Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.

Alle
Foren
Trinkwasser zerstört Kupfergelöteten Plattenwärmetauscher ???
Verfasser:
Gfrerer
Zeit: 13.03.2003 13:39:05
0
11573
An alle Wassergurus und Alle die mir helfen wollen.
Bei mehreren Anlagen die ich im Umkreis Würtsburg geplant habe,werden PWT´s zur Warmwasser-bereitung eingesetzt.
Dies ist anerkannt die Energiesparendste (niedrigste Rücklauftemperaturen) und Legionellen-wachstum verhindernde (kürzeste Verweilzeit des WW) Form der Brauchwassererwärmung.
Leider zerstört das dortige Trinkwasser das Kupferlot zwischen den Edelstahlplatten und es kommt zum Übertritt des Trinkwassers in den Heizwasserkreis. Das Problem tritt nach 1 bis 2 Jahren auf.
Die Wasseranalysen ergeben neben Härtewerten von 30 bis zu 50 °dH auch relativ Hohe Sulfat-Konzentrationen (jedoch innerhalb TWV).
Die Tauscherhersteller können oder wollen keinen verbindlichen zulässigen Sulfat-Wert angeben.
Wer weiß welche b e z a h l b a r e n Methoden der Sulfatreduzierung für Trinkwasser bestehen. Nannofiltration (wenn den überhaupt möglich)
und selektiver Anionentausch sind sehr aufwendig.
Hat irgendjemand schon von einem Calziumaluminat-Verfahren gehört?
In gespannter Hoffnung
WG

Verfasser:
Tino Winkler
Zeit: 13.03.2003 14:53:29
0
11574
@Gfrerer,
der Hersteller muß ein Interesse an den Ursachen der Korrosion haben, es ist zu vermuten, das mindestens zwei Gründe vorliegen.
1. Lot + Flußmittel
2. Verarbeitung (Löttemperatur, Reinigung der Lötnähte)
3. Wasserqualität
Ob allein ein hoher Sulfatgehalt für die Korrosion verantwortlich ist, kann nur durch Analyse der Korrosionsart festgestellt werden, da kann Ihnen der Hersteller des Plattenwärmetauschers weitere Infos geben.

Verfasser:
Hinz.Service
Zeit: 14.03.2003 07:01:19
0
11575
Hi,
ich möchte nur mal auf die Rohrmaterialien vor den Wärmetauschern auf-
merksam machen.Gibt es eventuell verzinktes Rohr?dann wäre dies eine mögliche Ursache.

Hinz

Verfasser:
gfrerer wolfgang
Zeit: 14.03.2003 11:39:34
0
11576
Danke an die bisherigen Hinweise.
Der PWT-Hersteller hat zwar Interesse, rückt aber nicht mit realistischen Grenzwerten für die Sulfatverträglichkeit raus.
@ Hinze
Bei einer von 3 Anlagen gibt es ca. 2m verzinktes Hausanschlußrohr der Stadt v o r der Inneninstallation in Edelstahl und PE.
Meines Wissens ist die Fließrichtung Kupfer -> Zink kritisch und zwar für das verzinkte Stahlrohr.
Bitte um Weitere Info
WG

Verfasser:
Tino Winkler
Zeit: 14.03.2003 14:32:06
0
11577
@gfrerer,
welches Lot verwendet der Hersteller ?
Beschreiben Sie die Schadensstelle genauer.
Handelt es sich um Lochkorrosion im Lot, im Edelstahl oder direkt am
Übergang Lot/Wärmetauscher.

Verfasser:
W. Gfrerer
Zeit: 14.03.2003 17:44:54
0
11578
@ T. Winkler
Die intern gelöteten Plattentauscher sind normal mit Rotgußfittingen mit der übrigen Installation verschraubt.
Der Schaden durch Auflösung des Cu-Lotes zwischen den Edelstahlplatten geschied i n n e r h a l b des Tauschers. Das Wasser tritt ja nicht aus, sondern strömt intern von der Trinkwasserseite (6 bar) auf die Heizwasserseite (2 bar) über.
Diese Tauscher sind wie die meisten mit Reinkupfer im Vakuum gelötet.
Die Edelstahlplatten werden nicht angegriffen.
Abhilfe können nur geschraubte (innen mit EPDM oder Nitril gedichtet)
Modelle bieten die es in der benötigten Kleinheit nicht gibt oder die Entfernung des Sulfates aus dem Wasser.
WG

