatt die Fußbodenheizung zu "machen" zieht es der Herr Nibe dann vor das WW zum zigsten male zu erhitzen. ?????? Zitat von balkasch Übrigens habe ich die Außenluftzufuhr bei der derzeitigen Kälte so weit wie möglich geschlossen (funktioniert bei mir über eine Irisblende). Hast Du das auch?
Wie ist denn bei Dir die Lüftung eingestellt (weißes und schwarzes Kabel)?
Häääää ?????? Keine Ahnung Ich muss erst mal nachlesen wo ich was finde. lg tinchen
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Zeit:
07.02.2010 00:40:55
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Hallo Balkasch, welchen Heizlüfter hast du denn. wir machen es auch so, dass wir im bad einen lüfter haben. habe aber noch keinen mit einschalttimer gefunden.
@tinchen: ich regle unsere raumtemperatur auch über die verschiebung. habe alle thermostate der fb komplett aufgedreht und sogar die elektrischen teile komplett abgeschraubt. haben meistens so 21 Grad im ganzen Haus. den kanal 19 habe ich bislang ausser acht gelassen, denke nicht das er wirklich benötigt wird oder???
Ich habe ein Haus mit 175 qm inkl. 38 qm Einliegerwohnung im UG, die auch über die Nibe und FBH beheizt wird. Habe derzeit einen Abschlag von 102 Euro. Denke ich habe mit der falschen Einstellung und Verschiebung in den vergangenen 4 1/2 Jahren viel umsonst geheizt. Durch den Beitrag von balakesch habe ich heute endlich mal verstanden wie es richtig geht, bzw. die einzelnen einstellunge in relation zueinander stehen.
hoffe ich kann doch noch auf so 90 Euro im Monat kommen. Denke auf jeden Fall das meine Nibe für mein Haus nicht geeignet ist oder hart an der Grenze läuft.
MfG
Dirk
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Zeit:
07.02.2010 13:47:30
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Hallo Bettina,
keine Sorge, ich hab auch lange gebraucht, bis ich so einigermaßen die Zusammenhänge verstanden hab, wobei ich sicher noch nicht 100% weiß, aber zumindest so viel, dass ich das Haus warm bekomme, ohne übermäßig viel Strom zu verbrauchen.
Nochmal zur Vorlauftemperatur: Wenn die Nibe aufgrund Deiner Eintellungen eine Vorlauftemperatur errechnet, dann versucht sie immer, diese Temperatur zu erreichen bzw. zu halten. Wenn Du nun in einem Raum den Raumthermostat herunter drehst, dann sagst Du dem System: Schicke kein aufgeheiztes Wasser in diesen Fußbodenkreislauf, ich brauche es in diesem Zimmer nicht. Damit steht dem Heizungssystem für die anderen Räume mehr warmes Wasser zur Verfügung. Das System benötigt auf das gesamte Haus gesehen weniger warmes "Vorlaufwasser". Das Wasser im heizungssystem zirkuliert ja, wenn es zurückfließt, ist es abgekühlt und hat seine "Rücklauftemperatur". Je mehr Räuzme im Haus beheizt werden, desto mehr aufgeheiztes Wasser fließt durch das System. Es kühlt dadurch aber auch schneller ab, die Nibe muss arbeiten, um es auf die errechnete Vorlauftemperatur zu bringen bzw. es dort zu halten.
Je mehr Räume runterreguliert sind, desto weniger muss die Nibe arbeiten. Dennoch versucht sie, die durch die gewählten Einstellungen von Heizkurve und -verschiebung errechnete Vorlauftemperatur zu erreichen. Wenn Du an den Raumthermostaten runterregelst, verlangsamst Du die Abkühlung des vorgewärmten Heizungswassers im System, weil es in weniger Räumen zirkuliert. Damit verringerst Du die Häufigkeit, mit der die Nibe auf die errechnete Vorlauftemperatur aufheizt. Trotzdem versucht sie, diese zu erreichen. Eine errechnete Vorlauftemperatur von (ca.) 35 Grad und höher schafft die Nibe nur mit dem Heizstab! Wenn sie aber eine geringere Vorlauftemperatur erreichen muss und diese gleichzeitig in meherer Räume schickt, weil dort die Raumthermostate geöffnet sind, kommt sie viel öfte ohne Heizstab aus. Der Heizstab macht die Sache teuer!!
Puh, ich hoffe, ich hab mich nicht zu undeutlich ausgedrückt.
