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10.07.2012 13:35:05 |
Hallo,
unser Handwerker und wir haben immer noch unterschiedlichen Meinungen bezüglich der Funktionstüchtigkeit der Anlage :)
Die Solaranlage ist jetzt gewartet worden, Druck stimmt einigermaßen (sollte 2 Bar kalt, hat aber "nur" 1,7 Bar), entlüftet worden ist auch.
Ausrichtung ist SSO.
Wenn wir einen richtig guten Tag erwischen, d.h. von morgens bis nachmittags richtig Sonne bei 25°C Außentemperatur, dann schafft es der Speicher auch auf 80°C. Die Kollektoren bringen dann max. 85°C, was ich schon für recht wenig halte.
Das Problem ist nur, dass diese richtig guten Tage sehr selten sind, sprich, wir von der Solaranlage so gut wie nichts haben. Hinzu kommt, dass der Speicher sich über Nacht wieder abkühlt. Abends (21:00) habe ich noch 78°C, morgens (07:00) sind es nur noch 58°C. Das ist ein Temperaturverlust von 2K/h. Der Hersteller gibt was von ca. 4K/24h an. Mir ist klar, dass das Laborwerte ohne Rohre sind. Aber 2K/h halte ich persönlich für zuviel, zumal ich mir dann auch den sauteuren Kram hätte sparen und eine Regentonne als Speicher nehmen hätte können ;)
Das Ganze bei ausgeschalteter Heizung und ohne Zirkulationspumpe für WW. Die scheint sowieso unnütz zu sein, es kommt immer warmes Wasser. Außerdem kann man den Effekt sehen, dass ca. 10 Minuten nach dem Zapfen von heißem Wasser das Wasser aus dem Hahn wieder merklich kühler ist. So schnell kühlt kein Wasser ab. Das Teil scheint also schonmal eine Eigenzirkulation zu haben.
Die Temperaturanzeigen für die Solaranlage zeigen in Ruhe und geladenem Speicher was von 30°C, was ich auch nicht für normal halte.
Ursprünglich wollten wir auf Anweisung des Technikers ein paar Szenarien durchspielen (Absperrhähne auf/zu, WW-Zirkulation an/aus, Heizung an/aus usw.). Nur, wie oben beschrieben, kommen wir kaum in die Verlegenheit einen geladenen Speicher zu haben.
Nun die Frage...ist der Wärmeverlust der Anlage normal und ich muss mit solchen Werten leben? Dann frage ich mich allerdings nach dem Sinn einer Solaranlage. Für die Kosten kann man lange mit Gas heizen ;)
Viele Grüße Frank
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| | Zeit:
10.07.2012 13:52:04 |
Wenn wir einen richtig guten Tag erwischen, d.h. von morgens bis nachmittags richtig Sonne bei 25°C Außentemperatur, dann schafft es der Speicher auch auf 80°C. Die Kollektoren bringen dann max. 85°C, was ich schon für recht wenig halte.Thermische Solaranlagen ernten kWh und keine Temperaturen! Mal bitte in die ST - Grundlagen einarbeiten. Was die Dämmung der/des Puffers angeht, mal auf meiner HP lesen. Gruß Heinz |
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10.07.2012 14:32:01 |
Zunächst sollte nach meiner Auffassung die Ursache für den erschreckenden Temperaturverlusst des Speichers über Nacht gesucht werden. 20 K sind deutlich zuviel! Ich tippe da auf eine Zirkulationspumpe, die 24/7 in Betrieb ist. Dagegen kann keine Solarthermieanlage der Welt arbeiten, da der Speicher ständig durch die Zirkulation abgekühlt wird und die Zirkulationsleitung im Haus die Funktion einer Fussboden- oder Wandheizung hat (auch im Sommer!). Die im Speicher ankommende Solarenergie wird so -leider- sinnlos verbraten, bevor sie sinnvoll genutzt werden kann. Abhilfe: - Einbau einer selbstlernenden Zirkulationspumpe - Einbau von Schaltern an jeder WW-Zapfstelle, die betätigt werden, wenn WW benötigt wird - Optimierung der Betriebszeiten der Zirkulationspumpe (nur zu den Hauptentladezeiten morgens und abends jeweils für ca. 5-10 min. etc.) 20 K nur auf Schwerkraft- oder Mikrozirkulation zurückzuführen setzt einen ziemlichen Wäremhunger im Haus und entsprechende Rohrquerschnitte auf, die für solche Fehlzirkulation empfänglich wären. Sollte es doch daran liegen, muss der Speicher mit Thermosiphons und / oder Schwerkraftbremsen nachgerüstet werden.
