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Thema: Erfahrungsberichte Walltherm
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Seite 58 von 84 [Beitrag 1996 bis 2030 von 2928]erste <5657585960>letzte 
Erfahrungsberichte Walltherm
Verfasser:
Holzbock
Zeit: 05.04.2012 00:39:57
1699651
@Mario

wenn man zwei Puffer hat, gibt es grundsätzlich zwei alternative Konzepte:

Alternative 1: Beide Puffer absolut parallel. Beim Beladen werden beide Puffer gleichzeitig bedient.
Realisierung: Verbindung Puffer1_oben mit Puffer2_oben, Puffer1_unten mit Puffer2_unten.
Den Temperaturausgleich zwischen den Puffern macht dann der Naturumlauf.
Vorteil: Einfachste Konstruktion.
Nachteil: Weniger Effizienz bei Wärme-Entnahme, höhere Puffer-Verluste (da von Anfang an beide Puffer warm).

Alternative 2: Beide Puffer hintereinander: Erst wenn der erste Puffer voll ist, wird der zweite geladen.
Vorteil: Mehr Effizienz bei Wärme-Entnahme, weniger Pufferverluste.
Nachteil: Mehr Aufwand bei Konstruktion.
Hierfür gibt es mehrere Realisierungs-Varianten. Ich hab folgende:
Verbindung Puffer1_mitte mit Puffer2_oben, Puffer1_unten mit Puffer2_unten. In der oberen Verbindung sitzt eine Pumpe, die von Puffer2_oben nach Puffer1_mitte pumpen kann, und ausserdem ein 2-Wege-Ventil, mit dem die Verbindung durch die Steuerung ganz blockiert und Puffer2 damit, wenn man ihn nicht braucht, ganz aus dem Spiel genommen werden kann.
Beladung Puffer2 aus Puffer1: Einfach das 2W-Ventil öffnen, den Rest macht der Naturumlauf.
Entladung Puffer2 zurück nach Puffer1: Pumpe anschalten.
Puffer1 hat deshalb den oberen Anschluss in der mitte, damit er sich af jeden fall zuerst nur seine eigene obere Hälfte erwärmt. Erst wenn Puffer1 auch unten warm wird, geht das warmwasser rüber zu Puffer2. Das verringert die Pufferverluste und erhöht die Entnahme-Effizienz (lieber 100L Wasser mit 60C als 200L Wasser mit 40C).
Das gute an der Sache: Nur bei solarem Überangebot, wenn Puffer 1 voll ist, wird Puffer zwei zugeschaltet. Und wieder zurückgegeben wenn Puffer1 entleert wird.
Verfasser:
Holzbock
Zeit: 05.04.2012 00:45:00
1699653
@cSharp
aha, auch von der IT-Zunft ;-)

"Aber ich hab auch gelesen, dass der dann unbedingt 45° durch die Wand muss. Das würde bei mir von der Raumhöhe nicht hin kommen. Der Schornstein ist 180mm Edelstahl doppelwandig, allerdings derzeit nur 3 Meter hoch - was für den Kaminofen völlig ausreichend war. Gibt es auch Rauchgebläse, die man dazu einsetzen kann, dass auch ein deutlich kürzerer Schornstein ausreicht für den Walltherm?"

45° durch die Wand sind zwar vorteilhaft, aber muß nicht.
Ja, es gibtRauchgasgebläse, zB von Kutzner und Weber.
Verfasser:
cSharp
Zeit: 05.04.2012 06:53:32
1699664
Moin Holzblock,

danke für den Link. heißt das, dass auf meinem kurzen Schornstein dieses Gebläse bereits ausreicht, um genügend Zug zu erzeugen? Oder müsste ich trotzdem den Schornstein verlängern?

Gibt es sonst noch Dinge, die zu beachten sind (bei der Montage, später im Betrieb usw.)? Wie sieht es mit der Reinigung aus? Ist die einigermaßen gut zu erledigen?

Viele Grüße
cSharp
Zeit: 05.04.2012 07:15:39
1699668
Zitat von cSharp Beitrag anzeigen
Moin Holzblock,

danke für den Link. heißt das, dass auf meinem kurzen Schornstein dieses Gebläse bereits ausreicht, um genügend Zug zu erzeugen? Oder müsste ich trotzdem den Schornstein verlängern?

Gibt es sonst noch Dinge, die zu beachten sind (bei der Montage, später im[...]


Bei mir geht das Rauchrohr nach 50cm senkrecht auch mit 90° in die Wand, dann 90° um die Ecke, dann in den Kamin, also nochmal 90° nach oben, keine Probleme...

