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14.09.2004 13:53:02 |
Ich trage mich mit dem Gedanken, meine Heizung zu modernisieren, da bei meiner alten ca. 20 Jahre alten Gas-Heizung die Regelung spinnt (70 Grad Vorlauf bei 25 Grad Aussentemperatur - ja, der Temparaturfühler ist richtig angeschlossen). Da die Heizung nicht selbst zündet sondern nur eine Gashalteflamme hat, bin ich am überlegen, mir gleich etwas neues einbauen zu lassen, bevor ich einen haufen Geld in die Steuerung investiere, um ein System am laufen zu halten, dass eh hoffnungslos veraltet ist. Da ich irgendwie nicht fassen kann, was derzeit mit den Gaspreisen passiert (bei uns ca. 30% höher als der Ölpreis - Tendenz steigend) bin ich stark am überlegen, ob ich mir nicht leiber eine Ölheizung mit 4500 Liter Heizöltank in den Keller stelle (Platz ist kein Problem). Daten zum Haus: EFH freistehend, geschützte Lage ca. 180qm WohnflächeBaujahr in den Achtzigern - dementsprechende IsolierungAlte-Heizung: Buderus Loganagas G124 (22kW Brenner) mit nebenstehenden 200 Liter Brauchwassertank Nun die Frage: Macht es Sinn, auf Öl umzusteigen, oder nicht??? Vorteil: Ich bin etwas unabhängiger von meinem Versorger und kann selber entscheiden, wann und wo ich einkaufe, weil ich den Brennstoff ja selber bevorrate. Vorteil: Brennstoff - Kostenvorteil (oder etwa nicht???) Nachteil: Platz (Heizöltank): Kein Problem Nachteil: Investitionskosten für den Tank: Rechnet sich womöglich über längere Zeit - Gibt es hier Rechenbeispiele oder Modelle? Ich kann mir nicht ganz helfen, aber ich habe den Eindruck, dass so eine Ölheizung steuerungstechnisch wesentlich primitiver aufgebaut ist, als eine Gas-Heizung. Eine Gas-Heizung moduliert z.B. in weiten Leistungsbereichen, eine Ölheizung hat in der Regel nur zwei Leistungsstufen, was für eine moderne Gasheizung ja völlig inakzeptabel ist. Ich lese hier immer, dass unnötiges Takten vermieden werden soll, daher eine möglichst gute Anpassung der Brennerleistung, aber die Ölheizung taktet dann ja sowieso, weil die ja garnicht modulieren kann. Ist das nicht ein großer Nachteil, oder spielt das bei Öl keine so grosse Rolle? Bin gespannt auf Eure antworten, Martin |
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14.09.2004 14:23:18 |
Jeder bleibe bei Seinem Brennstoff... mas machste, wenn Du einen neuen Kessel im Keller hast, aber in 5 Jahren das Öl unbezahlbar ist? http://www.peakoil.de http://www.energiekrise.de Schließlich hat der Gasanschluss sicher auch was gekostet... Auch hier: Inwieweit lässt sich der Kessel optimieren? http://www.heizungsoptimierung.de.vu . Mein Kessel ist auch >30 Jahre alt und hat über 83% Jahresnutzungsgrad- ein neuer würde max. 10% sparen. Takten ist vor allem für Brennwerter nachteilig, insbesondere wenn die Wärmetauscherfläche im Kessel knapp bemessen ist. Wenn aber mit Öl z.B. eine 8KW- Multijet-Ölnbrennwerter taktet, isses völlig wurscht, da es den gleichen Kesselkörper auch mit 16 KW Leistung gibt. Aber natürlich lässt sich auch bei einem Öl-NT-Kessel der Nutzungsgrad heben, wenn man den Kessel unterlasteet- nur macht's da nicht soviel aus. Regler für den alten gibt's via ebay- aber vieleicht ist ja auch nur der Mischermotor hinüber...
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14.09.2004 14:26:24 |
Hallo Martin,
es gab hier schon endlose Diskussionen ob Gas oder Öl.
Fakt ist, daß man nicht so einfach pauschal sagen kann, daß Gas unterm Strich 30% teuerer ist als Öl. Es kommt immer auf die örtlichen Gegebenheiten an.
Außerdem hat mehr Komfort immer schon etwas mehr gekostet.
Um es mal überspitzt auszudrücken:
Wenn Du Dein Auto verkaufst und nur noch Fahrrad fährst, dann sparst Du noch erheblich mehr als die 30%
Ich jedenfalls habe den Umstieg von Öl zu Gas bisher noch nicht bereut - unterm Strich ist das Jacke wie Hose
Gruß Werner
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14.09.2004 14:35:15 |
Hallo Zusammen
@Sukram: "Auch hier: Inwieweit lässt sich der Kessel optimieren?"
