| | Verfasser: Jochen Kindermann | Zeit:
13.08.2003 11:29:26 |
Hallo, trage mich mit dem Gedanken eine Solaranlage zu erwerben. Dass mich das nicht reich macht, habe ich verstanden. Der Solarfritze hat mir gesagt, dass sinnvollerweise hinter meinem Speicher noch eine Mischerpumpe zwischen Warm und Kaltwasser einzubauen ist. Bisher geht das Warmwasser direkt in den Kreislauf. Eine weitere Mischung als an der Zapfstelle findet also nicht statt (Hoffe, dass ich ihn auch richtig verstanden habe). Ist das notwendig ? Macht das Sinn ? Jochen Kindermann
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| | Zeit:
13.08.2003 11:59:34 |
Als Sicherheitsvorrichtung gegen Verbrühungen ist es sinnvoll, falls der Solarspeicher wärmer als ca. 60°C werden darf. Bei 90°C Warmwassertemperatur und einem unbedachten Griff zum Einhebelmischer gibt es sonst böse Brandblasen.
Oliver
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Verfasser: Martin Havenith | Zeit:
13.08.2003 22:16:42 |
hat dein heizer wirklich Mischerpumpe gesagt? Ich würde nur einen Brauchwassermischer und ein Rückschlagkläppchen einbauen. Das scheint mir sinnvoller und braucht keine Fremdenergie.
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| | Zeit:
13.08.2003 22:33:50 |
Laut neuer Trinkwasserverordnung ist die Warmwassererzeugung mittels Solarkollektoren direkt über den Warmwasserspeicher ins Leitungsnetz vorzunehmen, da über eine Mischeinrichtung zugeführtes kälteres Wasser die WW-Temperatur verringert wird u. U. Legionellen verursachen kann. Also deshalb KEINE Vormischung erlaubt!
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| | Zeit:
13.08.2003 23:06:56 |
@Maximilian
Möchte Deine Äußerung ja nicht anzweifeln, aber kannst Du mir mal sagen wo das genau steht das ein vormischen nicht erlaubt ist?
Mfg
Gerhard
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Verfasser: SolarServiceOsnabrück | Zeit:
14.08.2003 10:23:48 |
@ Jochen Kindermann Entweder begrenzt man die Speichertemeratur auf 60°C (was zum Kochen der Kollektoren im Sommer führen kann, da Speichermaximaltemperatur von 60°C schnell erreicht ist) oder man baut einen Brauchwassermischer ein. Das hat auch den Vorteil, daß man nicht nur z.B. 400 Liter heißes Wasser hat (für 4-6 Personen) sondern durch die Beimischung des kalten Wassers ca. 100 Liter mehr. Die DVGW Legionellenverordnung greift meines Wissen nicht in Ein- und Zweifamilienhäusern und schon gar nicht bei Speichern < 400 Liter. (Ab 400 Liter-Speicher = Großanlage). Daher auch immer drauf achten, daß man keinen 420 Liter-Speicher einbauen läßt, dann ist man auf der sicheren Seite. Oder gleich einen Kombispeicher mit 200 Liter Edelstahleinsatz. Mit sonnigen Grüßen Michael
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Verfasser: Jochen Kindermann | Zeit:
14.08.2003 10:31:11 |
Hallo, danke für die Ratschläge. Ich habe den Fachmann so verstanden, dass er einen Brauchwassermischer meinte (also hinter dem Speicher). Dass hätte auch den Vorteil, die Temperatur ohne weiteres über die 70C zu bringen ohne die Heizung anzuwerfen und damit zusätzliche Energie aufzuwenden. Dann hätte man auch das Legionellen Problem eingedämmt. Thanks Jochen Kindermann
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| | Zeit:
14.08.2003 10:44:31 |
*kopfschüttelt* wieso entstehen wenn ich 70 oder 80ig grädiges Wasser mit Kaltwasser mische so das sich eine Wassertemperatur von 60 Grad einstellt Legionellen ? Wenn ich morgen nen niederen Blutdruck hab...liegts an den Legionellen oder wie oder was....lasst doch mal die Kirche im Dorf...Legionellen ist zwar ein nicht zu unterschätzendes Thema aber die Panikmache ist nun wirklich leicht daneben. Bin mal gespannt ob nicht noch einer um die Ecke kommt und verzapft der neue Compi-Wurm verteilt sich über die Wasserleitung, bevorzugt über WW-Systeme wenn ein Brauchwassermischer eingebaut ist....und mutiert dann zur Legionellenbrustätte, mit Selbstauslöser und und atomarem Supergau Achim Kaiser
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| | Zeit:
07.10.2003 17:45:12 |
Hallo, der Brauchwassermischer ist eine Sicherheitseinrichtung gegen Verbrühen. (Punkt) Ich habe meinen wieder ausgebaut, da er nach 2 Jahren kaputt war. Wie ich inzwischen gehört habe, gehen die günstigen (< 100 Euros) schnell mal kaputt. Die stabileren sind deutlich teurer (> 600 Euros). Ich würde mir ganz genau die Dimensionierung der Anlage überlegen und nicht unbedingt soviel Kollektorfläche draufpacken, dass ich über 85 Grad im Speicher komme. Wenn nur Erwachsene im Haushalt leben, kommen die mit dem BW- Temperaturen zurecht, bei kleinen Kindern sehe ich das kritischer und würde einen guten BW-Mischer einbauen.
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Verfasser: Robert Häußler | Zeit:
08.10.2003 08:36:26 |
Robert Häußler Einen Brauchwassermischer verwende ich bei jeder Brauchwasserbereitungsanlage wo Temperaturen über 60°C entstehen können. Mir ist ein Fall bekannt da hat der Installateur aus Kostengründen das Teil nicht eingebaut. Folge war, der Kunde wußte von den hohen Temperaturen im Sommer- aber sein Besuch nicht. Hatte sich folglich beim duschen so stark verbtrüht das er daran gestorben ist. Deshalb immer rein mit dem Ding. Mit kaputtgehen gibt es bei mir gaaanz- gaaanz selten Probleme, eher das der Mischer mal verkalkt. Kann aber leicht zerlegt und gereinigt werden. Und das bei den "billigen" aus Schweden. Gruß Robert
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| | Zeit:
22.03.2009 12:20:02 |
Mein Mischer mischt schon 12 Jahre ohne Probleme.
:-)
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