Die Experten, die sich einen Raumtemperaturfühler im Wohnzimmer eingebaut haben, erreichen damit, dass die Nibe die Vorlauftemperatur über die Wohnzimmertemperatur errechnet. Bei uns ist die Anlage so installiert, dass die Vorlauftemperatur über einen Außenthermometer errechnet wird, völlig unabhängig von den Temperaturen im Haus!!!
Wenn es bei Dir mit der errechneten Vorlauftemperatur von 33 Grad zu kalt ist, dann die Verschiebung um 1 erhöhen und versuchen, ob es dann ausreicht. Wichtig: In den Räumen, die warm werden sollen, alle Raumthermostate wirklich voll öffnen!
Kanal 2 zeigt Dir, welche VT momentan erreicht ist, Kanal 10 zeigt die errechnete VT. Meine Nibe schaltet den Kompressor i. d. R. aus, wenn Kanal 2 2 Grad über Kanal 10 liegt und schaltet ihn an, wenn Kanal 2 2 Grad unter Kanal 10 fällt. Wenn der Kompressor läuft, kann es sein, dass gerade warmes Wasser bereitet wird. Dies passiert wohl serienmäßig 4 x am Tag ohne Wasserentnahme, wenn man aber Warmwasser entnommen hat (Duschen, Waschen, Geschirrspülen, usw.), wird der Speicher aufgefüllt und das Wasser wieder erwärmt.
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Zeit:
07.02.2010 14:15:19
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So, nun zur Lüftung.
Zunächst mal die Frage: Hat Deine Anlage einen Außenluftanschluss, das heißt, geht von oben ein Rohr ab, das zu einer Außenwand führt und ist an dieser Außenwand von außen eine Öffnung mit einem Gitter zu sehen? (Dargestellt auf S. 3 der Bedienungsanleitung: Systemprinzip; der hellblaue Kanal)
Wenn ja: Gibt es an diesem Rohr im Haus zwischen der Außenwand und der Nibe einen Hebel, mit dem der Durchmesser des Kanals verändert werden kann?
Wenn ja, solltest Du den Durchmesser des Kanals bei den derzeitigen Temperaturen so weit wie möglich schließen.
Nun zu den weißen und schwarzen Kabeln: Bedienungsanleitung S. 16: "Einstellen der Ventilatorförderkapazität". Dort ist eine Lüsterklemme mit 10 Anschlüssen abgebildet. Du findest diese Lüsterklemme hinter der Verkleidung mit dem Display. Anlage ausschalten und Display abschrauben (sind 2 kleine Blechschrauben an der Oberkante, ansonsten ist es eingehängt, also vorsichtig lösen, siehe Bed.anl. S.21). Etwa in der Mitte sitzt diese Lüsterklemme. Auf der einen Seite gehen überall graue Kabel ab, auf der anderen Seite ist ein weißes und ein schwarzes Kabel angeschlossen. Diese beiden Kabel bestimmen, mit welcher Geschwindigkeit der Lüfter läuft - weiß für nur Lüftung und Enteisung, schwarz für Kompressorbetrieb, also Heizungs- und Warmwasserbereitung. Schau doch mal, an welcher Position diese Kabel angeschlossen sind. Bei mir ist weiß auf Pos. 1 und schwarz auf Pos. 4. Ab Werk wurde vor der Grundeinstellung Pos. 9 und Pos. 10 eingestellt. Dadurch wird natürlich viel zu viel Luft umgesetzt und dementsprechend auch viel kalte Außenluft durch die Außenluftventile in den Räumen eingesogen. Schau doch mal nach und schreib mal, wie die Einstellung ist. Keine Sorge, das Aus- und Anschalten schadet der Anlage nicht.
Ich habe auch den Tip bekommen, die Außenluftventile in den oberen Räumen etwas zu schließen (nicht ganz!), damit nicht zu viel kalte Luft eingesogen wird. Dafür sind im Wohnzimmer (dem wärmsten Raum) alle geöffnet.
Viel Erfolg! Grüße, balkasch
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Zeit:
07.02.2010 14:23:34
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Hallo Dirk,
freut mich, dass ich auch Dir etwas helfen konnte. Unsere Nibe ist schon wirklich ein kompliziertes Gerät und vom System her sicher verbesserungswürdig. Aber ich hab mich jetzt arrangiert und werde wohl die nächsten 15 bis 20 Jahre damit leben können und müssen ;-)
Wegen der Zeitschaltuhr: Schau mal unter www.agadon.de, Elektrische Zeizkörper und Steuerungen, dann Steuerung Typ A. Diese hab ich gekauft, ist nicht ganz billig, funktioniert aber bisher 100%-ig. Du kannst auf Wunsch bis zu 3 verschiedene Zeitintervalle programmieren. Ich nutze nur eines für morgens vor dem Aufstehen, damit es schön warm ist. Der Temperaturfühler schaltet den Strom ab, sobald die eingestellte Wunschtemperatur erreicht ist. Wie gesagt, nicht ganz billig, aber deutlich komfortabel.