Evtl. wäre eine externe Verbrennungsluftzuführung zu überlegen, falls machbar (im Neubau mit KWL obligatorisch, würde ich sagen)
Zeit: 05.04.2012 08:08:40
1699675
Zitat von cSharp Beitrag anzeigen
Wie sieht es mit der Reinigung aus? Ist die einigermaßen gut zu erledigen?

Geht schneller und einfacher als ich befürchtet hatte. Täglich oberen und unteren Brennraum ausfegen, alle 6 Wochen Rauchzüge bürsten. Schau Dir das Video bei HE-Energy an, da wirds gezeigt.
Verfasser:
Mariechen!
Zeit: 05.04.2012 09:05:40
1699699
@cSharp
bie mir geht das Rauchrohr auch erst mal 50cm nach oben und dann 90° waagrecht rüber in den Kamin.

Zur täglichen Reinigung mit einheizen brauch ich morgens grad mal 5 Minuten.
Grundreinigung: erst vert. Racuhzüge, dann horizontal und dann kompletter Brennraum dauert bei mir ~45 Minuten. Halte bei mir bei den Rauchzügen auch immer den Aschesaugrüssel hin und damit gibt es im Raum auch keinen Staub.
Die Häufigkeit hängt klar vom Heizverhalten und Brennstoff ab.
In diesem Winter hab ich 7,5t Holzbrikett und ca. 3 Ster Holz verheizt.
Habe in dieser Saison bislang 3 mal komplett gereinigt.
Im letzten Winter war mein Holz nicht ganz trocken - da musste ich öfter ran.
Verfasser:
maxbackbone
Zeit: 06.04.2012 00:12:52
1700180
Hallo Holzbock,
vielen Dank für deine Beschreibung. Genauso wie du es hast will ich es auch machen. Will einen einfachen 100ltr. Speicher nehmen. ich weis nur nicht welches Fabrikat ich nehmen soll. Gibt es günstige von dehnen man lieber die Finger läst?
Wieviel sollte man ausgebn?

MFG
Verfasser:
Freeliner
Zeit: 06.04.2012 20:53:09
1700632
@cSharp

Eventuell mal den Holzvergaser von Künzel anschauen

Auch sehr interessant

hat nämlich ein Gebläse drin welches recht leise ist
Verfasser:
maxbackbone
Zeit: 06.04.2012 21:27:54
1700649
Hallo Holzbock,
noch eine Frage!!!
Die Pume die den Puffer 2. wieder entläd, die wird manuel geschaltet oder mit einer Diff.Steuerung?
Wenn, mit welchen Temperaturen(wo liegen die Temometer?) arbeitest du? Ich vermute sie pumpt wenn Temp. Puffer 1. mitte niedrieger(so 5°) ist als Temp. Puffer 2. oben. Oder?

MFG
Mario
Verfasser:
cSharp
Zeit: 06.04.2012 22:31:40
1700675
@Freeliner
Danke für den Link. Von Künzel wurde mir seinerzeit abgeraten, Support sei nicht so doll, und die Geräte wenig ausgereift. Ansonsten frage ich mich, was das Saugzuggebläse da machen soll?! Ist das dazu da, um die Abgase abzusaugen, sodass gar kein Problem mit dem Schornstein entstehen kann?


thx!!
Verfasser:
Holzbock
Zeit: 07.04.2012 23:49:32
1701037
@mario
momentan mach ich das noch von der Hand.
Wird aber später von Steuerung mit Tdiff geregelt so wie Du sagst:
Wenn T1_mitte + 10C < T2_oben
Dann Pumpe an.
Pumpe aus bei Gleichstand.

Man muß aufpassen daß die Steuerung nicht schwingt: Nach kurzer Pumpzeit ist ja T1_mitte fast so warm wie T2_oben.
Verfasser:
maxbackbone
Zeit: 08.04.2012 23:30:59
1701356
@Holzbock
wie meinst du das mit "schwingen"?
Die Pumpe muss, wenn sie läuft, auch weiterlaufen, obwohl T1mitte wärmer als T2 oben. oder?

Mario
Verfasser:
Holzbock
Zeit: 12.04.2012 16:40:18
1703158
Ja, das hatte ich gemeint.
Wenn man das Thermometer, das T1_Mitte misst, direkt neben den Einlauf-Stutzen von T2_oben setzt, dann würde die Pumpe in sehr kurzen Zeitabständen an/aus gehen.
Besser wäre es, eine gewisse hysteres (d.h. Trägheit) dadurch zu erreichen, daß man die Temperatur z.B. an der gegenüberligenden stelle des Puffers abgreift. Wenns die Steuerung erlaubt, kann man dort auch eine Hysteres Programmieren durch unterschiedliche Temp.Diff.-Schwellen fürs ein- und ausschalten.

