| | | | Zeit:
13.08.2003 20:48:08 |
Wieso diese ganze Polemik? Ein Verbraucher hat vor vielen Jahren ein komplexes technisches Gerät gekauft. Die Aussagen der Prospekte waren mehrdeutig und der Verkäufer versprach den größtmöglichen Nutzen. Wenig später stellt der Verbraucher fest, dass der Nutzen nicht so groß wie versprochen ist. Der Verkäufer beruft sich auf den mehrdeutigen Prospekt und interpretiert diesen jetzt anders als im Verkaufsgespräch und sagt alle Versprechungen werden erfüllt. Problem: der Verbraucher ist kein Sachkundiger. Wie soll der Kunde zum Zeitpunkt des Kaufs die Mehrdeutigkeit bzw den Interpretationsspielraum des Prospektes erkennen? Kann man beim Verbraucher die Kenntniss der genauen Begriffsdefinitionen vorraussetzen? Oder sollte nicht besser der (sachkundige) Verkäufer zur genauen Information verpflichtet werden? Ich denke letzteres. Grüße Harry
|
| | Zeit:
14.08.2003 08:04:31 |
Wieso diese ganze Polemik? Da kauft ein Verbraucher ein komplexes technisches Gerät für mehr als DM 10.000. Informiert sich vorher ausführlich (nach eigenen Angaben) und stellt dann fest, das die Anlage genau das tut, was versprochen wurde - nämlich ca. 60% der Energie zur Warmwassererwärmung einzusparen. Darauf hin prozessiert und hetzt er mit den abstrusesten Argumenten gegen alles und jeden. Ja, warum nur diese ganze Polemik? Oliver
|
| | Zeit:
14.08.2003 12:40:57 |
Wie ich schon sagte, ich habe mich aktuell gegen Solarthermie entschieden. Ich hatte mehrere Handwerker(?) vor Ort zur Angebotserstellung. Zur Einsparung befragt, faselten diese auch etwas von 60%. Nachgefragt, 60% von was, kam dann irgendwann der Begriff "Warmwasser". Nochmal nachgebohrt, wieviel das denn nun ist, kam bei den meisten: "kann man nicht genau sagen, hängt davon ab wie oft sie baden oder duschen... rentiert sich aber ganz sicher, sie können ja den ganzen Sommer die Heizung ausgeschaltet lassen!" Meine nächste Frage: kann man das denn dann schriftlich garantieren, dass sich das rentieren wird? Antwort: "Das geht natürlich nicht, es kann doch niemand garantieren wann und wie oft die Sonne scheinen wird. Aber immer wenn Sie scheint, bekommt man warmes Wasser zum Nulltarif." Wenn man jetzt also keine Vorstellung hat, wie wenig des Jahresenergieverbrauchs auf die Warmwasserbereitung fällt oder denkt bei Warmwasser ist auch das Heizungswasser mit dabei, dann ist man jetzt schon ganz schön verarscht. Und die Leute bei mir vor Ort waren wirklich nicht bemüht mich diesbezüglich aufzuklären... Ich finde es gut, wenn gegen diese Verarschung (=Betrug?) vorgegangen wird. Grüße Harry |
| | Zeit:
14.08.2003 20:05:42 |
@Harry
>Ich finde es gut, wenn gegen diese Verarschung >(=Betrug?) vorgegangen wird.
Ich auch. Aber das ist noch lange kein Grund da eine Lebensaufgabe draus zu machen und das Kind mit dem Bad auszuschütten.
Mein Gaszähler zeigt jedenfalls seit drei Monaten dieselbe Ziffernfolge...