Ja klar, optimieren. Der G124 aber ein Athmo. In welchem Umfang sich bei dem Kessel noch optimieren lässt...
Gruß Alex
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14.09.2004 14:42:14 |
Hey, danke für die schnellen Antworten. @Sukram: Einen Mischer gibt es bei der Anlage nicht. @Werner: Inwieweit ist der Konfort bei einer Ölheizung eingeschränkt? (Ausser, dass gelegentlich nachgetankt werden muss) |
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14.09.2004 14:58:44 |
@Alex: Aua,stimmt. Da hülfe nur noch eine Abgasklappe.. *** @Martin: ist da die UPumpe dauernd an? kürzlich hatten wir doch schon so einen Athmothread, in dem jemand fragte, wieviel er einsparen könne bei Erneuerung... mit exakter Berechnung... http://www.haustechnikdialog.de/forum.asp?fid=92968&forum=4&uebersicht=1 vieleicht ist bei Dir ja die Auslastung anders.
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14.09.2004 16:01:35 |
@Sukram: Wenn die Aussentemperatur unter 18 Grad ist, springt die Umwälzpumpe an (ist auch nicht geschwindigkeitsgeregelt oder so). Das heisst für mich als Laien, dass der Aussenfühler funktioniert. Trotzdem passt sich die Vorlauftemperatur nicht der tatsächlichen Witterung an. Das M004 Modul, welches dieses bewerkstelligen soll kostet so um die 300 Euro. Geld, was ich lieber gleich in eine neue Heizung stecken würde... Wenn ich mir dann so angucke, was es so am Markt gibt, wirkt meine Anlage doch sehr veraltet (Athmo, keine Modulation, keine Pumpenregelung, Gashalteflamme, kein Brennwert (???), kein Mischer, etc). Außerdem spinnt nicht nur die Regelung, es fliegt auch noch der STB regelmäßig, wenn ich den Thermostaten nicht von Hand etwas runterdrehe. Irgendwie hat die Heizung inzwischen so viele Macken und altersbedingte Nachteile, dass ich bereit bin, mir eine neue einbauen zu lassen, bevor ich die alte für viel Geld wieder aufmöbeln lasse. Ich betrachte das als Investition für die Zukunft (Reparaturkosten, Verbrauch) und nicht zuletzt in die Umwelt. Ob ich nun den letzten Cent durch den Verbrauch wieder reinkriege ist mir letzten Endes egal, wenn ich weiss, dass die Heizung nicht wieder mal ausfällt, wenn ich im Winterurlaub bin und ich am Mobiltelefon meinem Mieter erklären muss, wie man die Gashalteflamme wieder zündet. Wenn die neue Anlage (wie in dem oben genanneten Thread) schlechter heizt und mehr verbraucht als vorher, ist das natürlich eine Katastrophe, aber ich denke, dass werde ich alles mit dem Heizungsbauer meines Vertrauens klären können. Dass eine neue Heizung in meinem Fall aber mehr verbraucht alls die alte (Brennwert hin oder her) kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. |
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14.09.2004 16:15:02 |
Heizgrenztempertur ist zu hoch eingestellt. Über 12 bis 15° muss die nicht sein. *** Zieh' mal 'ne Analogie: Betrachte die Störanfälligkeit eines >10 Jahre alten PKWs, womöglich noch ohne Sitzeheizung ("Mösenstövchen" ;-) (NICHT VON MIR!!!) usw., mit einem modernen mit aller elektronik vollgestpften Auto... Aber ich will Dich nicht mit Zwang abhalten. Hol' halt erstmal Angebote von den Heizern Deines geringsten Misstrauens ein und frag' dann nochmal. |
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14.09.2004 17:17:47 |
Hallo Martin @Werner: Inwieweit ist der Konfort bei einer Ölheizung eingeschränkt? (Ausser, dass gelegentlich nachgetankt werden muss) Zum Beispiel den Ölgeruch im Haus - und erzähl mir keiner, die neuen Tanks stinken nicht - tun sie doch - und wenn nur - wie es bei mir war - der Geruch der Tankentlüftung beim nächsten Fenster wieder rein kam oder auf der Terasse zu riechen war. Gruß Werner |
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14.09.2004 18:20:33 |
Hallo Martin,
schon mal an Pelletsheizung als Alternative gedacht? Wenn Platz für ein Pelletslager das ist ? Riecht bestimmt nicht nach Öl, sondern angenehm nach Holz :-) Wir haben den Umstieg von Öl auf Pellets vor 2 Jahren gemacht. Seitdem sind die Pellets eher noch preiswerter geworden.