@Sharp
".. frage ich mich, was das Saugzuggebläse da machen soll?! Ist das dazu da, um die Abgase abzusaugen, sodass gar kein Problem mit dem Schornstein entstehen kann?"
Ja, so ist es, bei Rauchgasgebläse spielt die Schornsteinhöhe dann keine Rolle mehr, weil der Schornsteinzug nicht durch die Schornsteinhöhe erzeugt wird, sondern durchs Gebläse.
Verfasser:
maxbackbone
Zeit: 18.04.2012 21:34:30
1705679
Hallo zusammen

seit heute tropft meine Rücklaufanhebung. Und zwar direkt hinterm Thermometer auf der "Nichtpumpenseite" bei mir blaues Thermometer.
Kann auch nichts nachziehen oder ähnliches. Das wird doch wohl ein Kugelhahn/ventil sein, in welchem das Thermometer steckt. Müste doch einzeln zum tauschen sein, oder?
Und siehe da, vorhin Ofen angemacht, warmes Wasser fließt durch diese
Kugelventil und das tropfen hört auf.
Leider wirds bestimmt morgen wieder anfangen wenn sich die Anlage abkühlt.

@Holzbock
plane weitzer meinen zweiten Puffer.
Bei meinen Paradigma Optima sind alles Stutzen belegt.
Jetzt plane ich an die vorhande Verrohrung zu gehen. Mitte Puffer würd ich Heizungsrücklauf nehmen und Puffer unten einfach die Solar/Walli entnahme.
Müste doch auch gehen. Welchen Querschnitt sollte ich dann die Rohre nehmen? Größer als die, an die ich gehe, oder?

MFG
Mario
Verfasser:
Holzbock
Zeit: 18.04.2012 22:24:30
1705711
"Jetzt plane ich an die vorhande Verrohrung zu gehen. Mitte Puffer würd ich Heizungsrücklauf nehmen und Puffer unten einfach die Solar/Walli entnahme."

Klingt gut.
Einfach ein T-Stück bei der jeweiligen Leitung (HzRück bzw Entnahme) so nahe wie möglich beim Puffer einsetzen, und dort die Verbindung zum Sek.Puffer abzweigen lassen. Du musst nur aufpassen, dass Du nicht versehentlich einen Thermosyphon baust. D.h. die beiden Rohre sollten keine Senken (U-Form) haben. Das würde das Ingangkommen des Naturumlaufs verzögern (aber letztlich nicht verhindern). Die beiden Leitungen sollten ausserdem so kurz wie möglich (bei mir ca 1,5m) und sehr gut gedämmt sein.

Mein Rohdurchmesser zum Sek.Puffer ist 0-8-15, d.h. 3/4".
Wichtig ist, daß Du
1. in beide Verbindungen einen Kugelventil einbaust um den Puffer 2 für Wartungsarbeiten ganz abkoppeln zu können
2. Nie beide Absperrventile zu machst, sonst führen Temperaturänderungen zu hohen Spannungen.
3. in eine der beiden Leitungen ein 2W-Ventil einbaust, um den Naturumlauf per Steuerung öffnen und schließen zu können.
4. in eine der beiden Leitungen die Pumpe zum Entladen des Sek.Puffers.
Verfasser:
chrisselchrissel
Zeit: 20.04.2012 06:41:28
1706231
Moin,

wie sieht das bei euch mit den Verschleissteilen am Walli aus? Ich habe seit Inbetriebnahme (Ostern 2011) etwa 20rm Holz durchgejagt. Folgende Teile haben es quasi hinter sich:
- untere Scheibe blind
- Injektorblock, besteht bei mir aus Einzelteilen: Die nach oben zeigenden Dreiecke existieren schon lange nicht mehr, die mittleren 3 Durchgänge in die untere Brennkammer haben sich verbunden
- Gussrost links gerissen und verbogen
- Gussrost rechts verbogen

Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Also ich finde, dass der Verschleiss nach einer Heizperiode einfach zu hoch ist.

Gruß

Christian
Zeit: 20.04.2012 07:37:19
1706241
Ich habe erst etwa 4 rm durch, bei mir sieht noch alles fast wie neu aus.
Schmeisst Du bei Dir Plutonium mit rein? ;-)
Verfasser:
Holzbock
Zeit: 21.04.2012 01:41:19
1706763
- untere Scheibe blind
>> am besten man gewöhnt sich dran. "Blind" heist bei mir (der mehr als 80 Ster durchgejagt hat) nicht, dass man garnichts mehr sieht. Ist halt wie durch ne Milchglasscheibe. Hab das Teil kürzlich mit Dreiecks-Schleifer und feinstem Korund abgeschmirgelt. Hat ein bischen geholfen.