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10.07.2012 14:34:32 |
Hallo,
primär ging es mir auch nicht um den Ertrag, sondern um den Wärmeverlust des Pufferspeichers. Die Temperaturen dienten der Veranschaulichung des Verlustes. Und für mich als Laien steht da eine Temperatur. kWh sind für mich nichts Greifbares. Da fehlt mir das Wissen, um gegen den Handwerker argumentieren zu können. Generell finde ich es sehr bedenklich, dass man beim Hausbau anfangen muss zu studieren, um den Handwerkern "beweisen" zu können, dass sie Mist gebaut haben.
Der Pufferspeicher hat eine EcoSkin-Hülle und ich kann das Teil ja noch bis zum Erbrechen dämmen, um dann festzustellen, dass es nicht besser geworden ist, weil der Wärmeverlust "normal" ist. Darauf zielte auch meine Frage ab. Die Heizungsbauer erzählen einem irgendwas und man muss es glauben. Der Durchfluss wurde verringert, damit die Flüssigkeit mehr Wärme aufnehmen kann. Macht das Sinn? Ich weiß es nicht. Die Heizungsanlage mit Raumfühler und Außenfühlern wurde manuell von Winterbetrieb in den Sommerbetrieb gestellt. Für mein Verständnis ist das Schwachsinn. Draußen kalt, drinnen heizen. Egal, ob nun Juli oder Dezember ist. Gerne auch mit einer Dämpfung für die Außentemperatur. Aber manuelles Umschalten ist für mich sinnbefreit. Aber anderes Thema, ich schweife ab :)
Deine Seiten mögen informativ für jemanden sein, der wenigstens Grundahnung von der Ertragsmaterie hat. Ein bisschen was nehme ich mit, aber das hilft mir nicht bei der Antwort auf meine Frage.
Das Ganze "Ertrag in kWh" ist auch nicht hilfreich. Was sagt oder nützt es mir zu wissen, dass der Heizungsanlage mir sagt, dass sie gestern 30kWh "geerntet" hat und der Speicher bis 80°C geladen werden konnte und am nächsten Tag erzählt sie was von 25kWh und die Temperatur liegt bei 70°C. Und an einem anderen Tag war was von 40kWh und eine Erwärmung war nicht zu verzeichnen. Da fehlt mir das Verständnis für den Sinn.
Viele Grüße Frank
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10.07.2012 14:39:43 |
Hallo Frank,
vorab ich bin auch neu hier und kein HeiZi oder Solarist...
Wie groß (in Litern) ist denn dein Pufferspeicher? Dann könnte man die kWh mit dem Temperturwert und dem Energiespeicherwert(sorry falscher Terminus, komm grad nicht drauf) des Wassers und dem Temperaturverlust errechnen.
Wo genau sitzt denn dein Temperaturfühler, ganz oben im Speicher eher in der Mitte oder ganz unten, oder liest du an den Leitungsrohren ab? Hast du Sperrventile in der Leitung irgendwo verbaut? Vielleicht wird durch die Thermik die Energie/Temperatur nachts automatisch wieder aufs Dach gepumpt?