Sonnige Grüße, Stefan Lieser
|
| | Zeit:
14.08.2003 20:48:48 |
Ich möchte an dieser Stelle nicht über Lebensaufgaben urteilen, noch andere dafür kritisieren. (da sollte man mal zuerst vor der eigenen Türe kehren!) Aber wenn Herr Hoffmann lange und mit viel Aufwand vor Gericht zieht, dann erreicht er damit vielleicht nicht nur seine persönliche Genugtuung, sondern kann auch etwas für die Verbraucherrechte im allgemeinen erreichen. Wie ich schon weiter oben schrieb: Dabei wäre es doch gar nicht schwer einen Ertrag zu garantieren, es gibt Aufzeichnungen über die Sonnenscheindauer und geeichte Wärmemengenzähler für das was im Keller entnommen wird... Die Verkäufer wollen wohl deshalb nichts garantieren, weil der tatsächlich zu erwartende Ertrag viel geringer ist, als das was man den Kundenvor und nach dem Kauf glauben lässt. Ist das legitim? Grüße Harry
|
| | Zeit:
14.08.2003 22:32:36 |
@Harry ... schon mal den Verbrauch des eigenen PKW mit den Hochglanzprospektangaben der Hersteller verglichen? Die einen denken sich: Ich komme auch mit weniger aus => gespart. Die anderen fragen sich, OB DAS LEGITIM ist, weil sie viel mehr verbrauchen ... wär doch schön, wenn der Verbrauch GARANTIERT würde. Die Hersteller würden sagen: Geht nicht, weil jeder ne andere Fahrweise hat. Umgelegt auf Solaranlage: Garantie ist imho nur dann möglich, wenn die Anlage regelmässig gewartet wird (aber wer will das schon bezahlen?) und Fehlbedienungen (ob unabsichtlich oder vorsätzlich) seitens des Nutzers ausgeschlossen ist - und wer kann schon Stromausfälle ausschließen? Hilfe bringt nur breit angelegte und objektive Aufklärung - verklagen und verbieten hat einen Nachteil: Die dummen Nüsse werden immer wieder von den schwarzen Schafen magisch angezogen. Soweit ich weiß, greift das Hoffmann-System weder bei Herstellern von Schlankheitspillen noch bei jenen die Anti-Aging-Cremen, Marmorheizungen, Magnetfeldmatten und Solarkugeln (Aufzählung beliebig erweiterbar) herstellen und vertreiben. Nur ein aufgeklärter Konsument ist ein gut geschützter Konsument. Hierbei ist aufklären keinesfalls mit miesmachen zu verwechseln ... manche tun das. Bernhard
|
Verfasser: Rainer Hoffmann | Zeit:
15.08.2003 09:18:52 |
Harry hat den Nagel auf den Punkt getroffen...
Es geht mir mittlerweile nicht mehr um meine persönliche Genugtuung, sondern um den Schutz von potentielle Solarkunden, die Sie hier, 2moose, grundsätzlich als "dumme Nüsse" bezeichnen...
Ich kann mit dieser Kritik leben, da diese von Ihnen überflächlich geäußert wurde...und Sie nur einen Bruchteil auf meiner Webseite recherchiert haben...
Danke, Harry, für deine Unterstützung und ich bin Zuversichtlich, dass der "Verbraucherschutz" siegen wird...