- Injektorblock, besteht bei mir aus Einzelteilen: Die nach oben zeigenden Dreiecke existieren schon lange nicht mehr, die mittleren 3 Durchgänge in die untere Brennkammer haben sich verbunden
>> Der tut bei mir (ca 40 Ster) noch, aber die Dreiecke haben sich, nachdem die obere Stange abgefallen war, nach innen verbogen. Brennt aber auch so. Villeicht hast Du noch den alten Block aus Gusseisen? Ja, der war auch bei mir schnell "weggeschmolzen".

- Gussrost links gerissen und verbogen
- Gussrost rechts verbogen
>> dann scheinst Du noch die alten Gussroste zu haben. Meine sind (seit ca 40 Ster) unkaputtbar, kein bischen verzogen.
Verfasser:
Sieglinde
Zeit: 21.04.2012 09:10:15
1706779
Hallo Christian,

40 RM in einem Jahr ist nicht wenig. Der Durschnittsheizer EFH verbraucht das in 3 -4 Jahren. Die untere Scheibe habe ich vor 2 Monaten ausgewechselt. Nach drei Tagen heizen ohne Scheibenschutz fing sie schon an blind zu werden. Also normal nach 40 RM. Zu den verbogenen Teilen? Nach 40 RM? Würd ich mal Wallnöfer fragen. Könnte noch Garantie drauf sein. Eine Idee noch: ist die Rücklaufanhebung zu hoch eingestellt? Das würde bedeuten, daß der VL am Walli mit 80 Grad rausfährt. Daß der Walli deshalb insgesamt zu heiß würde. Ist ne Idee von jemand die fundiertes Halbwissen hat. Fa Wallnöfer berät auch gut. LG Sieglinde
Verfasser:
Sieglinde
Zeit: 21.04.2012 09:12:13
1706781
Hallo Christian,

Plutonium wirst du ja nicht verheizen. Was für Holz verbrennst du? ZB manche Holzbriketts werden zu heiß für den Walli. LG
Verfasser:
Holzbock
Zeit: 21.04.2012 10:24:43
1706802
... oder das Holz ist von schlechter Qualität.

Ich verheize zum großen Teil auch auch Altholz, das lange im Wald gelegen hat und schon ziemlich stockig ist (da ichs umsonst bekomme). Das gibt beim Verheizen große Mengen Asche, aber wenig Wärme. Dann werden 40 Ster zu faktisch vielleicht 20 Ster Heizwert.

Gleiches gilt, wenn man dünne Äste verheizt. Dann haben Rinde und Splint einen sehr viel höheren Anteil als bei Kernholz, und der Heizwert ist wesentlich geringer. Dafür produzierts viel Asche.

Mein Garten freut sich immer über die viele Holz-Asche :-)

Hast Du die Restfeuchte gemessen? Wenn man mehr als 20% hat, dann braucht man viel und die Sekundärverbrennung kommt nicht richtig in Gang was nochmal den Wirkungsgrad und damit den Heizwert senkt. Ich hatte dieses Jahr Holz mit unter 15%: Sekundärverbrennung super!
Verfasser:
Mariechen!
Zeit: 21.04.2012 13:54:44
1706873
Mein aktueller Düsenblock hat nun in eineinhalb Heizjahren ~10 to Brikett und ~ 5 Ster Holz durch.
Hab die aktuelle Version aus Edelstahlguss drin - die ursprünglichen Einzeldüsen haben sich sehr schnell aufgelöst.
Sieht noch sehr gut aus - kaum Verschleiß erkennbar.
Ebenso dir Roste und die Flammwand.
Die Opfer-Scheibe wird nach ca. 4 Wochen bei HB Dauerbetrieb blind - hab dem Ofen zwei Stück diesen Winter gegönnt.
Gruß
Mariechen!
Verfasser:
Sektor54
Zeit: 23.04.2012 20:15:22
1707835
Hallo zusammen,
Ich bin Wallthermheizer der ersten Stunde. Der Ofen wurde durch Wallnöfer Ende 2006 auf den Markt gebracht. Ich kaufte das Teil Anfang 2007 und nahm den im Herbst 2007 in Betrieb. Ich könnte so einiges über dieses Teil berichten. Dann würde keiner mehr das Ding kaufen.
<Ich stehe kurz vor der Klageerhebung mit Wallnöfer.
Sektor54
Zeit: 24.04.2012 07:36:49
1707979
Zitat von Sektor54 Beitrag anzeigen
Ich könnte so einiges über dieses Teil berichten. Dann würde keiner mehr das Ding[...]

