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Zeit:
18.09.2008 15:37:43
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Verfasser:
E_nergiesparer
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Zeit:
18.09.2008 15:49:14
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Im Kalten zu sitzen hat mit Effizienz nichts zu tun.
Man höre weg von den politischen Sprüchen und glaube dem Fachmann. Das schafft Nutzen für Verbraucher und Umwelt.
na, wenn's so einfach wäre, gäbe es manche Diskussion hier im Forum jedenfalls nicht.
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Zeit:
18.09.2008 16:07:31
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Naja, eigentlich ist es einfach. Die bestehenden Anlagen auf den neuesten technischen Stand bringen, regelmäßige Wartungen (nicht nur den Brenner) durchführen, das Gebäude in kleinen Schritten sanieren und das Heiz- und Lüftungsverhalten ändern. Hier sollte in erster Linie an das Vorhandene gedacht werden und nicht wie wild alles erneuert werden. Aber heute ist die Jagd nach Fördergeldern ja zum Volkssport geworden. Aber auch die Einschränkung und das Wegkommen vom Luxus bringen erhebliche Einsparpotentiale, die nichts bzw. wenig kosten. Nur einmal so in die Diskussionsrunde geworfen :>)) Gruß me. Bruno Bosy, NF
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Zeit:
18.09.2008 16:20:14
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Umweltminister sind offensichtlich nur Skandalverwaltungsminister.
In die Öffentlichkeit kommen diese nur, wenn mindestens ein Atomkraftwerk leck geschlagen ist, um dann mit der grossen Sandschaufel und Nebelkerze schnell die Bevölkerung zu beruhigen.
Dass ein Umweltminister mal die Initiative ergreift und offensiv Verbesserungen erarbeitet, ist in der Öffentlichkeit nicht bekannt.
Das Feld der Innovationen wird komplett der Wirtschaft überlassen. Vermutlich ist das auch besser so, da von Ministeriumsseite wohl kaum individuelle Lösungen erarbeitet werden können.
Man sieht es hier im Forum ja täglich, dass es fast keine Standardlösungen gibt. Jedes Haus hat seine Besonderheiten, die für eine Optimierung der Effizienz berücksichtigt werden müssen. Deregulierung ist hier positiv zu sehen.
H.B.
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Zeit:
18.09.2008 17:43:32
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Uaahhh, alles irgendwie schon mal gehört, sehr aufregend. Reifendruck anpassen, ganz schön pfiffig die Amis. Na, wenn sonst alles OK ist da da drüben, GREAT!
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Zeit:
18.09.2008 18:03:48
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"Man höre weg von den politischen Sprüchen und glaube dem Fachmann. "
Dummerweise ist das so ziemlich der Letzte, der einem wirklich konstruktive Empfehlungen gibt, die über "die neue Heizung verbraucht 30% weniger" hinausgehen.
"Die bestehenden Anlagen auf den neuesten technischen Stand bringen, regelmäßige Wartungen (nicht nur den Brenner) durchführen, das Gebäude in kleinen Schritten sanieren und das Heiz- und Lüftungsverhalten ändern. Hier sollte in erster Linie an das Vorhandene gedacht werden und nicht wie wild alles erneuert werden"
"Dass ein Umweltminister mal die Initiative ergreift und offensiv Verbesserungen erarbeitet, ist in der Öffentlichkeit nicht bekannt."
Tja, das Problem ist, dass der Umweltminister den davorstehenden Absatz nicht kennt.
Zuschüsse gibt es nur, wenn man mindestens Massnahmen FÜR 50.000€ macht, egal wie sinnvoll die einzelne sein mag. Hauptsache es kostet viel Geld und beschäftigt viele Spezialisten.
Womit wir wieder bei dem Problem im ersten Absatz wären.
Gruss Axel
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Zeit:
19.09.2008 06:11:43
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Meine Einstellung kennt ihr ja....
Ich will das nur nochmal nach oben schieben.
Martin
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Zeit:
19.09.2008 07:48:01
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Hallo Axel
"Man höre weg von den politischen Sprüchen und glaube dem Fachmann. "
Wenn du dich darüber ärgerst, das du vom Fachmann bisher nur Allgemeinplätze zu hören bekamst, liegt es vielleicht daran, das du nur gefragt hast... und nicht einen Auftrag gegeben hast, die vorhandenen Energiesparpotentiale konkret zu ermitteln...