Aber 2K/h finde cih wirklich (als Unwissender) sehr erschreckend.
Was ist denn der (marketing) "Vorteil" der ECOSkinn Hülle? Sieht gut aus, extrem Platzsparend(dünn) ??
Gruß Mike
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10.07.2012 14:50:56 |
Hallo,
@Texlahoma:
Die Zirkulationspumpe ist dauerhaft aus. Es besteht für uns kein Unterschied, ob die an oder aus ist. Daher auch meine Vermutung mit der Eigenzirkulation. Ich habe beim Heizungsbauer auch schon das Thema Thermosyphon angesprochen, er meint aber immer, dass alles ok ist. Kann man auch mit der Wand reden und als Laie ihn "zwingen", ist auch nicht einfach.
Aber gut zu wissen, dass die 20K zuviel sind. Das wollte ich eigentlich nur wissen, um auszuschließen, dass ich mich in irgendwas verrenne.
@Mike:
Der Speicher ist ein SISS 750/150 von Email-Austria. Ein Link zur EcoSkin 2.0: http://www.austria-email.at/produkte/eco-skin-20/
Ob die Hülle nun gut oder schlecht ist, sei dahingestellt. Für mich ist der Wert von 3,6kWh/24h vom Hersteller interessant. Selbst, wenn der Verlustwert dreifach so hoch ist, sind wir bei knapp 12kWh/24h...immer noch weit ab von dem, was ich jetzt habe.
Viele Grüße Frank
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10.07.2012 14:57:42 |
@Timon
Wenn bei dauerhaft ausgeschalteter Zirkulationspumpe der Speicher über Nacht 20 K verleirt, dann kann es eigentlich nur über eine Mikro- bzw. Schwerkraftzirkulation im Bereich der Zirkulationsleitung gehen.
Für diese Vermutng spricht, dass ihr sofort warmes Wasser zapfen könnt, auch wenn die Zirkulationspumpe abgeschaltet ist.
Stelle Deinem HB bitte mal folgende Fragen:
1. Wie kommt es, dass an den Wasserhähnen sofort warmes Wasser ansteht, obwohl die Zirkualtionspumpe dauerhaft ausgeschaltet ist?
2. Wie kommt es, dass der Speicher 20 K über Nacht verliert, obwohl er eigentlich nur ca. 1-2 K lt. Typprüfung verlieren dürfte, wenn alles in Ordnung ist, wie der HB behauptet?
Ich bin mal gespannt, was da für Antworten kommen ;-)
Wie alt ist die Solar-Anlage?
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10.07.2012 15:47:50 |
Hört sich an als eine Schwerkraftbremse offen ist. !
lg geobau
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| | Zeit:
10.07.2012 16:36:49 |
Hallo,
in der Zirkulationsleitung soll gar keine Schwerkraftbremse eingebaut sein.
Die Anlage ist 1 Jahr alt.
Die Fragen werde ich ihm mal stellen, mal sehen, was da für "Erklärungen" kommen.
Viele Grüße Frank
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| | Zeit:
10.07.2012 16:44:18 |
Wenn die Anlage erst ein Jahr alt ist, hast Du grundsätzlich die Möglichkeit, bei Mängeln an der Anlage -und ein Temp.-Abfall von 20K über Nacht ist so einer- Nachbesserung nach Werkvertragsrecht (§ 611 ff. BGB) zu verlangen.
Damit würde ich allerdings warten, bis der HB aufgibt, so nach dem Motto: "Es ist alles in Ordnung, damit müssen Sie leben."
(Muss man natürlich nicht.)
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10.07.2012 19:33:53 |
Hallo, eine Schwerkraftbremse kann auch direkt an der Pumpe verbaut sein, ich hatte das schon bei den Wilo Dingern das dieselbe offen bzw zu verklemmt war. Trotz nagelneuer Pumpe.