Und warum berichtest Du dann nicht? Super Information...
Verfasser:
Sektor54
Zeit: 24.04.2012 18:46:24
1708272
Hallo zusammen,
ich habe noch mal in meinen Unterlagen nachgesehen. Wir kauften den Walltherm im Dez. 2007. In 2008 wurde er angeschlossen und habe den als Kachelofen umbaut. An gleicher Stelle in dieser Ecke hatten wir bereits seit 1985 in unserem neugebauten Haus einen wassergeführten Kachelofen mit 1000 l Puffer direkt darunter im Keller. Dieser Ofen lief 23 Jahre, ohne das etwas kaputtgegangen ist. Ich heizte damit auch unsere 150 qm, nur war mir der Wirkungsgrad (zu hoher Holzverbrauch) für heutige Verhältnisse nicht gut genug. Ich verkaufte dann das komplette Teil für 400 €.
Nun zum Walltherm:
Im Herbst 2008 ging das Teil dann richtig in Betrieb. Nach 4 Wochen fiel die Dichtungsschnur der Stauklappe herunter. Nachfrage beim Lieferanten und Auskunft von Wallnöfer sen. Der Ofen funktioniert auch, wenn der Brennraum nicht hermetisch abgeschlossen ist. Der Ofen funktionierte auch, nur im Dezember 2008 waren die einzelnen Gussdüsen so kaputt und verbogen, dass ich diese nur noch mit einem Fäustel und Meißel herausgeschlagen bekam. Ein Monteur des Lieferanten erschien, brachte neue Gussdüsen mit. Er sollte die Dichtungsschnur einsetzten, wozu er nicht in der Lage war.
Im März 2009 war der zweite Düsensatz wiederum so schadhaft, dass der dritte Satz Düsen eingesetzt werden mußte. Bei dieser Gelegenheit gabs dann auch neuen Schmotte für den oberen Brennraum, da die ersten Steine komplett gerissen und zerbröselt waren.
Das Schamottegitter im unteren Brennraum, was mit einer Schraube durch die Mitte zussammengehalten wurde überstand ebenfalls den ersten Winterbetrieb nicht. Dann gab es ein Edelstahllamellengitter Die Brennroste wiesen bereits ca. 15 Bruchstellen auf. Man lieferte neue, welche ca. doppelt so dick waren. Die untere Glasscheibe wurde bereits wegen totaler Erblindung 2 mal erneuert. Nun ging es in den zweiten Winter, also 2009/2010. Das Edelstahllamellengitter im unteren Brennraum war nach 4 Monaten komplett zerlegt. Es mußte ein neues her.Wurde auch geliefert.
Es wurde nun ein Edelstahldüsenblock präsentiert. Angeblich das non plus ultra.
Edelstahldüsenblock nach 3 Monaten in Einzelteile zerlegt. Ein neuer wurde geliefert. Der hielt dann ganze 2 Monate. Der hatte noch so eine dünne runde Stange oben aufgeschweißt. Die fiel bereits nach 4 Wochen ab. Im Frühjahr 2010 stelle ich dann an dem rechten Pfeiler der großen Glastüre fest, dass sich die Verschweißung aufbog. Wallnöfer sandte gebogene Stahlplatten als Hitzeschutz, die ich davorschrauben sollte.
Vergessen habe ich noch, dass die kleinen Aschekästchen unter den Rosten mal gerade den ersten Winterbetrieb überstanden. Die waren dann an den Innenseiten so zerstört, dass sie unbrauchbar waren. Es wurden neue geschickt.
Periode 2010/2011
Das zweite Edelstahlgitter ebenfalls zerstört. Man besann sich wieder auf Schamotte mit einem Edelstahlkasten, wo die Schamotteplatten hineingestellt werden. Den Stahlkasten gibt es heute auch schon nicht mehr. Ich stelle die Platten jetzt einfach auf den Ofenboden. Ladestation undicht. Nach Reklamation heißt es, dass Wallnöfer bereits eineinhalb Jahre im Besitz dieser war und nun keine Garantie mehr drauf ist.
Man präsentiert einen neuen Injektorblock aus Edelstahl. Dieser sei nicht mehr mit Fremdschweißmittel hergestellt sondern gewickt. Also Stahl verflüssigen und ineinanderlaufen lassen. Hierbei gäbe es nun keine Schweißnähte mehr, was eine lange Haltbarkeit garantiere. Davon habe ich ebenfalls in einem Winter 2 Stück durchgebracht. Der dritte Satz Roste war nun ebenfalls fällig.
Ich laufe abends an unserem Ofen vorbei und sehe, dass sich in der oberen Scheibe ein Riß von unten bis zur Mitte befindet. Eine Stunde später geht der Riß bis oben hin ohne Fremdeinwirkung.