Grüße, balkasch
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Zeit:
07.02.2010 20:06:05
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. Hi balkasch Erst mal recht herzlichen Dank für deine Bemühungen mir das "Ganze" zu erklären. Ich hab mich heute fast 2 Stunden lang durchs Internet gequält um die Zusamenhänge (vor allem mit der FBH) zu kapieren. Dabei wurde mir zunächst mal deine folgende Aussage Zitat von balkasch  Wenn Du an den Raumthermostaten runterregelst, verlangsamst Du die Abkühlung des vorgewärmten Heizungswassers im System, weil es in weniger Räumen zirkuliert. Damit verringerst Du die Häufigkeit, mit der die Nibe auf die errechnete Vorlauftemperatur aufheizt. Trotzdem versucht sie, diese zu erreichen. unklar. So wie ich das (vom web) verstanden habe regeln die Raumthermostate die Raumtemperatur indem sie die Stellmotoren an den Etagenverteilern öffnen oder schließen. Wenn du jetzt einerseits sagst dass weniger zu beheizende Räume gleichbedeutend sind mit weniger Leistungsanforderung, dann verstehe ich nicht warum es egal sein soll dass du in zu beiheizenden Räumen die Thermostate voll aufdrehst. Nach meinem Verständnis hat dies auch Auswirkungen auf die Einstellung durch den Stellmotor am Verteiler. Als nächstes bin ich im Internet über die Vor-/Rücklaufventile am Verteiler gestolpert. Wie sollten denn die Einstellungen sein. Eher langsam (also RL fast zu), oder andresrum. Oh Mann, mir qualmt die Birne. Mit der Lüftung schaue ich morgen, ich bin mir aber fast sicher dass es mit Lüftung funktioniert. Oben sind 2 (!!) Rohre die weggehen, und draussen unter der Treppe befindet sich ein ... (wie auch immer man es nennt) es kommt warme Luft raus) So, schönen Sontag noch, ich geh jetzt in die Kiste, in 4 Stunden kommt superbowl. lg tinchen
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Zeit:
08.02.2010 11:49:13
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Kurz zu Erklärung: Mit dem zusätzlichen Raumtemperaturfühler im Wohnzimmer regle ich nicht die Vorlauftemp. - dies erfolgt auch bei mir weiterhin über die Heizkurve/Verschiebung mit dem Aussentemp.-Fühler - sondern ich sperre damit die Heizpatrone. Bei mir ist das WZ immer mit der kühlste Raum (da sehr groß, 3 Aussenwände, Erker und 2 Wandventile). Im WZ habe ich aber auch einen Kaminofen. D.h. nur, wenn im WZ die Temp. unter 19,5 °C fällt (z.B. bei Abwesenheit), wird die Heizpatrone freigeben. Kalte Nächte können bei mir problemlos ohne Heizpatrone überstanden werden.
Gruß, Arne.
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Zeit:
08.02.2010 13:24:58
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Hallo Arne,
danke für die Erklärung. Ich hatte das falsch in Erinnerung, ist schon ein Weilchen her, dass ich es gelesen hatte.
Danke aber auch für Deine Beteiligung an diesem Forum. Nicht zuletzt Deine vielen Beiträge haben dazu beigetragen, dass ich meine Anlage besser verstehe.
Wie war denn Dein Verbrauch im letzten Jahr?
Grüße balkasch
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Zeit:
08.02.2010 20:15:37
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Hallo Balkasch,
mein Gesamtstromverbrauch in 2009 (Dez. 2008 - Nov. 2009) betrug 5640 kWh. D.h. für die 600P und den Haushaltsstrom zusammen. Davon geschätzte 2600 kWh Haushaltsstrom und 3000 kWh für die 600P. Der letzte Winter war aber auch nicht so kalt und dank Kaminofen konnte die Heizpatrone durchgehend deaktiviert bleiben. Mein Haus hat 155m² mit FBH bei KFW60 Standard.
Gruß, Arne.
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