Mfg
Kai Dehrmann |
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16.09.2004 09:14:10 |
@Kai Ja, habe ich. Ist für mich im Moment aber keine wirkliche Alternative aus folgenden Gründen: - Hohe Investitionskosten (Heizung ca. doppelt bis dreimal so teuer wie eine Gas / Ölheizung) - Trotzdem noch Pelletlager nötig (damit mir die Dinger nicht im Keller feucht werden) - Störanfälligkeit - Lagerplatzbedarf der Pellets (ca. doppelt so hoch wie bei Heizöl - stimmt das eigentlich???) Aber ich denke, Sukram hat recht mit dem ein "Jeder bleibe bei seinem Brennstoff". Morgen schaut ein Heizungsbauer vorbei und wird mir ein paar Vorschläge machen. Wenn es Euch interessiert berichte ich weiter. Danke erst einmal für Eure Hilfe. |
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15.11.2004 08:13:25 |
Hallo Werner, stimme dir absolut zu: Nie mehr Ölheizung. Irgendwo stinkt die immer. Wie hast du deinen Ölgeruch bekämpft? Habe das gleiche Problem, aus der Tankentlüftung zieht's in das Badezimmer Dachfenster. Gruß, Burkhard |
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15.11.2004 09:26:19 |
Hallo Burkhard, Wie hast du deinen Ölgeruch bekämpft? Habe das gleiche Problem, aus der Tankentlüftung zieht's in das Badezimmer Dachfenster. Ganz einfach: Habe die alte Ölheizung rausgeschmissen und heize fortan mit Erdgas. Die Mehrkosten bei Gas kompensiere ich mit einem drastischen Minderverbrauch - gegenüber meiner schon optimierten alten Ölheizung. Unterm Strich ist es finanziell Jacke wie Hose - aber mit einem erheblichen Gewinn an Komfort bezüglich Regelung, Ölgeruch, nutzbarer Kellerraum, Kapitalvorhaltung usw. Viele Grüße Werner
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15.11.2004 12:45:49 |
Hallo Martin, Gas oder Öl - Ein Dauerbrenner im Forum und noch nicht gelöst... Meiner Meinung nach, macht Erdgas bei kleinen Leistungen besonders Sinn. Man kann mit heutiger Technik die Verbrennung bei kleiner Leistung bei Gas prinzipiell besser regeln als bei Öl! Eine gut dimensionierte Therme mit breitem Modulationsbereich, kann die meiste Zeit der Heizperiode effizient und immer genau die Leistung erzeugen die augenblicklich gebraucht wird. Damit reduzieren sich die Anfahrts und Bereitstellungsverluste erheblich. Ölkessel müssen (mehr oder weniger) takten und verursachen fast die vierfachen Schorni Gebühren... aber Öl ist (bislang) billiger. Nenne doch mal den Jahresdurchschnittsverbauch um die notwendige Leistung etwas abzuschätzen. Harry
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16.11.2004 20:45:59 |
@ martin G - Öl oder Gas ? das ist auch eine Frage des verfügbaren Einkommen, man kann es drehen und wenden, wie man will, mit den monatlichen Grundgebühren etc. ist Gas zur Zeit 25 % teurer als Öl. Die monatlichen Grundgebühren mußt Du nämlich auch im Sommer bezahlen, wenn Du nicht heizt. Ich habe genug im Bekanntenkreis die wieder auf Öl umstellen, ... draufgehupst sind die nur weil die TWL's massiv subventioniert haben, am Gas verdienen sie auch was, und die TWL'S bestimmen die Spielregeln. Beim Öl bestimm ich die Spielregeln, nämlich dann wann ich tanke ( Puffer 5 bis 8 Monate )... und natürlich mit einem super sparsamen Kessel und niedrigen Ablufttemperaturen so um die 35°C bis 38°C. Ölgeruch im Haus ?? noch nie dagewesen, GFK Tank 1500 steht im Heizungskeller,(ÖLverbrauch bei 160m² ca. 900 bis 1250 ltr.pa.a) wieso muß man Öl im Haus riechen, kann mir das mal einer beantworten ??? Wenn Umstieg, und Holzpellets noch zu teuer,dann mit aller Konsequenz,Gasanschluß brauchst Du ja nur stilllegen, vielleicht finden die ja 2070 eine preisgünstige Gasquelle ??dann kannste immer noch wieder umsteigen oder trägst Deine Kohle gleich zur Stadtwerke. mfg w.dieter / he
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