Im zweiten Winter bilden sich bereits ganz weiße Stellen um die Türen. Wahrscheinlich von der Hitze. Wallenöfer schickt schwarzes Lackspray.
Im Herbst letzten Jahres wird dann die dritte Generation Injektoren geboren. Injektoren aus Feinguss. Den mußte ich dann bezahlen, sonst hätte ich den nicht bekommen. Gleichzeitig bestellte ich noch einige Scheiben sowie Opferscheiben für die untere Tür mit. Summa summarum kanpp 500 €.
Auf den Injektor gab Wallnöfer Jun. (Hartwig) mir 2 Jahre Garantie.
Im Januar 2012 sah das Teil so zerknittert aus, dass es unbrauchbar war. In Prad konnte man es kaum fassen. Ich sei der erste Kunde, der diesen Injektor an seine Grenzen gebracht habe. Nun suchte man natürlich die Schuld bei mir. Was haben sie für einen Schornstein? Was für ein Holz verbrennen Sie? Haben Sie eine Schornsteinzugmessung machen lassen? Alle Fragen wurden von mir beantwortet. Dann hieß es, dann hätte ich den Injektor falsch eingebaut. Auf Bitten schickte ich den Injektor zu Wallnöfer. Sie wollen den im Labor prüfen lassen ob Materialmängel vorliegen.
Ich setzte den Injektor nun so ein, wie die das vorgeben. Geschlossene Düse nach hinten. Ofen brennt nicht mehr richtig. Pufferwasser fällt von 80 'Grad ins bodenlose.
Dies teilte ich Wallnöfer mit. Von dort hieß es ,dass der Wärmetauscher sauber sein müsse und dass die Punpenleistung reduziert werden müsse auf 550 l pro Stunde. Habe ich durchgeführt, aber der Ofen bringt keine Leistung mehr. Das untere Flammenbild ist so spärlich, der Injektor wird nicht mehr rot und auch das Schamottegitter wird nicht mehr goldglühend wie vorher. Ich wandte mich an einen Fachmann (Dr. Ing. im Heizungsbau) bekam die Auskunft, dass das sicherlich den Injektor schont, aber dein Haus nicht mehr wie vorher erwärmen kann. Dies sei eine logische Folgerung. Ich habe sämtliche E.Mail Korrespondenz mit Wallnöfer archiviert. Auch habe ich noch alle in all den Jahren schadhaft gewordenen Teile aufgehoben. Habe schon ein richtige Museum. Ich bin der Meinung, dass der Ofen von Wallnöfer nicht wirklich von denen ausgetestet wurde. Die Kunden sind die Versuchskaninchen.
Verfasser:
kumara
Zeit: 26.04.2012 10:12:04
1708992
@Sektor54

Eines gleich vorab: Ich würde mir den Walli auch heute wieder anschaffen!

Und er ist seit 2008 in Betrieb.

Allerdings sind die von Dir geschilderten Mängel hier größtenteils bekannt, natürlich ärgerlich, ausführlich diskutiert worden und wenn ich die Berichte richtig bewerten kann: Durchweg ein positives Ergebnis was Mithilfe und Abhilfe seitens der Herstellerfirma angeht. Injektorblock und Flammwand wurden mehrmals verändert und kostenlos ausgetauscht, auch das habe ich mitgemacht, mit der derzeitigen Ausführung kann ich leben.

Sonst wurde hier am Walli nichts ausgetauscht, ausser: Demnächst muss die Bodenschamotte im unteren Brennraum erneuert werden. Im oberen Brennraum ist nach kurzer Betriebszeit die Schamotte links mehrmals gerissen. Die ist heute noch drin. Eingebaut ist immer noch die Originalverglasung ohne Beeinträchtigung der Sichtverhältnisse. 2010 wurde auf das Edelstahlkamin ein Windkat zusätzlich aufgesetzt um insbesondere bei ungünstigen Windverhätnissen ein Rückschlagen der Rauchgase zu verhindern. Der Walli ist ein Naturzugvergaser, 12-15PA sind vorgegeben. Wenn z.B. 25Pa vorhanden sind, dann kriegste ein Höllenfeuer.

Verheizt werden jährlich ca. 5 Ster Buchenholz/Tanne und 1-2t Holzbrikett.

Ich wünsche Dir trotz allen, dass Du in Zusammenarbeit mit dem Hersteller Wallnöfer doch noch zufrieden gestellt wirst, immerhin hast Du ja schon 5 Jahre durchgehalten.

Und das ist doch positiv!

