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Korrossion im Wasserkessel
Verfasser:
A. Dietrich
Zeit: 17.03.2003 12:17:53
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11821
Nach dem wir mit der 1985 gebauten und durch Kauf der Wohnung 1990 erworbenen Fußbodenheizung leider mehrfach schon Ärger hatten (Elektronik defekt, Verteiler zu den Kunststoffschläuchen korridiert, Einbau einer Sauerstofffilteranlage, mangelnde Heizleistung in oberen Räumen durch weiterhin Luft im System, Ausgleichsbehälter defekt) wurde in der letzten Woche der Ausgleichsbehälter (80 Liter) ausgetauscht. Bei Start der Heizung mußten wir jedoch feststellen, daß plötzlich aus dem Wasserspeicher (1000-Liter Kessel der Nied KG), in dem das Wasser durch 2 Heizstäbe aufgeheizt wird, plötzlich unten durch mind. 1 Loch Wasser austritt. Anscheinend ist durch Sauerstoff und Schlammablagerung der Kessel unten angerostet. Der Kessel wurde entleert und soll noch diese Woche aufgeschweißt werden, damit wir den Umfang des Schadens feststellen können und durch Ausbesserung den Austausch des Kessels evt. verhindern können, da die räumliche Situation katastrophal eng ist. Sollte uns das erst einmal gelingen, wollen wir zukünftig den Eintritt von Luft möglichst verhindern. Kann uns dazu vielleicht jemand Tipps geben, wie das möglich ist und kennt jemand vielleicht Hersteller von Wasserspeichern für Fußbodenheizungen, die uns im Falle des erforderlichen Austausches möglichst den neuesten und besten Kessel liefern können bzw. kann man vielleicht durch 2 kleinere Kessel den Austausch erleichtern. Für jeden Rat sind wir sehr dankbar. MfG Anette Dietrich

Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 17.03.2003 15:12:57
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Hallo Anette Dietrich,

wundert mich nicht, dass die Anlage dauernde Luftprobleme hat. Bei 1000 Liter Pufferspeicher muß das Ausdehnungsgefäß mindestens 140 Liter betragen um das Ausdehnungswasser des Pufferspeichers aufzunehmen (bei Anlagenvordruck 1.0 bar und Sicherheitsventil 2,5 bar). Hierbei sind die Wasserinhalte der Heizungsanlage nicht berücksichtigt.
Rein gefühlsmäßig (ohne nähere Anlagedaten) würde ich bei der Anlage auf ein 200 Liter Ausdehnungsgefäß tippen. Sie können machen was Sie wollen, wenn die Ausdehnunggefäße der Anlage zu klein sind hilft Ihnen der beste und teuerste Kessel nicht weiter. Die Anlage zieht Luft, weil das Ausdehnungsgefäß nicht in der Lage ist, das notwendige Ausdehnungsvolumen zu fassen und im umgekehrten Fall in die Anlage zu geben. Die Sauerstofffilteranlage was auch immer das ist, bekämpft nur die Symtome, nicht die Ursache. Wenn an der Fußbodenheizung nicht diffusionsdichtes Rohr verbaut wurde, hilft unter umständen eine Systemtrennung der FBH. An einem größeren Ausdehnungsgefäß führt allerdings nichts vorbei.

Achim Kaiser

Verfasser:
Anette Dietrich
Zeit: 17.03.2003 18:18:56
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Hallo Achim Kaiser,
vielen Dank für die Info. Das hat mich doch aber erst mal umgehauen. Mit einem 200 Liter Augleichsgefäß würde unser "Heizungsraum" dann ganz vollgestellt und keiner kann sich mehr drin bewegen. Somit werde ich mich an die ursprüngliche Installationsfirma Sanizentra und die Herstellerfirma Nied in Dillenburg wenden und von dort Klärung verlangen. Ob das verbaute Rohr diffusionsdicht ist oder nicht, kann ich natürlich auch nicht sagen, aber was bedeutet eine Systemtrennung?
Was wir aber leider brauchen, ist im Moment eine schnelle Lösung für den Wasserspeicher, da mit Heizlüfter im Moment 17 ° C m Wohnzimmer herrschen. Anhand welcher Kriterien wird den die Größe des Wasserspeichers überhaupt festgemacht?
Vielen Dank. MfG A.D.

Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 17.03.2003 19:20:50
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Hallo Anette Dietrich,

gute Frage, nachdem mir weder Fabrikat noch Hersteller was sagt, gehe ich jedoch davon aus bei 1000 Liter Behälter und Heizstäben, es handelt sich um eine Elektroheizung. Die Größe des Ausdehnungsgefäßes bezieht sich auf eine max. Temperatur im Pufferspeicher von 90 Grad (max. Betriebstemperatur). Wenn sicher gestellt ist, das in dem 1000 Liter Behälter nur niedrigere Temperaturen auftreten, dann könnte das Ausdehnungsgefäß auch etwas kleiner werden. Aber 80 Liter Ausdehnungsgefäß bei 1000 Liter Wasser plus FBH (großer Wasserinhalt)und sonstige Heizungsanlage durfte angesichts der Problembeschreibung zu klein sein.
Systemtrennung = Trennung der Fußbodenheizungsanlage von der restlichen Heizungsanlage über Wärmetauscher, damit bei nicht diffusionsdichten FBH-Rohren der eingetragene Sauerstoff am Rest der Heizungsanlage nicht zu Korrosionsschäden führt.
Wie sowas aussehen könnte, finden Sie hier :

http://www.laing.de/10Produkte/00index.htm

unter Systemanbindungen

Achim Kaiser

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