Verfasser:
Matthias Zeidler
Zeit: 14.03.2003 19:33:02
0
11579
Warum wird in Deutschland nur immer von gelöteten und geschraubten Wärmetauschern gesprochen? Es gibt in Thüringen die Firma Pressko AG Artern. Diese Firma produziert seit ca. 6 Jahren vollverschweißte Plattenwärmetauscher. mittels dieser Technik habe ich keine Probleme mit der Wasserqualität und mit Druckstößen. Die Firma hat einen Exportanteil von über 90% und liefert für Stadtwerke, Kälteanlagenbauer, in den Bereich Chemie/Verfahrenstechnik.
Und hier die E-Mailadresse: verkauf@pressko.com
Einen schönes Wochenende!

Verfasser:
Tino Winkler
Zeit: 16.03.2003 20:10:00
0
11580
@ W.Gfrerer,
der von Ihnen geschilderte Schadensfall stammt mit hoher Warscheinlichkeit durch einen Mangel am Produkt Wärmetauscher und nicht durch problematische Trinkwasserqualität.
Sollte der Hersteller in seiner Montage- und Betriebsanleitung auf die Gefahr bei Hohen Sulfatwerten hinweisen, haben Sie wiederum schlechte Karten.

Verfasser:
André Herbst - Fa. GEA Ecoflex GmbH
Zeit: 17.03.2003 17:46:43
0
11581
Sehr geehrte Herren,

Schadenfälle dieser Art sind allen Herstellern von gelöteten Plattenwärmetauschern bekannt. Speziell in einigen Bereichen Deutschlands treten des öfteren solche Schadensfälle auf.
Die Fa. GEA Ecoflex stellt auf der ISH in Frankfurt (Halle 9.0 Stand D05) eine Lösung dieser Problematik vor - ein verzinnten kupfergelöteten Plattenwärmetauscher.

Verfasser:
Stefan Wüst
Zeit: 19.03.2003 21:47:09
0
11582
nun erstmal staune ich über die angegebenen wasserhärten der analysen. 30-50 [°dH] dies würde entspricht (* .179) 5.37 - 8.95 [mmol/l] diese wasserhärte ist unglaublich hoch.

im weiteren ist mir eifach nicht klar wieso bei hartem wasser in der sanitärtechnik immmer plattenwärme-tauscher zum einsatz kommen müssen? es ist eine krankheit in unserer branche, dass unter einem WAT heute ausschliesslich "plattenwärme-tauscher" verstanden wird.

rohrbündelwärmeaustauscher sind zwar etwas teurer und benötigen mehr platz sind aber ganz bedeutend weniger anfällig auf die wasserhärte. bezüglich en unterhaltskosten die durch das häufige entkalkten der platten WAT entstehen ist diesr mehrpreis jedoch bestimmt zu begründen.

bei wasserhärten von über 2.0 -2.5 [mmol/l] setzte ich konsequent auf rohrbündel WAT's!

Stefan Wüst

Verfasser:
Wolfgang Gfrerer
Zeit: 20.03.2003 10:03:43
0
11583

Danke an alle bisherigen Hinweise, besonders an GEA
@ Wüst
Nicht die Härte ist mein Problem, da ich keine Temperaturen über 48°C produziere, sondern die Auflösung der Kupferlötung innerhalb des Tauschers. Die währe auch bei anderen Tauschern mit Werkstoff Kupfer vorhanden, würde wegen dickerem Material jedoch nicht so schnell zur Zerstörung führen.

Was ist das Calziumaluminat-Verfahren? Gibt es das überhaupt?

WG

Verfasser:
W. Gfrerer
Zeit: 28.03.2003 13:13:50
0
11584
Das genannte "Calziumaluminat-Verfahren" würde in einer Dissertation der FH Köln behandelt, ich habe aber nichts darüber in Erfahrung bringen können.
Wer weis etwas darüber?
Mangels anderer Perspektiven müssen wohl die Plattentauscher geändert werden. Bin gespannt wer das Zahlen wird.
WG

Verfasser:
klaus
Zeit: 30.03.2003 22:32:29
0
11585
bei den angegebenen Kalkwerten kann man von den Plattenwärmetauschern
nur abraten.