Gruß Mario
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11.07.2012 11:41:23 |
Abhilfe: - Einbau einer selbstlernenden Zirkulationspumpe - Einbau von Schaltern an jeder WW-Zapfstelle, die betätigt werden, wenn WW benötigt wird - Optimierung der Betriebszeiten der Zirkulationspumpe (nur zu den Hauptentladezeiten morgens und abends jeweils für ca. 5-10 min. etc.)
Hallo Texlahoma, warum so umständlich?
Entweder Funktaster an den Zapfstellen oder einen Strömungsschalter im KW-Zulauf.
Gruß
Heinz
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12.07.2012 07:19:02 |
Hallo,
danke für die Antworten.
Wie kann man bei den Wilo-Pumpen die Schwerkraftbremse überprüfen? So ein Teil ist an der Solaranlage verbaut.
Was mir gerade einfällt, der HB erwähnte beiläufig, dass er ein Rückschlagventil aus der Zirkulationspumpe ausgebaut hat, weil wir das nicht brauchen. Das soll die Pumpe vor der Zerstörung schützen, unsere Pumpe hat aber eine magnetisch-gelagerte (?) Welle.
Und das mit den Schaltern an den Zapfstellen ist ein Scherz, oder?
Viele Grüße Frank
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12.07.2012 08:08:21 |
Hallo, die Schalter sind kein Scherz, ich weiß nur nicht wie sinnvoll die sind. Dein Heizungsbauer ist ein Held.
Gruß Mario
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12.07.2012 08:14:32 |
.........und schön langsam erklären sich die 20K Temperaturverlust über die Zirku ,ohne Rückschlagventil dazu !
geobau
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12.07.2012 08:21:00 |
Zitat von mariob  Hallo, die Schalter sind kein Scherz, ich weiß nur nicht wie sinnvoll die sind. Dein Heizungsbauer ist ein Held.
Gruß Mario Wir haben einige Jahre eine Z betrieben mit Funkanforderung. Das ist eine tolle Sache. An jeder Zapfstelle ein Funktaster und im Heizraum eine Funksteckdose mit einer programmierten Laufzeit von 5 Minuten. Davor hatten wir Schwerkraft-Zirkulation. Das hat sich in einem Jahr bezahlt gemacht. Hier unten!Gruß Heinz
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| | Zeit:
12.07.2012 08:52:25 |
Zitat von Timon  Das Ganze bei ausgeschalteter Heizung und ohne Zirkulationspumpe für WW. Die scheint sowieso unnütz zu sein, es kommt immer warmes Wasser. Noch Fragen? Oliver
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12.07.2012 10:42:30 |
Zitat von Timon  [...]Was mir gerade einfällt, der HB erwähnte beiläufig, dass er ein Rückschlagventil aus der Zirkulationspumpe ausgebaut hat, weil wir das nicht brauchen. Das soll die Pumpe vor der Zerstörung schützen, unsere Pumpe hat aber eine magnetisch-gelagerte (?) Welle.[...] Na, dann frag ihn mal, wie denn ohne verhindert werden soll, dass unkontrolliert Wärme aus dem WW-Speicher in die Zirkulationsleitung strömt und gleichzeitig hältst Du ihm das Bild dieser Webseitevor die Nase.
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12.07.2012 10:55:24 |
Oh Gott, ob ich das alles wissen wollte ;)
Aber jetzt kommt Teil für Teil zum Puzzle zusammen. Schade, dass ich sowas alles nicht vorher wusste. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Worte des HB: "Die Zirkulationspumpe brauchen Sie eigentlich gar nicht, das sollte alles über Schwerkraft funktionieren". Ich habe mich damals schon gefragt, warum er dann eine Pumpe einbaut, wenn es auch ohne geht. Ging es nach dem Entlüften dann auch. Den Weitblick, dass ich jetzt eine 24h-Zirkulation habe, hatte ich leider nicht. Dass die Zirkulation Wärme kostet, war klar, aber dass es solche Dimensionen sind, war mir nicht bewusst. Vor allem ärgert mich der HB. Sowas zu sagen oder zu verhindern, ist sein Job, dafür bekommt er Geld. Er hat ja auch die Zirkulationsleitung abgesperrt...die Samonellenproblematik erwähnte er nicht. Sowas hasse ich ja...