|
| | Zeit:
15.08.2003 10:30:20 |
@2moose: Interessanter Vergleich: " ... schon mal den Verbrauch des eigenen PKW mit den Hochglanzprospektangaben der Hersteller verglichen? ... wär doch schön, wenn der Verbrauch GARANTIERT würde. Die Hersteller würden sagen: Geht nicht, weil jeder ne andere Fahrweise hat." Genau aus diesem Grunde musste schon einmal ein deutscher Automobilhersteller unser Familienauto nach über zwei Jahren Gebrauch zürücknehmen! Es gibt nämlich einen Durchschnittsverbrauch nach DIN... und das sind eindeutig zugesicherte Eigenschaften. Zuerst hat der Herteller die Reklamation nicht ernst genommen, nach dem einfahren würde es besser, dann wurde stückchenweise ausgetauscht (Auspuff, Getriebe, Differential und Motor) und schließlich wurde das Auto wegen dieses Mangels zurückgenommen. Natürlich liegt in solchen Fällen die Beweislast erst einmal beim Kunden, aber es gibt Sachverständige die technische Werte anerkannt genau ermitteln. Wenn die nicht mit den Prospektwerten übereinstimmen, dann gibt es noch eine gewisse Toleranz und alles darüber ist nicht legitim. Wie beim Auto (Fahrleistungen, Verbrauch) geht es auch bei Solaranlagen um dass Komplettpaket. Es nützt wenig die Leistungsfähikeit des Kollektors zu garantieren, wenn die anderen Komponenten (Verrohrung, Speicher, Steuerung) in Kombination nicht richtig funktionieren. Eine Leistungsgarantie wäre technisch kein Problem: Wärmemengenzähler, Datenspeicher und Wetterwerte sind billig zu erhalten. ABER DIE HERSTELLER WOLLEN GAR NICHT. Sie wollen nicht mit Leistungsgarantie verkaufen sondern mit Illusionenen!!! "Hilfe bringt nur breit angelegte und objektive Aufklärung..." Aber die Solarkritik Seite dient doch zur Aufklärung, oder 2moose? Ein Verbraucher stellt die Sache aus seiner Sicht dar. Wo gibt es schon Stellen die sich kritisch mit dem Thema Solarenergie auseinandersetzen. Würde jemand ein Auto kaufen, dass zwar schnittig aussieht, aber ohne garantierte Leistungsdaten??? Höchstgeschwindigkeit: sehr schnell, man kann man aber keinen Wert garantieren weil die Autobahn nicht immer frei ist... Harry
|
| | Zeit:
15.08.2003 10:35:20 |
Sehr geehrter Herr Hoffmann, wenn sie schon glauben sie müßten sich für Verbraucher aus dem Fenster lehnen die es selber nicht schaffen sich ein Urteil über das Potential einer thermischen Solaranlage zu bilden, dann sollten sie objektive Aufklärung betreiben statt die Gerichte zu bemühen. Im Endeffekt würde ihre Engagement, so man es für erfolgversprechend hält, nämlich dazu führen dass noch mehr Anlagen nicht gebaut würden. Klären sie lieber auf, und zwar sowohl auf Nachfrager- als auch auf Anbieterseite. Dann erreichen sie nämlich beides: die falschen Versprechen werden nicht mehr durchkommen _und_ es werden brauchbare Solaranlagen errichtet die dazu beitragen die fossilen Resourcen zu schonen. Sonnige Grüße, Stefan Lieser
|
| | Zeit:
15.08.2003 11:36:16 |
Das mit den dummen Nüssen war überspitzt ausgedrückt - sinngemäß will ich sagen, dass man allzu gerne den dicken fetten Annoncen mit den Versprechungen und den großgedruckten Zahlen Glauben schenkt. Wenn ich berufsbedingt in die verschiedensten Häuser komme, frage ich mich oft: Wie kann man nur so einen ..... einbauen lassen. Meist sind es Leute, die sich eine professionelle Beratung leisten könnten. Eine Fachfirma mit Herz und Hirn braucht keine Verbote um seriös zu sein. Die brauchen auch keine fetten Annoncen und wundersame Versprechen. Die sind leider immer schwerer zu finden, weil die meisten lieber den Seifenblasen der Wunderinstallateure nachlaufen anstatt sich vom echten Fachmann beraten zu lassen (dessen Anlage vielleicht etwas teuerer