Gr.kumara
Verfasser:
Holzbock
Zeit: 28.04.2012 01:37:18
1709762
@sektor

Ich fass mal die mir ins Auge stechenden Merkwürdigkeiten zusammen:
- In der oberen Scheibe ein Riß
- Aschekästchen mal gerade den ersten Winterbetrieb überstanden
- Nach 8 Wochen waren die einzelnen Gussdüsen total kaputt.
- In einem Winter 2 Injektorblocks durchgebracht.
- an dem rechten Pfeiler der großen Glastüre fest, dass sich die Verschweißung aufbog

Ich hab meinen Walli nun auch schon den 4 Winter, betreibe ihn als Allein-Heizung eines großen EFH 60er Jahre, und brauche so 15 bis 20 Ster pro Jahr:
- In der oberen Scheibe kein Riß
- Zweiter Aschekästchen-Satz noch pico bello.
- Zweiter Düsenblock schon etwas angegriffen, aber noch ok.
- keine Aufbiegungen an der Türe

Außerdem:
Erste untere Scheibe zwar innen angerauht, aber nach reinigen kann man die Flamme trotzdem sehr gut sehen. Ich bin aber zu faul die Scheibe jeden Tag zu reinigen, und begnüge mich meistens mit dem was man auch durch die verschmutzte untere Scheibe sehen kann. Ob Flamme gut oder nicht kann ich immer unterscheiden, solange die Scheibe nicht total mit Asche zugesetzt ist.
Und wie kann denn die Dichtschnur runterfallen (mir noch nie passiert), und dabei so im Nichts verschwinden, daß man sie nicht wieder holen und anbringen kann ?

Ich frag mich also, woher der große Unterschied kommt?
Es ist schwer, mit dem Walli mehr als 20 Ster/Jahr zu verheizen. Das geht nur wenn man nachts aufsteht und den Ofen immer wieder randvoll macht. Du kannst also nicht sehr viel mehr Holz verbrannt haben als ich, daran können Deine probleme also nicht herrühren.

Die gesprungene Scheibe oben und die aufgebogene Tür bringt mich auf den Verdacht:
Passiert es Dir oft, daß Du die Klappe zu spät umlegst, und die Rauchgastempereatur schon über 400C (soll ist 250C) geklettert ist ? Das stresst das Material der Brennkammer natürlich mehr als vorgesehen. Oder hast Du im Vergaserbetrieb vielleicht Rauchgastemperaturen über 200C (Soll 110C) ?

Was für Hoz verheizt Du?
Benutzt Du einen chemischen Ofenanzünder (etwa dieses flüssige Zeug)?
Wie hoch ist Dein Schornstein?

Eigentlich kannst nur Du die Antwort auf die Frage geben, warum Du so viel mehr Probleme hast als ich und die anderen hier.
Verfasser:
Sieglinde
Zeit: 29.04.2012 10:38:01
1710036
Hallo Sektor,

bei soviel Austauschaktionen ist dein Ärger mehr als nur berechtigt.

Ich würde nochmal alle Einstellungen des Ofens überprüfen. Eine Fehlermöglchkeit ist doch, daß der Ofen zu heiß wird. Entweder durch falsche Feuerung oder die Hitze wird zuwenig abgeleitet. Schließe mich hier auch den Ausführungen von Holzbock an. Auf wieviel Grad ist der Thermostat gestellt? Ist die Pumpe auf drei? (Wurde bei mir falsch eingestellt). Mit wieviel Grad geht der Vorlauf aus dem Ofen? Geht die Sicherungsklappte bei 80 Grad zu? LG Sielinde
Verfasser:
Sieglinde
Zeit: 29.04.2012 10:41:29
1710038
Hallo Sektor,

bei soviel Austauschaktionen ist dein Ärger mehr als nur berechtigt.

Ich würde nochmal alle Einstellungen des Ofens überprüfen. Eine Fehlermöglchkeit ist doch, daß der Ofen zu heiß wird. Entweder durch falsche Feuerung oder die Hitze wird zuwenig abgeleitet. Schließe mich hier auch den Ausführungen von Holzbock an. Auf wieviel Grad ist der Thermostat gestellt? Ist die Pumpe auf drei? (Wurde bei mir falsch eingestellt). Mit wieviel Grad geht der Vorlauf aus dem Ofen? Geht die Sicherungsklappte bei 80 Grad zu? LG Sielinde
Verfasser:
maxbackbone
Zeit: 30.04.2012 20:27:19
1710718
Hallo zusammen,
von welchem Hersteller ist unsere Rücklaufanhebung?
Bei mir ist ja das Absperrventil defekt, wo das rote Termometer drinn steckt.
Wollte nachfragen ob es das einzeln gibt.
MFG
Verfasser:
kumara
Zeit: 01.05.2012 08:20:44
1710822
@maxbackbone

Bei unserem Walli ist der Kesselladeset K 36 E eingebaut:

"Pommerening Armaturenwerk * Böcklerstr.11 * 31789 Hameln"
www.paw-armaturen.de

Gr.kumara
Verfasser:
Chaoshaus
Zeit: 07.05.2012 08:12:32
1713164
Erst mal ein Hallo an alle!!

Seit ein paar Monaten stöberere ich in den Unendlichkeiten des Haustechnikforums und jetzt, da es bei unserem Hausbau konkret wird, brauche ich evtl. von den Erfahrenen hier einen Rat.