Mit einer Funkpumpe muss ich sehen, die jetzige Pumpe ist direkt an den Sicherungskasten geklemmt.
Was haben die Funktaster für eine Reichweite? Kommen die durch 2 Fußböden mit Bewehrung durch? Aber interessant, was es alles gibt.
Was spricht gegen eine selbstlernende Pumpe?
Jedenfalls weiß ich jetzt ziemlich genau, was der HB ändern darf. Da wird er auch sicher wieder seine fähigsten Mitarbeiter schicken.
Viele Grüße Frank
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| | Zeit:
12.07.2012 11:21:41 |
Siehst Du, Timon,
so ist es im Leben. Es gibt solche und solche Installateure. Aus meiner tgl. Arbeit mit den Handwerkern weiß ich, dass ca. 90% der Installateure mit ihrem Wissensstand auf der Höhe der Technik sind. Leider gibt es immer wieder Handwerker die seit 10 oder mehr Jahren keine oder nur unzureichende Schulungen besucht haben. Scheinbar gehört Dein HB zur letzteren Gruppe. Lass die Mängel in Deiner Anlage abarbeiten und suche Dir für spätere Arbeiten eine kompetente Firma. Hierbei kann es hilfreich sein, sich Referenzobjekte anzuschauen oder nach dem Schulungsstand der Mitarbeiter zu fragen.
Hoffe, Du kannst zukünftig Deinen solaren Ertrag nutzen/ genießen.
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| | Zeit:
12.07.2012 11:29:41 |
Hallo Timon,
wie schon die vielen Antworten zeigen, verliert kein Speicher der einigermaßen isoliert ist 20K/Tag (meiner 5K/Tag, habe aber noch eine Thermoz. im Rohr, eines muß ich noch nach unten und dann nach oben führen). So ein großer Verlust läßt sich nur mit einer Systemzirkulation erklären dann sind Heizungsleitungen und/oder Brauchwasserleitungen warm. Wenn dem so ist, dann eben Schwerkraftbremsen und/oder Rückschlagventile einbauen und wichtig auch auf die Thermozirkulation im Rohr achten, je größer der Durchmesser, je größer der Verlust!
Gruß Ernst
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| | Zeit:
12.07.2012 19:30:21 |
Na, ich werde mal die Mängelanzeige zusammenklimpern.
Danke vorerst an alle, ich bleibe dran ;)
Viele Grüße Frank
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| | Zeit:
17.07.2012 21:31:29 |
Hallo,
der Vorteil einer Mängelanzeige ist, dass man schnell eine Antwort bekommt ;)
Kernaussage des HB:
1. Wir haben eine pumpenunterstützte thermische Solaranlage, keine Schwerkraftanlage. Ein Wassersackrohr benötigen wir nicht, da die Pumpe eine Schwerkraftbremse hat. Er meinte, dass man als Thermosiphon eine thermische Solaranlage zur Warmwasserbereitung mittels Schwerkraft bezeichnet.
2. Die Rückschlagklappe der Zirkulationspumpe kann er gerne wieder einbauen, aber er rät davon ab. Wir haben dann kein Stagnationswasser in der Ringleitung. Die Schwerkraftzirkulation soll geringere Fließgeschwindigkeiten und geringer "Energieverluste" haben. Wobei der HB meint, dass es ja keine Verluste sind, weil die Energie im Haus bleibt.
Was soll ich jetzt davon halten?
