Hallo,
habe vor kurzem eine
Fußbodenheizung im Bad realisiert mit 4cm bzw. 4,5cm Aufbauhöhe:
Aufbau:
-1cm Styropordämmung
-14x2 er Verbundrohr
-Die Zwischenräume sind mit
Zementestrich verfüllt, und Bündig mit der Rohroberseite abgezogen.
mit Sand abgezogen.
-2mm
Trittschallfolie, wie sie auch für
Laminat verwendet wird.
-12mm Trockenestrich Platten
FliesenKommentar:
die 1cm Styropordämmung hat zwar kaum Dämmwirkung, begünstigt aber erheblich das Aufheizverhalten. Unter dem Aufbau befindet sich eine
Betondecke. Die Styroporschicht sorgt dafür, dass erst der Fußboden warm wird und nicht erst die darunterliegende Decke.
Verbundrohr oder nicht - keine Ahnung. Meines Wissens darf man nur keine reinen
Kunststoffrohre mit zu geringer Sauerstoffdurchlässigkeit verwenden, da einem sonst die Heizung durchrostet - gilt nur, wenn man die FBH im selben Kreis betreibt.
Zum Verfüllen der Zwischenräume zwischen den
Rohren habe ich Betonestrich aus dem Baumarkt verwendet. Beton hat eine sehr gute
Wärmeleitfähigkeit und sorgt damit für gleichmäßige Wärmeverteilung. Außerdem spart man sich die Wärmeverteilbleche. (Ich habe den Aufbau mit einem thermischen Simulationsprogramm überprüft, und mit dem Beton werden ähnliche Ergebnisse erreicht wie mit Verteilblechen.)
Der Sand war nötig, da die schicht möglichst dünn sein sollte und die Fläche nicht eben war
Die Trittschallfolie haben wir nicht wegen des Trittschalls verwendet, sondern weil die dünne Sandschicht unter den
Estrichplatten stark geknirscht hat. Mit der Schaumfolie dazwischen war es behoben.
Die Fußbodenheizung ist über einen regelbaren Thermostatmischer angeschlossen. Das ist sehr Preiswert, und hat den Vorteil, dass im Gegensatz zum reinen Rücklaufanschluß am Heizkörper, der Boden sofort erwärmt wird, wenn die Heizung angeschaltet ist. Funktioniert folgendermaßen:
Der Mischer hat einen Eingang für Warmwasser und
Kaltwasser sowie einen Ausgang für die Mischung. Die
Temperatur wird über einen Regelknopf voreingestellt.
Anschluss:
Der Vorlauf geht über ein herkömmliches
Thermostatventil für den Raum zum warm-Eingang des Mischers und über ein T-Stück ohne zusätzliches Ventil zum Heizkörper. Der Rücklauf des Heizkörpers geht zum Mischer. Der Mischwasserausgang des Mischers geht zur Fußbodenheizung. Der Ausgang der Fußbodenheizung geht zum Heizungsrücklauf.
Der Thermostatmischer mixt aus dem Vorlauf und dem Heizkörperrücklauf die eingestellte Temperatur. Der Fußboden wird beheizt, sobald über das Thermostatventil
Wasser läuft.
Bei hohen
Vorlauftemperaturen der Heizung kann man zusätzlich ein RTL verbauen um die maximale Mischertemperatur zu begrenzen, da der Mischer nicht unter die
Rücklauftemperatur des Heizkörpers regeln kann. Bei passender Auslagung des Heizkörpers kann man darauf verzichten.