ist und der nicht das blaue vom Himmel verspricht). Herr Hoffmann gibt ja zu, dass *Zitat* Es geht mir mittlerweile nicht mehr um meine persönliche Genugtuung ... *Zitat Ende* seine Page aus einem Rachfeldzug heraus entstanden ist - und genauso sieht sie auch aus: "Der Effizienz-Schwindel mit Thermischen Solaranlagen" als Überschrift und weiter gehts mit "Achtung Thermische Solaranlagen = Mogelpackungen". @Harry: Wenn das Aufklärung sein soll, ...!? Eher Sensationslust a la Datko. Herr Hoffmann hat seine Anlage wohl kaum mit der Absicht gekauft die Umwelt zu schonen, sondern um Geld zu sparen. Dass dies nicht funktioniert, wurde im Forum bereits an zahlreichen Stellen festgehalten - und wenn man noch so lange klagt. Bernhard |
Verfasser: Rainer hoffmann | Zeit:
15.08.2003 12:13:57 |
Man sollte sich mal folgende Webseite anschauen: http://www.solartop.de/seiten/10_produkte_start1.htm Ich glaube diese Webseite stellt kein Kavaliersdelikt da...sondern ist "versuchter Betrug"... Es ist davon auszugehen, dass dieser Solaranbieter die Solaranlage mit Raumheizungswassererwärmung verkaufen wird und dem Kunden eine 60%ige Energieersparnis verkaufen wird...genauso wie mir im Jahre 1996... Diese Webseite habe ich ebenfalls an die ermittelnde Staatsanwaltschaft weitergeleitet... Das hier im Forum immer argumentiert wird, andere Hochglanzprospekte würden ja ähnlichen Schwindel verbreiten, zeigt doch wie "verkommen" unsere Kultur bereits geworden ist...und das postivbehaftete Produkt "Solartechnik" bedient sich mehr als alle anderen dieser Verkommenheit... Man kann sich nur angewidert abwenden bei diesen Argumenten dieser vermeintlichen Solarfachleute...den Scherbenhaufen wird man demnächst zusammenfegen dürfen...
|
| | Zeit:
15.08.2003 12:28:19 |
Interessant: "Ihre Anfangsinvestitionen amortisieren sich übrigens auch nach kurzer Zeit."
|
Verfasser: Rainer Hoffmann | Zeit:
15.08.2003 12:55:14 |
Genau...ein Riesen-Schwindel...allerdings werden die dann wieder sagen: Was heisst "kurze Zeit"...erdgeschichtlich sind 100 Jahre auch eine Kurze Zeit...aber man sollte wohl ein Menschenleben als Basis nehmen...;-))...aber man weiss ja nie...
|
| | Zeit:
15.08.2003 17:55:02 |
"60% weniger" wollte auch ein Kunde von mir sparen....und sich vielleicht eine Solaranlage draufbauen (für 2 Senior-Personen!), da der langjährige mittlere Verbrauch über 5000m3 betrug mit 4 Jahre altem 26kW-atmo-Kessel. Wir machten eine Wette. Ich optimierte die Regelung (Zeiten, Abschaltbetrieb und vor allem die Warmwasserbereitung und Zirkulation)und wir ließen ein Jahr ins Land ziehen. Bis diese Woche dann: ca. 300m3 weniger Verbrauch also 6% - bei gleichem Komfort ! Wenn wir jetzt mal die üblichen Zahlen einsetzen, Warmwasseranteil am Jahresverbrauch 10-15%, davon spart eine Solaranlage 50-60%, dann bleiben genau diese 6% vom Jahresverbrauch übrig. Und die haben wir eingespart OHNE jede Zusatzinstallation. (witterungsbedingte Schawnkungen natürlich nicht auszuschließen) |
| | Zeit:
22.03.2009 12:57:03 |
Wenn man mal alte Seiten durchstöbert... Heutige (2003er) Solaranlagen haben einen Stand der Technik wie Autos von nach dem 2ten Weltkrieg (bezogen auf Solaranlagen im Jahr 2057) ?? Gut das die damals Autos gebaut haben- auf irgendwas muss die Technik ja aufbauen und aus irgendwas muss sich neues Entwickeln. Gut das die Technik immer weiter fortschreitet und man nicht mehr nur die geldwerte Einsparung sieht, mittlerweile gibt es ja auch andere Beweggründe wie z.B. CO2 Einsparung. Auf diese Thematik geht die Website komischerweise nicht ein. Na ja, ich hab mir die Seite mal unter Favoriten abgespeichert. (Unter dem Oberbegriff "Kranke Seiten")
|