Viele Grüße Frank
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| | Zeit:
18.07.2012 08:48:49 |
Dann soll der HB doch mal schriftlich erklären, wie der hohe Verlust zustande kommt. Eventuell auch mal den Speicherproduzenten kontaktieren und eine Stellungnahme anfordern.
Gruß
Heinz
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| | Zeit:
18.07.2012 10:15:32 |
Hallo Heinz,
du hattest ja schon in deinem ersten Posting das Thema kWh und K angesprochen und der HB hat mir eben einen Auszug aus Wikipedia geschickt. Da steht was von einem Wärmeverlust von 2,4 kWh/Tag bei einem 600-l-Speicher.
Wenn mein Speicher nun 20K "verliert", wie bekommt man die 20K in kWh "umgerechnet" oder wie stehen die Einheiten generell im Zusammenhang?
Danke und Viele Grüße Frank
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| | Zeit:
18.07.2012 13:11:57 |
Man braucht 1,16 Wattstunden (Wh), um einen Liter Wasser um ein Grad zu erwärmen. Mit einer Kilowattstunde kann man also 860 Liter um ein Grad Kelvin (K) erwärmen (860 kg x 1,16 Wh/kgK = 1.000 Wh/K = 1 kWh/K) oder 8,6 Liter Wasser von 0 auf 100 Grad erwärmen (8,6 kg x 100 K x 1,16 Wh/ kgK = 1000 Wh = 1 kWh). Um einen Kubikmeter Wasser auf Heiztemperatur zu erwärmen, benötigt man etwa 58 Kilowattstunden Energie oder sechs Liter Öl (1.000 x 50 K x 1,16 Wh/kgK = 58 kWh).
Jetzt kannst du mal rechnen...
Ich würde den Speicherhersteller ins Boot ( mal Bilder hin schicken von der Verrohrung) holen und dem HB Dampf machen.
Gruß
Heinz
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| | Zeit:
18.07.2012 17:46:14 |
Ich tippe mal das der Speicher nachts seine gespeicherte Energie wieder an die Außenluft über die Solaranlage abgibt, also durch Schwerkraftzirkulation. War und ist bei mir auch so, nur das ich bei meinem Speicher von 2-3K in 12h rede die eigentlich in 24h verloren gehen sollten.
Einfachster Test; am Nachmittag einfach mal die Solarpumpenanlage abschiebern (vielleicht geht es ja einfach durch Drehung der Temperaturanzeigen) und dann morgens nachsehen was es gebracht hat und dann wieder aufmachen zum Nachladen. Wenn kein Rückschlagventil in der Solarleitung eingebaut ist dann ist es natürlich so das 13-15°C Nachtaußentemperatur auf den Kollis und 60°C Speichertemperatur bei 45K einen hohen Rotationsbedarf des Solarfluides auslösen ;-)
Steffen
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| | Zeit:
19.07.2012 17:51:19 |
@Timon
Nichts!
Er verdreht aber einiges oder hat es falsch verstanden.
Es geht zunächst mal um den Energieverlusst des Speichers Richtung Warmwasserzirkulation!
Da besteht der begründete Verdacht, dass der Speicher auf Grund der fehlenden Rückschlagklappe der Zirkulationspumpe reichlich Energie verliert und zwar durch Mikro oder Schwerkraftzirkulation. Diesen Effekt kann man alternativ durch den zusätzlichen Einbau eines "Wassersacks" bzw. eines Thermosiphons (unterschiedliche Bezeichnungen für ein und dasselbe) und die Wiederinbetriebnahme der Zirkulationspumpe erzeugen. Legionellen hin und her, bei entsprechender Abnahme (5~0 l/ Person / Tag) von WW an allen WW-Zapfstellen ist das in einem EfH üblicherweise KEIN Thema.
Zur Solaranlage: Hier wäre zu prüfen, ob evtl. tatsächlich eine Schwerkraftzirkulation, getrieben durch den Temperaturunterschied zwischen Kollektor und Speicher abends stattfindet. In dem Fall sollte die Rückschlagklappe der Solarkreispumpe überprüft werden.