Verfasser:
W. Gfrerer
Zeit: 19.04.2003 13:09:53
0
11586
Vielen Dank für alle bisherigen Statements.
Aber nochmals: Mein Problem ist nicht der Kalk, sondern die Auflösung der Kupferlötung innerhalb der Plattentauscher.
Könnte eine pH- Anhebung des Trinkwassers auf zB. 7,8 helfen? Und wie wäre diese zu erreichen?
Erbitte Nachricht auch dann, wenn dieses Vorgehen als nicht Zielführend angesehen wird.
Danke
wolfgang.gfrerer@t-online.de

Verfasser:
Wolfgang Gfrerer
Zeit: 02.05.2003 11:24:46
0
11587
Schade, daß scheinbar nur ich selbst meinen Beitrag immer wieder lese.
Oder sollte es tatächlich keine Lösung des Problemes
"Trinkwasser mit hohem Sulfat-Werten (160 bzw. 260 mg/ltr) zerstört die Kupferlötung von Plattentauschern"
ausser den in obigen Beiträgen Angeführten geben?
Ach wie gerne würde ich die "Garantierte" Aussage bekommen das man zb. durch entsprechendes Dosieren von (bezahlbaren) Inhibitoren das Problem in den Griff bekommt,oder Ähnliches.

mfG
w. Gfrerer

Verfasser:
W. Gfrerer
Zeit: 28.07.2003 15:09:25
0
11588
Meine Not besteht leider immer noch !!!!!!
Noch sind keine neuen Ausfälle aufgetreten, aber das sagt ja leider nichts.
Das den Kupferfraß vermutlich auslösende Trinkwasser der Gegend hat sich meines Wissens nicht gebessert.
mfG
W. Gfrerer

Verfasser:
Henning Becker
Zeit: 28.07.2003 22:11:32
0
11589
Hallo an alle,

wieder so eine ... Anfrage, schaut euch einmal die Stadt an mit den Problemen, welcher Installateur kann seine Stadt nicht richtig schreiben??

Lassen wir uns also weiter an der Nase rumführen.

Gruss Henning Becker

becker@prisma-heizung.de

Verfasser:
Michael Fischer
Zeit: 29.07.2003 09:46:33
0
11590
Hallo Herr Gfrerer,

grundsätzlich sollten Sie in Betracht ziehen die Erwärmung des Trinkwassers im Duchlaufverfahren anders zu realisieren. Probleme bei dieser Art der Trinkwassererwärmung sind auch schon mal bei mir aufgetreten. Laut den mir vorliegenden Unterlagen sind Plattenewärmetauscher nur bei Sulfatwerten unter 70 mg/l zu verwenden.
Bei Sulfatwerten über 300 mg/l ist laut Herstellerangaben weder der Edelstahl (SS AISI 316) noch das Kupferlot brauchbar.

Sie sollten erwägen das Trinkwasser mit einem ROTEX Sanicube 500 zu erwärmen. Dieser Brauchwassererwärmer besteht komplett aus Kunststoff.
Das Trinkwasser erwärmt sich im Durchlaufverfahren in 3 parralelen Kunststoffrohrschlangen welche in einem Zwischenwärmetäger gelagert sind. Das zuletzt erwärmte Trinkwasser verläßt als erstes wieder den Speicher (First in - Fist out Prinzip).

Diesen Speicher verwende ich sehr oft in Verbindung mit Wärmepumpenheizungen oder auch zum Erwärmen oder Kühlen von bestimmten Chemikalien.

mfg Michael Fischer www.ThermoScout.de









Aktuelle Forenbeiträge
manniw schrieb: Danke für den Hinweis. Ich kenne so ziemlich alle Arten von Motorschlössern. In der Regel werden die ins Türblatt eingebaut und erfordern eine Kabelzuführung für Stromversorgung und Öffnungsimpuls....
fdl1409 schrieb: Was die Bohrfirma schreibt ist überwiegend richtig, aber nicht alles. Die Bohrung muss bei einer modulierenden WP nicht auf die Nennleistung ausgelegt werden, wenn die Heizlast niedriger ist. Auch...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Wasserbehandlung mit Zukunft
Hersteller von Tanks und Behältern aus
Kunststoff und Stahl
Website-Statistik