Wir bauen neu (d.h. 70kwh Haus - 150 qm, Holzhaus) und wollen mit dem Walltherm und Solarunterstützung ( 5 qm auf Dach) Heizung und WW für Haus und 5 Personen nutzen/produzieren.

Nach langem suchen haben wir endlich einen Heizungsbauer gefunden der uns alles einbauen würde (komplett alles von Wallnöfer inkl. der Solaranlage und dem 1000l Pufferspeicher).

Nun kam der Kostenvoranschlag und uns hat fast der Schlag getroffen - wir hatten so mit 20.000 kalkuliert und es kommt fast 15.000 teurer.
(Darf man hier Zahlen nennen?). Bei den Preisen ist zwar alles drin (Material und Montage - 60h?!)aber es kommt uns sooo viel vor.

Hat jemand von euch so eine Komplettanlage mal einbauen lassen, ist das zu empfehlen (alles von Wallnöfer), weiß jemand noch Firmen die die Montage (in Bayern) auch machen würden???

So, erst mal Danke und schöne Grüße
Verfasser:
Holzbock
Zeit: 07.05.2012 20:51:03
1713517
35 Euronen sind für Walli + 5m² Solar tasächlich heftig.
Dazu kommt, daß der HB vermutlich den Walli nicht kennt, und da eventuell nur unzureichend in der Lage sein wird kompetent mitzudenken.

Bei mir haben Walli, Solaranlage 30m² (Sunshore), 1000L Citrin Solarschichtenspeicher (Wellrohr+2 Solarwendel + Rücklauf-Schichtrohr), 700L Sekundärpuffer, UVR Steuerung, externer Edelstahlschornstein von Raab, spezielles individuell angepasstes Rauchgasgebläse usw., zusammen etwa 200m Rohrleitung mit Dämmung, jede Menge Ventile etc. ca 30.000 gekostet, wobei der Schornstein plus Rauchgasgebläse mit Montage allein schon um einiges teurer war als der Walli.
Und die Montage im Altbau ist viel arbeitsaufwändiger als im Neubau, weil 4 Mauerdurchbrüche, eine ganze Wand musste aufgestemmt werden, an viele Montagestellen kommt man sehr schlecht ran usw.
Muß aber dazusagen, daß ich Aufstellung und Verrohrung der Solarkollis sowie die gesamte Rohrdämmung selbst gemacht habe (als Laie!).

Ich würd mir folgendes Alternativangebot machen lassen:
Von einem Walltherm-Experten in erreichbarer Nähe, den Du z.B. von H.Erichsen erfragen kannst, ein Angebot nur über
Walltherm
Edelstahl-Schornstein
einfacher Pufferspeicher 1000L ohne jegliche Wärmetauscher
Frischwasserstation für WW, RLA und Verrohrung,
samt Montage.
Dann haste ne Basis für nur Walltherm und die Sicherheit daß der Walltherm ohne Macken aufgestellt und übergeben wird.

Eine Solaranlage kann man da dranbauen durch
- externer Plattenwärmetauscher (nicht teuer)
- einfache Solarsteuerung samt Ventilen etc.
- Kolli aufs Dach
Das kann und darf für lächerliche 5m² nicht viel kosten.
Dafür mehrere Angebote checken.
Verfasser:
chrisselchrissel
Zeit: 08.05.2012 12:54:41
1713751
nein Plutonium habe ich im Wald noch keins gefunden. Es handelt sich tatsächlich um trockenes Holz (Eiche/Buche). Die EInstellungen sind auch i.O.

Ich hoffe, dass die Teile ersetzt werden, hier habe ich bis jetzt nur von guten Erfahrungen diesbezüglich gelesen.


Hat schon mel jemand versucht den Düsenblock aus Schamott nachzubauen? Das dürfte zumindest nicht wegschmelzen.


Zitat von Sieglinde Beitrag anzeigen
Hallo Christian,

Plutonium wirst du ja nicht verheizen. Was für Holz verbrennst du? ZB manche Holzbriketts werden zu heiß für den Walli. LG
Verfasser:
Holzbock
Zeit: 08.05.2012 22:07:46
1713952
Einen Selbstbau-Düsenblock gabs erst vor wenigen Monaten hier im Thread. Ob sich der Aufwand lohnt - wenn man selbst kein Schweisser, Schmied o.ä. ist ?
Ich würd mir wünschen dass Wallnöfer, nach den guten Erfahrungen mit der neuen Flammwand, auf die Idee kommt auch den Düsenblock aus diesem anscheinend unkaputtbaren Material zu machen. Stahl ist halt per se kein gutes Material mehr ab 1100C, wegen der dann einsetzenden CO-Korrosion.
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