Nach Meinung des HBs ist eine dauernd fussboden- und / oder wandheizende Zirkulationsleitung also nicht schlimm. Dann würde ich ihn mal fragen, ob er den Primärenergiebedarf dieser Dauerheizung im Winter bezahlen möchte, wenn die Wärme dafür nicht durch die Solaranlage, sondern durch den Heizkessel erzeugt werden muss.
Das Argument, dass die Wärme ja in der thermischen Hülle bleibt, ist zwar unter bestimmten Zeitgenossen beliebt, zeigt allerdings vor allem deren Ignoranz.
Diese vagabundierende Wärme geht dahin, wo sie ein zufällig vorhandenes Temperaturgefälle hintreibt und nicht dahin, wo ich sie hinhaben möchte, um mit ihr gezielt die Räume so zu beheizen, wie ich das haben möchte.
Dieses Argument mag bei sehr gut gedämmten Häusern (Passivhaus etc.) ihre Berechtigung haben, da bei diesen Häusern eine unterschiedliche Temperierung der einzelnen Räume auf Grund der Dämmeigenschaften des Hauses quasi unmöglich ist. Bei allen anderen Häusern ist vagabundierende Wärme in fast allen Fällen Energieverschwendung. Sieht man ja bei Dir sehr schön, da trotz Solaranlage und gutem Wetter dafür der Kessel ran muss.
Fazit: Daumenschrauben fester anziehen.
Noch mal schreiben, angemessene Frist zur Beseitigung des Mangels setzen (z.B. 4-6 Wochen) und weiter ausführen, dass Du bei weiter ablehnender Haltung des HBs einen anderen HB mit der Mängelbeseitig beauftragen wirst, wobei die Kosten der HB zu übernehmen hat, der Dir die Anlage gebaut hat (sogn. Selbstvornahme nach § 637). Ist nach Werkvertragrecht vollkommen legitim und hat schon so manchem Ignoranten Beine gemacht. Der Hinweis, dass Du vorsorglich auch Deinen Anwalt einschalten wirst, ist häufig auch hilfreich.
Darüber hinaus würde ich den Hersteller des Speichers kontaktieren und ihm Dein Problem schildern, mit der Bitte zu bestätigen, dass die Ursache eines Temperaturverlusts des Speichers von 20K in 24 h definitiv NICHT beim Speicher zu suchen ist, sondern andere Gründe haben MUSS.
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| | Zeit:
20.07.2012 07:19:29 |
Hallo,
vielen Dank für eure Antworten. Ich werde mal alles zusammensammeln und dem HB nochmal freundlich die Argumente vorlegen. Soll er noch eine Chance bekommen und nach seinem Urlaub ist er vllt. auch wieder entspannt ;)
@Heinz:
Hätte ich doch in Physik genauer hingehört :D Dein Beispiel gilt für Erwärmung, gilt das Gleiche auch für Abkühlung? Wenn lt. HB Wikipedia sagt, dass ein 600l-Speicher ca. 2,4kWh/Tag verliert und dein 860l-Speicher (ich nehme der Einfachheit halber und zum Verständnis hier auch mal 600l an) für 1K 1kWh "Verlust" hat, dann bin ich bei 2,4K pro Tag bei einem 600l-Speicher. Oder hat das Milchmädchen hier mitgerechnet?
Viele Grüße Frank
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| | Zeit:
22.07.2012 10:40:17 |
Hallo, ich habe am Anfang die Verluste meines Speichers sehr genau beobachtet. Auch bei mir waren die Verluste meiner Meinung nach zu hoch, ausserdem hatte ich das selbe festgestellt das sofort warmes/ sehr heißes Wasser am Wasserhahn anstanden. Auf der Suche nach der Ursache hatte ich sofort die Zirkulationsleitung im Blick und habe dann an der Zirkulationspumpe das Rückschlagventil zugedreht(Zirkulationspumpe hatte ich sowieso schon ausgeschaltet). Problem war damit behoben, es dauert jetzt zwar etwas bis warmes Wasser ansteht, aber das nehme ich in Kauf. Ich sehe da auch ein gewisses Risiko wenn am Wasserhahn 75-80°C ankommen durch die thermische Zirkulation (Thema Verbrühung).