Energieberatung ist Arbeit. Die muss auch bezahlt werden.
Viele meinen ja, dann hol ich mir nen Berater, der Bringt nen Knopp mit, den er an die Heizraumwand schraubt...
und Klack.. schon spart die Sache!
Energiesparen ist extrem viel Detailarbeit, die auch noch viel Geld kostet.
Wer Energie sparen will, muss erstmal Geld ausgeben.
Die Meisten wollen aber Geld sparen...
Das passt nun mal nicht zusammen
Martin
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Zeit:
19.09.2008 08:53:37
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Moin Martin, man könnte auch sagen, dass Geldsparen meistens nicht automatisch Ernergiesparen zur Folge hat. Das ist für den Ottonormalverbraucher schon schwer zu verstehen. Nur wird den Verbrauchern gerne versucht einzureden, dass nur der Wechsel auf andere Energiequellen die Lösung ist. Dabei wird vergessen, dass ein Großteil der Bestandanlagen nicht einreguliert sind und völlig uneffizient betrieben werden. Hier kann mit wenig Geld sehr viel erreicht werden. Ich rede hier nicht von den Eigenheimbesitzern, sondern von den vermieteten Objekten. Aber solange der Mieter über die Nebenkosten alles bezahlt, was ihm in Rechnung gestellt wird, wird die Chance des Energiesparens vertan. Im Eigenheimbereich werden Anlagen ausgetauscht, die noch 10 bis 20 Jahre über Hypotheken weiter abbezahlt werden müssen. So etwas wird in keiner Berechnung der neuen Anlagen mitreingerechnet. Gruß Bruno
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Zeit:
19.09.2008 09:02:58
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"Wenn du dich darüber ärgerst, das du vom Fachmann bisher nur Allgemeinplätze zu hören bekamst, liegt es vielleicht daran, das du nur gefragt hast... und nicht einen Auftrag gegeben hast, die vorhandenen Energiesparpotentiale konkret zu ermitteln..."
Nein, das lag daran, dass der mir nicht mal angeboten hatte, so etwas für mich zu tun.
Und wenn ich mir die Angebote so ansehe, wird zwar unglaublich viel Arbeit darauf verwendet, jede einzelne Hülse und jeden einzelnen Fitting aufzuschreiben, aber der Kessel wird nach der Devise: "27kW braucht es für Warmwasser, Rest ist egal" ausgewählt. Und an einen simplen Raumtemperaturregler hatte gar keiner gedacht.
Aber ich will jetzt hier gar nicht wieder einen Grabenkrieg anfangen. Tatsache ist aber, dass Energiesparen in Deutschland an den Egoismen und der grundsätzlichen Unfähigkeit und Unwilligkeit der Beteiligten scheitert, jeder sieht nur seinen begrenzten Bereich. Da sind die Handwerker, Hersteller und der Umweltminister alle gleich.
Und wenn hier der Herr Funk in diesem Editorial behauptet, dass man den Fachmann holen solle, bringt ihm das sicher eine Einladung in ein Hotel seiner Wahl zu einer gesponserten Fortbildungsveranstaltung ein. Aber es zeigt auch, dass er hier vor allem als Lobbyvertreter agiert.
Vor allem dieser Satz: "Die Effizienz-Diskussion verschafft dem Heizungsbau Vorteile durch technische Kompetenz bei ganzheitlicher Betrachtung möglicher Wärmeerzeugungs- und Wärmeverteilungs-Techniken," kann jemanden, der sich mit der Thematik beschäftigt hat allenfalls wahlweise die Zornesröte oder ein verzweifeltes Grinsen ins Gesicht zaubern.
Gruss Axel
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Zeit:
19.09.2008 09:09:36
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Wie Bruno angedeutet hat ist das größte Potential nicht auf der technischen Seite sondern im Verhalten gegeben.
Das Gewohnheitstier Mensch das sich zig Jahre keine Gedanken um Energiekosten gemacht hat sollte eine ganz persönliche Inventur und Selbstprüfung zur Gewohnheit werden lassen. -man kann das üben--
-brauch ich das? brauch ich das wirklich? brauch ich das dringend? -dient dieser oder jener Konsum objektiv meiner Zufriedenheit?