MfG Ronny
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| | Zeit:
26.07.2012 12:02:56 |
Naja, das Thema Verbrühung sollte insbesondere in Verbindung mit einer Solaranlage über ein Thermostatisches Mischventil am (Solar-)Speicher gelöst sein.
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| | Zeit:
26.07.2012 21:10:33 |
So ein Mischventil habe ich ja, aber was nützt mir das in der Warmwasserleitung wenn das heiße Wasser durch die Zirkulationsleitung am Wasserhahn ankommt ?
MfG Ronny
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| | Zeit:
07.11.2012 10:55:23 |
Hallo,
nach langer Zeit, einigen Briefen und Mahnungen, Gesprächen und wieder Mahnungen sind wir jetzt an einem Punkt, wo es an die (hoffentlich) letzte Testreihe geht. Nach den Gesprächen ist die Meinung des Heizungsbauers, dass die Zirkulationspumpe vom Warmwasser die Hauptwärme abtransportiert, obwohl sie es nicht soll. Auf meine zweite Anmerkung, dass die Temperaturanzeigen der Solaranlage bei längerem Stillstand ca. 5 Grad mehr anzeigen als die Raumtemperatur ist, meinte der HB, dass es durch die Kupferleitungen kommt. Es gibt kein anderes Material, was die zu erwarteten Temperaturen aushält und leider ist Kupfer ein guter Leiter. Ok, theoretisch leuchtet das ein, wenn ich auch 5K für etwas viel halte.
Was mir jetzt aber im Zuge der Testreihe aufgefallen ist...wenn ich alle fraglichen Absperrventile schließe (das wären der VL und RL der Heizungsanlage und der VL der Solaranlage), dann sind die Rohre nach einiger Zeit kalt und die Temperaturanzeige des Solar-VL zeigt die Raumtemperatur an. Öffne ich nun die Ventile wieder, wird der VL der Heizungsanlage fast sofort heiß, der RL etwas später und auch die Anzeige des Solar-VL erhöht sich nach einer gewissen Zeit wieder um die 5K. Die Vitodens ist natürlich komplett abgeschaltet, es wird also nicht nachgeladen oder Solar bzw. Heizung angesteuert.
Womit ich mich zu der Theorie hinreißen lassen würde, dass in den Rohren unnötigerweise Wasser zirkuliert und nicht das Material dafür verantwortlich ist. Weil das Material interessiert sich nicht dafür, ob ein Absperrventil auf oder zu ist.
Und nun meine Frage an die Experten. Liege ich mit meiner Theorie richtig oder wird ein Verlust durch das Leitungsmaterial auch durch das Absperrventil beeinflusst? Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine :D
Danke und Viele Grüße Frank
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| | Zeit:
08.11.2012 14:59:12 |
Hallo, Du hast recht. Hier mal zum Vertiefen ein Link. Gruß Mario
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| | Zeit:
08.11.2012 18:16:50 |
Zitat von OliverSo  Zitat von Timon  Das Ganze bei ausgeschalteter Heizung und ohne Zirkulationspumpe für WW. Die scheint sowieso unnütz zu sein, es kommt immer warmes Wasser.
Noch Fragen? Oliver Zitat von Timon  Nach den Gesprächen ist die Meinung des Heizungsbauers, dass die Zirkulationspumpe vom Warmwasser die Hauptwärme abtransportiert, obwohl sie es nicht soll. Keine 6 Monate später, und schon findet jemand die Antwort... Oliver
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