Nicht erstrangig die politischen Blödmann-Kommentare "es würde auf zu hohem Niveau gejammert" sind hier ärgerlich. Und dann empfehlen sie den Deutschen Wählern sie sollten halt weniger duschen und zu Hause eine Jacke anziehen.
Aber in zwei von 3 Urlauben pro Jahr meint der wegfliegen zu müssen auch wenn er für 5 Tage Malle 1 Tag security verplempert.
Wenn der deutsche Wähler seine Menschenwürde an der Flachbildschirm Größe misst und wieviele Videos es über T-Home und pay-TV in der Hütte hat , anstatt sie von Schäuble bedroht zu sehen, dann habt ihr das wirkliche Dilemma.
Gruß JoRy
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Zeit:
09.08.2009 08:31:08
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;-)) ......laßt das mal nicht die Flora sehen. Wenn man deren Blütenansätze auch nur ansieht, würde hier ein Duft ausbrechen , welcher an Schmackes nicht zu überbieten wäre.
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Zeit:
09.08.2009 18:06:05
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Zitat von Axel_1  Tatsache ist aber, dass Energiesparen in Deutschland an den Egoismen und der grundsätzlichen Unfähigkeit und Unwilligkeit der Beteiligten scheitert, jeder sieht nur seinen begrenzten Bereich. Da sind die Handwerker, Hersteller und der Umweltminister alle gleich.
Unfähigkeit ja, Unwilligkeit nicht. Die Sache ist aber auch irgendwie schwer zu fassen, eben weil eine ganzheitliche Sicht gefragt ist, und die hat normalerweise keiner. Ich habe mal angefangen, die Energieverluste meines Hauses überschlagsweise zu errechnen, aber das ist verdammt schwierig und mit den einfachen Formeln zur Wärmeleitfähigkeit und Konstantentabellen nur soweit in den Griff zu kriegen, dass ich die Dimensionen treffe, weil es tausend kleine Details gibt. Nehmen wir nur mal ein Dach: Je höher im Dachstuhl, desto wärmer ist es, also kommt man mit konstanten Differenztemperaturen schon nicht weiter. Bessere Dämmung sorgt für höhere Temperaturen unter dem First und schon hat man weniger Gewinn als gedacht. Die Rechenbeispiele zu Pufferverlusten hier im Forum sahen genau so aus, die Dimension kriegt man berechnet, aber wenn es genau werden soll, wird das unglaublich schwierig. Wie soll man rational optimieren, wenn das zugrundeliegende Modell nicht bekannt ist? Messen statt berechnen ist auch nicht leicht. Ich kann den Brennstoffeinsatz messen, kein Problem, aber die Wärmemenge? WMZ sind teuer im Unterhalt, weil sie bei Batterieende ihr Programm löschen, ansonsten hätte ich längst einige, z.B. einen im Warmwasserspeicherladekreis. Vielleicht ist ein Energieberater die Koryphäe, der man ein paar Hundert EUR gibt, und von der man ein funktionierendes, gesamtheitliches Modell des Hauses bekommt, statt nur ein paar Ergebnisse, für deren Wahrheitsgehalt niemand haftet und die allenfalls riesige Schwachstellen als solche identifizieren. Für mehr müsste er bei einem Altbau eine gute Kristallkugel haben, denn für ein belastbares Modell gibt es zig Fragen zum Gebäude, auf die ich keine Antworten weiß. Weit weniger abgehoben: Wie stellt ein Installateur eine Heizkurve ein? Mit etwas Erfahrung, vielleicht, vielleicht auch gar nicht, denn eigentlich ist hier der Betreiber gefragt, aber wenn ich mir die Anleitungen üblicher Regelungen anschaue, wundert es mich nicht, dass der typische Kunde nur solange "wärmer" einstellt, bis es mal langt, und es dann so läßt. Wer bezahlt dem Installateur, dem Betreiber die Sache zu erklären, bis sie wirklich verstanden wird? Ein effizienter Umgang mit Energie setzt Verantwortung und Verständnis voraus, und liegt damit beim Betreiber, nicht beim Fachmann. Die Verantwortung kann teilweise durch finanzielle Einsparungen ersetzt werden, aber das Verständnis ist selbst für Hausbesitzer mit einem Faible für Bauphysik und Haustechnik eine riesige Hürde. Mir wäre neu, dass die EnEV beeinhaltet, dieses Verständnis in der Allgemeinheit zu fördern. Michael
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